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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es erinnerung ohne Erinnerer?
BeitragVerfasst: Do 23. Jul 2009, 09:03 
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Registriert: 01.07.09
Beiträge: 201
Wohnort: Minett / Luxemburg
Hallo Werner,

Zitat:
Mir ist schon seit der Schulzeit bekannt, dass Wasser in den 3 verschiedenen Aggregatzuständen vorkommt. Aber, ich weiss auch, dass es als schweres Wasser oder als normales vorkommt. Nur, dass Wasser aus dem Wasserhahn unter Gebeten seinen Zustand ändert, der beim Gefrieren verschiedene Kristallformen bildet, halte ich schlichtweg für nicht möglich.


Wenn das in Wikipedia so erklärt wurde, hat der Erklärer nicht verstanden worum es geht.
Das Wasser ändert seinen Aggregatzustand nicht, weil gebetet wurde, sondern seine Kristallform!
Also um's genau zu erklären: Sie nehmen Wasser aus dem selben Behälter, und frieren einmal welches das nicht behandelt wurde und einmal welches, das behandelt wurde. Die Kristalle sind nicht gleich.

Was mir beweist, dass auch Wikipedia nicht davor gefeit ist, Menschen davon abzuhalten, die Dinge so zu schreiben, dass jemand verunglimpft wird.

Zitat:
Die Aussage stimmt doch nicht: Es gibt immer irgendeinen Wissenschaftler, der sich dafür interessiert.


Ich weiss nicht, wie du meine Aussage verstanden hast. Denn die Frage ist: Interessiert sich der Wissenschaftler dafür, um es zu beweisen, oder um zu beweisen, dass es nicht existiert.

Zitat:
Diesem gebe ich Dir zum Teil Recht. Einige Krankheiten wären sogar mit "nur" Gesprächen zu heilen. Das ist aber allgemein bekannt. Hat nur das Problem, dass Ärzte, ohne entsprechende Fachausbildung, diese Gespräche nicht abrechnen können. Nur, davon auszugehen, dass der Mensch alle Krankheiten selbst heilen könnte, das ist natürlich auch nicht war.


Ich habe auch nicht behauptet, dass man alles damit heilen kann.
Allerdings finde ich es witzig, dass du nun die Ärtze dennoch wieder dranlassen willst. Wenn man durch Besprechen einige Krankheiten heilen kann, dann benötigt man den Arzt nicht mehr. Glaubst du wirklich, daran wären Ärzte interessiert?


Zitat:
Wieweit Tiere ein "Bewusstsein" haben versuche ich an meiner jungen Katze zu erforschen. Allerdings sind wir Menschen, unseres Wissens, immer noch die einzigen Lebewesen die über ihre eigene Existenz reflektieren können.


Die arme Katze ;-)
Der Mensch kann das allerdings nicht objektiv beurteilen. Dazu fällt mir Jeremy Narby's Buch "Die kosmische Schlange" ein, in welcher er die Resultate von Wissenschaftler in Bezug auf das Wissen der südamerikanischen Schamanen erklärt, die sich immer wieder änderten, je nachdem mit welcher Auffassung den Schamanen gegenüber die Wissenschaftler an die Arbeit gingen.
Wie aber geht ein Mensch an ein Tier heran? Die Antwort ist zu 90% klar: Mit der Auffassung dass das Tier nicht den "hohen" Intellekt des Menschen hat.

Auch wenn man sich von Religionen fernhalten möchte, ändert dies nichts dran, dass der Mensch immer noch glaubt, sich die Erde untertan zu machen, und sich für das höchst entwickelte Tier hält.

Zitat:
Meine Überzeugungen sind natürlich rein subjektiv, aber ich glaube doch zwischen glaubwürdig und unglaubwürdig unterscheiden zu können und versuche dabei kritisch (selbstkritisch) zu sein. Natürlich gibt es Dinge die mir nicht erklärbar scheinen, dann muss man sie mir aber auch beweisen.


Aber was der einzelne als Beweis akzeptiert, ist wieder subjektiv ;-)

Zitat:
Zum Beispiel halte ich es für unmöglich, dass man Krebs nur durch den eigenen Willen, besprechen, Vitaminen und ähnlichem heilen kann. Das halte ich dann für Schalatanerie, selbst wenn es einzelne Fälle geben würde die dieses angeblich beweisen.


Würden die Fälle es beweisen, wäre es ja kein Problem. ;-)
Dennoch denke ich, dass hier vieles zusammenspielen kann und man die Krankheiten nicht ausschliesslich aus der Warte des Glaubens oder der Medizin betrachten sollte. Dazu fällt mir erstens das Buch von Michel Odoul ein, der erklärt, dass Krankheiten auf psychischer Basis zu verstehen sind. Weiterhin - um beim Krebs zu bleiben - ist es für mich dennoch recht auffallend, dass jede Person, die in meinem Umkreis an Krebs erkrankte, eine Person war, die unbedingt alles unter Kontrolle haben wollte.

In meinen Augen geht es einfach darum, zusammenzuarbeiten, anstatt auszuschliessen.

Liebe Grüsse


Shade

_________________
Eines Tages wird die Wissenschaft beweisen, dass wir gar nicht existieren (Tahiti)


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es erinnerung ohne Erinnerer?
BeitragVerfasst: Do 23. Jul 2009, 16:37 
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Registriert: 26.06.09
Beiträge: 75
Hallo Shade,

Zitat:
Wenn das in Wikipedia so erklärt wurde, hat der Erklärer nicht verstanden worum es geht.
Das Wasser ändert seinen Aggregatzustand nicht, weil gebetet wurde, sondern seine Kristallform!
Also um's genau zu erklären: Sie nehmen Wasser aus dem selben Behälter, und frieren einmal welches das nicht behandelt wurde und einmal welches, das behandelt wurde. Die Kristalle sind nicht gleich.

Was mir beweist, dass auch Wikipedia nicht davor gefeit ist, Menschen davon abzuhalten, die Dinge so zu schreiben, dass jemand verunglimpft wird.


Ich glaube, hier hast Du das was ich geschrieben habe gründlich missverstanden. Wikipedia hat nur geschrieben, dass die Versuche wissenschaftlich nicht zu erklären sind. Und Zweifelhaft sind.

Das andere waren meine Interpretationen: Ich hatte mir die Internetseiten angesehen und gesehen dass es sich um Wasser aus einem Wasserhahn handelte, das vor und nach Gebeten seine Kristalle (natürlich beim Gefrieren) bildete und diese unterschiedlich aussahen. Aber, ich halte es für schlichtweg UNMÖGLICH, dass die Kristallbildung von Wasser durch Gebete beeinflusst werden kann. Ich halte es für unmöglich, dass Gebete eine Wirkung haben (ausserhalb einem selbst). Daraus schloss ich auch auf alle anderen Versuche dieses Herrn. Das war alles.

Wenn Menschen bei Wikipedia verunglimpft werden, dann werden die Moderatoren, oder irgendein anderer Leser entsprechend eingreifen. Hier kannst Du ganz beruhigt sein.

Viele Grüße
Werner


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es erinnerung ohne Erinnerer?
BeitragVerfasst: Sa 25. Jul 2009, 06:35 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 433
Hallo zusammen

1.)
Das man Wasser, oder auch ein anderes Element durch den Eisatz von Gebeten, Gedanken oder Beschwörungsformeln dazu bringen kann seine Form zu ändern, halte ich für einen guten
Gag und absoluten Unfug (entschuldigt das Wort). Auch die Bewise die diese "spirituellen
Esoteriker" zu diesem Theme vorweisen konnen, haben meiner Ansicht nach mit fundierter
wissenschaftlicher Arbeit überhaupt nichts gemein sondern sind als reine Scharlatanerie und
Kaffeesudleserei einzustufen. ("Der Glaube versetzt Berge, wenn man daran glaubt")

2.)
Was Wikipedia betrifft, so muss ich Shade vollkommen recht geben, nicht alles bzw. vieles
was dort zu finden ist, ist seriös recherchiert und ist mit vorsicht zu geniesen. Es empfielt sich allemal auf gebundene Nachschlagewerke von seriösen Verlagen zurück zu greifen, die
Mühe lohnt auf jeden Fall.

m.f.g. plotin

_________________
Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es erinnerung ohne Erinnerer?
BeitragVerfasst: Sa 25. Jul 2009, 11:44 
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Registriert: 26.06.09
Beiträge: 75
Hallo Plotin,

zu 1) Danke!

Zitat:
Was Wikipedia betrifft, so muss ich Shade vollkommen recht geben, nicht alles bzw. vieles
was dort zu finden ist, ist seriös recherchiert und ist mit Vorsicht zu genießen. Es empfiehlt sich allemal auf gebundene Nachschlagewerke von seriösen Verlagen zurück zu greifen, die
Mühe lohnt auf jeden Fall.


Der Große Brockhaus wird nicht mehr gedruckt. Dieses Papierwerk fällt also in Zukunft aus.
Dann gab es einen Test (im Stern abgedruckt! (Ich höre schon Euren Protest!)). Es wurde von Fachleuten verglichen: Mit einigen Fragen (Schlagwörtern) wurde die Qualität vom Online-Brockhaus und Wikipedia verglichen. Und Wikipedia war eindeutig besser!!! Der Vorteil den Wikipedia hat ist natürlich gleichzeitig ein Nachteil: Die Aktualität vs. Stabilität, Meinungsvielfalt vs. Meinungsmache usw. Ich denke, hier muss man, wie an allen Stellen im Internet, eine gesunde Skepsis und Vorsicht walten lassen. Aber ich denke das gilt für alles. In unserer Zeit, in der die Wissenschaft rasante Geschwindigkeit hat, in der Nachrichten innerhalb von Sekunden rund um die Erde und in unseren Orbit gehen. In einer Zeit, in der unsere Diskussion weitgehend anonym ist. Weiss ich denn wer sich wirklich hinter Plotin oder Shade verbirgt??? (Aus einem anderen Thema: Sein: Weiss ich denn ob Ihr wirklich Real existiert???). Doch zum allergrößten Teil halte ich die Informationen in Wikipedia für seriös.

Doch zurück zum Thema:

@Shade:

Seriöse Wissenschaftler, und das dürften die allermeisten sein (denke ich), forschen Ergebnisneutral. Natürlich sind sie auch Menschen und damit können sie die Subjektivität nie absolut ausschliessen, aber zu unterstellen, dass sie unbewusst oder bewusst auf ein bestimmtes Ergebnis hin forschen, finde ich nicht richtig. Zu den unseriösen zähle diesen Japaner. Auf jeden Fall ist er nicht Ergebnisneutral.

Werner


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Gibt es erinnerung ohne Erinnerer?
BeitragVerfasst: Sa 25. Jul 2009, 12:31 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 433
Hallo werner

Mit der Skepsis gegenüber Wikipedia und anderen Medien hast du natürlich recht.
Doch was den Vergleichstest zwischen Onlin-Brockhaus und Wikipedia betrifft; nun ja,
es stellt sich doch die Frage, wer gab diesen Test in Auftrag und wer hat ihn bezahlt?

PS.: Ich bin real, denk ich zumindest!

m.f.g. plotin

_________________
Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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