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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Fr 6. Nov 2009, 10:40 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@gegend!!

Nichts anderers ist gemeint. Durch das in die Welt_geworfensein, auf gedeih und verderb
auch Teil dieser zu sein, Teil von etwas besonderem sein. Jedoch so denke ich, erlangt
sie (die Welt) auch Bedeutung "durch mich" durch mein erkennen, durch meine Sinngebung
wird die Bedeutung........erst bewußt.

meint m.f.g. plotin


Zuletzt geändert von plotin am Fr 6. Nov 2009, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Fr 6. Nov 2009, 11:47 
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Registriert: 02.10.06
Beiträge: 16
willensfrei hat geschrieben:
Was könnte man denn aus existentialistischer Sicht als den Sinn des Lebens bezeichnen?
lg
danny


@ Guten tag die Herrschaften
herzlichen Dank für das anregende Thema und euere Beiträge!
Leider wie so oft zerrinnt das Thema in dem pathogenen Wesen des Existensialismus-
Ich betrachte die Philosophie ( allgemein ) eher aus soziopolitschen- Sicht
und da bei mir gerade ein Urwerk dieser Existenz. Dekade auf dem tisch liegt
will ich aus dem Steppenwolf ein kleines Gedicht zum besten geben, welches hier
vortrefflich passt.

Der Mann von fünfzig Jahren

von der Wiege bis zur Bahre
sind es fünfzig Jahre
dann beginnt der Tod.
Man verottet man versauert
man verwahrlost man verbauert
und zum Teufel gehn die Haare.
Auch die Zähne gehen flöten,
und statt dass wir mit entzücken
junge Mädchen an uns drücken,
lesen wir ein Buch von Goethen.

Aber einmal noch vor´m Ende
will ich so ein Kind mir fangen,
nehm´s behutsam in die Hände,
küsse Mund und Brust und Wangen,
zieh ihr Rock und Höslein aus.
Nacher dann in Gottes Namen
soll mich der Teufel holen, Amen,


Hermann Hesse 1922

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Wir verwirklichen uns nie, wir sind zwei Abgründe -
ein Brunnen der in den Himmel schaut.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Sa 7. Nov 2009, 08:38 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@sinope404!!

Ob es passt oder nicht (das Gedicht), vermag ich nicht zu erkennen. Was ich aber
erkenne ist die unterschwellige Zustimmung, sich die sexuelle Gunst einer Frau (Kind?)
auch mit Gewalt nehmen zu dürfen. Patriachat pur, auch wenn es von Hesse ist!

meint m.f.g. plotin

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Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Sa 7. Nov 2009, 12:06 
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Registriert: 10.07.09
Beiträge: 83
Was ist von einem asketischen Intellektuellen (die andere Bezeichnung spare ich mir) zu erwarten? Ein Elaborat wie dargeboten. Unpassend hier, weil am existentiellen wie am existenzialen vorbei.

Bestenfalls Sublimation.

Hesse, von den Allgemeinen seit je her überschätzt. Völlig humorlos der Mann. Lesen Sie Busch. Der lässt wenigstens den Zeigefinger unten und zeichnen konnte der auch noch.


gegend


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Sa 7. Nov 2009, 19:22 
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Registriert: 02.10.06
Beiträge: 16
gegend hat geschrieben:
Was ist von einem asketischen Intellektuellen (die andere Bezeichnung spare ich mir) zu erwarten? Ein Elaborat wie dargeboten. Unpassend hier, weil am existentiellen wie am existenzialen vorbei.

Bestenfalls Sublimation.

Hesse, von den Allgemeinen seit je her überschätzt. Völlig humorlos der Mann. Lesen Sie Busch. Der lässt wenigstens den Zeigefinger unten und zeichnen konnte der auch noch.


gegend


wenn in dieser Gegend der erste existenzialistische Roman nicht zugelassen ist
oder nie gelesen wurde,- dann ist es gewiss schwierig Ironie, geschw. den Humor da- oder dort zu finden-

Von @gegend aus geht eine alte Sage,
dass unser Dasein höheres bedeutet,
vermutlich ist es dies, was unsre Lage,
so trostlos komisch macht für uns und andere Leute.

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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: So 8. Nov 2009, 09:58 
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Registriert: 10.07.09
Beiträge: 83
Sinope, Ihre eigenen Ansätze zur Dichtung sind bei weitem vielversprechender als die von Hesse.

Schreiten Sie voran.


gegend


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: So 8. Nov 2009, 10:11 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@sinope404!!

Nun ich bin nicht in der Position eine Rezension über Hesses Werke abzugeben, da ich sie nur
auszugsweise kenne und so scheint er mir ein Literat zu sein, den man nicht unbedingt
lesen/gelesen haben/muss.

Was für den jenen Witz und Humor, ist für den anderen bloß belanglose banalität!

meint m.f.g. plotin

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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: So 8. Nov 2009, 21:38 
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Registriert: 02.10.06
Beiträge: 16
plotin hat geschrieben:
@sinope404!!
Nun ich bin nicht in der Position eine Rezension über Hesses Werke abzugeben, da ich sie nur
auszugsweise kenne und so scheint er mir ein Literat zu sein, den man nicht unbedingt
lesen/gelesen haben/muss.
Was für den jenen Witz und Humor, ist für den anderen bloß belanglose banalität!
meint m.f.g. plotin


Lieber Herr Poltin

wenn ich Ihre Zeilen Lese spühre ich den Schelm&Schalk in meinen Nacken kriechen,
doch ich halte still und weis mich zu erwehren!

Poltern Sie weiter.

Hochachtungsvoll
mit Grüßen an die Philosophie

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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Mo 9. Nov 2009, 13:29 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@sinope404!!

Es ist gut das du dich zu erwehren weißt, denn schnell wird aus dem Schelm&Schalk ein
Popanz, solcheiner kann sehr hartnäckig sein und führt selten was gutes im Schilde.

Wer poltert wir auch gehört, oder?

m.f.g. plotin

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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Di 10. Nov 2009, 20:19 
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Registriert: 02.10.06
Beiträge: 16
wer poltert wird gehört, das ist wohl richtig!
poltin hat wenigstens Schoppenhauers 38 Kunstgriffe (Eristrische Dialektik) gelesen.
Mir scheint, wir sind nicht nur im Internet Kommunikationstechnisch in der Steinzeit,
oh nein, die Anschauungen unserer Gralshüter ( forum ) der Philosophie in unseren Tagen
scheuen sich nicht mit Sophismen zu arbeiten um sich aus Ihrer Sicht in das rechte Licht zu rücken.
Die Intelektuellen Abgrebzungsbestrebungen mancher Herren hier erinnern mich zuweilen auch an tiefstes Mittelalter
darum greife auch ungeniert noch etwas weiter zurück und sage - geh mir aus der Sonne ! :)

Gruß Sinope

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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Di 10. Nov 2009, 23:17 
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Registriert: 10.07.09
Beiträge: 83
So wie der Sisyphos die Götter verachtet obschon er /unter/ diesen sein muss und sein Schicksal auf sich nimmt, eben so verachtet meinesgleichen die Subjekte unter denen er sein muss. Nur das den Menschen noch mehr zu trutzen ist als den Göttern. Denn, die Götter kennen noch die Gnade, die Menschen hingegen nicht. Die Menschen kennen nur den Gehorsam der Peitsche. Es dürstet sie nach der Peitsche, weil sie hernach um so süsser finden das Zuckerbrot. Es ist ihnen nicht zu helfen. Das "Lehrertum" ist abzulegen, so wie eine schlechte Angewohnheit.


gegend


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Existentialismus > Sinn des Lebens?
BeitragVerfasst: Mi 11. Nov 2009, 09:10 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@sinope404

Ich denke mein Schattenwurf hier im Forum ist nicht allzu mächtig. Auch bin ich zu müde
für Streitgespräch ohne Substanz, so bin ich gerne bereit in die zweite Reihe zu treten
damit auch ein kleines Licht voll erstrahlen möge, obwohl?..........Nein!

m.f.g. plotin

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