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 Betreff des Beitrags: Konsumästhetik; Fetisch und Diktatur?
BeitragVerfasst: So 5. Jul 2009, 17:54 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
Wenn man von Konsumästhetik spricht, ist in der Regel die Technik gemeint die sich auf die ästhetische Ausstrahlung von Marken und Waren bzw. deren Verpackung bezieht die den Konsumenten zum Kauf animieren soll. Die Aufmachung der Verpackung, sprich das optische äußere steht im Vordergrund und leider oft im krassen Gegensatz zum praktischen Nutzen und der Qualität des Inhalts. Der Konsument wird auf Grund der aufwendigen Verpackung und deren Presentation einer Reizüberflutung ausgesetzt, die es ihm kaum noch möglich macht frei zu entscheiden ob er ein Produkt oder eine Marke kauft
weil er sie benötigt, oder ob er sie nur des Kaufenswillen kauft. Soziologische Studien belegen, dass 85% der Kaufentscheidungen getroffen werden ohne das großartig über den Nutzen der gekauften Produkte nachgedacht wurde. Was den Schluß zulässt, dass die
Aufmachung zum Fetisch wird der uns immer mehr beherrscht und unser denken und handeln lenkt, der Fetisch wird zu Diktator unseres Sein`s der uns zu Konsumsklaven weden lässt, ohne freien Willen.

m.f.g. plotin

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Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


Zuletzt geändert von plotin am So 5. Jul 2009, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Konsumästhetik; Fetisch und Diktatur?
BeitragVerfasst: Mo 6. Jul 2009, 12:47 
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Beiträge: 201
Wohnort: Minett / Luxemburg
Hallo Plotin,

Hm, es ist jedoch unser freier Wille, darüber nachzudenken, was wir kaufen oder nicht. Somit ist es unser freie Wille, ob wir zu Konsumsklaven werden wollen oder nicht.

Die Dinge können schliesslich nicht dafür, wie der Mensch darauf reagiert.

Ich kann natürlich nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber mir graut es hin und wieder, wenn ich mir anschaue, wie die Menschen gedankenlos draufloskaufen, oder überhaupt das Denken immer mehr ausschalten.
Mich würde also interessieren, inwiefern man von Fetisch oder Diktatur sprechen kann, wenn es unser eigene Wille ist, der uns in diese Situationen bringt?


Nachdenkliche Grüsse


Shade

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Eines Tages wird die Wissenschaft beweisen, dass wir gar nicht existieren (Tahiti)


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Konsumästhetik; Fetisch und Diktatur?
BeitragVerfasst: Mo 6. Jul 2009, 13:20 
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Registriert: 03.01.09
Beiträge: 125
Plotin
An deinem Ansatz ist tatsächlich etwas dran - und das ist ein guter Gedanke - doch es ist schlicht und einfach übertrieben. Das Prinzip / der Anlass dieser Ästhetik ist das so oft genannte Geld. Dabei versuchen Unternehmen nicht allgmein die Menschheit zu Konsumsklaven zu machen, was unmöglich wäre, sondern sie kennen die Gesellschaftsgruppen, die schnell dort hineinfallen. Von den Gruppen versuchen die Unternehmen natürlich so viele wie möglich zu fischen. Beispielsweise gehören jüngere und ältere Jugendliche zu den Gruppen, aber auch Menschen, die sich im Allgemeinen schon immer sehr für Ästhetik interessiert haben.

infiniti


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Konsumästhetik; Fetisch und Diktatur?
BeitragVerfasst: Mo 6. Jul 2009, 13:59 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
Hallo Shade

Auf deine Frage, inwiefern man von Fetisch und Diktatur sprechen kann? Folgender Gedanke;
Die Ware oder auch die Marke eines bestimmten Herstellers, wird zum Fetisch, weil deren Besitz den Menschen Glauben macht sich dadurch über andere zu erheben bzw. sich selbst erhöht darzustellen. Dabei bemerkt er nicht das er sich durch seinen ungezügelten Kaufrausch dem Diktat des bloßen haben wollen´s unterwirft und so die Vernunt, die Logik und auch den freien Willen einfach über Bord wirft.

m.f.g. Plotin

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 Betreff des Beitrags: Re: Konsumästhetik; Fetisch und Diktatur?
BeitragVerfasst: Mo 6. Jul 2009, 16:21 
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Registriert: 01.07.09
Beiträge: 201
Wohnort: Minett / Luxemburg
Hallo Plotin,

Yep, mit der Erklärung verstehe ich schon, wie das mit Fetisch zu verstehen ist. Dennoch glaube ich kaum, dass man verallgemeinern kann.

Erst einmal liegt es am Menschen, ob er "mitmacht" oder nicht. Zweitens gibt es auch Leute, die den einen oder anderen Markenartikel kaufen, weil er sich wirklich bewährt. Diese wären für eine Studie allerdings als Ausnahmen zu sehen.

Wären es allerdings wirklich nur die Markenartikel, die eine "Auswirkung" hätten, würden sich wohl kaum all diese Kopien der Luis-Vuitton-Täschen (schreibt das sich so???) verkaufen, weil dies ja keine Originale sind. Inwiefern spielen diese Dinge in deinen Augen eine rolle?


Fragende Grüsse


Shade

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 Betreff des Beitrags: Re: Konsumästhetik; Fetisch und Diktatur?
BeitragVerfasst: Mo 6. Jul 2009, 18:17 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
Hallo Shade

Ich denke, Orginal oder Fälschung spielen bei diesen Überlegungen nur eine untergeordnete, wenn überhaupt eine Rolle, denn Vernunft, Logik aber auch der freie Wille
sind im Moment der Kaufentscheidung ausgeblendet, sprich einfach nicht mehr vorhanden.
Der Konsumsklave denkt sich, ist ein Orginalprodukt, auf Grund seines Preises nicht zu haben, dann muss eben ein Fake herhalten, um wie man so schön sagt hipp zu sein. Die Geltungssucht und das haben wollen machen den Unterschied zwischen Orginal und Fake wett. Auch wird der Besitzer einer Fälschung alles unternehmen, dass diese nicht als solche erkannt wird, dass er sich dadurch selbst belügt, nimmt er auf Grund seines Drang´s sich erhabener zu fühlen gern in Kauf.

m.f.g. plotin

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