Thema: Burka

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Reinholdt
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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » Mi 15. Feb 2017, 20:51

Imperativ hat geschrieben:Ein Philosophieforum ist m. E. nicht irgendeine Newsgroup, sondern – dies hatte ich auch schon mal thematisiert – sollte in den sprachlichen Umgangsformen sehr behutsam sein.

Ich habe mich bisher nirgends im Ton vergriffen, und pflege durchaus anständige Umgangsformen. Das leidenschaftliche Ausflippen und Beschimpfen betreiben hier andere.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Die Antwort, die ich dir daher schuldig bleiben muß, kann ich dir erst dann öffentlich geben, sobald man in der Bundesrepublik wirklich frei seine Meinung äußern darf, ohne Wenn und Aber. Bis dahin mußt du dich allerdings noch einwenig gedulden."

Zeige mir ein Land, in dem die freie Meinungsäußerung einen so hohen Stellenwert hat, wie in Deutschland. Auch Kritik gegenüber der Justiz ist erlaubt, aber man muss nicht gleich einen rustikalen Rundumschlag mit Hinweis auf die Schauprozesse im Volksgerichtshof unter Freisler machen.

Die Bundesrepublik ist eines derjenigen Länder, in welchen die Zensur am umfangreichsten ausgeübt wird. Bei gesperrten Seiten im Internet belegt Brasilien den ersten Platz, dann folgt auf Platz zwei die Bundesrepublik. So war es jedenfalls im Jahre 2010. Neuere Zahlen liegen mir nicht vor.
Übrigens war es kein "rustikaler Rundumschlag" meinerseits, sondern nur eine Feststellung, daß es in der Bundesrepublik Schauprozesse gibt. Und das habe ich in gebräuchlicher deutscher Sprache formuliert, ohne Gossenausdrücke zu gebrauchen.

Nachtrag:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/google-statistik-wie-die-deutschen-zensur-vizeweltmeister-wurden-a-690278.html
Zuletzt geändert von Reinholdt am Mi 15. Feb 2017, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » Mi 15. Feb 2017, 20:55

Imperativ hat geschrieben:Hätte ich im Übrigen eine Strafanzeige gestellt, wäre ein Ermittlungsverfahren gegen dich in Gang gesetzt worden, welches dir wohl kaum verborgen geblieben sein dürfte.

Ich ahnte, daß du kneifen würdest, denn du hattest nichts in der Hand.
Auch diesmal sehe ich der Sache gelassen entgegen.

Warum antwortest du übrigens nicht mehr in den anderen Threads? Da bist du mir noch so manche Antwort schuldig.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Imperativ » Do 16. Feb 2017, 19:15

Reinholdt hat geschrieben:Du drückst dich vor der Antwort.Und daß die DDR Partei- und Staatsführung massiv die KPD unterstützt hat, wie sie später auch die DKP unterstützte, ist leider Tatsache. Nur hatte die spätere DKP ihr Programm insoweit abgeändert, daß sie durch die Justiz unangreifbar wurde, obwohl auch sie das Potential zum Umsturz der Bundesregierung und den geheimen Willen dazu hatte.

Nein, der Verweis des BVerG, der KPD eine Umsturzfähigkeit abzusprechen, reicht mir.

Reinholdt hat geschrieben:Volksgemeinschaft ist nicht undemokratisch, sondern etwas sehr demokratisches.

Dies ist ein Zentralbegriff des nationalsozialistischen Denkens, er war gleichsam ein Legitimationsbegriff der Nationalsozialisten. Was hat dies also mit Demokratie zu tun?

Reinholdt hat geschrieben:Wer gegen Multi-Kulti ist, verstößt also automatisch gegen Menschenrechte. Sehr amüsant.

Wenn Rechtspopulisten die Opposition wahrnehmen und regressiv ethnopolitische Vorstellungen propagieren – Ja.

Reinholdt hat geschrieben:Wie bitte, keiner wurde gezwungen?! Es war Krieg! Eine Wahl gab es für niemanden. Nur die Intensität des Mitmachens entschied jeder selber. Dann muß er wohl sehr leidenschaftlich Wache geschoben haben.

Kein Mensch wurde gezwungen in einem KZ zu arbeiten, sonst hätte die NSDAP wohl kaum Maßnahmen zur Anwerbung eingeleitet. Wenn dies immer wieder behauptet wurde, dann waren dies sog. „Schutzbehauptungen“ ähnlich wie bei der „sauberen Wehrmacht“, die immer wieder auf Befehlsnotstände bei Massenerschießungen hinwies. Man weiß heute, dass es die nicht gab, genauso wenig wie ein Zwang, Dienst in einem KZ zu verrichten. Der Bundesgerichtshof führte aus, dass Auschwitz ein Ort war, an dem man nicht mitmachen durfte, von Zwang ist also nicht die Rede.

Reinholdt hat geschrieben:Nein, den Wachleuten nicht! Die hätten es höchstens ahnen können.

Ja klar, niemand hatte nirgendwo von irgendetwas gewusst. Der Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß hat das Lager als die „größte Menschenvernichtungsanlage aller Zeiten“ bezeichnet. Man geht von bis zu 1,5 Millionen Opfer aus, aber mitbekommen hat kaum einer etwas. Der BGH sieht das jedenfalls anders und geht davon aus, dass alle wussten, wozu die Lager dienten und was in ihnen vorging.

Reinholdt hat geschrieben:Dann müßte man auch den Bauern auf dem Feld verurteilen und die Pferde, die ihre Pflicht taten. Vielleicht auch noch das Wetter und die Schwerkraft.

Wer Opfer, Täter oder Mittäter war ist nicht Gegenstand der Schwerkraft, sondern der Gerichte.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Imperativ » Do 16. Feb 2017, 19:42

Reinholdt hat geschrieben:Ich ahnte, daß du kneifen würdest, denn du hattest nichts in der Hand.

siehe oben zum Thema Verunglimpfung der Justiz.

Reinholdt hat geschrieben:Die Bundesrepublik ist eines derjenigen Länder, in welchen die Zensur am umfangreichsten ausgeübt wird. Bei gesperrten Seiten im Internet belegt Brasilien den ersten Platz, dann folgt auf Platz zwei die Bundesrepublik. So war es jedenfalls im Jahre 2010.

Was hat das mit Meinungsfreiheit zu tun? Wenn das alleiniger Maßstab wäre, dann ging es ja in Nordkorea liberaler und meinungsfreundlicher zu.

Aber die Erklärung ist ganz einfach aus deinem Link zu lesen:
Verleumdungen, aber auch illegale Seiten wie verfassungsfeindliche Neonazi-Angebote oder Sites von Holocaust-Leugnern sind in Deutschland stark vertreten. In diesem Punkt hat natürlich Deutschland hier schärfere Verbote als andere europäische Länder.

Reinholdt hat geschrieben:Übrigens war es kein "rustikaler Rundumschlag" meinerseits, sondern nur eine Feststellung, daß es in der Bundesrepublik Schauprozesse gibt. Und das habe ich in gebräuchlicher deutscher Sprache formuliert,

Du bist zuweilen ein konstruktiver Gesprächspartner, wenn da nicht immer wieder deine rechtslastigen Sprüche wären. Dein Sprachverhalten zu gewissen Themen z. B. Flüchtlingspolitik und deine rechtspopulistische Rhetorik erschweren oft die Auseinandersetzung. Schauprozesse finden in einem Rechtsstaat nicht statt.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Imperativ » Do 16. Feb 2017, 19:44

Reinholdt hat geschrieben:Warum antwortest du übrigens nicht mehr in den anderen Threads? Da bist du mir noch so manche Antwort schuldig.

Sachte, sachte - Beamte sind nicht so schnell...

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Imperativ » Do 16. Feb 2017, 19:49

Reinholdt hat geschrieben: Hier wurde eine Aussiedlung nach Madagaskar favorisiert, und zwar bis hinein in das Jahr 1941. Als im Herbst 1941 die Front im Osten ins Stocken geriet, mußte für die Endlösung der Judenfrage ein neuer Plan her

Der Madagaskarplan war nie ernsthaft geplant, er diente schlicht der Verschleierung gegenüber der Öffentlichkeit. Die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa war immer schon Programm des Rasse-Antisemitismus des Führers.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » Fr 17. Feb 2017, 17:47

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Du drückst dich vor der Antwort.Und daß die DDR Partei- und Staatsführung massiv die KPD unterstützt hat, wie sie später auch die DKP unterstützte, ist leider Tatsache. Nur hatte die spätere DKP ihr Programm insoweit abgeändert, daß sie durch die Justiz unangreifbar wurde, obwohl auch sie das Potential zum Umsturz der Bundesregierung und den geheimen Willen dazu hatte.

Nein, der Verweis des BVerG, der KPD eine Umsturzfähigkeit abzusprechen, reicht mir.

Ich fragte nicht danach, was dir reicht, sondern ob nach deiner Meinung durch die Unterstützung aus dem Osten die KPD dazu in der Lage gewesen wäre. Du drückst dich also schon wieder vor der Antwort, obgleich du eigentlich keine Angst haben müßtest, hier eine Antwort zu geben, denn die Antwort (ob Ja oder Nein) steht nicht unter Strafe. Ich will dich also durchaus nicht zu einer Straftat verleiten, was bei anderen Themen deinerseits mir gegenüber aber oft der Fall ist.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Volksgemeinschaft ist nicht undemokratisch, sondern etwas sehr demokratisches.

Dies ist ein Zentralbegriff des nationalsozialistischen Denkens, er war gleichsam ein Legitimationsbegriff der Nationalsozialisten. Was hat dies also mit Demokratie zu tun?

Den Begriff "Volksgemeinschaft" gab es schon vor der NS-Zeit, und er ist ein sehr demokratischer Begriff (demokratischer gehts eigentlich nicht). "Guten Appetit" haben die Nationalsozialisten auch gesagt und geatmet haben sie ebenso. Wenn du also auf alles verzichten willst, was die Nationalsozialisten an Worten verwendet und Taten ausgeübt haben, kannst du das gerne tun. Ich verzichte jedenfalls nicht darauf, und laß es mir auch nicht von irgendwem vorschreiben. Meinen Wortschatz lasse ich mir nicht von anderen diktieren.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Wer gegen Multi-Kulti ist, verstößt also automatisch gegen Menschenrechte. Sehr amüsant.

Wenn Rechtspopulisten die Opposition wahrnehmen und regressiv ethnopolitische Vorstellungen propagieren – Ja.

Das heißt, eine Vermischung der Kulturen und Nationen ist nicht nur geduldet, sondern geboten, also für jedermann verpflichtend. Wer sich hier an jahrhunderte alte Traditionen gebunden sieht, verstößt gegen die von den 68er Blumenkinder verordneten Menschenrechte. Da waren ja die Bolschewisten noch handzahm gegen solcherart Multi-Kulti-Spinnerei.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Wie bitte, keiner wurde gezwungen?! Es war Krieg! Eine Wahl gab es für niemanden. Nur die Intensität des Mitmachens entschied jeder selber. Dann muß er wohl sehr leidenschaftlich Wache geschoben haben.

Kein Mensch wurde gezwungen in einem KZ zu arbeiten, sonst hätte die NSDAP wohl kaum Maßnahmen zur Anwerbung eingeleitet. Wenn dies immer wieder behauptet wurde, dann waren dies sog. „Schutzbehauptungen“ ähnlich wie bei der „sauberen Wehrmacht“, die immer wieder auf Befehlsnotstände bei Massenerschießungen hinwies. Man weiß heute, dass es die nicht gab, genauso wenig wie ein Zwang, Dienst in einem KZ zu verrichten. Der Bundesgerichtshof führte aus, dass Auschwitz ein Ort war, an dem man nicht mitmachen durfte, von Zwang ist also nicht die Rede.

Als Wachpersonal konnte man auch per Zwang eingeteilt werden. Man war höchstens freiwillig in der SS, aber wo man von der SS eingesetzt wurde, das entschied die SS, nicht der jeweilige Soldat. Sofern dieser jedoch als Wachmann eingesetzt worden sein sollte (vielleicht noch kurz vor Kriegsende), war er sicherlich glücklich darüber, einen so ruhigen Job abbekommen zu haben.

Wie du weißt, sind wir alle freiwillig in der Bundesrepublik. An den Morden, die hier tagtäglich passieren und von denen wir auch wissen, daß sie passieren, sind wir also alle mitschuldig, weil wir sie nicht verhindern. Das ist eine wirklich tolle Logik, die in der Weise jedenfalls für damaliges Wachpersonal durch unsere heutige Justiz angewandt wird, obwohl ein Wachsoldat die Morde (sofern er sie geahnt oder mitbekommen hat) nicht verhindern hätte können, selbst wenn er gewollt hätte.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Nein, den Wachleuten nicht! Die hätten es höchstens ahnen können.

Ja klar, niemand hatte nirgendwo von irgendetwas gewusst. Der Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß hat das Lager als die „größte Menschenvernichtungsanlage aller Zeiten“ bezeichnet. Man geht von bis zu 1,5 Millionen Opfer aus, aber mitbekommen hat kaum einer etwas. Der BGH sieht das jedenfalls anders und geht davon aus, dass alle wussten, wozu die Lager dienten und was in ihnen vorging.

Im Reich hat man nichts davon gewußt, denn da gab es keine Vernichtungslager (die befanden sich alle weit weg im Osten). Vorort mag man es geahnt haben, aber auch dort hat es einem niemand auf die Nase gebunden. Selbst das Wachpersonal wird zumeist nicht informiert gewesen sein (wie etwa wir bei der NVA nicht gewußt haben, was wir bewachten).

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Dann müßte man auch den Bauern auf dem Feld verurteilen und die Pferde, die ihre Pflicht taten. Vielleicht auch noch das Wetter und die Schwerkraft.

Wer Opfer, Täter oder Mittäter war ist nicht Gegenstand der Schwerkraft, sondern der Gerichte.

Eben, aber daß die Schwerkraft Täter ist, entscheidet auch das Gericht, insofern Wachmänner für Taten zur Verantwortung gezogen werden, die sie nicht begangen haben. So etwas ist und bleibt ein Schauprozeß.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » Fr 17. Feb 2017, 17:56

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Die Bundesrepublik ist eines derjenigen Länder, in welchen die Zensur am umfangreichsten ausgeübt wird. Bei gesperrten Seiten im Internet belegt Brasilien den ersten Platz, dann folgt auf Platz zwei die Bundesrepublik. So war es jedenfalls im Jahre 2010.

Was hat das mit Meinungsfreiheit zu tun? Wenn das alleiniger Maßstab wäre, dann ging es ja in Nordkorea liberaler und meinungsfreundlicher zu.

Tja manchmal könnte das tatsächlich diesen Eindruck erwecken, und zwar zu recht (denn ich weiß sehr wohl, wie es im Sozialismus/Kommunismus zugeht).

Imperativ hat geschrieben:Aber die Erklärung ist ganz einfach aus deinem Link zu lesen:
Verleumdungen, aber auch illegale Seiten wie verfassungsfeindliche Neonazi-Angebote oder Sites von Holocaust-Leugnern sind in Deutschland stark vertreten. In diesem Punkt hat natürlich Deutschland hier schärfere Verbote als andere europäische Länder.

Warum ist das natürlich, daß das Deutschland hat, und England beispielsweise nicht. Dort darf man also Volksverhetzung begehen. Klar ist, daß die Meinungsfreiheit dadurch massiv eingeschränkt ist, was nicht nur einer Zensur gleichkommt, sondern Zensur ist.

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Übrigens war es kein "rustikaler Rundumschlag" meinerseits, sondern nur eine Feststellung, daß es in der Bundesrepublik Schauprozesse gibt. Und das habe ich in gebräuchlicher deutscher Sprache formuliert,

Du bist zuweilen ein konstruktiver Gesprächspartner, wenn da nicht immer wieder deine rechtslastigen Sprüche wären. Dein Sprachverhalten zu gewissen Themen z. B. Flüchtlingspolitik und deine rechtspopulistische Rhetorik erschweren oft die Auseinandersetzung.

Dann bitteschön diskutiere doch nur mit Linken.

Imperativ hat geschrieben: Schauprozesse finden in einem Rechtsstaat nicht statt.

Schauprozesse finden bei uns statt. Ergo haben wir nach deinem Satz keinen Rechtstaat.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » Fr 17. Feb 2017, 17:57

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben: Hier wurde eine Aussiedlung nach Madagaskar favorisiert, und zwar bis hinein in das Jahr 1941. Als im Herbst 1941 die Front im Osten ins Stocken geriet, mußte für die Endlösung der Judenfrage ein neuer Plan her

Der Madagaskarplan war nie ernsthaft geplant, er diente schlicht der Verschleierung gegenüber der Öffentlichkeit. Die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa war immer schon Programm des Rasse-Antisemitismus des Führers.

Dann stehst du aber damit im Widerspruch zu deinen sonst so häufig verwendetetn Wiki-Artikeln. Lies einfach mal nach!

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Imperativ » Fr 17. Feb 2017, 19:42

Reinholdt hat geschrieben:Dann stehst du aber damit im Widerspruch zu deinen sonst so häufig verwendetetn Wiki-Artikeln. Lies einfach mal nach!

Ich stütze mich auf den Historiker Eberhard Jäckel und verweise auf die öffentliche Rede zum Jahrestag der Machtergreifung am 30.01.1939, wo Hitler bereits die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa angekündigt hat.

Reinholdt hat geschrieben:Tja manchmal könnte das tatsächlich diesen Eindruck erwecken, und zwar zu recht (denn ich weiß sehr wohl, wie es im Sozialismus/Kommunismus zugeht).

Einem Ausreiseantrag nach Nordkorea steht nichts im Wege.

Reinholdt hat geschrieben:Warum ist das natürlich, daß das Deutschland hat, und England beispielsweise nicht. Dort darf man also Volksverhetzung begehen. Klar ist, daß die Meinungsfreiheit dadurch massiv eingeschränkt ist, was nicht nur einer Zensur gleichkommt, sondern Zensur ist.

Jetzt enttäuscht du dich mich aber...hat der Holocaust in Deutschland oder England stattgefunden? Auf Servern der USA können Holocaustleugnungen ebenfalls ungestraft verbreitet werden. Hier bedarf es einer besonderen Verantwortung und Sensibilität.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Imperativ » Fr 17. Feb 2017, 19:48

Reinholdt hat geschrieben:Ich fragte nicht danach, was dir reicht, sondern ob nach deiner Meinung durch die Unterstützung aus dem Osten die KPD dazu in der Lage gewesen wäre. Du drückst dich also schon wieder vor der Antwort,

Im Gegensatz zu dir maße ich mir nicht an, gegenüber dem höchsten Gericht bessere Erkenntnisgrundlagen und Beurteilungsfähigkeiten zu haben.

Reinholdt hat geschrieben:Den Begriff "Volksgemeinschaft" gab es schon vor der NS-Zeit, und er ist ein sehr demokratischer Begriff

Ich empfehle Wikipedia, mehr dazu später....

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » Sa 18. Feb 2017, 12:55

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Ich fragte nicht danach, was dir reicht, sondern ob nach deiner Meinung durch die Unterstützung aus dem Osten die KPD dazu in der Lage gewesen wäre. Du drückst dich also schon wieder vor der Antwort,

Im Gegensatz zu dir maße ich mir nicht an, gegenüber dem höchsten Gericht bessere Erkenntnisgrundlagen und Beurteilungsfähigkeiten zu haben.

Ich frage nach deinem gesunden Menschenverstand, denn du bevorzugst ja das Selberdenken, wie du einmal behauptet hattest, und hier nun plötzlich demütige Unterwerfung vor den Erkenntnissen der Gerichte, ohne eigene geistige Tätigkeit.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » So 19. Feb 2017, 18:12

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Tja manchmal könnte das tatsächlich diesen Eindruck erwecken, und zwar zu recht (denn ich weiß sehr wohl, wie es im Sozialismus/Kommunismus zugeht).

Einem Ausreiseantrag nach Nordkorea steht nichts im Wege.

Wohin du deinen Ausreiseantrag stellst, entscheidest ganz allein du. Ich vermute, der Sozialismus/Kommunismus ist genau die Gesellschaftsordnung, die dir als Ideal vorschwebt.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » So 19. Feb 2017, 18:13

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Dann stehst du aber damit im Widerspruch zu deinen sonst so häufig verwendetetn Wiki-Artikeln. Lies einfach mal nach!

Ich stütze mich auf den Historiker Eberhard Jäckel ...

Der Wiki-Artikel berücksichtigt nicht nur einen Historiker, sondern gibt eine Gesamtübersicht zum Forschungsstand aller Historiker, die in der Mehrheit von der Aufrichtigkeit des Madagaskar-Planes überzeugt sind. Also bitteschön nicht nur deine dir liebsamen Rosinen rauspicken.

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Re: Thema: Burka

Beitragvon Reinholdt » So 19. Feb 2017, 18:20

Imperativ hat geschrieben:
Reinholdt hat geschrieben:Warum ist das natürlich, daß das Deutschland hat, und England beispielsweise nicht. Dort darf man also Volksverhetzung begehen. Klar ist, daß die Meinungsfreiheit dadurch massiv eingeschränkt ist, was nicht nur einer Zensur gleichkommt, sondern Zensur ist.

Jetzt enttäuscht du dich mich aber...hat der Holocaust in Deutschland oder England stattgefunden? Auf Servern der USA können Holocaustleugnungen ebenfalls ungestraft verbreitet werden. Hier bedarf es einer besonderen Verantwortung und Sensibilität.

Jetzt enttäuschst du mich aber! Der Holocaust hat in Polen stattgefunden, nicht in Deutschland (zwar von Deutschen organisiert und ausgeführt, allerdings nicht im eigenen Land). In Polen wird jedoch weiterhin nicht so stark zensiert, wie in Deutschland, obwohl auch die Polen damals den Holocaust frenetisch gefeiert hatten, denn die mochten ihre einheimischen Juden ganz und garnicht. Es gab sogar noch ein Pogrom nach dem Krieg gegen Juden in Kielce 1946.

England müßte eigentlich eine größere Verantwortung in dieser Hinsicht tragen, wenn man an deren Massaker in Indien, Afrika oder Australien denkt oder auch an die Millionen Toten des Opium-Krieges in China. Das stört in England heute niemanden. Wo bleibt deren Verantwortungsbewußtsein und die daraus resultierende nunmehrige Zensur.


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