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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Sa 3. Okt 2009, 18:30 
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Registriert: 10.07.09
Beiträge: 83
Das eigentliche Wovor der Angst ist aber nicht die den "Verstand" zu verlieren, (so man einen hat; kleiner Scherz am Rande) sondern die, das dem Subjekt das "Subjektsein" (Identifikation mit der Vorstellung von 'Ich und Welt') abhanden kommt. Es handelt sich dabei um eine Vorstellung, die die eigentliche Existenz insofern nicht betreffen kann, da diese (über wen (nicht über was) sprechen wir hier?) jenseits der Vorstellung /ist/ nämlich im Diesseits und wo genau? In der Welt. Die Überwindung des Subjektivismus bedeutet gleichsam in-der-Welt-sein. (Inständigkeit) Aus dem dinghaften 'Ich und Welt' geht auch nichts neues hervor, vielmehr wird verstanden, dass jenes vor dem wir uns ängstigen all dem vorangeht. Es ist das Nichts.

„Solange wir sind, ist der Tod; sind wir nicht mehr, so ist der Tod nicht mehr“
(Condrau).


Wünsche ein munteres Wochenende
gegend


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Sa 3. Okt 2009, 20:37 
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Registriert: 01.10.09
Beiträge: 4
Wohnort: Duisburg
gegend hat geschrieben:
Die Welt, plotin ist eine verdreht Welt. Wenn wir dieses Gefüge erstmalig in den Blick bekommen, so das die Verkehrung augenscheinlich wird, dann meinen wir nicht bloss wir seien verrückt, wir sind ver-rückt. Zu meinen den Verstand dabei zu verlieren, heisst, die Verrückung nicht als solche zu begreifen und am Verstand (eigentlich Abrückung von der normhaften Subjektivität) so festzuhalten, dass die Verrückung nicht verstanden werden kann. (Existentiell: Angst.) Die Verwindung der Subjektivität ist nicht bloss ein Scherz oder theoretisches Konstrukt, es geschieht wirklich. Eben so, wie unsere Existenz nicht eingebildet, sondern wahr ist. Wir dürfen daher sagen, Subjektivität ist bloss eine mögliche Weise des Verstehens und zwar eine die es unterlässt nach ihrem Grund zu fragen. Würde das "subjektive Bewusstsein" in aller Konsequenz nach dem Grunde fragen, so würde es ihn verlieren, in der Art das es feststellt, das er nur konstruiert ist. (Dekonstruierung).


gegend


Hi Gegend,

wenn ich es vermeiden will von ihnen beschimpft zu werden reicht es dann nur Selbst Nachzudenken oder muss ich das Erdachte auch noch so verschlüsseln wie sie es machen?

_________________
Alles Lebendige sucht nach einer besseren Welt - Karl Popper -


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: So 4. Okt 2009, 19:39 
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Registriert: 04.10.09
Beiträge: 10
Hallo Plotin, das von Gegend aufgeschriebene ist doch recht schlüssig. Nach meiner Auffassung. Keine Ahnung ob es abgeschrieben ist, was anzunehmen ist. (Aber ich bin ja kein Internet-Schnüffler. ...... Nietzsche sagt es einfacher.

Gruß
Petrus


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: So 4. Okt 2009, 20:07 
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Registriert: 04.10.09
Beiträge: 10
Plotin sagt(e)
................ , doch sollte man den Weitblick dabei nicht verlieren, der einem zur rechzeitigen Umkehr mahnt um nicht gänzlich den verstand zu verlieren.


Upps, jetzt bin ich geneigt mich auf die Seite von Gegend zu stellen.... den wer zur rechtzeitigen Umkehr mahnt um nicht gänzlich den Verstand zu verlieren .....
pfff,

........ der ist dann tatsächlich noch nicht an "irgendeinem" E n d e angelangt
um in "irgendeinem" A n f a n g zu gelangen.

Gruß


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: So 4. Okt 2009, 21:13 
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Registriert: 10.07.09
Beiträge: 83
Nun gut. Der Reihe nach.

Goldmund. Kommen Sie zur Sache.

Voss. Nichts als heisse Luft. Wo ist Ihre Nietzsche-Interpretation?

gegend

Beitrag wurde gekürzt.


Zuletzt geändert von gegend am Fr 9. Okt 2009, 23:29, insgesamt 2-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Mo 5. Okt 2009, 09:21 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@petervoss!!

Du hast in der Tat recht, ich bin noch immer auf dem Weg. Mein von dir belächelter Weit-
blick hat mich bis jetzt davor bewahrt in Sackgassen gegen Mauern zu rennen bzw mich
im nichts der Belanglosigkeiten zu verlieren.

m.f.g. plotin

_________________
Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Fr 9. Okt 2009, 07:33 
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Registriert: 04.10.09
Beiträge: 10
An Gegend

Wenn es "Nichts als heisse Luft" heißen soll,
dann schreiben Sie es auch so.
Ansonsten müßte ich ja denken dürfen,
dass sie hier ein wenig affektiv reagieren.

Meine Nietzsche-Interpretation?
In einem Satz oder Wie?
Mit ... "Nietzsche sagt es einfacher" ist einzigst seine Sprache gemeint.
Welche ja nun tatsächlich nicht über Oslo nach Athen fährt.
In diesem Punkte wollte ich Plotin ein wenig unterstützen.
Andrerseits stimme ich Ihnen zu, schließlich ist dies ein Philosophie-Forum,
und nicht Sophies Welt.
Ich werde nicht, und kann nicht aus der Hüfte den Nietzsche interpretieren.
Das ist mir auch nicht angenehm, so Etwas zu tun.
Da ich ihn ja ohnehin jeden Tag lese und beacker,
werde ich nach und nach, und logisch nach Belieben,
einiges zum Besten geben. ,
ich meine das, was ich für einfacher und genauso schlüssig finde,
wie Ihre Ausführungen über verdrehte Welten.
Derrida hat nur den Nietzsche in "Neue Worte" verfasst.

Gruß von der heißen Luft


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Fr 9. Okt 2009, 07:37 
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Registriert: 04.10.09
Beiträge: 10
Plotin,

so sehr habe ich das nicht belächelt.
Sorry wenn mein Pff so rübergekommen ist.

Ich finde dass es keinen wirklichen Sackgassen gibt,
denn der Weg zurück führt schließlich wieder hinaus.
Ebenso was den Verstand anbelangt.
Wahrscheinlich muss jeder selbst emfpinden,
wie weit er auch emotional gehen kann.
Und da übt man eben. Lächel.

Ich übe seit fast 15 Jahren den Nietzsche.
Und bin oft in "Sackgassen" gewesen.
Die engste war die, .... mich von der Person nicht vereinnahmen zu lassen.

Das wars erst einmal um der "Versöhnung" Vorschub zu leisten.

Gruß


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Fr 9. Okt 2009, 10:57 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@petervoss!!

Umkehr, wird in der Regel aber auch immer mit scheitern gleichgestellt. Und so denke ich,
bedarf es doch jeder Menge Mut und Selbstüberwindung, den eingeschlagenen Weg als den
falschen zu akzeptieren. Vorallem wenn man sich bereits an einer Mauer eine "Blutige Nase"
eingefangen hat.

Das eingestehen, dass scheitern zum Prozess der Erkenntnisgewinnung gehört, bedarf wie
du richtig schreibst, jeder Menge Übung und anläufe.

Eine gewisse Vereinnahmung muss aber meiner Meinung nach auch zugelassen werden,
(in deinem Fall Nietzsche) um das Denken in seiner Gesamtheit verstehen zu können.

Da es zu keiner Entfremdung kam, ist auch eine Versöhnung (Sühne tun) nicht von Nöten.

meint m.f.g. plotin


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Fr 9. Okt 2009, 19:07 
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Registriert: 10.07.09
Beiträge: 83
Gut Voss, dann ist das Thema "heisse Luft" geklärt. Zur "Affektion" ist zu sagen, dass es mir erlaubt sei mich des Pöbelhaften zu erwehren. Ansonsten weile ich offen der Entgegnung.

Wenn Sie etwas zum Verhältnis Derrida / Nietzsche sagen möchten bin ich ganz Ihr Zuhörer.


gegend


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Mo 12. Okt 2009, 16:04 
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Registriert: 02.09.09
Beiträge: 9
gegend hat geschrieben:
Fragen wir danach was sie (die Naturwissenschaft) damit im Sinn hat, so müssen wir zugeben, dass sie einen Nutzen daraus haben will. Irgendeinen Gewinn.
gegend


Der Klammerausdruck im Zitat stammt von mir, damit verstanden werden kann, dass gegend sich mit "sie" auf die Naturwissenschaften bezieht.

Nutzen und Gewinn sind Teile des Wesens der Naturwissenschaften, sie beschreiben ihre Motivation. Aber nun fragt sich, was ist das Werkzeug und was das Material?

Elias


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Mi 14. Okt 2009, 10:23 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
Werkzeug = der menschliche Verstand....... auf Grund der Möglichkeiten Zusammenhänge,
Eigenschaften und Verhalten zueinander zu erkennen bzw. durch Berechnungen erkennbar
zu machen.

Werkstoff = erkennbare bzw. berechenbare Vorgaben und Vorgänge in der Natur?

meint m.f.g. plotin

_________________
Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Do 22. Okt 2009, 18:35 
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Registriert: 02.09.09
Beiträge: 9
plotin hat geschrieben:
Werkzeug = der menschliche Verstand.......

meint m.f.g. plotin



Bleiben wir einmal beim Verstand und fragen nach ihm: Was nun ist sein Wesen?


Elias


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Do 22. Okt 2009, 20:25 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@Elias!!

Das Wesen des Verstandes ist es wohl benutzt zu werden, sprich Kraft des eigenen Ver-
standes und durch reines Denken den Dingen auf den grund zu gehen.

meint m.f.g. plotin

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Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Ergründung des Lebens
BeitragVerfasst: Mi 28. Okt 2009, 19:32 
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Registriert: 02.09.09
Beiträge: 9
plotin hat geschrieben:
@Elias!!

Das Wesen des Verstandes ist es wohl benutzt zu werden, sprich Kraft des eigenen Ver-
standes und durch reines Denken den Dingen auf den grund zu gehen.

meint m.f.g. plotin



Das der Verstand benutzt werden kann, ist doch noch mehr am Rand seines Wesens angegliedert; denn alles Mögliche kann benutzt werden. Dieses Kriterium ist noch zu flach gehalten. Auch die Antwort, wozu er gebraucht werden kann, trifft es nur am Rand.
Nein, wir müssen noch näher an seine Wesensart heran.

Elias


  
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