Ich versuche es zu erklären, wenn es nicht deutlich genug ist, ruhig nochmals nachfragen.
Natürlich erkläre ich es gern näher.
"Kampf"
Herausforderung, sich messen, Willen, und teilweise benanntes nicht-akzeptieren der Zustände im Jetzt.
Wie bei Wettkämpfen oder Boxern, und ebenso geistig, gegen Teile, in sich selbst, wenn man gewisse Charaktereigenschaften ablegen/erweitern/ändern will.
"Naturell"
Etwas wie die eigene Essenz, die man tief in sich fühlt, die einem Brunnen gleicht, wo die Gefühle, Triebe, Neigungen und ähnliches entspringen.
Bei einer Katze ist das typische Naturell der Einzelgänger, der unabhängig ist und sich nicht dominieren lassen will, beim Hund ist es z.B. die Loyalität.
X: "Aber überall spiegelt sich wider, das Kampf nur Leid bringt"
Y: "was meinst du mit 'überall' inwiefern 'Leid'?"
Mit Überall meinte ich in jeglicher Form, ob Innerer Kampf oder Äußerer Kampf.
Mit Leid meinte ich meine Fallbeispiele, was dazu führt, wenn man nicht akzeptiert, das alte Wunden nicht heilen können und man somit im Moment geschwächt ist.
Ebenso, das man gegen Zustände ankämpft, die man nicht ändern kann, wie z.B. andere Menschen wachzurütteln, gegen ihren Willen funktioniert das nicht.
Auch, wenn man gegen Sucht ankämpft, und anstatt den Entzug zu ertragen, versucht das Gefühl der Sucht zu unterdrücken oder zu überlagern, wird das Suchtgefühl nur wesentlich verstärkt, weil es ein Verbot ist, ein "Gegen etwas".
X: ""Ich bin jemand, der Will", also habe ich da einen Widerspruch, das ich nur Sein kann, wie ich bin, andererseits, aber das Wollen ein Teil von mir ist, was aber das andere "Sein" wieder streitig macht."
Y: "????spielst du auf die Willensfreiheit an? Die es ja bekanntlich gar nicht gibt

Das weiß ja schon Schopenhauer. Vielleicht ist fuer dich der Unterschied zwischen 'Willensfreiheit' und 'Handlungsfreiheit' interessant."
Nein, das meinte ich nicht, es geht um den Willen an sich, nicht ob man ihn hat, sondern ob es richtig ist zu Wollen. Denn einerseits steht der Willen gegen das Akzeptieren und Annehmen, andererseits kennst du es sicher, wenn man ein Spiel spielt und einem manchmal das gewinnen egal ist, auch der Sieg kein Spaß macht, und das ist doch dann sehr langweilig.
Aber man gewinnt am meisten, wenn man gar nicht gewinnen will, sondern einfach gelassen mitspielt und was kommt akzeptiert und sich dann darauf anpasst.
Und da das Wollen (Ich werde) ein Element von meinem Wesen/Naturell (Ich bin) ist, widerspricht es sich ja, denn entweder man läuft oder man steht, beides zeitgleich geht nicht.
Man muss eine Entscheidung treffen. Entweder du akzeptierst und lebst mit dem Charakterzug oder Sucht XY, oder du steuerst dagegen.
X: "...Paradies schaffen würde"
Y: "was sollte das sein?"
Nur eine Metapher für den Idealzustand.
X: "...Meine Willensstärke ist eigentlich meine einzige wirkliche Stärke, und die soll nun Falsch sein?"
Y: "wer sagt das?"
Die Effizienz, wenn Akzeptieren mehr Vorteile für das Individuum bringt, als der Kampf.
X: "...meiner Verdammnis sein könnte."
Y: "das hört sich aber sehr christlich geprägt an?
ein Buchtipp: 'Jenseits von Gut und Böse' von Schmidt-Salomon"
Auch nur eine Metapher. Und noch eine Metapher:
Wenn ich mit Akzeptieren 100 Einheiten weit komme und mit Kampf nur 10 Einheiten weiter,
wäre es meine Verdammnis, weil Variante A es weiter gebracht hätte.
X: "... die Welt ändert sich erst dann, wenn jeder Einzelne sich bewusst wird und Nein sagt, ohne zu kämpfen."
Y: "die Welt soll sich ändern? wohin denn? und wer soll zu was Nein sagen?"
Die Gesellschaft und das was im Argen liegt, siehe Mentalität der meisten Menschen, die ihnen und den anderen herum schadet.
Nein zur Selbstverleugnung. Ja, zur absoluten Selbstverantwortung.
(Besser kann ich es nicht im kurzen ausdrücken.)
X: "..Denn geschwächte Menschen, vom ewigen gesellschaftlichen und geistigen Kampf sind manipulierbar wie Marionetten, weil sie nicht in sich Ruhen und das bisherige (Vergangenheit, Wahrheit, Realität)"
Y: ewige ....Kampf? Wahrheit - was ist das? Realitaet - dito?
ist mir ein wenig zu geschwurbelt... geht es hier um dich oder um was geht's?
Normen, Indoktrination, Medienmanipulation, gesellschaftliche Gehirnwäsche, ob es nun Konsumgier, Modetrends oder sonstiges ist.
Wahrheit = z.B. zurückliegende Traumen, Taten und Erinnerungen, die verdrängt, statt aufgearbeitet wurden.
Realität = jetzige Umstände, das Dinge nicht realisiert werden, die real sind.
Siehe Mobbing und die Auswirkungen, die nicht realisiert werden.
Oder Familien, die ihren Frust in der Familie abladen.
X: "...Jetzt keine Kraft haben Nein zu sagen, und gar nicht im Moment präsent sein können, weil viele Teile in ihnen, irgentwo im Kampf verwickelt sind."
Y: "Ja, wozu willst du denn dauernd Nein sagen, und wer ist 'Ihnen' und was für Teile...
Was für einen 'Kampf' meinst du denn? Geht es dir um innere und äußere Zwänge? Oder was? Werde doch mal ein bisschen konkreter"
Ihnen = Mensch allgemein.
Teile = Dinge, die den Menschen bzw. deren Unterbewusstsein beschäftigen, siehe vergangene Konflikte, die nicht aufgearbeitet wurden.
Es geht um den selbstauferlegten Zwang einem Bild zu entsprechen, das die Gesellschaft und/oder das Individuum selbst vorgibt, das es das zu haben habe.
X: " mir bereitet nur Kopfzerbrechen, das Kämpfen -nicht- funktioniert."
Y:"Warum bereitet dir das Kopfzerbrechen?
Die Geschichte hat uns über Jahrtausende gelehrt, was dabei herauskommt, wenn man kämpft, da müsste das Thema ja an sich ad acta gelegt werden können?"
Ich rede von Kampf, nicht von Krieg.
Kampf ist wie erwähnt Wollen, wenn du etwas willst, und sei es nur das Gewinnen in einem Spiel, ist es Kampf. Aber das Beispiel mit dem "Gewinnen egal = besseres Ergebnis" sehe ich in der Realität auch bei anderen oft.
X: "Ich meinte auch davon, das wenn einzelne Individuen das Paradies schaffen würde, es sich nicht halten könnte, weil die Menschen noch nicht soweit sind, selbst ihren Anteil dafür zu leisten, und man somit dafür nicht kämpfen muss"
Y: "Öhm, da ist wieder das Wörtchen "Kampf". Glaubst du wirklich, dass man für das Paradies kämpfen kann?"
Das ist die Frage, ob man überhaupt dafür aktiv, außer nur in sich selbst, dafür sorgen kann, das es zustande kommt, alles, wo man andere versucht zu überzeugen, weil das ist ein Eingriff, das man ihn in eine bestimmte Richtung ändern will, ist es wieder Kampf.
X: "Ja, das ist wahr, aber dennoch braucht ein Kämpfer ein Höheres Ziel, eine Motivation, einen Zweck/Nutzen um zu kämpfen.
Sonst ist es, wie ein leckeres Essen durchkauen und nicht runterschlucken, absolut unbefriedigend."
Y: "Lach, jetzt weisst du warum Kampf nicht funktioniert

Ich hab nämlich nicht behauptet, dass der Grund, dass das Ego eine Identität benötigt (und wir das zulassen) auch zufrieden macht.
Dazu möchte ich, dass du dir ein anderes Wort genauer ansiehst. unbe-fried-igend!
Kämpfen ist unbe-fried-igend, also kann keinen Frieden auffindbar machen. Deswegen glaubt ein Kämpfer an ein höheres Ziel, damit er dem Kampf einen Sinn gibt (und wenn es auch bloss ist, der Bessere zu sein), aber Sinn bedeutet für das Ego zu 100% nicht Frieden! Das geht nicht mit dem Ego, aber wie schon erwähnt, da geht es extrem in psychologische richtungen"
Die Sache ist, das es gar nicht mein Ego, sprich mein Geist und Verstand ist, sondern mein Naturell, mein Herz und mein Gefühl und mein innerer Wunsch, sprich meine Erfüllung.