Paikaru hat geschrieben:
aber wenn jeder für sich selbst entscheiden würde, was gut und böse ist, könnte man die freiheit der anderen menschen überschreiten.
und deine eigene freiheit geht nur soweit wie die des anderen...
deshalb ist es gut, dass wir richtlinien haben, an die sich jeder halten sollte, damit es keine auseinandersetungen gibt, weil jeder einer anderen ansicht ist.
Das hat dann aber nichts mehr zu tun mit einem vorgegebenen Moralsystem, sondern die Regeln werden zwischen Menschen immer wieder neu ausgehandelt! Also nix mit "gut und böse", sondern eher
"schön, daß wir mal drüber geredet haben"
Zitat:
nun stellt sich doch aber die frage ob es ein allgemeingüliges "gut" gibt. ich würde etwas für gut bezeichenen wollen wenn es dem Leben dient und dessen entwicklung fördert. alles gegenteilige als "böse", d.h. alle dinge die dem leben und dessen entwicklung schädigt.
und nach meiner ansicht ist es nicht falsch in solchen kategorien zu denken und sein handeln an dem "guten" auszurichten.
ich weiß nicht wie ihr dazu steht?
klingt auf Anhieb gut... aber dem "Leben" dient ja nun mal auch das Raubtier und, auf den Menschen übertragen, auch sowas wie Krieg (solange Familienplanung "böse" ist) und Revolution...
Also ganz so einfach ist es nicht mit den allgemeingültigen Richtlinien...
nicht mal Der Kantsche KK funktioniert immer, obwohl er schon so abstrakt wie möglich formuliert ist:
im Bereich der Arbeitsteilung und Berufsethik kann ich nicht so handeln, daß es alle nachmachen könnten, denn dann gäbe es nur noch Musiker und Kinderfreunde aber kein Brot...
Es geht also nicht, ohne daß Gesetze immer wieder verhandelt werden und wenn sie nicht mehr passen halt auch geändert...