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Ist das überhaupt die richtige Fragestellung, ob man sich sein Leben verdienen muss? Leben ist doch zuerst einmal nicht die eigene Entscheidung, oder konnte von Euch einer entscheiden, ob er geboren wird. Wenn ich frage, ob ich mir mein Leben verdienen muss, dann muss ich gleichzeitig fragen, was ist mit den Menschen, die gerade in diesem Moment geboren werden und gar keine Chance hatten, es sich zu verdienen. Sie leben (und hoffentlich lange und gut). Ich stimme zu, dass man sich die Art, wie man lebt verdient. Auf die eine oder andere Weise. Es kommt ja auch dabei immer darauf an, wie der Mensch, wenn er denn in der Lage ist, zu entscheiden, seine Prioritäten setzt. Aber das Leben führen zu können, das man führen will, muss man sich immer verdienen. Den Tod verdient niemand, auch wenn es Menschen gibt, die man sich lieber tot vorstellt. Das ist mir auch schon so gegangen, wenn ich Berichte über Kinderschänder oder Kriegsverbrecher höre/lese. Töten ist ein Verbrechen, egal wer aus welchem Grund und in welchem Namen tötet. Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Dennoch gibt es sicher Situationen, in denen man vor die Entscheidung gestellt wird, selbst zu töten. Wurde ja bereits angesprochen. Und da beginnt dann mein Problem. Töten ist ein Verbrechen habe ich gesagt und das meine ich auch so. Aber darf ich jemanden verurteilen, der getötet hat, um andere Menschenleben zu retten? und ein weiteres Problem habe ich dabei: was ist mit Soldaten im Krieg? Auch sie töten, bewusst und gewollt. Ist der Soldat mit dem "Geiselbefreier" vergleichbar?
_________________ Elke
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