Trump als Präsident

Politisches Geschehen im Ausland.
JoachimStiller
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Re: Trump als Präsident

Beitragvon JoachimStiller » Mi 8. Feb 2017, 08:03

Letzter Punkt: Ja... Erster Punkt, Nein... Die Handelsbilanz umfasst alles... Alle Geld und Wahrensträme ins Ausland und aus dem Ausland... Einschließlich der Dienstleisungen... Eifnach alles...

MartinEibert
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Re: Trump als Präsident

Beitragvon MartinEibert » Mi 8. Feb 2017, 08:19

Joachim:- es geht nur um Waren
wikipeia
Die Handelsbilanz bezieht sich in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auf den Außenhandel, also den grenzüberschreitenden Warenverkehr eines Landes. Sie ist eine rechnerische Gegenüberstellung aller Warenimporte (Einfuhr) und Warenexporte (Ausfuhr) einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums und wird daher auch Außenhandelsbilanz, Warenbilanz oder Warenhandelsbilanz genannt. Aus der Handelsbilanz eines Landes ergeben sich bei deren Ungleichgewicht Zahlungsforderungen bzw. -verpflichtungen an das Ausland.



die Gewinne einer weltweit agierenden Bank, eines Handelsunternehmens, eines Franchiseres usw. tauchen in keiner Handelsbilanz auf
Coca-Cola und wie sie alle heißen, werden in den Handelsbilanzen garnicht richtig aufgeführt, denn das Cola wird nicht nach D eingeführt sondern hier hergestellt, die Gewinne fliesen aber in die USA
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SokratischerDialog
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Re: Trump als Präsident

Beitragvon SokratischerDialog » Mi 8. Feb 2017, 10:46

VW baut auch in Mexiko, verkauft in den USA und die Gewinne fließen nach Deutschland.

MartinEibert
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Re: Trump als Präsident

Beitragvon MartinEibert » Mi 8. Feb 2017, 12:03

ja klar- deswegen ist die Handelsbilanz was für die Tonne- weil sie wichtige Vorgänge garnicht abbildet.
In der Handelsbilanz wird doch nur der Sektor der Warenproduktion abgebildet
daher haben Länder mit einem geringen Anteil in diesem Sektor eher bis sicher eine negative Handelsbilanz können aber trotzdem super da stehen, weil sie ihr Geld z.B. am Kapitalmarkt und Handel, Tourismus usw. machen
z.B. Groß-Britannien, Luxemburg usw.

schaut euch mal die Tabelle der Länder mit einem Handelsbilanzdefizit an
das sind überwiegend sehr reiche Länder (bei denen die Warenproduktion zweitrangig ist)

wikipedia unter Handelsbilanzdefizit
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nettoexporte ausgewählter Volkswirtschaften, die im Jahr 2007 ein Handelsbilanzdefizit auswiesen.
Nettoexporte in Mrd. € Land 1987 1997 2007
USA −136 −174 −619
Großbritannien −17 −18 −119
Spanien −11 −12 −88
Europäische Union k.A. 116 −76
Frankreich −8 25 −47
Griechenland −5 −14 −38
Türkei −3 −20 −34
Portugal −4 −8 −15
Australien 1 −2 −7
Luxemburg −1 −2 −4
Dänemark 0 5 −1

typisch GB- das hat seid den 90ern ein stark ansteigendes Handelsbilanzdefitit verbunden mit einem starken Anstieg des Wohlstandes
oder auch Türkei , die machen ein Teil ihres Geldes mit Tourismus
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Re: Trump als Präsident

Beitragvon JoachimStiller » Mi 8. Feb 2017, 16:53

Deutschland und Japan fehlen in der Übersciht... Wäre toll gewesen, wenn wir dazu Vergelcihswerte hätten...

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon MartinEibert » Mi 8. Feb 2017, 18:52

Japan hat bis vor kurzen auch eine negative Handelsbilanz:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/15620/umfrage/handelsbilanz-von-japan/

die deutsche Handelsbilanz ist positiv
Joachim du kannst mal googeln

des gibt dann noch die Leistungsbilanz da ist die Handelsbilanz ein Teil davon

am besten auch mal googeln

im Grunde gibt es keine negativen Bilanzen - jede Bilanz ist ausgeglichen , denn die Chinesen und Deutschen schenken ja nicht ihre Waren her, noch werden die Amerikaner bestohlen und umgekehrt
Waren fliesen in die eine Richtung, Geld in die andere
also die Amerikaner müssen ja in der Lage sein die Waren zu kaufen , also es ist das entsprechende Vermögen vorhanden, bzw. gibt es Menschen die das entsprechende Geld dazu ausleihen, weil sie davon ausgehen dass sie es wiederbekommen
also eine negative Handelsbilanz hat unter anderem auch damit zu tun dass die Menschen eines Landes in der Lage sind aufgrund ihres Vermögens und den Erträgen daraus, bzw. des ihnen geliehenen Geldes sich etwas leisten können

Beispiel Luxemburg:
permanentes Defizit
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/15622/umfrage/handelsbilanz-von-luxemburg/

wobei ich rede da so daher ohne mich volkswirtschaftlich richtig auszukennen
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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Imperativ » Do 9. Feb 2017, 19:03

Reinholdt hat geschrieben:Es ist nicht Trumps Justiz-Ministerin, sondern sie stammte noch aus dem Obama-Kabinett.

Spielt ja keine Rolle, es geht um sein gestörtes Verhältnis zum Rechtsstaat. Die Justizministerin hat die Verfassungsmäßigkeit des Muslimbann-Dekrets bezweifelt und der Richter in San Francisco ihr Recht gegeben. Die Entscheidung als "unverschämtes Urteil" zu bezeichnen und sich den Richter vorknöpfen zu wollen spricht für die Verachtung einer unabhängigen Justiz.

Reinholdt hat geschrieben:Von 1930-33 hatte Hindenburg durchgängig Präsidialkabinette ernannt (gegen den Wählerwillen). Erst 1933 gab es wieder einen demokratisch gewählten Reichskanzler. Präsidialkabinette sind heutzutage nicht mehr möglich. Hitler wäre also heute viel früher ans Ruder gekommen.

Ich kenne die Geschichte, es geht darum, dass die Demokratie nicht Steigbügelhalter für problematische Machtpolitiker werden darf. Es reicht eben nicht, dass lediglich eine formale Legalität einen Hitler, der 14 Jahre lang Agitation gegen die Weimarer Republik betrieben hat, ermöglichen kann.

Wie erklärte dies Goebbels 1934: ...."wir haben offen erklärt, dass wir uns demokratischer Mittel nur bedienen, um die Macht zu gewinnen und dass wir nach der Machtergreifung unseren Gegner rücksichtslos alle Mittel versagen würden, die man uns in Zeiten der Opposition zugebilligt hatte".

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Imperativ » Do 9. Feb 2017, 19:06

Reinholdt hat geschrieben:
Imperativ hat geschrieben:Bild
Willkommen im Trumpland.

Der Pussy-Angriff Trumps war rein verbal. Hingegen hat der alte Clinton wirklich diesbezüglich wie wild rumgemacht.

Clinton ist wohl fremdgegangen, aber Trump ist ein widerlicher öffentlich bekennender Sexist.

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Reinholdt » So 12. Feb 2017, 19:07

@MartinEibert
Trump mag derjenige Charaktertyp sein, den du beschreibst. Er ist knallhart, und zwar ganz offen. Die anderen Präsidenten vor ihm waren auch knallhart, nur eben mit lächelnder Miene. Eines ist jedoch sicher, Rot-Grün kann sich künftig warm anziehen. Mit denen rechnet er ab. Deutschlands Retter wird Trump jedoch nicht. Auch unter den anderen Präsidenten waren wir ein besetztes Land. Das wird unter Trump so bleiben. Die deutschen Goldreserven hat auch Obama nicht rausgerückt. Trump wird sie ebenfalls nicht rausrücken.

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Reinholdt » So 12. Feb 2017, 19:10

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:
Imperativ hat geschrieben:Bild
Willkommen im Trumpland.

Der Pussy-Angriff Trumps war rein verbal. Hingegen hat der alte Clinton wirklich diesbezüglich wie wild rumgemacht.

Clinton ist wohl fremdgegangen, aber Trump ist ein widerlicher öffentlich bekennender Sexist.

Clintons Taten waren widerlich, Trump machte nur widerliche Sprüche in bezug auf die Realität, denn sobald man berühmt ist, funktioniert das mit dem Pussy-Grappschen in der Tat. Das ist nur eine Feststellung der allgemeinen Sachverhalte, und heißt nicht, daß etwa Trump der Grappscher sei.

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Reinholdt » So 12. Feb 2017, 19:15

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Es ist nicht Trumps Justiz-Ministerin, sondern sie stammte noch aus dem Obama-Kabinett.

Spielt ja keine Rolle, es geht um sein gestörtes Verhältnis zum Rechtsstaat. Die Justizministerin hat die Verfassungsmäßigkeit des Muslimbann-Dekrets bezweifelt und der Richter in San Francisco ihr Recht gegeben. Die Entscheidung als "unverschämtes Urteil" zu bezeichnen und sich den Richter vorknöpfen zu wollen spricht für die Verachtung einer unabhängigen Justiz.

Er wird alles im Einklang mit den geltenden Gesetzen regeln. Da bin ich mir sicher. Und vorknöpfen wird er sich die jeweiligen Leute auch im Rahmen des Gesetzes. Aber vorknöpfen wird er sie sich.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Von 1930-33 hatte Hindenburg durchgängig Präsidialkabinette ernannt (gegen den Wählerwillen). Erst 1933 gab es wieder einen demokratisch gewählten Reichskanzler. Präsidialkabinette sind heutzutage nicht mehr möglich. Hitler wäre also heute viel früher ans Ruder gekommen.

Ich kenne die Geschichte, es geht darum, dass die Demokratie nicht Steigbügelhalter für problematische Machtpolitiker werden darf. Es reicht eben nicht, dass lediglich eine formale Legalität einen Hitler, der 14 Jahre lang Agitation gegen die Weimarer Republik betrieben hat, ermöglichen kann.

Wie erklärte dies Goebbels 1934: ...."wir haben offen erklärt, dass wir uns demokratischer Mittel nur bedienen, um die Macht zu gewinnen und dass wir nach der Machtergreifung unseren Gegner rücksichtslos alle Mittel versagen würden, die man uns in Zeiten der Opposition zugebilligt hatte".

Demokratischer Mittel kann sich in einer Demokratie prinzipiell jeder bedienen, ob er eine demokratische Gesinnung hat oder auch nicht. Demokratische Rechte sind für alle Bürger des Staates da, nicht nur für die Demokraten unter ihnen.

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Linde » Mo 13. Feb 2017, 09:37

In England hat man nun nach dem B-Word für Brexit nun auch das T-Word für Trump.
Für solche Wörter gilt: Besser gar nicht darüber reden!
Ceterum censeo Lindam non esse delendam.

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Linde » Do 16. Feb 2017, 22:14

Neues von Trump, dem Trampeltier:

Trump teilt aus - und lobt sich selbst

Obama hat ihm Chaos hinterlassen, die Medien berichten falsch - aber seine Regierung läuft "wie eine gut eingestellte Maschine": Donald Trump nutzt eine Pressekonferenz für einen Rundumschlag.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 34990.html
Ceterum censeo Lindam non esse delendam.

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Imperativ » Fr 17. Feb 2017, 19:30

Reinholdt hat geschrieben:Und vorknöpfen wird er sich die jeweiligen Leute auch im Rahmen des Gesetzes. Aber vorknöpfen wird er sie sich.

Justitia hat sich schon 2-mal Trump erfolgreich vorgeknöpft, ich hoffe am Ende kann man das Titelblatt des Spiegels umkehren und Justitia hält den Kopf von Trump in der Hand.

Reinholdt hat geschrieben:Demokratischer Mittel kann sich in einer Demokratie prinzipiell jeder bedienen, ob er eine demokratische Gesinnung hat oder auch nicht. Demokratische Rechte sind für alle Bürger des Staates da, nicht nur für die Demokraten unter ihnen.

Ja, auch für Demokratiegegner, auf diesen Widerspruch hatte ich ja bereits hingewiesen. Die Feinde der Demokratie bedienen sich solange demokratischer Mittel, bis sie sie – einmal gewählt – endlich abschaffen können. Die Lektion hast du schon gelernt.

Reinholdt hat geschrieben:Eines ist jedoch sicher, Rot-Grün kann sich künftig warm anziehen. Mit denen rechnet er ab.

Ich verstehe ja, das dir das Herz aufgeht, aber es werden doch nicht gleich Omnipotenz Gefühle aufkommen. Bis jetzt rechnet jedenfalls die amerikanische Justiz mit Trump ab.

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Re: Trump als Präsident

Beitragvon Reinholdt » Sa 18. Feb 2017, 12:39

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Und vorknöpfen wird er sich die jeweiligen Leute auch im Rahmen des Gesetzes. Aber vorknöpfen wird er sie sich.

Justitia hat sich schon 2-mal Trump erfolgreich vorgeknöpft, ich hoffe am Ende kann man das Titelblatt des Spiegels umkehren und Justitia hält den Kopf von Trump in der Hand.

Trump ist grad mal vier Wochen im Amt. Er wird überall die führenden Persönlichkeiten austauschen und dann erst zum effektiven Handeln übergehen.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Demokratischer Mittel kann sich in einer Demokratie prinzipiell jeder bedienen, ob er eine demokratische Gesinnung hat oder auch nicht. Demokratische Rechte sind für alle Bürger des Staates da, nicht nur für die Demokraten unter ihnen.

Ja, auch für Demokratiegegner, auf diesen Widerspruch hatte ich ja bereits hingewiesen. Die Feinde der Demokratie bedienen sich solange demokratischer Mittel, bis sie sie – einmal gewählt – endlich abschaffen können. Die Lektion hast du schon gelernt.

Wenn du glaubst, diese Lektion hätte ich hier von dir gelernt, täuschst du dich. Es ist das Allerselbstverständlichste, daß in einer Demokratie die demokratischen Rechte für jedermann gelten, die demokratischen Pflichten haben ja auch alle einzuhalten, ob sie wollen oder nicht. Das wäre ja noch schöner, wenn ich hierzulande nur meine Pflichten zu erfüllen hätte, auf Rechte aber keinen Anspruch habe, denn die wären nur für Systemtreue da.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Eines ist jedoch sicher, Rot-Grün kann sich künftig warm anziehen. Mit denen rechnet er ab.

Ich verstehe ja, das dir das Herz aufgeht, aber es werden doch nicht gleich Omnipotenz Gefühle aufkommen. Bis jetzt rechnet jedenfalls die amerikanische Justiz mit Trump ab.

Das wird sich ändern! Die Omnipotenz wird er nach und nach erlangen, so wie Gorbatschow sie im Osten besessen hatte und dann mit der roten Brut aufräumte. Ich kann ja gut verstehen, daß dir das Herz dabei vor Angst in die Hose rutscht. Aber da mußt du halt durch.


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