Wer ist man denn? Da jeder sehr viele verschiedene Fascetten hat. Dadurch das wir veränderliche, lebendige Wesen kommen immer wieder neue Eigenschaften zum Vorschein. Gerade in Beziehungen entdecken wir uns immer wieder neu. Da wir jedoch wissen dass es wichtig ist sich mit Leuten einzulassen die einem nicht schaden, machen wir uns ein Bild und ordnen ein, Nachbar, Bekannte usw. Dabei spielen sicher auch gemachte Erfahrungen mit, Beobachtungen, leider auch Vorurteile etc. Doch löst das gegenüber meist auch unabhängig davon irgendetwas in uns aus, es kann sein dass durch die Interaktion eine neue Seite von uns zum Vorschau kommt denn sobald wir in Kontakt treten geben wir etwas von uns Preis. Eher schüchterne Menschen mögen es vielleicht nicht so sich preiszugeben, trotzdem treten sie in Kontakt halt auf ihre schüchterene Art. Menschen die mehr auf andere zugehen oder mehr reden, geben nicht unbedingt mehr von sich preis. Sie sind auch deswegen nicht weniger unsicher als schüchternere Personen. Aus Angst vor der eigenen Unsicherheit kommt es dass man oft dem folgt der am lautesten schreit, was den dann scheinbar stärker macht. Vielleicht trifft man darum zum Teil scheinbar ungleiche Paare. Jeder Mensch und jede Beziehung ist einmalig und wandelbar.
Zitat:
Eine Gesellschaft wird sich nie in ihrer Gesamtheit an den Schwächsten ausrichten. Damit haben wir alle zu leben.
Die Gesellschaft besteht ja aus allen, und somit sollte sie sich darauf ausrichten so zu funktionieren dass sie in einen Ausgleich kommt. Sich dazu an den Schwächsten auszurichten geht nicht, sie jedoch einfach zu ignorieren auch nicht, genauso wenig sie als Sündenbock zu bekämpfen. Die Geschichte zeigt dass jede Gesellschaftsform bei der diese Kluft immer grösser wurde daran zugrunde ging z.B. das Römische Reich, die Monarchie, sowie es auch jede Beziehung nur funktioniert solange die Kräfte einigermassen Ausgewogen sind.
Wirklich eine spannende Disskussion, auch was Louis30 gesagt hat, dass der moderne Mensch nicht frei ist. Wir werden nicht mehr vom König regiert, dafür auf verschiedenen Ebenen manupuliert durch suggerierte Freiheit.
Nun zu der eigentlichen Frage finde ich dass ein Freund jemand ist dem man Vertraut und Wertschätzt, der einem Beisteht nur schon einfach darum weil es ihn gibt. Und das alles aus freier Wahl. Im Unterschied zu anderen Beziehungen die auf den gleichen Grundlagen basieren wie Familie, Arbeitskollegen oder Liebesbeziehungen, besteht die Freundschaft am meisten um ihrer selbst willen. In die Familie wird man geboren, die Arbeit ist erlernt, bei der Liebe wirft Amor seine Pfeile und Freunde sind freiwillige Begleiter.