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 Betreff des Beitrags: Natur contra Mensch
BeitragVerfasst: 31. August 2007, 00:15 
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Registriert: 30. August 2007, 18:26
Beiträge: 20
Was mich sehr irritiert ist, die Natur scheint perfekt. Alles hat einen Sinn. Nur der Mensch passt irgendwie nicht mit rein?
Er zerstört sich bei jeder Gelegenheit selbst, verunreinigt die Natur und Erkennt seine Fehler (einigermaßen), aber ändert nichts?
Ist also der Mensch die Ausnahme, die die Regel bestimmt? Ist er der Fehler in der Perfektion Natur?
Oder ist er ein Teil dieser Perfektion? Was ist Eure Meinung? Würde mich sehr über Komentare freuen, weil ich komm in diesem Gedankengang nciht mehr voran.

Mfg Max


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31. August 2007, 10:31 
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Registriert: 21. Februar 2007, 19:11
Beiträge: 62
Hallo Max,

Nun, was ist „Natur“?
Zunächst einmal kannst du nur von Dingen sprechen, die dir erscheinen. Was dir erscheint, ist Bewußtseinsinhalt. Demnach kannst du als Mensch nicht getrennt sein von Natur.
Wenn du meinst, Fehler oder Perfektion zu erkennen, entspringt das deiner Wertung über diese Inhalte. Ein Fehler ist die Abweichung von einem Ideal, daß du ebenfalls durch Wertung gewinnst. Wenn du also von Zerstörung oder Verunreinigung sprichst, führst du dir nur selbst die Diskrepanz zwischen Ideal und gewertetem Erleben vor Augen, worauf du reagierst, neu bewertest und weitere Handlungen ausrichtest.

Oder trennst du z. B. Natur von Künstlichem, dann trennst du Natur vom Menschen. Warum sollte ein Ameisen- oder Termitenbau natürlich sein, ein Haus aber nicht?

Wir sollten daher erst klären, was unter „Natur“ zu verstehen ist, meint

Kecki


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BeitragVerfasst: 31. August 2007, 16:20 
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Registriert: 30. August 2007, 18:26
Beiträge: 20
Also ich hab länger darüber nachgedacht, dass heißt ich kann Natur für mich so definieren: Tiere, Pflanzen und auch Menschen ( eingeborene Völker z.B.) die so Leben, dass ein Ausgleich Untereinander gegeben ist. Eine Regulierung des Bestands, der Nahrung und des Lebensraums wird von diesen instinktive gewährleistet.
Mit dem Menschen meine ich unsere Gesellschaft, die nicht mehr in der Lage ist für diesen Ausgleich zu sorgen.

Mfg Max


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BeitragVerfasst: 11. September 2007, 10:14 
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Registriert: 21. Februar 2007, 19:11
Beiträge: 62
Hallo Max,

wenn die Menschen unserer Gesellschaft für diesen Ausgleich nicht sorgen können, ist das nicht auch etwas Natürliches?
Wir wissen ja nicht, ob nicht gerade ein solcher Aspekt nötig ist, um einen Ausgleich, der vielleicht ganz anderer Art sein könnte, als wir uns das vorstellen. aufrecht zu erhalten

Kecki


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BeitragVerfasst: 11. September 2007, 13:29 
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Registriert: 30. August 2007, 18:26
Beiträge: 20
Ja, da hast du recht, der gedanke ist mir auch shcon gekommen, aber würde das dann nicht heißen, dass jeder Umweltschützer genau das Gegenteil bewirkt, was er beabsichtigt? Somit würde ja Umweltschutz wiederum nicht Perfekt sein? Und man könnte die gleiche Frage stellen? Ob der Mensch die Ausnahmne ist in der Perfektion, die die Regel bestätigt?

Mfg Max


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. September 2007, 14:19 
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Registriert: 21. Februar 2007, 19:11
Beiträge: 62
Hallo Max,

Vielleicht bewirkt der Umweltschützer (als Teil dieses Aspektes), indem er vermeintlich das Gegenteil bewirkt, genau das, was er zu bewirken beabsichtigt...

Bedenke bitte, daß „Perfektion“ immer ein Vergleich zwischen zwei Vorstellungen ist. „Unperfektion“ kann also nur eine als „nicht zielführend“ gedeutete Auswirkung von Tun sein. Doch fehlt uns der Überblick über die ganze Bandbreite diese Auswirkungen und was diese wiederum bewirken - wir sollten also nicht vorschnell etwas als nicht perfekt abstempeln.

Kecki


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 Betreff des Beitrags: Re: Natur contra Mensch
BeitragVerfasst: 8. September 2008, 19:03 
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Registriert: 17. August 2008, 12:48
Beiträge: 8
Wohnort: München
Hallo Mäxchen,

also die Frage,gehört der Mensch zur Perfektion der Natur, könnte auch lauten-Ist der Mensch Natur!?
Ersteinmal-bedarf die Natur keines menschlichen Beistands,der Mensch sollte nur dem Rechten seines Geistes und seiner Seele beistehen.Die Natur ist unveränderlich,sie ruht in sich selbst und wiederholt sich in sich selbst in gleichförmigen Abläufen,ohne unsere Hilfe.Aber was unterscheidet uns von der Natur,wenn wir doch ein natürliches Wesen sind?
Im "Natursein" des Menschen geht es nicht um unser "Wollen",sondern um unser naturbedingtes "Müssen".Was wir müssen,ist die Naturnotwendigkeit und was wir wollen,ist die Freiheit des Geistes,unsere Triebnatur zu beherrschen.Die Natur bedingt uns,aber unser Verstand läßt uns unbedingt handeln.
Es gibt auch Fälle,in denen man das "Müssen" nicht wollen kann,Situationen,zu denen wir naturgemäß gezwungen sind.Der Geist beherrscht den Körper,er hat stets seine Selbständigkeit gegen seinen natürlichen Trieb zu behaupten.Beherrscht somit der Geist die Natur?Nein!Denn wir unterstehen den Gesetzen des Dualismus von Körper und Geist.Dabei unterscheidet sich der Geist des Menschen in bedingte "Gesolltheit" durch die Gesetze der Natur und unbedingte "Gewolltheit" durch ästhetisches und künstlerisches Bewußtsein,oder anders,durch die Individualität eines Menschen im Gegensatz zu seinem natürlichen "Triebgewolltsein".
Der Mensch unterliegt stetiger Versuchung,in die bedingten Naturabläufe mit der Freiheit seines Geistes einzugreifen und in unbedingte künstliche Vernunftgebilde umzuwandeln.Diese Umwandlung erfolgt jedoch nur durch und für den Menschen selbst,zu seinem eigenen selbstsüchtigen Zweck.Ohne diese unbedingte Umwandlung,würde die Natur in ihren Abläufen weiterhin beharren,denn sie bedarf nicht unserer unbedingten freiheitlichen Handlungen.
Im Dualismus von Körper und Geist des menschlichen Daseins,steht der verkörperlichte Geist contra zur Natur,da der innewohnende Geist eines Menschen keinen naturgesetzten Bedingungen unterliegt,sondern in unbedingter Freiheit triumphiert.
Somit gilt der Mensch in seiner Zerrissenheit - als körperliche Natur und als geistige Unnatur,da es keine natürlich bedingte Vernunft gibt,die für eine monistische Gleichheit von Körper und Geist,Geist und Natur bzw.Mensch und Natur sorgen könnte.


VG Timotheus


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 Betreff des Beitrags: Re: Natur contra Mensch
BeitragVerfasst: 15. September 2008, 23:13 
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Registriert: 15. September 2008, 22:39
Beiträge: 2
Es ist unglaublich mit welcher Selbstverständlichkeit "Geist", "Seele", "Perfektion", "Natur" und etliche andere lyrische Wörter hier verwendet werden deren Definitionen teilweise sehr unkonkret sind...

Wie will man über etwas debattieren was nicht hinreichend definiert ist?

Daher...
Die Mathematik machts uns einfacher und stellt uns mit 1 + 1 = 2 vor eine vollendete
Tatsache... Welche Wiederum die einzig logische Grundlage für Philosphie allgemein sein sollte... Die Kausalität...
Da das Wort Sinn nichts weiter als ein abstrahierter nicht im Materie-Energie-system umschreibbarer Begriff ist und Kausalität dies als Grundlage nimmt... Existiert er defacto nicht....
Folge: Natur contra Mensch => Sinn frei
Entstehung dieses Topics => aus sozio-strukturell-kausalistischen Wesensmerkmalen ( Ich liebe Neologismen!)


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 Betreff des Beitrags: Re: Natur contra Mensch
BeitragVerfasst: 17. September 2008, 21:38 
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Registriert: 17. August 2008, 12:48
Beiträge: 8
Wohnort: München
Der Mensch ist vielleicht "berechnend",aber nicht "berechenbar",ein Teil unserer Natürlichkeit.
Sinn und Sein ist nicht bezifferbar,schon garnicht nullwertig.
Philosophie untersteht nicht dem Mathematizismus und Gedanken sind kein Tabellarium.
Ich mag die abstrahierte Lyrik und habe bis dato nur von "Dichter und Denkern" gehört,noch nie von "Mathematiker und Denkern".:-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Natur contra Mensch
BeitragVerfasst: 18. September 2008, 14:47 
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Registriert: 15. September 2008, 22:39
Beiträge: 2
Timotheus hat geschrieben:
Der Mensch ist vielleicht "berechnend",aber nicht "berechenbar",ein Teil unserer Natürlichkeit.
Sinn und Sein ist nicht bezifferbar,schon garnicht nullwertig.
Philosophie untersteht nicht dem Mathematizismus und Gedanken sind kein Tabellarium.
Ich mag die abstrahierte Lyrik und habe bis dato nur von "Dichter und Denkern" gehört,noch nie von "Mathematiker und Denkern".:-)


Natürlichkeit?
Nicht bezifferbar und doch nicht nullwertig?


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