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 Betreff des Beitrags: Der Mond, die Musik, das Leben und Alles
BeitragVerfasst: Do 25. Feb 2010, 18:37 
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Registriert: 25.02.10
Beiträge: 1
Hallo .

Ich heiße Stiewa, ich bin Musiker.

Wenn ihr euch die "Zeit" nehmt, wird sich euch mein Instrument erschließen können. Ich danke euch.


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Der Mond, die Musik, das Leben und Alles



Der Mond und die Metrik:



Der Mondzyklus, der Urzyklus, Zyklus aller Zyklen, wenn man so will,
ist als Zyklus in der Natur visuell als metrisch erfassbar.
Der Mondzyklus, in seiner Gesamtheit betrachtet, ist ein konstantes, natürliches Metronom,
und somit könnte es der Mond gewesen sein,ein zur Kognition fähiges Lebewesen (Mensch) vorrausgesetzt,
der eine Abstraktion der zeitlichen Metrik ermöglichte.

Die Tage, bis der Mond ,z.B als Vollmond, wiederkehrend am Himmel zu erkennen ist, lassen sich zählen.
Weder der Wechsel zwischen Tag und Nacht - Licht an, Licht aus, noch die Jahreszeiten - der Umlauf der Erde um die Sonne, ermöglichen
eine exakte Berechnung einer, visuell und punktuell erkennbaren Konstante enthaltenden, Zeitspanne.
Tag- und Nachtwechsel sind der Puls und der vollständige Mondzyklus ist die Taktart, also ursprünglich ein 27/1-Takt.

Der Lunarkalender in sich ist ein Hinweis, dass andere Konstanten und Zusammenhänge erst später erkannt werden konnten.
Eine in zwei Richtungen laufende Erkenntnis,die Größte zeitlich und wörtlich definierte Einheit, das Jahr
und die kleinste zeitlich und wörtlich definierte Einheit, die Sekunde, ergebend.
Durch die Potenz, bzw. den negative Exponenten (1 hoch 10) ergeben sich dann weitere Zeitabstände.

Der Mondzyklus also definierte die, in der Modernen Musik verwendete, Maßeinheit Beats-per-minute. (bpm)

Die einzelnen Mondphasen ließen sich zudem als Metrum oder als "crescendo-decrescendo" betrachten.

Zitat Aristoteles: „Wir messen nicht nur die Bewegung mittels der Zeit,
sondern auch mittels der Bewegung die Zeit und können dies, weil sich beide wechselseitig bestimmen.“

Ohne Zeit kein Puls, keine Bestimmung, kein Takt, kein Metrum und......kein Rhythmus.




Der Mond und die Rhythmik:


Ursache für die Entstehung des Lebens ist, dass der Mond die Erde in seiner Umlaufbahn, und somit im optimalen Abstand zur Sonne hält.
Der afrikanische Kontinent befindet sich am Äquator, im wärmsten und somit lebensbegünstigsten Bereich unseres Planeten.

Der Schlüssel zur Entstehung der Sprache könnte in der Vielfalt, Dichte und Gefahr der Fauna Afrikas liegen.
Akustisch betrachtet lässt sich das natürliche Zusammenspiel zwischen Jägern und Gejagten als immer verschieden klingender Polyrhythmus definieren.

Unter Einbezug einer Theorie von Steven Mithen, wonach Sprache und Musik zwei Kommunikationsformen sind, die aus einem gemeinsamen Vorgängersystem hervorgegangen sind,
einer Proto-Sprache, die sich aus verschiedenen Lautäußerungen mit jeweils komplexer Bedeutung zusammensetzt,was einen akzentuierenden , rhythmischen Charakter beinhalten könnte,
nicht aus Worten oder wortähnlichen Einheiten, könnte sich folgende Auffassung ergeben:

Als, zu dem Zeitpunkt nicht an der Spitze der Nahrungskette stehendes, untereinander kommunizierendes Lebewesen, in Bereichen des afrikanischen Kontinents ,musste man sich vor situativen Gefahren
mit entsprechenden Lauten warnen. Da in der afrikanischen Kultur die Musiker mit ihrer Musik oft Geschichten erzählen (Talking Drums), könnte die Polyrhythmik aus der Imitation
akustisch wahrgenommer Eindrücke in z.B. einer solchen Gefahrensituation entstanden sein.

Hier könnte es einem Linguisten auf der Zunge liegen, ich habe es zumindest im Ohr - Rhythmus - könnte die genetische Einheit, die Harmonie aller Sprachen - aller kommunizierenden Lebewesen sein.
Rhythmische Artikulation und rhythmisches Verständnis könnten sich im Laufe der Evolution zum wesentlichen Fundament kontinuierlicher, geosphärischer Existenz, entwickelt haben.
Ausschließlich der Lebewesen,die über eine taktile und/oder rezeptive, aber über keine auditive Wahrnehmung verfügen, in Stille existierend.

Die Out-of-Africa-Theorie , und das gute Rhythmusgefühl des afrikanischstämmigen Teils der Weltbevölkerung könnten im wechselseitiger Beziehung zu diesen Thesen stehen.

Auszug Arnold Schönbergs: "Harmonielehre"
„Kunst ist auf der untersten Stufe einfache Naturnachahmung. Aber bald ist sie Naturnachahmung im erweiterten Sinne des Begriffs,
also nicht bloß Nachahmung der äußeren, sondern auch der inneren Natur.“




Der Mond und die Harmonik:


Der Mond befindet sich aber in einer fließenden Bewegung ,
also ist man beim Musizieren nicht nur untereinander im Einklang,
sondern astronomisch, mathematisch betrachtet auch im universellen Einklang , durch das Setzen schwingungsverstärkender Akzente im Fluss der Zeit.


Auszug aus Ernst Kurths Spätwerk "Romantische Harmonik und ihre Krise in Wagners „Tristan“ (1920)":

„Musik ist emporgeschleuderte Ausstrahlung weitaus mächtigerer Urvorgänge, deren Kräfte im Unhörbaren kreisen.
Was man gemeinhin als Musik bezeichnet, ist in Wirklichkeit nur ihr Ausklingen. Musik ist eine Naturgewalt in uns,
eine Dynamik von Willensregungen.“



Mondaspekte:


Aus dieser Perspektive ließe sich der Mond als Grundstein, als Auftakt jeder Form der Kommunikation betrachten.



Die Betrachtungsweise des Mondes liegt im Auge des Betrachtenden.




Der Mond, die Offenbarung:


Philosophisch - Erkenntnistheoretische Überlegungen


Der griechische Ausdruck "Lógos" verfügt über einen außerordentlich weiten Bedeutungsspielraum.
Er wird unspezifisch im Sinne von Wort und Rede sowie deren Gehalt ("Sinn") gebraucht,
bezeichnet auch das geistige Vermögen, was diese hervorbringt,
die "Vernunft", sowie ein allgemeineres Prinzip einer Weltvernunft oder eines Gesamtsinns der Wirklichkeit.

Alle bibelbasierten Religionen legen das Kommen Jesu Christi als Fleischwerdung des ewigen Wortes (LOGOS) aus,
das von Anfang an Gottes Wille war und seine Schöpfung vollendet.

Ein Wort, ein Laut, oder ein Ton ist ja im Wesentlichen ein phonologisches Ereignis,ein Klang.
EIN Wort ist ein Einklang.

Der Begriff "Logos" ,im folgenden Auszug aus der Bibel, welcher im biblischen Kontext als gesprochenes "Wort" gedeutet wird, ließe sich demnach anders verstehen.

1. Könnte der Begriff "Logos" auch "Klang" im musikalischen, oder "Einklang" im harmonischen Sinn bedeuten, oder deren Bedeutung beinhalten.

2. Könnte "Logos" auch "Gesamtsinns der Wirklichkeit" oder "Vernunft" , abstrakt (oder exakt) formuliert ""Seele"" bedeuten.


Interpretation des Prologs im Johannesevangelium, welcher in der Form eines STROPHISCHEN LIEDES! beginnt:


Im Anfang war die Seele ,
und die Seele war bei Gott,
und die Seele war Gott ,
diese war im Anfang bei Gott.

Alles ist durch sie geworden
und ohne sie ist nichts geworden, was geworden ist.

In ihr war das Leben,
und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht scheint in der Finsternis,
und die Finsternis hat’s nicht erfasst.

Sie war das wahre Licht,
das jedem Menschen scheint, der in die Welt gekommen ist.

In der Welt war sie,
und die Welt ist durch sie geworden,
und die Welt erkannte sie nicht.
In ihr Eigentum kam sie
und die Ihren nahmen sie nicht auf.

Und die Seele ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt,
und wir haben (in) ihre Herrlichkeit geschaut,
eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.


Klingt (ja, klingt) sinnig...


Platon abstrahiert den Ausdruck Logos dann so weit, dass er mit der Bedeutung „Darstellung“ oder „Erklärung“ als philosophisches Vokabular nutzbar wird.
Dabei ist (..) der Gedanke leitend, dass nur das, was in erklärender oder erklärbarer Form sich als Teil des Logos wiederfindet, Gegenstand des Wissens sein kann.


Kann diese Ich-Erkenntnis, das Kollektiv erreichen?
Die Seele ist , grenzenlos , frei...auch frei von physikalischer Nachweisbarkeit , da formlos.

Das Erkennende muss erst erkannt werden , um zur Erkenntnis zu führen, also das Erkennende sich selbst erkennt.


""Das Eine"" - visuell , auditiv , emotional omnipräsent - dennoch subtil, verborgen, fast unbemerkt.


Wir wurden nicht vergessen oder im Stich gelassen.
Uns kann auch niemand vergeben oder helfen,
oder gar retten oder erlösen.
Außer uns selbst.


Das Universum, inklusive der Evolution unseres Bewusstseins, auf den ersten Blick chaotisch,
bei genauerem hinsehen jedoch - eine brilliante, zeitlose SYMPHONIE.


Wie lange schlafen wir schon mit offen Augen?
Ich erwachte aus der Ohnmacht eines kollektiven Traums,
jetzt bin ich, die Wahrheit war und ist der Anfang.


Der Mond war es, der mich führte, hierher und immerfort,
nun andere Augen ihn erblicken , leuchtend reflektieren
das uns beiden Innewohnende. Mal Hier,mal Dort - doch:
harmonisch, rhythmisch, metrisch - perfekt arrangiert.
Brüder im Geiste , ich habe sein Wort.


(Das Datum < die zeitliche Metrik < der Mond - ließ mich Plotin sehen. (232 - 23.2 2010))

05.09.1978 Stiewa
03.10.1978 Hans Cousto


Schöne Schwingungen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Mond, die Musik, das Leben und Alles
BeitragVerfasst: Mi 14. Apr 2010, 22:10 
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Registriert: 13.04.10
Beiträge: 16
Ein sehr schöner Beitrag, Musik und Philosophie; schon für Nietzsche gehörten sie zusammen. Obwohl auch ich der Musik zugetan bin und sogar einmal ein Instrument recht passabel spielte, hat sich mir aus deinen poetischen Zeilen dein Instrument nicht erschlossen. Da du viel von Rhytmus sprichst und auch von Metrik, würde ich am ehesten auf Schlagzeug tippen, bin mir aber dessen keinesfalls sicher. Vielleicht auch Mondharfe (falls es die gibt)?

_________________
Das ungeprüfte Leben ist seinen Preis nicht wert. (Sokrates)
Philosophische Logik ist der Weg, auf dem man sehen muss, wie weit man kommt. (Jaspers)


  
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