Hi,
Also ich hatte die Prädikatenlogik etwas formaler (auf mathematischer Ebene). Ich vermute mal dass das, was bei dir "notwendige Wahrheit" heißt, das ist, was ich als allgemeingültige Formel kenne.
Und dann ist dein Beispiel ganz klar allgemeingültig. Die Tatsache, dass bei deinem Beispiel "Wenn x ein B ist und jedes B ein C ist, so ist x ein C" das x nicht durch einen Quantor gebunden ist (bei uns hieß das dann freie Variable) verhindert nicht, dass die Aussage notwendigerweise wahr ist, denn egal wie ich x instanziiere, die Aussage ist immer wahr (für jede Variablenbelegung).
Bei komplizierteren Formeln kann man Kalküle benutzen um die Allgemeingültigkeit zu zeigen (zb. Hilbert-Kalkül oder Tablau-Kalkül), das sind Regeln die eine Formel schrittweise zerlegen. Dann wird der Beweis etwas mechanisiert.
Es gibt auch Formeln (Aussagen) die zwar erfüllbar, aber nicht allgemeingültig sind. Ein Beispiel wäre:
es gibt ein x, sodass x ein T ist
(ich benutze mal die Schreibweise, die du eingeführt hast)
Dann hängt es natürlich vom Prädikat T ab, ob die Aussage wahr ist oder nicht. Man könnte sagen die Aussage ist möglicherweise wahr, aber nicht notwendigerweise.
Es gibt auch Formeln, die unerfüllbar sind, beispielsweise: A und nicht A. Egal ob A wahr oder falsch ist, die Aussage ist falsch. Sie kann "unmöglich" wahr sein.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
Zum Schluß noch ein kleines logisches Paradox. Die folgende Aussage ist allgemeingültig:
Ist eine Bar nicht leer, so gibt es eine Person x in der Bar, sodass falls x etwas trinkt, jeder etwas trinkt.
Na, wisst ihr warum? Pure Logik
