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 Betreff des Beitrags: Ja also
BeitragVerfasst: 2. Januar 2007, 20:32 
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Registriert: 2. Januar 2007, 20:17
Beiträge: 2
Wohnort: NRW
Hallo,

Ich bin vor allem durch meinen Papa zur Philosophie gekommen, der interessiert sich nämlich auch sehr dafür.
Ich habe nun seit ungefähr einem jahr Philosophie als Fach in der Schule.
Nun möchte ich eine Hausaufgabe von mir anfügen, die wir zu Beginn dieses Schuljahres aufgegeben bekommen haben.
Ich hoffe ihr könnt da was mit anfangen! :)
Zu dem Zeitpunkt an dem ich den Text geschrieben habe war ich noch 16 Jahre jung, mittlerweile bin ich 17, aber meine Anschauungen haben sich nicht geändert.
Ich hoffe euch gefällt der Text
P.S.: Wer Rechtschreib- oder Zeichensetzungsfehler findet darf sie behalten ;)

Meine Gedanken bei dem Anblick einer Kuh, die auf einer grünen Wiese steht und Gras frisst.

Eine Kuh ist eine Kuh, ist ein Nutztier, ist ein Milchlieferant, ist ein Lederlieferant, ist ein Fleischlieferant. Sie hat demnach eine Aufgabe, ihr Leben hat einen klar definierten Sinn. Ist sie sich auch diesem Sinn bewusst? Weiß sie, das das Gras, das sie grad frisst, vielleicht ihr Todesmahl ist? Gehen wir davon aus, sie wüsste es. Genießt sie es dann mehr, als alles andere Gras, das sie je gefressen hat? Wird sie sich Gedanken machen über ihr Leben? Glaubt sie an Wiedergeburt oder nur an das Wiederkäuen? Denkt sie sich, das nächste Mal werd ich ein Vogel? Können Tiere eigentlich denken? Fühlen sie auch so etwa wie Glück? Schließlich strahlt eine kauende Kuh auf einer grünen Wiese, womöglich noch bei einem blauen Himmel auch etwas sehr ruhiges, glückliches aus. Eine Ruhe die wir Menschen in der heutigen modernen Welt, die sich tagtäglich verändert, lauter, schneller, besser wird, nicht mehr haben, vielleicht auch nicht mehr haben wollen, weil wir sie nicht ertragen. Wer kann denn heute noch wirklich ruhig sein? Wer kann denn noch einfach nur dasitzen, nichts tun, nichts hören außer seinem eigenem Atmen, seinem Herzschlag? So gut wie niemand. Das ist ein Nachteil unseres Fortschrittes, denn so „leben“ wir zwar, das heißt wir rennen von A nach B, erfüllen Ansprüche, gehen zur Schule oder zur Arbeit, doch bedeutet das das wir leben? Nur weil wir atmen, weil wir uns bewegen, weil wir kommunizieren, weil wir arbeiten, leben wir nicht, wir existieren! Was macht überhaupt ein lebenswertes Leben aus? Ein Handy, viel Geld, ein gutaussehender Freund, gute Noten, ein eigener Computer? Nein, ein Leben, das ich gern leben würde, wäre anders. Nicht so materiell. Die heutige Welt ist emotional verarmt, denn „Haste was, biste was!“ ist der Leitspruch, den man schon von klein auf mitbekommt. Liebe, Gefühle? Was ist das? Kann man das Essen? Ist das ansteckend? Womöglich kriegt man davon Pickel! Ne, geh mir weg mit dem Scheiß! Am Ende steht ein Mensch, der wie eine Maschine funktioniert, auswechselbar ist, kein Mensch mehr ist, zumindest nicht im eigentlichen Sinne.
Menschen die Gefühle zeigen, sind in unserer Gesellschaft kaum zu finden. Warum? Weil emotional sein verpönt ist! Küsst man sich öffentlich, muss man Angst haben, das Schamgefühl der anderen zu verletzten! Wenn man sich über etwas aufregt und man wird mal lauter, ist man gleich hysterisch! Ist man eine Zeit lang ausgelaugt, müde und macht keinen glücklichen Eindruck, so wird man als depressiv abgestempelt! Der moderne Mensch hat Angst Gefühle zu zeigen. Vielleicht unterbewusst, weil es eine Verbindung zu den Tieren ist. Tiere zeigen Angst, zeigen Aggressionen, zeigen Zuneigung. Doch der Mensch will über die Tiere herrschen, er stellt sich an die Spitze, verleugnet wo er her kommt, das er auch nur Mensch, bzw. Tier ist, Fehler hat, Gefühle hat, die ihn verletzbar machen, angreifbar machen, ihn von seiner selbst zugewiesenen Gottesposition herunterholen und ihn zu einem von vielen machen, zu einem vielleicht hoch entwickelten Tier, aber das auch nur vielleicht. Somit ist eine Kuh im Prinzip ein intelligenteres Wesen als der Mensch, denn der Mensch verhält sich artfremd, die Kuh lebt ihr einfaches, glückliches Leben. Moment, glücklich? Kann eine Kuh Glück verspüren? Was ist für eine Kuh Glück? Wenn man nicht mit der äußerst zweifelhaften Gabe der Tiersprache gesegnet ist, so wird diese Frage wohl für immer ungelöst bleiben! Man, bzw. frau, bzw. die ganze Menschheit könnte sich bzw. macht sich teilweise Gedanken da drüber, was Glück eigentlich ist. Fragt man ein armes Kind aus Afrika, wird es wahrscheinlich antworten: „Glück ist, was zu essen zu haben, nicht krank zu sein und zur Schule gehen zu dürfen, das ist wahres Glück!“, auffällig ist hierbei, das dies alles Sachen sind, die bei uns alltäglich sind, nichts besonderes, ist halt so. Auf Schule könnten wir, bzw. einige von uns gut verzichten, sie ist halt ein notwendiges Übel. Was würden wir aber als Glück beschreiben? Was ist für uns Glück? Ein Sechser im Lotto? Eine gute Note? Doch machen eine gute Note und viel Geld das Leben wirklich schöner? Natürlich, einige werden jetzt oberflächliche Sprüche klopfen wie zum Beispiel: „Geld allein macht nicht glücklich, man muss es auch ausgeben!“. Diese Aussprüche zeugen für mich nicht gerade von einer intelligenten hoch entwickelten Spezies!
Eine Spezies übrigens, die ihren Lebenssinn sucht, aber bis zum heutigen Tag noch nicht gefunden hat, so komme ich wieder auf die Kuh zurück. Egal ob es ihr bewusst ist, oder nicht, ihr Leben hat einen Sinn, ein Ziel. Natürlich hat auch das menschliche Leben ein Ziel, den Tod. Doch ist das Leben wirklich nur ein Traum, aus dem man erwacht, wenn man stirbt? Gibt es für uns keine Aufgabe, keinen Sinn, warum wir existieren?
Hermann Hesse sagte eine mal: „Wir verlangen das Leben müsse einen Sinn haben, aber es hat nur genauso viel Sinn wie wir ihm geben.“ Ich denke er hat vollkommen Recht. Wir können nicht zu Hause auf dem Sofa sitzen und drauf warten, dass der Sinn unseres Lebens zu uns kommt und an der Tür klingelt. Wie haben doch Talente, Eigenschaften, die uns zu etwas befähigen! Somit hat jeder auch seine Aufgabe gefunden! Aber kann man das so einfach sagen? Nicht jeder macht gern das was er kann. Neid heißt die Devise. Wir wollen das was wir nicht haben. Wir hassen das was wir haben. Der perfekte Mensch wird angestrebt, ein unerreichbares Ideal. Wer ist schon perfekt? Diese Frage ist genauso schwer zu beantworten wie die Frage nach der Normalität! Was ist normal? Der Durchschnitt? Gibt es denn überhaupt einen Durchschnitt, wenn doch jeder von uns einzigartig ist, es zumindest sein sollte? Ja richtig sein sollte, denn es fällt immer mehr auf, das die Individualität des Menschen kaum noch vorhanden ist. Man kann in „Typen“ eingeteilt werden. Entweder man ist die Glamrocklady, die Karrierefrau, das Mauerblümchen, die Punkerin, die Rockerin, der Normalo, der Freak oder das Muttersöhnchen. Eigentlich können wir uns aber noch glücklich fühlen, denn es gibt noch Unterschiede! Wären alle Menschen gleich, so würde doch einer genügen! Doch genau dieser Unterschied könnte bald in Gefahr geraten. Die Gentechnik entwickelt sich immer weiter. In ein paar Jahren können sich die Eltern aussuchen, welches Kind sie denn hätten. Eins mit blauen Augen und schwarzen Haaren, das später mal Arzt wird, oder doch lieber den athletischen Spitzensportler mit den Sommersprossen, grünen Augen und rotem Lockenkopf?
Solche Probleme haben die Kühe nicht, die sind nun mal so wie sie sind. Haben vier Beine, zwei Augen, zwei Ohren und einen Euter. Das einzige was sie unterscheidet sind die Flecken.
Ich schließe also:
Mensch bleibt Mensch, Kuh bleibt Kuh, Gras bleibt Gras und ich bleibe ich.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 3. Januar 2007, 22:00 
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Registriert: 14. Dezember 2006, 09:40
Beiträge: 23
Netter Text.

Die Kuh kennt kein Glück da diese auch nicht das Gefühl von Unglück kennt und schon gar nicht dazwischen differenzieren kann, Gras ist für die Kuh halt nur Gras es ist Futter. Emotionelle Tiere? Eine evolutionäre "Grundstruktur" deren Gefühle, ja. Aber mehr ansich auch nicht. Der Mensch, als einzigstes Lebewesen, stellen sich überhaupt die Frage ob es "glück" ist bzw. ob es dasselbige überhaupt gibt. Die Menschen besitzen die Vorstellungskraft sich darüber Gedanken zu machen. Diese Frage stellt sich für die Kuh erst gar nicht, Sie ist zufrieden wie es ist, die Kuh strebt auch nicht nach was anderem als das was sie eh schon den lieben langen Tag macht.

_________________
Gruß

SeeMonster


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1. Mai 2007, 16:20 
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Registriert: 10. September 2006, 13:43
Beiträge: 3
also ich bin der meinung, das kühe durchaus emutionen wie glück oder freude haben!
hast du schonmal gesehen wie kühe rumhüpfen, wenn sie nach dem winter wieder ins freie gelassen werden?
ich schon :D


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