infiniti hat geschrieben:
Ich würd als Fazit nennen:
Frauen gehören zur Minderheit, weil Männer mehr an wichtigen Werken für die ganze Menschheit (oben genanntes) beitragen.
Bei dieser Bemerkung hat sich mein Magen umgedreht. Ein Roman könnte folgen, aber ich versuche, es kurz zu machen.
Bis vor wenigen Jahrzehnten war unsere Gesellschaft patriarchalisch ausgerichtet und ist es in vielen Bereichen noch (siehe unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit). Frauen wurden mit teilweise extremen Maßnahmen bewusst dazu erzogen, sich nur auf Familie und Kinderkriegen reduzieren zu lassen. Die meisten haben es hingenommen, weil sie mit drastischen Strafen zu rechnen hatten, wenn sie es wagten, sich dagegen aufzulehnen.
Sogar ich hörte noch von meinen Eltern permanent den Satz "Das darfst Du nicht, weil Du ein Mädchen bist." Glücklicherweise bin ich allerdings in einer Zeit aufgewachsen, in der sich diese Strukturen gerade massiv veränderten, und habe das nicht so hingenommen, mich dagegen aufgelehnt, was mir allerdings auch zu dieser Zeit noch ein recht schwieriges Leben beschert hat.
Der von Dir erwähnte Fußball fällt z. B. auch unter diese Einschränkungen. Männerfußball hat eine lange Tradition, Frauenfußball gibt es noch nicht lange. Ich war bereits lange erwachsen, als die ersten Vereine entstanden.
Noch heute ist es so, dass fast alle Männer, die man als erfolgreich und mächtig wahrnimmt, das nur deshalb sind, weil die Frauen ihnen den Rücken frei halten und sie sich nicht mit dem täglichen Kleinkram beschäftigen müssen.
In vielen Studiengängen wie z. B. Architektur sind Frauen bereits längst in der Überzahl. Nur "leider" hat die Natur es so eingerichtet, dass sie der Teil der Menschheit sind, der Kinder bekommt und sich dann auch verantwortungsvoll um diese kümmert, der auch die Männer erfolgreich groß zieht, die später im Rampenlicht stehen. Und sich im Normalfall nicht um ihren Nachwuchs kümmern, weil sie "Wichtiges" zu tun haben.
Nur sehr wenige Frauen haben das hinter sich, was ansonsten den Männern scheinbar selbstverständlich ist: Einen Partner, der sie in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt und seine eigenen Bedürfnisse im Interesse der Frau bzw. der Familie zurückstellt (wie es z. B. bei der von Dir erwähnten kinderlosen Frau Merkel der Fall ist).