Willensfeiheit - ja oder nein?

Philosophie des Geistes.
JoachimStiller
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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon JoachimStiller » Di 27. Dez 2016, 22:35

Eben nicht!!! Diejenigen Skeptiker, die die Willensfreiheit in Frage stellen, wie Bieri oder Schopenhauer, argumentieren ja gerade umgekehrt: Ich kann zwar etwas wollen, aber ich kann nicht wollen, was ich will... Das sei ein Widerspruch in sich selbst... Ich hingegen kann als freier Mensch durchaus Wollen, was ich will, und dann ist der Wille eben doch in bestimmtne Grenzen frei... Das ist der Punkt...

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon autsch » Di 27. Dez 2016, 22:50

Du meinst, du kannst auch das wollen, was du eigentlich nicht willst ...?
Was wär dann noch der Unterschied zwischen Wollen und Nichtwollen?

Paracelsianer
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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon Paracelsianer » Mi 28. Dez 2016, 13:52

autsch hat geschrieben:Du meinst, du kannst auch das wollen, was du eigentlich nicht willst ...?
Was wär dann noch der Unterschied zwischen Wollen und Nichtwollen?


Vllt. verschwimmt der Unterschied genau betrachtet eh.
Am besten träumt, wer sich auf seinen Traum freut wie auf eine Begegnung mit dem besten Freund.

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon autsch » Mi 28. Dez 2016, 17:15

Wie meinst du das?

Paracelsianer
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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon Paracelsianer » Mi 28. Dez 2016, 18:20

Du hast gesagt dass, wenn man annimmt, dass man auch wollen kann, was man nicht will, der Unterschied zwischen Wollen und Nichtwollen verschwimmen könnte, oder?
Am besten träumt, wer sich auf seinen Traum freut wie auf eine Begegnung mit dem besten Freund.

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon autsch » Mi 28. Dez 2016, 19:03

Ich mein es aber andersrum - Wollen und Nichtwollen sind nun mal nicht das Gleiche, sondern das Gegenteil.
Wie sollte das verschwimmen können?

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon Paracelsianer » Mi 28. Dez 2016, 20:13

Ich habe einfach was bei deinem letzten Beitrag vom 27. was falsch verstanden.
Am besten träumt, wer sich auf seinen Traum freut wie auf eine Begegnung mit dem besten Freund.

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon MartinEibert » Mi 28. Dez 2016, 20:28

ich weis es nicht

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon autsch » Mi 28. Dez 2016, 20:35

Willensfeiheit - ja oder nein?


Ich weises fei.

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon MartinEibert » Mi 28. Dez 2016, 20:53

ja spitze
:-D

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon autsch » Mi 28. Dez 2016, 20:59

Gell. 8)

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon MartinEibert » Mi 28. Dez 2016, 21:16

heut war ich Karpfenessen- aber soll mein letzter in dieser Saison sein-
die Fische tun mir leid

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon autsch » Mi 28. Dez 2016, 22:05

Seid ihr die Gegend mit den vielen Karpfen-Teichen? Ich glaub, irgendwo bei euch gibts die.
Zum Thema: Fühlst du dich innerlich frei, was das Fischessen betrifft? Ich hab das phasenweise als Konflikt erlebt, ob ich Fleisch und Fisch essen will oder nicht. Ich wollte es nicht, aber es hat mir geschmeckt, und mir ist immer wieder das Wasser im Mund zusammengelaufen ... vor allem bei Gegrilltem. Also hat mich das Nichtessen Überwindung gekostet.
Unabhängig davon, ob es "Willensfreiheit" gibt, bestimmte Arten von "Unfreiheiten" gibt es auf jeden Fall, z.B. solche Konflikte. Wenn einer sich löst, fühlt es sich "freier" an. Also dem mit den "Freiheitsgraden" würde ich zustimmen ... nur würde ich es eher "Unfreiheitsgrade" nennen, weil ich nicht an eine Willensfreiheit glaub. Ich würde es ein Freiheits- oder Unfreiheits-"Erleben" nennen. Da, wo es mich keine Überwindung kostet, das zu tun, was ich will, wo ich mit mir im Reinen bin, da erleb ich mich als "frei". Es ist eine Freiheit wie ... die des Wassers, das den Berg runterfließt. Es fließt frei ... so, wie es als Wasser aufgrund der Naturgesetze fließen muss.

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Re: Willensfeiheit - ja oder nein?

Beitragvon MartinEibert » Mi 28. Dez 2016, 22:31

autsch, schöner text von dir
ich komm aus der Gegend mit den Karpfenteichen und das hat mich geprägt, Kiefernwald dazwischen ein kleine Weiherkette, still gelegen, kleine Sandsteinfelsen,ein sandsteinbruch, da waren wir / ich oft unterwegs , sind in den Teichen rumgewatet,
jetzt wohne ich in der Fränkischen Schweiz, das ist eigentlich noch schöner,
aber wenn ich dann wieder in in der alten Heimat unterwegs bin kommen das Gefühl von damals wieder in mir auf,
Gegenden haben einen bestimmten spirit, der sich auch in den Menschen wiederspieelt, bzw. die Menschen prägen auch die Landschaft und die Kultur und umgekehrt


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