TorstenHesse hat geschrieben:
Seit Jahren gibt es einen Disput zwischen Philosphen und Hirnforschern über die Frage, ob der Mensch frei entscheiden kann (und damit für sein Tun und Lassen verantwortlich ist) oder ob er „von seinem Gehirn regiert wird“ – also nur Sklave seiner Gehirnprozesse ist, für die er nichts kann.
Von welchem 'Disput' redest du hier?
Es gibt inzwischen eine ganze Schar von Philosophen die mit Hirnforschern zusammen arbeiten.
Die Experimente von Libet (1979) sind auch wirklich nicht das neueste auf dem Gebiet der Hirnforschung.

TorstenHesse hat geschrieben:
... Allerdings muss ich dazu verschiedene Fachgebiete mit einander verbinden (Philosophie, Physik, Biologie, Neorologie), von denen ich immer nur ein wenig verstehe – ...
vielleicht nicht die besten Voraussetzungen um, was auch immer zu schlichten
TorstenHesse hat geschrieben:
...Wie lässt sich nun der materielle Aspekt eines Entscheidungsvorgangs beschreiben? Vielleicht so: Ich entscheide mich für Option A, in dem ich zu ihrer Energie etwas hinzugebe oder der Energie der Option B etwas entgegensetze. Dadurch bekommt A die stärkere Energie und bestimmt den weiteren Ablauf des Geschehens. Das „etwas“ wäre dann eine Energie aus dem Ich, also vielleicht die „Kraft der Persönlichkeit" oder „Entscheidungskraft“. ...
hmmm, hier wird es etwas 'schwurbelig', oder? Was soll denn diese 'Energie' sein.
Dein Denkansatz ist gar nicht so schlecht, es fehlt nur leider etwas an Fachwissen.
Es gibt inzwischen schon etliche Untersuchungen zu Entscheidungsfindung und auch einige Theorien. Vielleicht solltest du die in deine Überlegungen mit einbeziehen?
Zu empfehlen ist hier für den Einstig vielleicht Spitzer, dann Singer, Roth, Metzinger (Der Ego-Tunnel)
Weiter hilft es vielleicht, von der Dualität Körper/Gehirn Abstand zu nehmen. Sehe es als die zwei Seiten einer Münze. Wir Menschen haben uns als Einheit entwickelt - unser Gehirn ist ein Organ wie auch die Leber oder der Magen eines ist. Jedes Organ hat seine Aufgaben. Metzinger regt an, dass sogar unser Bewusstsein, ebenso wie alle Gefühle virtuelle Organe sind, die unsere Möglichkeiten zu überleben (Nahrung, Verteidigung, Fortpflanzung...) vermehrt haben.