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der unterschied zwichen einem tisch und einem menschen, ist der, dass der mensch ein bewusstsein hat. er nimmt sich selbst als individuum wahr und benutzt seinen verstand um dingen auf den grund zu gehen. das tut ein tisch nicht.
bei der frage nach dem sinn des lebens, kommt man früher oder später auf die frage nach gott. die angenommene existenz eines gottes kann da natürlich vieles erklären, und vor allem den dingen einen sinn geben. meiner meinung nach ist das aber vielleicht ein bischen zu einfach. es ist leicht, alles mit einem "gottes wege sind unergründlich" beantworten zu wollen. in meinen augen ist gott nur eine erfindung, in erster linie hervorgebracht durch den wunsch des menschen einen sinn sehen zu wollen.
nach unserem erkenntnisstand ist der mensch das komplexeste und am weitesten entwickelte lebewesen auf der erde. kein anderes "tier" ist annähernd so intelligent und es ist fraglich ob überhaupt eine andere lebensform ausser dem menschen ein ich-bewusstsein hat. nun ist der mensch also der "gipfel der schöpfung". heist das automatisch, dass der mensch in seiner qualität als lebensform etwas überragendes darstellt? aus der sicht des menschen selbst (und dem menschen bleibt ja nichts anderes übrig als sich selbst und seinen verstand mit seinem eigenen verstand als werkzeug einzuschätzen) erscheint er natürlich als etwas unglaublich komplexes und großartiges. die frage dabei ist, ob sich der mensch in seinen selbsteinschätzung nicht vielleicht maßlos überschätzt. ist die annahme, nach dem bild eines gottes (gottähnlichkeit) geschaffen zu sein, vielleicht größenwahn? ist die vorstellung, teil eins großen, sinnvollen ganzen zu sein, vielleicht reines wunschdenken?
vielleicht ist der sinn des lebens eines menschen gleichwertig mit dem sinn des lebens einer amöbe? wenn nun tatsächlich das universum, die sterne und planeten, die erde und das leben auf ihr und die menschen nur durch einen zufall entstanden sind, gibt es dann überhaupt einen sinn? wenn man davon ausgeht, dass alles leben nach dem prinzip der evolution von statten geht, und somit absehbar ist, dass sich lebensformen genetisch weiter entwickeln und neue, vielleicht bessere lebensformen entstehen (man muss hier davon ausgehen, dass mutation ein reines zufallsprodukt ist und evolution, also die weiterentwicklung von lebensformen, durch die natürliche auslese engetrieben wird), und der mensch also nur momentan den "gipfel der schöpfung" darstellt, kann dann ein sinn darin bestehen, dass eines tages eine lebensform entsteht die nicht mehr verbesserungswürdig/möglich ist?
vielleicht ist es wirklich so, dass der mensch nur ein tier ist, so wie es die amöbe ist, und dass sein dasein absolut keinen sinn hat. dass er, sein bewusstsein und sein denken zusammen mit der zersetzung seiner gehirnzellen nach dem tod aufhört zu sein. dass nach dem tod nichts kommt, dass es keine seele gibt die weiterleben könnte, so wie wohl auch amöben keine seele haben. das wäre eine ziemlich traurige sache und da wäre es doch viel angenehmer davon auszugehen, dass es einen gott gibt, der nach einem plan alles erschaffen hat und dass es einen sinn gibt der sich dem menschen nur nicht erschliesst. wenn man dann also an gott glauben will, muss man sich dann nicht noch viel mehr sinnfragen stellen? welchen sinn hat die existenz gottes? gab es ihn schon immer oder hat er sich selbst erschaffen? ist gott allmächtig, und wenn ja, wieso hat er uns menschen dann als so unvollkommen erschaffen? wieso spielt er dieses spiel um den glauben und gibt sich uns nicht einfach zu erkennen? zieht gott einen nutzen aus dem glauben an ihn durch uns? was ist wenn der tag des jüngsten gerichts gekommen ist, geht es dann irgendwie weiter oder wird dann bis in alle ewigkeit alles aufgeteilt sein in himmel und hölle, und welchen sinn hätte das?
ich kann es nicht ausschliessen, dass es einen gott gibt. aber ich halte es für wahrscheinlicher, dass alles nur reiner zufall und ziemlich bedeutungslos ist, zumindest in einem kosmischen zusammenhang betrachtet.
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