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 Betreff des Beitrags: Die Rechte von Minderheiten
BeitragVerfasst: Mi 14. Jan 2009, 16:01 
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Registriert: 14.01.09
Beiträge: 1
Ich möchte zu einer Diskussion mit dem Thema Minderheiten anregen. Meine Fragen lauten zunächst welche Bevölkerungsgruppen ihr als Minderheit anseht? ist eine Minderheit eine Menschengruppe, welche zahlenmäßig unterlegen ist? Warum werden dann auch Frauen als Minderheit angesehen, welche in unserer Gesellschaft eigentlich eine Mehrheit darstellen? Welche Rechte würdet ihr Minderheiten einräumen? Im GG ist das Recht von Minderheiten mit Art. 3 Absatz 3 definiert: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Findet ihr das passend oder würdet ihr das Recht von Minderheiten noch erweitern, aber steht das dann nicht im Kontrast zu dem Gesetz, das alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind.
Welche Minderheiten seht ihr als besonders Problematisch an? oder glaubt ihr das Minderheiten in Zeiten der Pluralisierung kein Problem mehr darstellt? Man spricht sogar heute von einer "Minderheitengesellschaft", da fast jeder einer Minderheit angehört. Man könnte ja auch sagen das nur eine Minderheit Tischtennis spielt oder ist das dann keine Minderheit? Fragen über Fragen, was denkt ihr darüber? Ich freue mich schon auf eure antworten...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Rechte von Minderheiten
BeitragVerfasst: Mi 14. Jan 2009, 17:24 
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Registriert: 03.01.09
Beiträge: 125
Ein für mich befremdliches Thema.
Ich selber sehe keine Bevölkerungsgruppe als Minderheit an - und ich denke mit solchen Leuten würde ich auch nichts zu tun haben wollen.
Zu welcher Art von Minderheit würdest du denn gehören, wenn du sagst, dass wir quasi in einer Minderheitsgesellschaft leben?
Meiner Meinung nach spielt in Sachen Frauen als Minderheit nicht die Quantität, sondern die Qualität.
Allgemein kann man erkennen, was eine Frau tut, womit man sie assoziiert - dasselbe bei Männern.
Kurzes Brainstorming zu Männern:
- Technik: mehr Erfahrung
- Medien: Schaffung von News, Vorkommen im TV etc.
- Wissenschaften: Entdeckungen, Naturwissenschaften
- Sport: Vom Publikum höher angesehen

Man sieht, dass sich Männer in Bereichen beschäftigen, die von größerer Bedeutung sind.
Ich gehe selbstverständlich von dem Gesamteindruck aus, nicht von einzelnen Männern und Frauen.
Zum Beispiel sind Physik, Chemie, Mathematik und weitere Bereiche für die Erfahrung und neue Erkenntnisse fast nur von Männern belegt, Frauen interessieren sich meist nicht für solche Wissenschaften. Sie mögen viel mehr an Feinheiten rumzubasteln, wie Ernährung der Familie oder Beschäftigung bei der Hausreinigung (vor einigen Jahrhunderten war das ja noch extremer der Fall, da sollten immerhin nur die Männer arbeiten gehen).
Warum sind denn die Stadien bei einer Fußballweltmeisterschaft der Frauen bei unter 20000 Leuten gefüllt, während jede Woche in Barcelona 105.000 Zuschauer + über TV das Spiel von Männern verfolgen? Ganz einfach weil Frauensport weniger spannend und hart ist - Es liegt im Interesse des Publikums! Und dies ist keine FOLGE, sondern eine Ursache der scheinbaren Minderheit von Frauen.

Die Männer glauben aus solchen Gründen (nehmen wir mal Technik), dass Frauen zu viel Mangel an Kenntnissen haben und vermuten: Wenn Merkels schönes neues Auto nicht fahrtüchtig ist, schickt man lieber einen Mann zur Reparatur los als eine Frau, denn Männer beschäftigen sich am Motor grober und kommen rein statistisch schneller zurecht als Frauen. So werden sie besser bezahlt.

Ich würd als Fazit nennen:
Frauen gehören zur Minderheit, weil Männer mehr an wichtigen Werken für die ganze Menschheit (oben genanntes) beitragen.
Unter Art. 3 Abs. 2 ist ja auch die Gleichberechtigung und Gleichstellung angegeben.
Demnach haben bereits viele Unternehmen aufgrund unterschiedlicher Löhne gegen das Grundgesetz verstoßen.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Rechte von Minderheiten
BeitragVerfasst: Mi 14. Jan 2009, 22:21 
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Registriert: 04.12.08
Beiträge: 195
Minderheiten würden ich zuerstmal nur nach Lebensart definieren, nicht nach Abstammung oder sonst etwas. Wenn man seine eigene Lebensart nicht mitnihmt, will man sich ja eingliedern und ist somit keine Minderheit mehr. Je nach Lebensart würde ich dann der Minderheit entsprehcend Platz einräumen oder besondere Enrichtungen errichten. Allerdings alles nur im Rahmen.

_________________
Ein Leben ist nur lebenswert, wenn man es mit anderen teilen kann...
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Rechte von Minderheiten
BeitragVerfasst: Do 15. Jan 2009, 02:34 
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Beiträge: 445
Wohnort: 02694 Malschwitz OT Rackel
Bei uns ( in der Lausitz leben ca. 60.000 Sorben) Lebt diese Minderheit.

Das ist ein slavisches Volk. Sie haben eine eigene Sprache, die sonst kein deutscher versteht.

Ihre Sprache ähnelt dem Tschechischen und dem Polnischen. Ist aber eine eigene Sprache.

Wenn ihr wollt (oder auch nicht) schreibe ich mal kurz zu mir

Ja sym narodzi so w lece dzewjetnace stow wosom a styceci. W wjonce Zapel. Ja sym dzensa sescdzesac let stary.

Ich denke, das reicht, dass niemand etwas versteht, der nicht des slavischen mächtig ist.

So viel dazu.

_________________
In der Nacht träume ich, dass ich denke und am Tag denke ich, dass ich träume


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Rechte von Minderheiten
BeitragVerfasst: Sa 14. Feb 2009, 12:09 
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Registriert: 15.12.08
Beiträge: 25
infiniti hat geschrieben:
Ich würd als Fazit nennen:
Frauen gehören zur Minderheit, weil Männer mehr an wichtigen Werken für die ganze Menschheit (oben genanntes) beitragen.


Bei dieser Bemerkung hat sich mein Magen umgedreht. Ein Roman könnte folgen, aber ich versuche, es kurz zu machen.

Bis vor wenigen Jahrzehnten war unsere Gesellschaft patriarchalisch ausgerichtet und ist es in vielen Bereichen noch (siehe unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit). Frauen wurden mit teilweise extremen Maßnahmen bewusst dazu erzogen, sich nur auf Familie und Kinderkriegen reduzieren zu lassen. Die meisten haben es hingenommen, weil sie mit drastischen Strafen zu rechnen hatten, wenn sie es wagten, sich dagegen aufzulehnen.

Sogar ich hörte noch von meinen Eltern permanent den Satz "Das darfst Du nicht, weil Du ein Mädchen bist." Glücklicherweise bin ich allerdings in einer Zeit aufgewachsen, in der sich diese Strukturen gerade massiv veränderten, und habe das nicht so hingenommen, mich dagegen aufgelehnt, was mir allerdings auch zu dieser Zeit noch ein recht schwieriges Leben beschert hat.

Der von Dir erwähnte Fußball fällt z. B. auch unter diese Einschränkungen. Männerfußball hat eine lange Tradition, Frauenfußball gibt es noch nicht lange. Ich war bereits lange erwachsen, als die ersten Vereine entstanden.

Noch heute ist es so, dass fast alle Männer, die man als erfolgreich und mächtig wahrnimmt, das nur deshalb sind, weil die Frauen ihnen den Rücken frei halten und sie sich nicht mit dem täglichen Kleinkram beschäftigen müssen.

In vielen Studiengängen wie z. B. Architektur sind Frauen bereits längst in der Überzahl. Nur "leider" hat die Natur es so eingerichtet, dass sie der Teil der Menschheit sind, der Kinder bekommt und sich dann auch verantwortungsvoll um diese kümmert, der auch die Männer erfolgreich groß zieht, die später im Rampenlicht stehen. Und sich im Normalfall nicht um ihren Nachwuchs kümmern, weil sie "Wichtiges" zu tun haben.

Nur sehr wenige Frauen haben das hinter sich, was ansonsten den Männern scheinbar selbstverständlich ist: Einen Partner, der sie in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt und seine eigenen Bedürfnisse im Interesse der Frau bzw. der Familie zurückstellt (wie es z. B. bei der von Dir erwähnten kinderlosen Frau Merkel der Fall ist).


  
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