Spinnen wir den Existentialismus ala *gegend noch ein bisschen weiter.
Ich erinnere nochmals an den Sisyphos. Er ist von den Göttern zur sinnlosen Verrichtung verurteilt. Er hat keine Wahl.
Hat der Mensch eine Wahl zur Welt zu kommen? Was tut er in dieser Welt? In dieser Beziehung unterscheiden wir uns nur graduell von Sisyphos.
Sisyphos trotzt den Göttern weil er dieses Schicksal bejahen kann. Diese Ja ist eine Revolte gegen die auferlegte 'Sinnlosigkeit der Götter' und damit gegen die Götter. Die Götter selbst werden sinnlos.
Nach *gegend ist die Flucht vor der Sinnlosigkeit, Sinnlosigkeit in Reinkultur. Der Mensch gerät mit jedem "sinnvollen" Tun und der damit verbundenen, früher oder später hereinbrechenden Sinnlosigkeit im ganzen, näher an eine Unvermeidlichkeit, den Abgrund. Der Abgrund, dass was unter allen Umständen vermieden werden will. Der Abgrund ist in Wahrheit aber Ausgang aus der Höhle die Platon einst in einem Gleichnis umschrieb. Der Mensch der diesen Schritt tut, unter welchen Umständen, wie auch immer, erfährt sich Jenseits von Sinn und Sinnlosigkeit. Er hat den Sisyphos in sich befreit.
Dieser Akt der Genialität ist bei der nötigen Gelassenheit, eine Gnade die ihm erwiesen wird, selbst dem Dürftigen möglich, wie an mir ersichtlich.

(Nicht aber den Hanswurstianern, die ihre Ketten lieben.)
gegend
