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 Betreff des Beitrags: Liebe ich hasse dich
BeitragVerfasst: 28. Februar 2007, 15:12 
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Registriert: 28. Februar 2007, 14:00
Beiträge: 18
Wohnort: Österreich
Blut triefender Hass schießt mir aus allen Poren wenn ich daran denke wie sie sich lieben, wie ihre Herzen sich vereinen, zu einer Endorphine kotzenden Quelle aus purer Lust und Begierde werden, wie sich ihre Lenden verbinden und sie sich stöhnend ihre Triebe gestehen, in völliger Extasse. Schwindelnd schwanke ich über dem verführerisch glitzernden Abgrund der Erregung und balanciere meinen Verstand entlang einer schmalen Linie aus Liebe gezeichneter Euphorie, die im Begriff ist mich hinab zu zerren, mich in das verabscheuungswürdige Gefühl von Glück und Freude zu reißen, um mich anschließend wieder hinauf zu würgen in das Abbild der verzweifelnden Hoffnungslosigkeit, die sich Realität schimpft. Ich kreische, ich schreie, ich versuche mich mit aller mir hart erkämpften, ekelhaft nach Schleim und Gedärm schmeckender, Überzeugung gegen das unüberwindbar wirkende Gefühl der eklatanten Erkenntnis, dieser Kraft zu währen. Die Kraft meiner Lenden! Die Zuneigung die es bedarf straft mich Lügen, straft mich unsagbarer Qualen der Verleumdung meiner Selbst, meiner nicht vorhandenen Gefühlswelt, die ich Suche zu erschaffen aus Erzählungen und meiner literarischen Nachforschungen. Ich beobachte sie, muss mich übergeben vor dieser klaffenden Lügenwelt die ihr Realität schimpft, die ihr lebt, die ihr gestaltet nach Vorstellungen und Richtlinien jenseits allem was ich als real erachten könnte, jenseits aller als Wahr und Wirklich erachteten Fakten. In einer Welt die von Lügen und Trieben geleitete wird, die unweigerlich nach unglaublicher, unvorstellbarer Idiotie stinkt wie in tausend Jahren langsam verwesende Leichen und die als Lügner bezeichnet, die es wagen dieser Realität zu entsagen. Ich stürze hinab und werde bereits ungekaut wieder ausgespuckt. Nicht einen Fuß hätte ich auf die schleimige, stinkende Erde setzen können die ihr Liebe nennt und ihr sagt ich dürfe mich nicht abwenden, dieser in meiner Welt nicht als real anerkannten Gefühlsduselei. Ihr sagt ich dürfte mein Haupt nicht drehen und die Triebe vor diese längst verloren gegangene warme, kribbelnde, alles in Vergessenheit geraten lassende, unvorstellbar große Gefühl stellen? Ich frage euch warum? Warum soll ich noch weiter daran festhalten dieses Gefühl jemals empfinden zu können, wenn ich dessen Existenz anzweifle? Warum soll ich versuchen es zu imitieren, es mir vorzustellen und zu kopieren, um meiner Triebe freien Lauf lassen zu dürfen? Ein letzter Schrei gellt aus meinem Rachen empor, ein Schrei der Verzweiflung, ein Schrei puren Entsetzens über die als gebildet und zivilisiert anerkannte Menschheit, die es wagt sich gefühlsbetont, rechtschaffent und kultiviert zu nennen, die balzend durch die Welt stolziert und Liebe leumdet als währe sie eine Weck-Werf-Kamera. Ich drehe dieser Welt den Rücken, ich werde es ihr nicht gleich tun und mich der Lüge prostituieren, ihr meine Seele verkaufen um ein Weibchen zu finden die sie mich lehrt, die mich lehrt Empfindungen zu haben, die mich lehrt zu Lieben. Liebe ich Hasse dich aus reinstem Herzen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1. März 2007, 11:22 
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Registriert: 21. Februar 2007, 19:11
Beiträge: 62
Hallo dradivaberl,

ich bezweifle, daß du die Liebe haßt.
Allem, was ist, liegt Liebe zugrunde, alles, was ist, ist (aus) Liebe.
Haß entsteht, wenn die Kluft zwischen (gedeutetem) Erlebtem und Ideal zu groß wird.
Willst du der Welt den Rücken kehren, kehrst du dir selbst den Rücken, denn du bist die (deine) Welt, die du erlebst.

Kecki


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 3. Juni 2007, 01:14 
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Registriert: 31. Mai 2007, 13:39
Beiträge: 7
Ohne Liebe kann der Mensch nicht sein.
Dein Hass wird dich nicht weiter bringen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. August 2007, 11:06 
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Registriert: 10. Mai 2007, 20:57
Beiträge: 3
Kein Weibchen der Welt kann dich das "lieben lehren".

Ich will dich jetzt auch nicht zuschütten mit dem was Liebe vermeintlich ist oder zu ewirken im Stande ist. Weiß ich selber nicht genau. Ich frage mich nur warum du einen solchen Hass empfindest. Wenn dir dieses Gefühl der Liebe, Leidenschaft oder Triebbefriedigung oder wie immer man es auch nennen will gleichgültig wäre dann hättest du nicht einen so langen Text verfasst.

Ich weiß auch nicht ob Liebe die Grundlage von allem ist. Aber ich geb dir recht ich hab auch schon oft erlebt am eigenen Leib dass die "Liebe" nur eine Illusion ist geboren aus der Sehnsucht nach Nähe. Man schwört sich immer mehr ewige Liebe, reibt noch stärker die Körper aneinander und wartet darauf dass sich das große Gefühl endlich einstellt. Aber man kann es nicht "machen".
Das innere "glühen" für jemand anderen ist entweder da oder nicht.Wenn nicht dann wird sich auch nix entwickeln. Außer vielleicht Gewohnheit und das Gefühl das man zueinander passt. Dieses Glühen für jemanden kann man nicht forcieren egal wie sehr man Leidenschaft auslebt. Es ist ein Geschenk wenn man es hat und es heißt noch lange nicht dass man für immer und ewig zusammenbleibt. Aber wenn es da ist ist es da und dann bedarf es auch keiner großen Worte oder Taten. Dann heißt es annehmen und drauf achtgeben. Denn es wird vergehen.

Vielleicht ist diese Art von Liebe die du so sehr hasst ja einfach bloß nicht dein Ding und du hast den Hass nicht auf die Sache selbst sondern auf die Menschen die dir mit einem überheblichen Lächeln im Gesicht weiss machen wollen dass es so richtig ist und nicht anders und wenn du nur den richtigen Partner findest dann würdest du schon sehen bla bla bla.....da krich ich auch Brechreiz. Wenn das nicht dein Ding ist dann ist das völlig in Ordnung es gibt noch mehr Sachen auf deiser Welt die sich für dich lohnen werden. Jeder hat das recht so zu sein und zu leben wie er es ist oder wie er es wünscht. Und wenn man sich aus egal welchen Gründen sich morgen anders entscheidet ist es auch in Ordnung.

_________________
Du musst den Frieden innerhalb des brennenden Hauses finden - Kodo Sawaki


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