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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: So 25. Jan 2009, 20:13 
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Registriert: 17.12.08
Beiträge: 19
Wohnort: Schweiz (Emmental)
Paradisedreaming hat geschrieben:
@Beate, du hast es nicht ganz verstanden, was ich meinte. Endgültiger Erkenntnis meine ich, die Fähigkeit seine Mitmenschen immer richtig einzuschätzen. Das ist wie bereits gesagt unmöglich, aber für alle Menschen gleich gut erreichbar. Und es hat absolut gar ncihts mit dem Wissenstand zu tun, da ein Mensch kein logisches Wesen sit, also er handelt nicht so


Warum sollte etwas Unmögliches für alle gleich gut erreichbar sein? Verstehe ich das richtig, wenn ich sage, dass wir gerade dadurch die gleichen Voraussetzungen haben, weil keiner von uns (deine) endgültige Erkenntnis erreichen kann?

Und wieso glaubst du, dass der Mensch kein logisches Wesen ist? Ist er etwa nur ein Trieb- bzw. Instinktgesteuertes Wesen? Dann kann es ja nicht so schwierig sein, die Menschen zu verstehen, denn instinktives Handeln ist voraussagbar. Es gibt nicht unendlich viele verschiedene Instinkte. Der Überlebensinstinkt würde uns sagen, dass der Mensch immer so handelt, damit er überlebt. Von Nächstenliebe kann hier also keine Rede mehr sein. Der Fortpflanzungstrieb:Zeugen wir so viele Kinder, damit unsere Spezies nie aussterben wird. Ein weiterer Instinkt ist das Anschaffen von Nahrung, wir müssen essen, wir müssen jagen, Tiere töten, Beeren sammeln usw. Glaubst du wirklich, dass der Mensch instinktiv Mitleid hat, instinktiv verhütet und instinktiv ins nächstbeste (selbstgebaute!!) Warenhaus geht und sich dort eine Packung Fleisch kauft? Wohl kaum... Wenn man mir sagen will, dass Verhütungsmittel und Warenhäuser nur instinktive Launen des Menschen waren, weiss ich auch nicht mehr so ganz, was ich von der ganzen Sache halten soll...

Paradisedreaming hat geschrieben:
Ich denke, es hat nichts mit Erbanlagen zu tun, aber das ein mensch sehr wohl in der Lage ist sich zu ändern(ich habs zum Beispiel gemacht)


Was ich nicht ganz begreife ist, warum der Mensch als ein nichtlogisches Wesen und dazu noch ohne beeinflussende Erbanlagen fähig zur Veränderung sein sollte. Wie soll denn das gehen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: So 25. Jan 2009, 22:37 
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Registriert: 04.12.08
Beiträge: 195
Logisch wäre ein Mensch dann, wenn er nur die Nahrungsmittell kauft, die er braucht. Nach Instinkten würde er genauso handeln. Aber das tut er nicht. Der Mensch ist ein Emotional gesteuertes Wesen.
Übrigens hängen Logik und Instinkt in diesem Zusammenhang dicht beieinander, da die Instinkte von Tieren z.B. für uns logisch sind(nahrungssuche um nicht zu krepieren...)
Und ich habe damit nicht gemeint, dass ein Mensch komplett unlogisch ist, sonder nur das man seine Handlungen nicht mitirgeneiner Logik vorhersagen kann. Zumindest nicht immer.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Mo 26. Jan 2009, 22:15 
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Registriert: 17.12.08
Beiträge: 19
Wohnort: Schweiz (Emmental)
Jetzt ganz ehrlich Paradisedreaming, ich verstehe bei bestem Willen nicht, was du mit deinen Beiträgen meinst. Keine Ahnung, vielleicht bin ich begriffsstutzig oder deine Aussagen sind schlicht unklar, zusammenhangslos und nicht eindeutig. Jedenfalls stolpere ich jedesmal über deine Beiträge und verstehe nur noch Bahnhof und habe eigentlich keine Ahnung mehr, worüber wir eigentlich diskutieren.
Wäre nett, wenn du dir für deine Beiträge ein bisschen mehr Zeit nehmen und deine Gedanken klar ersichtlich UND begründet darstellen würdest (das würde uns einiges Aufklären von unnötigen Missverständnissen ersparen). Danke.

Paradisedreaming hat geschrieben:
Übrigens hängen Logik und Instinkt in diesem Zusammenhang dicht beieinander, da die Instinkte von Tieren z.B. für uns logisch sind(nahrungssuche um nicht zu krepieren...)


Hier sehe ich wirklich keine Logik. Der einzige Zusammenhang, der hier besteht ist, dass wir Menschen mit unserem Verstand Tiere analysieren. Und das, was wir bei Tieren beobachten, ist instinktives Handeln. Die beiden Begriffe Logik und Instinkt stehen hier aber nicht in direktem Zusammenhang.

Leider merke ich gerade, dass wir total vom Thema abgekommen sind. Wäre wohl besser, ein Thema mit dem Namen "ist der Mensch ein logisches Wesen?" zu eröffnen. :) Wenn ich mich aber nicht täusche, gibt es das schon... :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Di 27. Jan 2009, 11:35 
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Beiträge: 445
Wohnort: 02694 Malschwitz OT Rackel
Wer, was oder wo ist das ich?

Ist es mein Körper? Sicherlich ein Teil. Denn im Spiegel erkenne ich mich ja.

Aber das ist sicher nicht Alles.

Wie erkenne ich mich denn?

Mit dem Gehirn? (Gedanken, Geist oder wie auch immer).

Das sind doch aber nur elektrische Spannungen die in meinem Gehirn ablaufen?

Was erkennt sich nun als ich?

Und wie soll das festgelegt sein? Von wem denn?

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Di 27. Jan 2009, 15:31 
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Registriert: 04.12.08
Beiträge: 195
Mit den Instinkten meine ich es folgendermaßen:
Tiere gehen rein aus Instinkten auf Nahrungssuche, jagen oder fressen Blättter. Das ist auch alles logisch, da wenn die Tiere nichts essen würden, würden sie sterben.
Und das andere war:
Wenn der Mensch einkaufen geht, kauft er logischerweise das was er brauch. Nicht mehr und nicht weniger(Hungern oder das Essen fault). Das wir trotzdem mehr kaufen und damit auch essen als wir brauchen, widerspricht eigentlich der Vernunft und damit dder Logik. Daher meinee ich, dass der Mensch kein ausschließlich logisches Wesen ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Fr 30. Jan 2009, 12:06 
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Beiträge: 37
Da bin ich wieder

Zitat:
von infiniti
Jeder Mensch ist dazu fähig, falsches zu antworten, aber für eine richtige Antwort muss man sich die dazu nötige Erfahrung und Intelligenz erarbeiten - war nicht an euch gerichtet (!!).


In diesem Fall kann ich ganz einfach aufzeigen, dass es kein richtig und kein falsch gibt. Richtig oder Falsch ist im Prinzip nur das eigene moralische Empfinden über unsere eigene Tat oder die einer anderen Person. In dem Fall über die Handlung einer anderen Person zu urteilen, spiegelt es nur das eigene Verständnis des urteilende Menschen wieder. Die Person die verurteilt wird, kann jedoch die eigenen Handlungen als vollkommen richtig einschätzen. So gesehen ist auch Intelligenz nicht unbedingt notwendig richtig zu antworten.

Zitat:
Intelligenz kann teilweise sogar erbbar sein (aber auch umweltbedingt).
Sicher ist jeder Mensch fähig, gutes und schlechtes zu tun, aber auch das Gute muss man sich zuerst erarbeiten, zum Beispiel zu lernen, was gut und was schlecht ist (evtl. psychische Einschränkungen können zum "schlechten Charakter" führen).


Ich glaube, Intelligenz, also das Talent gut und schnell denken zu können, denn das wird von Psychologen so getestet, ist nicht vererbbar, sondern eine rein individuelle, bzw. ontologische Angelegenheit. Der Mensch in der Form, wie er sich erfolgreich für das Leben entwickelt ist abhängig von den Eltern. So gesehen, ist Intelligenz nicht vererbbar, aber erziehbar. Im Prinzip sind die Kinder von klugen Eltern auch kluge Kinder. Wenn die Eltern sich genug um die Kinder kümmern.

Wenn ich wieder konkreter auf das Zitat eingehe, dann kann ich zum Beispiel aussagen, dass ein Mensch, der sich nach unseren Vorstellungen schlecht verhält, vielleicht dieses gesamte Gesellschaftsgefüge nicht akzeptiert und das daraus resultierende Verhalten ist ein Verhalten, das wir als Schlecht deklarieren würden. Dieser Mensch verhält sich nicht so, als würde er sich integrieren wollen, sondern die logische Verhaltensweise die er an den Tag legt, wäre eine isolierende.

Hab gerade wenig Ziet, muss Los, bis zum nächsten mal.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Mo 2. Feb 2009, 21:52 
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Beiträge: 125
Beredien,
es muss nicht sein, dass die Eltern klug sind, wenn die Kinder auch klug sind.
Was anderes als ein moralisches Empfinden habe ich in Sachen richtig oder falsch nicht angenommen. Wer mehr erfährt, kann das, was er für richtig bspw. hält, noch umändern - oder andersherum.

Mit dem Zitat wollte ich auf die klassischen Besorgnissen von Eltern hinweisen.
Angenommen deine Eltern sagen dir als kleines Kind, dass du niemanden die Tür aufmachen sollst, wenn du alleine bist.
Einige würden es doch tun, vielleicht weil sie es vergessen und wissen nicht, auf was sie sich bei einem netten Gespräch mit einem eigentlichen Serienmörder und Bankräuber einlassen. So fände die Geschichte nunmal ein weniger angenehmes Ende.
Ist das Kind, evtl. etwas älter, auf der Weise darüber informiert worden, dass es wirklich weiß, was die Eltern genau meinen, sprich, dass es sich um gefährliche Typen vor der Haustür handeln, ist klar, dass die Tür nicht aufgemacht werden sollte, weil es z.B. Medien benutzt um an Erfahrung zu gewinnen.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Mi 4. Feb 2009, 14:57 
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Ich stimme Mona zu. Ich fragte mich das auch schon.

Ich glaube, es gibt gewisse Erkenntnisse die für die ganze Menschheit gleichermassen zählen. Doch um diese zu erlangen bedarf es einer gewissen Erfahrung und diese ist erlernt. Das Erlernte zu wissen ist das eine, doch es zu verstehen und wiederum es zu leben ist jedem selbst zuzuschreiben. Ja ich glaube der Mensch kann sich durch reines Denken verändern. Denn wie sollten wir das Gelernte verstehen?

Rudolf Steiner konnte in der Akasha Chronik lesen. Dass heisst für mich, dass es so zu sagen Grundprinzipien der Psyche gibt. Und eben diese zu erkennen und zu leben ist für Jedermann möglich der danach strebt.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Mi 4. Feb 2009, 17:55 
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Beiträge: 43
Die Aussage wegen Rudolf Steiner sollte nur ein Beispiel sein.
Ein anderes währe die Erleuchtung (Nirwana) im Buddhismus. Bitte nicht mit einem Ort wie den Himmel vergleichen.


Zuletzt geändert von Animus am Fr 6. Feb 2009, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Mo 23. Feb 2009, 16:11 
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Beiträge: 37
Sorry, wenn das vielleicht nicht erlaubt ist, aber ich bin öfters in dem Forum unterwegs, von dem ich einen Link gleich reinsetze. Dort wird das Ich noch ganz anders betrachtet und ich wollte euch das zu lesen geben.

Ein bewusstes Ich? (Thema in den Tiefergreifenden Diskussionen, des Final Fantasy Forums)

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: So 1. Mär 2009, 19:42 
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PhilMod
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Beiträge: 111
Wohnort: Berlin
Beredien hat geschrieben:
Sorry, wenn das vielleicht nicht erlaubt ist, aber ich bin öfters in dem Forum unterwegs, von dem ich einen Link gleich reinsetze. Dort wird das Ich noch ganz anders betrachtet und ich wollte euch das zu lesen geben.

Ein bewusstes Ich? (Thema in den Tiefergreifenden Diskussionen, des Final Fantasy Forums)

Im Forum von finalfantasy.de sind "Tiefergreifende Diskussionen" gleich "Off Topic"? Wird hier wohl kaum jemand ernst nehmen. ;-)

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Gruß

Unruhe


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Mo 2. Mär 2009, 07:51 
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Beiträge: 37
Och Schade.

Dort wird das bewusst handelnde Ich nach Wolf Singer, wenn ich mich nicht ganz irre, vollkommen negiert. Was hier noch nichtmal im Ansatz erwähnt wurde.

Also, was denkt ihr davon, dass wir völlig unfähig sind einen eigenen Willen zu bilden? Wir sind im Endeffekt nur die Summe der Strukturen, die uns zu diesen Dingen machen, die wir für andere darstellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Sa 14. Mär 2009, 02:01 
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Ich frage mich, auf Grund von was ich etwas will.
Oder ich frage mich, wieso ich etwas will.
Und ich frage mich, wann ich etwas will.
Dann merke ich, mein Wille hat die Bedingung der Erfahrung.
Dann merke ich, mein Wille hat die Bedingung der Bewertung all der Erfahrungen.
Und ich merke, mein Wille hat die Bedingung nur das zu wollen was ich kenne.
Am Schluss dieser Fragerei, frage ich mich. Wenn ich will, dann sollte ich doch mein wollen erfahren? Oder ich denke, wenn ich denke sollte ich doch mein Denken erfahren.
Nun glaube ich, nicht einmal der Gedanke an den freien Gedanken ist frei.
Und nicht einmal der Wille des freien Willens ist frei.
Ich glaube das Wort frei darf man höchstens im Sinne von, frei von ..... verstehen.
Z.B. von einer Bedingung.
Ich glaube mein Willen ist nicht mein eigen, sondern ich bin mein Wille, wie ich alles bin aus was ich bin und habe. Denn gibt es jemanden der hinter dem wollen den Willen erfährt?


Zuletzt geändert von Animus am Sa 14. Mär 2009, 02:54, insgesamt 2-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Sa 14. Mär 2009, 11:40 
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Registriert: 04.03.09
Beiträge: 55
Zitat:
Und ich merke, mein Wille hat die Bedingung nur das zu wollen was ich kenne.


ich denke diesen Satz müsste man noch etwas einschränken. Der Begriff "Sehnsucht" kann den Zustand bezeichnen, etwas zu wollen, das man nicht kennt.


Zitat:
Ich glaube mein Willen ist nicht mein eigen, sondern ich bin mein Wille, wie ich alles bin aus was ich bin und habe. Denn gibt es jemanden der hinter dem wollen den Willen erfährt?


Das finde ich einen schönen Gedankengang, wenn man derjenige ist, der seinen Willen erfährt, verliert die Frage nach dem freien Ursprung des Willens an Bedeutung. Freier Wille würde dann eher den freien Umgang mit dem Willen bezeichnen. So sehe ich das eigentlich auch. Denn Erfahrungen können zu einem Willen W1 einen ihm entgegengesetzten Willen W2 veranlassen. Beispiel: In der Fastenzeit keinen Alkohol trinken wollen, obwohl man Alkohol trinken will. Beispiel: Sexuelle Bedürfnisse haben, die von der Gesellschaft unterbunden werden.
Die sozialen Strukturen, in denen wir uns bewegen, können in uns kleine oder große Krisen des Wollens veranlassen, die wiederum Störungen der Identität zur Folge haben können. Der freie Wille ist frei von solchen Störungen, was (1) bedeuten kann, dass es nicht zu Störungen kommt, oder (2) dass ein Weg gefunden wird, sich von gesellschaftlichen Zwängen zu lösen (Emanzipation).


Zuletzt geändert von FreierFall am Sa 14. Mär 2009, 13:35, insgesamt 1-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ist das Ich festgelegt?
BeitragVerfasst: Sa 14. Mär 2009, 16:44 
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Beiträge: 43
Ich meine mit kennen das was ich mir vorstellen kann. Alles mir bekannte.
Ich kann nicht etwas wollen, das ich mir nicht vorstellen kann.


  
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