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 Betreff des Beitrags: Glaube ist notwendig für Wissen.
BeitragVerfasst: 31. Mai 2007, 14:26 
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Registriert: 31. Mai 2007, 13:39
Beiträge: 7
:?:
Was haltet ihr von dieser Theorie? Gehören Religion und Glauben oder Wissen(schaft) und Glauben zusammen???

In meinem aktuellen Buch steht:
" Man kann nichts wissen, solange man es nicht glaubt. Man kann nicht wissen, dass Philosophie die Liebe zur Weisheit sit, wenn man nicht glaubt, dass es sich so verhält. Genauso kann ich nicht wissen, ob es Gott gibt, wenn ich nicht an seine Existenz glaube. "


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. August 2007, 10:44 
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Registriert: 10. Mai 2007, 20:57
Beiträge: 3
Ich weiß nicht,

ob Glauben und Wissen so unabdingbar zusammen gewürfelt werden kann. Ich weiß mittlerweile auch Dinge von denen ich nie geglaubt habe sie überhaupt wissen zu wollen. Aber der Nicht-Glaube ist ja auch ein Glaube. Oder? :roll:

Das Wort Glaube ist meiner Ansicht nach auch ein wenig irreführend, ich würde sagen man nimmt etwas an im Geiste und ist bestrebt dies zu Beweisen oder zu Widerlegen. Diese Annahme führt somit zu wissen.

Wohingegen Glaube für mich beinhaltet etwas relativ uneingeschränkt zu glauben ohne dass jemals ein Beweis für diese Tatsache erbracht werden kann.Oder soll. Wissen wird bei dieser Art von Glauben sogar abgelehnt und ausgeblendet. Ob das in der Religion passiert oder in der Liebe oder sonstwo, gerne verschließt man die Augen vor den Tatsachen und glaubt.

Glaube führt nur zu Wissen wenn ihm erlaubt wird den Zweifel zu beinhalten. Zweifel nicht im Sinne von Misstrauen, sondern von Neugierde und Hinterfragen was sich wirklich dahinter verbirgt. Aber bei einigen Dingen hab ich mich nie gefragt was sich dahinter verbirgt und weiß sie trotzdem.

Liebe Grüße,

Ryokan

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Du musst den Frieden innerhalb des brennenden Hauses finden - Kodo Sawaki


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BeitragVerfasst: 17. August 2007, 00:23 
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Registriert: 8. Juli 2007, 09:40
Beiträge: 11
Ryokan hat geschrieben:
Ich weiß nicht, ob Glauben und Wissen so unabdingbar zusammen gewürfelt werden kann.


Wissen und Glauben - ein spannendes Thema.
Es wäre meines Erachtens sinnvoll sich erst einmal darüber zu verständigen, was jeder von uns meint, wenn er von 'wissen' bzw. 'glauben' spricht.

flores


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BeitragVerfasst: 18. August 2007, 17:05 
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Registriert: 18. August 2007, 16:22
Beiträge: 8
der glaube ist meiner meinung nach hoffnung.
wenn man z.B. an gott glaubt, hofft man doch auf reinkanartion, oder dergleichen..
wenn ich an einen gott glauben würde, würd ich wahrscheinlich hoffen, dass er alle antworten parat hat.

man hofft auf ein licht, das deine dunkle kammer erhellt.

und wissen ist etwas,was wir menschen nicht besitzten..wir glauben es zu besitzen, aber niemand kann uns die versicherung geben, dass das auch wirklich so ist.
wir wollen uns wissen aneignen um unseren durst nach antworten zu stillen.
und wenn die gegebene antwort in unsere schema passt, lernen wir sie auswendig und können weiterleben.

also meiner meinung nach sind glaube und wissen so ziemlich das gleiche.
wir glauben doch auch an die antwort e = mc² ....


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BeitragVerfasst: 18. August 2007, 19:19 
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Registriert: 8. Juli 2007, 09:40
Beiträge: 11
Paikaru hat geschrieben:
und wissen ist etwas,was wir menschen nicht besitzten..wir glauben es zu besitzen, aber niemand kann uns die versicherung geben, dass das auch wirklich so ist.
wir wollen uns wissen aneignen um unseren durst nach antworten zu stillen.
und wenn die gegebene antwort in unsere schema passt, lernen wir sie auswendig und können weiterleben.....


Auch ich halte es für unmöglich, so etwas wie Wissen zu haben. Das was wir 'haben' sind Annahmen, die wir auf Grund von Erfahrungen machen. Dieses 'annehmen' möchte ich aber von 'glauben' unterscheiden. 'annehmen' beziehe ich auf das, was ich mit anderen zusammen konkret beobachten kann. 'glauben' dagegen auf alles was ich nicht mit anderen zusammen beobachten kann.

Es wäre schön, wenn wir unter den Bezeichnungen 'annehmen' und 'glauben' den mit dem Thema angepeilten Sachverhalt betrachten könnten.

flores


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BeitragVerfasst: 18. August 2007, 19:27 
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Registriert: 18. August 2007, 16:22
Beiträge: 8
annehmen und glauben sind dann doch ganz schön unterschiedlich.

annehmen lässt immerhin noch eine andere möglichkeit zu...
aber wenn jemand glaubt ist er fester überzeugung.

also wenn du annimmst, dass es gott gibt, bleibt imemr noch die option....vllt ja aber doch nicht..
aber wenn du an gott glaubst, lässt du keine andere möglichkeit zu, oder?


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BeitragVerfasst: 18. August 2007, 23:48 
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Beiträge: 11
Annehmen, dass es Gott gibt - geht nicht für mich. Weil ich 'annehmen' nur auf das beziehen möchte,
was ich konkret mit allen meinen Sinnen 'beobachten' kann.

Für die Existenz Gottes gibt es aber keinen sinnlich beobachtbaren Tatbestand.
Deshalb möchte ich dafür nur 'glauben' verwenden.

flores


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BeitragVerfasst: 20. August 2007, 10:47 
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Registriert: 18. August 2007, 16:22
Beiträge: 8
..ich denke aber, das wenn man glaubt, dass man deshalb der festen überzeugung ist(das es gott gibt), weil man persönliche beweise hat...(sehen, hören etc..)...
und eine annahme ist doch nur eine vermutung...also ohne feste beweise....und da ich denke es gibt kein gott, könnte ich wendern nur annehmen das es ihn gibt...


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BeitragVerfasst: 22. August 2007, 18:59 
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Registriert: 8. Juli 2007, 09:40
Beiträge: 11
Um etwas annehmen zu können, muss es für mich einen beobachtbaren Sachverhalt oder Gegenstand geben.
Kannst du näher erläutern welcher Art die persönlichen Beweise "sehen, hören etc." , d.h. also das zu Beobachtende sein könnte?

flores


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 Betreff des Beitrags: Re: Glaube ist notwendig für Wissen.
BeitragVerfasst: 30. August 2007, 19:44 
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Registriert: 30. August 2007, 18:26
Beiträge: 20
Albert hat geschrieben:
:?:
Was haltet ihr von dieser Theorie? Gehören Religion und Glauben oder Wissen(schaft) und Glauben zusammen???

In meinem aktuellen Buch steht:
" Man kann nichts wissen, solange man es nicht glaubt. Man kann nicht wissen, dass Philosophie die Liebe zur Weisheit sit, wenn man nicht glaubt, dass es sich so verhält. Genauso kann ich nicht wissen, ob es Gott gibt, wenn ich nicht an seine Existenz glaube. "


Meine Meinung zu der anfangs gestellten Frage ist, dass Religion, Wissenschaft und Glaube zusammen gehören!
Ich sehe die Religion als Rückhalt und spätere Zukunft für die dem Menschen unerklärlichen Dinge und die Wissenschaft als Stütze für das Leben, eine Artwegweiser, der einen Sinn, negative ausgedrück eine Beschäftigung bis zum Tode bietet! Meiner Meinung nach lebt nun beides von dem Glauben, man glaubt an einen Gott, genauso wie man an als Wissenschaftler an eine Idee glaubt! Beides spielt sich in dem eigenen Kopf ab, d.h. ohne zugriff der anderen, Glaube ist ja nicht beweisbar. Und das ist der Punkt, alle für uns reale Welt entsteht aus einem Gauben heraus, aber in dieser welt bleibt ein Beweis auch nur ein Glaube der für alle oder viele Menschen glaubwürdig erscheint. Daraus folgt nun ein Mensch kann nicht nicht glauben, da er ja dann wiederum den Glauben hat nicht zu glauben.

Ich hoffe mal das war einigermaßen Thema bezogen... bin neu und ziemlich unerfahren auf dem Gebiet Philosophie, würde mich deswegen über konstruktive Kritik freuen!

Mfg Max


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 Betreff des Beitrags: Re: Glaube ist notwendig für Wissen.
BeitragVerfasst: 30. August 2007, 22:57 
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Registriert: 8. Juli 2007, 09:40
Beiträge: 11
Ich schlussfolgere aus deinem Beitrag: Wenn man gar nicht anders kann als glauben, dass gibt es kein Wissen oder?

flores


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 Betreff des Beitrags: Re: Glaube ist notwendig für Wissen.
BeitragVerfasst: 30. August 2007, 23:29 
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Registriert: 30. August 2007, 18:26
Beiträge: 20
flores hat geschrieben:
Ich schlussfolgere aus deinem Beitrag: Wenn man gar nicht anders kann als glauben, dass gibt es kein Wissen oder?

flores


Ja, man kann nur glauben etwas zu wissen.
Die Frage die sich dann allerdings stellt ist: kann ich wissen, dasss ich nur glaube ? nach der theorie nein, ich kann nur glauben, dass ich weis, dass ich nur in der Lage bin zu glauben => d.h. ich kann nur glauben, dass ich nur glauben kann, dass ich weis, dass ich nur in der Lage bin zu glauben... etc.
das ist ein Teufelskreis...

Mfg Max


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 Betreff des Beitrags: Re: Glaube ist notwendig für Wissen.
BeitragVerfasst: 11. September 2007, 20:40 
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Registriert: 8. Juli 2007, 09:40
Beiträge: 11
Mein Vorschlag auf Wissen zu verzichten, macht diesen Teufelskreis unnötig. Es geht übrigens relativ leicht, das Wort "wissen" aus dem Wortschatz zu streichen. Ich gebe zwar zu, dass dies gewöhnungsbedürftig ist, aber angesichts der Tatsache, dass Theorien immer wieder geändert und teilweise sogar ganz verworfen werden, zumindest unter Philosophen und anderen Wissenschaftlichern der Mühe wert. Anstatt zu sagen: "Ich weiß, dass..." lässt sich bspw. sagen: "Ich gehe davon aus, dass ... weil ...! Damit wird nicht nur der Unwissenheit, sondern auch der Subjektivität Rechnung getragen.

gruß flores


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11. September 2007, 20:59 
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Registriert: 30. August 2007, 18:26
Beiträge: 20
Ich kenne diese Theorien, aber um da ein Statement drüber abzugeben bin ich zu wenig mit der Materie vertraut. Ich werd mich mal informieren.

Mfg Max


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12. September 2007, 16:52 
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Registriert: 8. Juli 2007, 09:40
Beiträge: 11
Viel Erfolg!

flores


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