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 Betreff des Beitrags: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Di 19. Jan 2010, 14:25 
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Hallo in die Runde.

Diese Frage stelle ich mir nun seit Jahren und Personen aus meinem Umfeld, verschiedene Meinungen, aber nichts befriedigte mich, nichtmal meine eigenen Gedanken dazu, deswegen habe ich mich hier angemeldet und schreibe ich es hier hin.

Der Kampf... ich bin vom Naturell her ein Kämpfertyp, in meinem momentanen Leben aber eher geistig.

Doch, das Dilemma des Kampfes geht mir nicht aus dem Sinn, was bringt einem der Kampf?
Einerseits kann er nicht falsch sein, da es einen Grund hat, warum es mein Naturell ist und in der Natur gibt es kein richtig und falsch.

Aber überall spiegelt sich wider, das Kampf nur Leid bringt, weil er ineffizient ist (dazu später mehr).
Wenn du zum Beispiel eine Charaktereigenschaft von dir ändern willst, ist es ein Kampf, da ich Wollen mit Kampf gleichsetze, da beides ein Nicht-akzeptieren des momentanen Zustandes ist.

Und, wie ist es, mit Charaktereigenschaften die man ändern will... das heißt doch, man ist nicht mit sich im Reinen, weil man sich nicht so akzeptiert wie man ist, aber man nur authentisch ist, wie man sich vollkommen akzeptiert.

Andererseits ist wie gesagt mein Naturell "Ich bin jemand, der Will", also habe ich da einen Widerspruch, das ich nur Sein kann, wie ich bin, andererseits, aber das Wollen ein Teil von mir ist, was aber das andere "Sein" wieder streitig macht.

Und nun zum Kampf, nehmen wir als erstes mein Fallbeispiel, ich war früher schüchtern und habe dagegen angekämpft, erst als ich es akzeptierte, hörte ich auf, in dem Maße schüchtern zu sein und habe nun den Zustand wo ich nur zurückhaltend bin bei neuen Menschen bin, aber nicht mehr schüchtern, aber hätte ich weiter dagegen angekämpft, wäre ich schüchtern geblieben... also war der Kampf zwecklos und hat mich eher daran festhalten lassen, was ich nicht wollte. Und so ist es mir mit anderen Eigenschaften auch ergangen.

Ebenso kämpfte ich jahrelang mit mir selbst, das ich einen Menschen bei mir halten wollte, der mir nahe stand, aber letztenends musste ich ihn doch loslassen und erst das akzeptieren brachte Frieden in mir und das Gleichgewicht.

Nehmen wir Hollywoodbeispiele wie 300 oder Braveheart, was brachten diese Beispiele der Freiheitskämpfer? Heute ist Schottland und Griechenland der gleiche Haufen an Menschen, wo anderswo auch.

Und das ist der Punkt... selbst, wenn man das Paradies schaffen würde, spätestens paar Jahrhunderte später, sähe es wieder aus wie Sau, wie heutzutage, weil die Menschen nicht daraus gelernt haben.
Was bringt es also für jemanden oder für die Menschen zu kämpfen?

Das einzige, was es tut, ist, das man ihnen letztenends Eigenverantwortung abnimmt, schafft man all das Leid aus der Welt, können sie Innerlich nie wachsen und zu der Erkenntnis kommen, das jeder selbst für sich Verantwortlich ist und dafür eintreten muss.

Es ist wie bei jemanden, der eine Phobie hat, beschützt man ihn einmal davon, ist er im Moment gerettet, aber wenn er wieder in die Situation kommt, braucht er dich und ist abhängig, man hat ihn mit der Hilfe also geschadet, da man ihn abhängig machte.
Hilft man ihm nochmal, gewöhnt er sich dran, und wenn man dann Nein sagt, ist man der Arsch, weil die Person denkt, ihm in Stich gelassen zu haben.

Das einzige, was ihm aber geholfen hätte, wäre, das er seine Phobie akzeptiert und nicht dagegen ankämpft, sondern akzeptiert und tut.

Aber warum ist mein Naturell dann der Kampf? Meine Willensstärke ist eigentlich meine einzige wirkliche Stärke, und die soll nun Falsch sein? Denn, wenn man akzeptiert, braucht man keine Willenskraft.

Und daher befinde ich mich im Dilemma, das ich mich fühle, als wäre ich falsch, weil ich eine unnütze Fähigkeit haben könnte, die am Ende sogar der Grund meiner Verdammnis sein könnte.

Aber in der Realität hat sich Akzeptieren bei mir als am pragmatischten und effizientesten herausgestellt, etwas, was einem viel mehr stärkt, anstatt sich an Problemen aufzureiben.
Einfach akzeptieren und daraus lernen und anpassen, statt Widerstand leisten.

Denn, egal wie sehr ich für etwas kämpfe, die Welt ändert sich erst dann, wenn jeder Einzelne sich bewusst wird und Nein sagt, ohne zu kämpfen.
Denn geschwächte Menschen, vom ewigen gesellschaftlichen und geistigen Kampf sind manipulierbar wie Marionetten, weil sie nicht in sich Ruhen und das bisherige (Vergangenheit, Wahrheit, Realität) Akzeptieren, sondern immernoch dagegen ankämpfen und daher im Jetzt keine Kraft haben Nein zu sagen, und gar nicht im Moment präsent sein können, weil viele Teile in ihnen, irgentwo im Kampf verwickelt sind.

Nur warum... habe ich dann dieses Naturell...

Ich würde mich über antworten freuen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Di 19. Jan 2010, 17:38 
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Hallo Zwork,

Das ist nun absolut nicht gegen dein Thema gemeint, aber es lässt mich immer wieder schmunzeln, dass ich auf viele Fragen auf einem philosophischen Forum entweder psychologische oder spirituelle Antworten haben.

Hierzu greife ich persönlich zum "Gesetz der Anziehung". Kampf GEGEN etwas kann nur mehr von dem erschaffen, wogegen man kämpft, weil man sich darauf konzentriert.
Weiterhin möchte das Ego eines 'Kämpfers' keinen direkten Sieg, sondern sucht den Kampf, weil er sich damit identifiziert. Deswegen fällt es ihm schwer, damit aufzuhören. Sogar FALLS sich das, wogegen er kämpft aufhören würde, würde er sich ein neues Feindbild schaffen, bloss um nicht aufzuhören, sich an seine Identität zu krallen.

Wenn du akzpetierst, lässt du los, du arbeitest mit Wu Wei, aber dazu müsste ich jetzt tiefer in den Daoismus greifen. doch auch andere spirituellen Richtungen werden dir erklären können, dass loslassen funktioniert.

Dass die Welt ein Paradies wird und dass dies nicht halten würde, daran glaube ich persönlich nicht. Hat der Mensch sich erst einmal entwickelt, seinem Ego nicht die Vorherrschaft zu geben, könnte es schon so bleiben. Das Problem ist eher, dass wir davon noch seeeeehr weit entfernt sind.


Liebe Grüsse


Shade

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Eines Tages wird die Wissenschaft beweisen, dass wir gar nicht existieren (Tahiti)


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Di 19. Jan 2010, 18:01 
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Damit unterstützt du meine These, das der Kampf naturgemäß mehr Nachteile mit sich bringt als Vorteile.
Ich weiß, das loslassen funktioniert, mir bereitet nur Kopfzerbrechen, das Kämpfen -nicht- funktioniert.

"Dass die Welt ein Paradies wird und dass dies nicht halten würde, daran glaube ich persönlich nicht. Hat der Mensch sich erst einmal entwickelt, seinem Ego nicht die Vorherrschaft zu geben, könnte es schon so bleiben. Das Problem ist eher, dass wir davon noch seeeeehr weit entfernt sind."

Ich meinte auch davon, das wenn einzelne Individuen das Paradies schaffen würde, es sich nicht halten könnte, weil die Menschen noch nicht soweit sind, selbst ihren Anteil dafür zu leisten, und man somit dafür nicht kämpfen muss, da das "Paradies" automatisch kommt, wenn die Menschen soweit sind und keiner mehr das Maskerade Spielchen mitspielt.

"Weiterhin möchte das Ego eines 'Kämpfers' keinen direkten Sieg, sondern sucht den Kampf, weil er sich damit identifiziert."

Ja, das ist wahr, aber dennoch braucht ein Kämpfer ein Höheres Ziel, eine Motivation, einen Zweck/Nutzen um zu kämpfen.
Sonst ist es, wie ein leckeres Essen durchkauen und nicht runterschlucken, absolut unbefriedigend.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Di 19. Jan 2010, 22:17 
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Beiträge: 64
Hallo Zwork,
mir sind einige Begriffe bei deinem Text sehr unklar. Wenn du Lust hast, kannst du die vielleicht noch etwas näher erläutern

Zwork hat geschrieben:
Der Kampf...

was ist das für dich?

Zwork hat geschrieben:
Naturell

was meinst du damit?
Zwork hat geschrieben:
Aber überall spiegelt sich wider, das Kampf nur Leid bringt,

was meinst du mit 'überall' inwiefern 'Leid'?
Zwork hat geschrieben:
... "Ich bin jemand, der Will", also habe ich da einen Widerspruch, das ich nur Sein kann, wie ich bin, andererseits, aber das Wollen ein Teil von mir ist, was aber das andere "Sein" wieder streitig macht.

????
spielst du auf die Willensfreiheit an? Die es ja bekanntlich gar nicht gibt :) Das weiß ja schon Schopenhauer. Vielleicht ist fuer dich der Unterschied zwischen 'Willensfreiheit' und 'Handlungsfreiheit' interessant.

Zwork hat geschrieben:
...Paradies schaffen würde,

was sollte das sein?
Zwork hat geschrieben:
...Meine Willensstärke ist eigentlich meine einzige wirkliche Stärke, und die soll nun Falsch sein?

wer sagt das?

Zwork hat geschrieben:
...meiner Verdammnis sein könnte.

das hört sich aber sehr christlich geprägt an?
ein Buchtipp: 'Jenseits von Gut und Böse' von Schmidt-Salomon

Zwork hat geschrieben:
... die Welt ändert sich erst dann, wenn jeder Einzelne sich bewusst wird und Nein sagt, ohne zu kämpfen.

die Welt soll sich ändern? wohin denn? und wer soll zu was Nein sagen?

Zwork hat geschrieben:
..Denn geschwächte Menschen, vom ewigen gesellschaftlichen und geistigen Kampf sind manipulierbar wie Marionetten, weil sie nicht in sich Ruhen und das bisherige (Vergangenheit, Wahrheit, Realität)

ewige ....Kampf? Wahrheit - was ist das? Realitaet - dito?
ist mir ein wenig zu geschwurbelt... geht es hier um dich oder um was geht's?

Zwork hat geschrieben:
...Jetzt keine Kraft haben Nein zu sagen, und gar nicht im Moment präsent sein können, weil viele Teile in ihnen, irgentwo im Kampf verwickelt sind.

Ja, wozu willst du denn dauernd Nein sagen, und wer ist 'Ihnen' und was für Teile...
Was für einen 'Kampf' meinst du denn? Geht es dir um innere und äußere Zwänge? Oder was? Werde doch mal ein bisschen konkreter

ein ratloses simpel


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Di 19. Jan 2010, 22:35 
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Beiträge: 201
Wohnort: Minett / Luxemburg
Hallo Zwork,

Auf zwei Punkte möchte ich dennoch kurz eingehen:

Zitat:
mir bereitet nur Kopfzerbrechen, das Kämpfen -nicht- funktioniert.


Warum bereitet dir das Kopfzerbrechen?
Die Geschichte hat uns über Jahrtausende gelehrt, was dabei herauskommt, wenn man kämpft, da müsste das Thema ja an sich ad acta gelegt werden können?

Zitat:
Ich meinte auch davon, das wenn einzelne Individuen das Paradies schaffen würde, es sich nicht halten könnte, weil die Menschen noch nicht soweit sind, selbst ihren Anteil dafür zu leisten, und man somit dafür nicht kämpfen muss


Öhm, da ist wieder das Wörtchen "Kampf". Glaubst du wirklich, dass man für das Paradies kämpfen kann?

Zitat:
Ja, das ist wahr, aber dennoch braucht ein Kämpfer ein Höheres Ziel, eine Motivation, einen Zweck/Nutzen um zu kämpfen.
Sonst ist es, wie ein leckeres Essen durchkauen und nicht runterschlucken, absolut unbefriedigend.


Lach, jetzt weisst du warum Kampf nicht funktioniert ;-)
Ich hab nämlich nicht behauptet, dass der Grund, dass das Ego eine Identität benötigt (und wir das zulassen) auch zufrieden macht.
Dazu möchte ich, dass du dir ein anderes Wort genauer ansiehst. unbe-fried-igend!

Kämpfen ist unbe-fried-igend, also kann keinen Frieden auffindbar machen. Deswegen glaubt ein Kämpfer an ein höheres Ziel, damit er dem Kampf einen Sinn gibt (und wenn es auch bloss ist, der Bessere zu sein), aber Sinn bedeutet für das Ego zu 100% nicht Frieden! Das geht nicht mit dem Ego, aber wie schon erwähnt, da geht es extrem in psychologische richtungen ;-)


Liebe Grüsse


Shade

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 00:25 
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Ich versuche es zu erklären, wenn es nicht deutlich genug ist, ruhig nochmals nachfragen.
Natürlich erkläre ich es gern näher.

"Kampf"

Herausforderung, sich messen, Willen, und teilweise benanntes nicht-akzeptieren der Zustände im Jetzt.

Wie bei Wettkämpfen oder Boxern, und ebenso geistig, gegen Teile, in sich selbst, wenn man gewisse Charaktereigenschaften ablegen/erweitern/ändern will.

"Naturell"

Etwas wie die eigene Essenz, die man tief in sich fühlt, die einem Brunnen gleicht, wo die Gefühle, Triebe, Neigungen und ähnliches entspringen.
Bei einer Katze ist das typische Naturell der Einzelgänger, der unabhängig ist und sich nicht dominieren lassen will, beim Hund ist es z.B. die Loyalität.

X: "Aber überall spiegelt sich wider, das Kampf nur Leid bringt"
Y: "was meinst du mit 'überall' inwiefern 'Leid'?"

Mit Überall meinte ich in jeglicher Form, ob Innerer Kampf oder Äußerer Kampf.
Mit Leid meinte ich meine Fallbeispiele, was dazu führt, wenn man nicht akzeptiert, das alte Wunden nicht heilen können und man somit im Moment geschwächt ist.
Ebenso, das man gegen Zustände ankämpft, die man nicht ändern kann, wie z.B. andere Menschen wachzurütteln, gegen ihren Willen funktioniert das nicht.
Auch, wenn man gegen Sucht ankämpft, und anstatt den Entzug zu ertragen, versucht das Gefühl der Sucht zu unterdrücken oder zu überlagern, wird das Suchtgefühl nur wesentlich verstärkt, weil es ein Verbot ist, ein "Gegen etwas".

X: ""Ich bin jemand, der Will", also habe ich da einen Widerspruch, das ich nur Sein kann, wie ich bin, andererseits, aber das Wollen ein Teil von mir ist, was aber das andere "Sein" wieder streitig macht."
Y: "????spielst du auf die Willensfreiheit an? Die es ja bekanntlich gar nicht gibt :) Das weiß ja schon Schopenhauer. Vielleicht ist fuer dich der Unterschied zwischen 'Willensfreiheit' und 'Handlungsfreiheit' interessant."

Nein, das meinte ich nicht, es geht um den Willen an sich, nicht ob man ihn hat, sondern ob es richtig ist zu Wollen. Denn einerseits steht der Willen gegen das Akzeptieren und Annehmen, andererseits kennst du es sicher, wenn man ein Spiel spielt und einem manchmal das gewinnen egal ist, auch der Sieg kein Spaß macht, und das ist doch dann sehr langweilig.
Aber man gewinnt am meisten, wenn man gar nicht gewinnen will, sondern einfach gelassen mitspielt und was kommt akzeptiert und sich dann darauf anpasst.

Und da das Wollen (Ich werde) ein Element von meinem Wesen/Naturell (Ich bin) ist, widerspricht es sich ja, denn entweder man läuft oder man steht, beides zeitgleich geht nicht.
Man muss eine Entscheidung treffen. Entweder du akzeptierst und lebst mit dem Charakterzug oder Sucht XY, oder du steuerst dagegen.

X: "...Paradies schaffen würde"
Y: "was sollte das sein?"

Nur eine Metapher für den Idealzustand.

X: "...Meine Willensstärke ist eigentlich meine einzige wirkliche Stärke, und die soll nun Falsch sein?"
Y: "wer sagt das?"

Die Effizienz, wenn Akzeptieren mehr Vorteile für das Individuum bringt, als der Kampf.

X: "...meiner Verdammnis sein könnte."

Y: "das hört sich aber sehr christlich geprägt an?
ein Buchtipp: 'Jenseits von Gut und Böse' von Schmidt-Salomon"

Auch nur eine Metapher. Und noch eine Metapher:
Wenn ich mit Akzeptieren 100 Einheiten weit komme und mit Kampf nur 10 Einheiten weiter,
wäre es meine Verdammnis, weil Variante A es weiter gebracht hätte.

X: "... die Welt ändert sich erst dann, wenn jeder Einzelne sich bewusst wird und Nein sagt, ohne zu kämpfen."
Y: "die Welt soll sich ändern? wohin denn? und wer soll zu was Nein sagen?"

Die Gesellschaft und das was im Argen liegt, siehe Mentalität der meisten Menschen, die ihnen und den anderen herum schadet.
Nein zur Selbstverleugnung. Ja, zur absoluten Selbstverantwortung.
(Besser kann ich es nicht im kurzen ausdrücken.)

X: "..Denn geschwächte Menschen, vom ewigen gesellschaftlichen und geistigen Kampf sind manipulierbar wie Marionetten, weil sie nicht in sich Ruhen und das bisherige (Vergangenheit, Wahrheit, Realität)"
Y: ewige ....Kampf? Wahrheit - was ist das? Realitaet - dito?
ist mir ein wenig zu geschwurbelt... geht es hier um dich oder um was geht's?

Normen, Indoktrination, Medienmanipulation, gesellschaftliche Gehirnwäsche, ob es nun Konsumgier, Modetrends oder sonstiges ist.
Wahrheit = z.B. zurückliegende Traumen, Taten und Erinnerungen, die verdrängt, statt aufgearbeitet wurden.
Realität = jetzige Umstände, das Dinge nicht realisiert werden, die real sind.
Siehe Mobbing und die Auswirkungen, die nicht realisiert werden.
Oder Familien, die ihren Frust in der Familie abladen.

X: "...Jetzt keine Kraft haben Nein zu sagen, und gar nicht im Moment präsent sein können, weil viele Teile in ihnen, irgentwo im Kampf verwickelt sind."
Y: "Ja, wozu willst du denn dauernd Nein sagen, und wer ist 'Ihnen' und was für Teile...
Was für einen 'Kampf' meinst du denn? Geht es dir um innere und äußere Zwänge? Oder was? Werde doch mal ein bisschen konkreter"

Ihnen = Mensch allgemein.
Teile = Dinge, die den Menschen bzw. deren Unterbewusstsein beschäftigen, siehe vergangene Konflikte, die nicht aufgearbeitet wurden.
Es geht um den selbstauferlegten Zwang einem Bild zu entsprechen, das die Gesellschaft und/oder das Individuum selbst vorgibt, das es das zu haben habe.

X: " mir bereitet nur Kopfzerbrechen, das Kämpfen -nicht- funktioniert."
Y:"Warum bereitet dir das Kopfzerbrechen?
Die Geschichte hat uns über Jahrtausende gelehrt, was dabei herauskommt, wenn man kämpft, da müsste das Thema ja an sich ad acta gelegt werden können?"

Ich rede von Kampf, nicht von Krieg.
Kampf ist wie erwähnt Wollen, wenn du etwas willst, und sei es nur das Gewinnen in einem Spiel, ist es Kampf. Aber das Beispiel mit dem "Gewinnen egal = besseres Ergebnis" sehe ich in der Realität auch bei anderen oft.

X: "Ich meinte auch davon, das wenn einzelne Individuen das Paradies schaffen würde, es sich nicht halten könnte, weil die Menschen noch nicht soweit sind, selbst ihren Anteil dafür zu leisten, und man somit dafür nicht kämpfen muss"
Y: "Öhm, da ist wieder das Wörtchen "Kampf". Glaubst du wirklich, dass man für das Paradies kämpfen kann?"

Das ist die Frage, ob man überhaupt dafür aktiv, außer nur in sich selbst, dafür sorgen kann, das es zustande kommt, alles, wo man andere versucht zu überzeugen, weil das ist ein Eingriff, das man ihn in eine bestimmte Richtung ändern will, ist es wieder Kampf.

X: "Ja, das ist wahr, aber dennoch braucht ein Kämpfer ein Höheres Ziel, eine Motivation, einen Zweck/Nutzen um zu kämpfen.
Sonst ist es, wie ein leckeres Essen durchkauen und nicht runterschlucken, absolut unbefriedigend."

Y: "Lach, jetzt weisst du warum Kampf nicht funktioniert ;-)
Ich hab nämlich nicht behauptet, dass der Grund, dass das Ego eine Identität benötigt (und wir das zulassen) auch zufrieden macht.
Dazu möchte ich, dass du dir ein anderes Wort genauer ansiehst. unbe-fried-igend!
Kämpfen ist unbe-fried-igend, also kann keinen Frieden auffindbar machen. Deswegen glaubt ein Kämpfer an ein höheres Ziel, damit er dem Kampf einen Sinn gibt (und wenn es auch bloss ist, der Bessere zu sein), aber Sinn bedeutet für das Ego zu 100% nicht Frieden! Das geht nicht mit dem Ego, aber wie schon erwähnt, da geht es extrem in psychologische richtungen"

Die Sache ist, das es gar nicht mein Ego, sprich mein Geist und Verstand ist, sondern mein Naturell, mein Herz und mein Gefühl und mein innerer Wunsch, sprich meine Erfüllung.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 02:01 
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Zwork hat geschrieben:
"Kampf"

Na, ja Zwork. Es würde vielleicht helfen wenn du dich mit dem beschäftigst was Menschen (im folgenden: wir) schon wissen
Wir sind ja nicht aus der Luft gefallen, sondern das vorläufige Ergebnis einer langen Entwicklung. Viele Verhalten sind aus dieser Entwicklung heraus sehr gut erklärbar.
Zwork hat geschrieben:
"Naturell"...eigene Essenz

ich glaube dir dir deine Gefühle - hier gilt ebenfalls: Es ist schon einiges zur Entstehung bekannt. Eine 'Essenz' wurde allerdings bisher nicht gefunden ;) Alle Ergebnisse der modernen Hirnforschung weisen auf eine Einheit von Gehirn und Körper
Zwork hat geschrieben:
Mit Überall meinte ich in jeglicher Form, ob Innerer Kampf oder Äußerer Kampf.

'Kampf' ist ein sehr wertender Begriff. Was du als 'Kampf' empfindest, ist es für andere vielleicht gar nicht.
Zwork hat geschrieben:
Leid ...man nicht akzeptiert, das alte Wunden ... man somit im Moment geschwächt ist.

Auch 'Leid' ist eine Wertung die nicht ohne weiteres verallgemeinert werden kann.

Zwork hat geschrieben:
...Menschen wachzurütteln, gegen ihren Willen funktioniert das nicht.

richtig :) - wie wäre es damit, erstmal sich 'wach zu rütteln'?

Zwork hat geschrieben:
... gegen Sucht ankämpft, und anstatt den Entzug zu ertragen,
hmm, das ist doch etwas sehr verallgemeinert.

Zwork hat geschrieben:
Nein, das meinte ich nicht, es geht um den Willen an sich, nicht ob man ihn hat, sondern ob es richtig ist zu Wollen.

'...richtig ist zu Wollen?', da kannst du auch fragen: 'ist es richtig zu atmen?'
Zwork hat geschrieben:
Aber man gewinnt am meisten, wenn man gar nicht gewinnen will, sondern einfach gelassen mitspielt und was kommt akzeptiert und sich dann darauf anpasst.

Zum einen bezweifle ich das in der allgemeinen Darstellung, zum andern, was hindert dich etwas zu wollen, alles dafür zu tun, dich so gut du kannst dafür einzusetzen, dein Bestes zu geben - und dann zu schauen ob du bekommst was du willst. Wenn nicht, es nochmal zu versuchen, mit einer anderen Strategie?
Zwork hat geschrieben:
Man muss eine Entscheidung treffen. Entweder du akzeptierst und lebst mit dem Charakterzug oder Sucht XY, oder du steuerst dagegen.

Ich? Man? Du? von wem redest du eigentlich?
Ich will etwas - das ist mein Ziel, mein Gefühl hilft mir mein Ziel zu finden, ich unterteile den Weg dorthin in Etappen, da ich mein Ziel kenne, kann ich meine Prioritäten setzen und bin motiviert.

Zwork hat geschrieben:
Nur eine Metapher für den Idealzustand.

den gibt es nicht, genauso wenig wie 'das GUTE' oder 'das Böse'

Zwork hat geschrieben:
Die Effizienz, wenn Akzeptieren mehr Vorteile für das Individuum bringt, als der Kampf.
Hast du dafür irgendwelche Belege? (die über deine persönlichen Erfahrungen hinaus gehen)
Viele wollen mit dem Rauchen aufhören können aber nicht. Sie haben also wegen innerer oder äußerer Zwänge keine Handlungsfreiheit.
Zwork hat geschrieben:
Die Gesellschaft und das was im Argen liegt,

'die Gesellschaft' gibt es nicht. Alle anderen sind Idioten?

Zwork hat geschrieben:
Normen, Indoktrination, Medienmanipulation, gesellschaftliche Gehirnwäsche, ob es nun Konsumgier, Modetrends oder sonstiges ist.

mach halt nicht mit

hier hör ich mal auf. Das ist mir alles viel zu 'wage' zu 'die große Weltverschwörung schlägt zu'
Wir leben in einer komplizierten Welt und ich gebe dir Recht, es gibt schlimme Dinge auf der Welt und vieles ist nicht leicht zu durchschauen. Jede Situation ist anders und vielschichtig. Jede Situation muss einzeln beurteilt und begutachtet werden. Einfache Lösungen gibt es nicht. Die eigenen Probleme auf irgendwelche 'Indoktrination' zu schieben... dir steht das Internet, Bibliotheken, Zeitungen und .... zur Verfügung.

Um was genau geht es dir eigentlich?


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 14:38 
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Du verstehst nicht, was ich meine, du pickst einzelne Wörter heraus, aber verstehst nicht den Kontext, die Grundaussage. (das ist nicht negativ wertend gemeint)
Und, wenn du den Kontext nicht wahrnehmen kannst, kannst du mir auch keine neuen Anstöße geben.

Meine ganzen Worte ringsherum sollten nur als indiskutable Gedankenbrücke dienen, was ich meinte mit
"Kampf vs. Akzeptieren".

Ich weiß, das weder Gut noch Böse defakto existiert, mir ging es um das, was effektiver ist als Lebenseinstellung, aber ebenso, ob es richtig ist, wenn man eine Lebenseinstellung hegt, die wider dem eigenen Naturell ist, aber es effizienter und pragmatischer scheint.

Entweder, wenn du meinen ersten Post liest, weißt du sofort was ich meine und kannst es einkategorisieren, oder es entzieht sich deinem Verständnis und deine nachfragen beweisen eben, das es sich das Thema auf einer anderen Ebene befindet, die sich deinem Verständnis entzieht. (Was auch wieder nicht negativ wertend gemeint ist)
Ich danke dennoch für dein Interesse.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 16:13 
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Beiträge: 64
Ich denke, ich verstehe schon was du meinst.

Nach meiner Ansicht gehst du von 'nicht statthaften' Voraussetzungen aus.

Auch in der Philosophie gibt es Regeln, z.B. eine ordentliche Wortdefinition.

Wenn deine Frage mehr einen psychologischen Charakter hat ist es für eine Antwort - soll sie einen Sinn haben - ebenfalls zwingend bestimmte Voraussetzungen einzubeziehen. Und diese Voraussetzungen kommen aus der Biologie und Psychologie

Zwork hat geschrieben:
... eine Lebenseinstellung hegt, die wider dem eigenen Naturell ist, aber es effizienter und pragmatischer scheint....

Das ist imo dein erster Denkfehler - niemand kann eine 'Lebenseinstellung' die wider dem eigenen 'Naturell' ist haben, höchstens kann er anders handeln, und das 'Wollen' zu können kann er auch nicht aus der Luft zaubern. Er hat es, oder hat es nicht
Ein Beispiel:
Jemand ist 'homosexuell' - das wäre sein 'Naturell'. (woher das kommt ist hier ohne Bedeutung)
Seine Erziehung ist streng katholisch und eine Homosexualität (der Wunsch) zu leben ist nach diesen 'Memen' nicht zulässig.
Dieser Mensch hat soviel 'innere und äußere' Zwänge, dass er seinem Wunsch (seine Homosexualität zu leben) nicht nachkommen kann. Der 'Wunsch' - sein Naturell bleibt bestehen. Je nachdem welche Grundvoraussetzungen diese Mensch hat wird er mit der Diskrepanz Wunsch-Zwänge anders umgehen.
Auch hier hat er keine 'Wahl' so, wie du keine Wahl hast ob du deinen Willen akzeptierst oder nicht

"Der Mensch kann zwar tun was er will, aber nicht wollen was er will." (Schopenhauer)

Da 'deine Ebene eine andere ist', werde ich dich von meiner aus nicht mehr belästigen. :)


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 16:27 
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Registriert: 19.01.10
Beiträge: 11
"Auch in der Philosophie gibt es Regeln, z.B. eine ordentliche Wortdefinition."

Deswegen wies ich darauf hin, dass es Gedankenbrücken sind, die man nur wahrnimmt, wenn man den Kontext dahinter versteht.

"Akzeptieren vs. Kampf" - nur in dem Kontext kann die Regel gelten, da das nur der Diskussionspunkt ist.

"Das ist imo dein erster Denkfehler - niemand kann eine 'Lebenseinstellung' die wider dem eigenen 'Naturell' ist haben, höchstens kann er anders handeln, und das 'Wollen' zu können kann er auch nicht aus der Luft zaubern. Er hat es, oder hat es nicht."

Natürlich kann er es.
Nehmen wir mein Beispiel mit dem Kampf.
Nehmen wir einen Krieger, sein Naturell kann der Kampf sein, er kann aber seine Lebenseinstellung ändern, und die Waffen niederlegen und aufhören zu kämpfen, obwohl es sein Naturell bleibt.

Ich rede auch nicht von Zwängen, wie gesagt, es diente nur zur Ausschmückung.

Bei deinem Beispiel kann der Homosexuelle dennoch eine Lebenseinstellung haben, das Homosexualität falsch ist, obwohl er das naturell dazu hat.

""Der Mensch kann zwar tun was er will, aber nicht wollen was er will." (Schopenhauer)"

Das ist teilweise wahr, er kann zwar nicht mit dem Willen entscheiden, was er will, aber er kann sich bewusst entscheiden, nicht mehr zu wollen, wenn es soweit ist.
Sonst würde der Buddhismus mit dem Loslassen des Wollen nicht funktionieren.
Natürlich hat man die Wahl, ob man seinen Willen akzeptiert oder nicht, ein Triebtäter oder Süchtiger hat die Wahl, ob er seinem Willen und Drang nachgibt oder nicht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 17:45 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
Naturell = Von Natur aus mitgegeben!

Zweiter Denkfehler!
Krieger zu sein ist kein Naturell, man wird nicht als Krieger geboren, sondern höchstens dazu
gemacht.

meint m.f.g. plotin

_________________
Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 17:47 
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Wohnort: Minett / Luxemburg
Zwork hat geschrieben:
Ich weiß, das weder Gut noch Böse defakto existiert, mir ging es um das, was effektiver ist als Lebenseinstellung, aber ebenso, ob es richtig ist, wenn man eine Lebenseinstellung hegt, die wider dem eigenen Naturell ist, aber es effizienter und pragmatischer scheint.


Hallo Zwork,

Auf diesen Aspekt möchte ich nun doch noch gerne eingehen, da er einen grossen Denkfehler besitzt - aber immer noch, es geht hier nicht um Philosophie sondern um Psychologie.

Dein Naturell - wie das eines jeden - ist es, loszulassen und zu akzeptieren.

Es ist dein Ego, der sich als Kämpfer identifiziert, und zu erklären, du seist ein Kämpfer bedeutet, dass du deinem Ego und nicht deiner Psyche (also nicht deinem Selbst) das Steuer deines Lebens überlässt. Das Ego aber ist bloss darauf aus, getrennt, anders und wenn möglich besser, nicht aber in Frieden mit sich zu sein.


Liebe Grüsse


Shade

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 20:32 
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Registriert: 19.01.10
Beiträge: 11
"Naturell = Von Natur aus mitgegeben!
Zweiter Denkfehler!
Krieger zu sein ist kein Naturell, man wird nicht als Krieger geboren, sondern höchstens dazu
gemacht."

Kein Denkfehler, Soldaten werden zu Soldaten gemacht und nicht dazu geboren.
Wahre Krieger sind es von Geburt an, ich habe das in mir seit ich Denken kann und keinerlei Erziehung oder Prägung oder Erfahrung in diese Richtung in der Kindheit ist erfolgt.

"Dein Naturell - wie das eines jeden - ist es, loszulassen und zu akzeptieren.
Es ist dein Ego, der sich als Kämpfer identifiziert, und zu erklären, du seist ein Kämpfer bedeutet, dass du deinem Ego und nicht deiner Psyche (also nicht deinem Selbst) das Steuer deines Lebens überlässt. Das Ego aber ist bloss darauf aus, getrennt, anders und wenn möglich besser, nicht aber in Frieden mit sich zu sein."

Das Naturell kann man nicht beeinflussen, das ist wie gesagt wurde von Natur aus mitgegeben, wie verschiedene Neigungen, ob einer lieber redet, der andere lieber mit seinen Händen werkelt oder der andere sonstwas tut, ebenso ist der Geschmack eine naturelle Sache, was einem gefällt.

Es ist nicht psychologisch, vielleicht nicht philosophisch, vielleicht ist es spirituell.
Aber mein Ego identifiziert sich nicht durch Kampf, das Ego hat es ja das Leben lang unterdrückt,
aufgrund Ego Dogmen und Tabus wie z.B. Moral und Gut&Böse Denken.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 21:00 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
Ich will an deinen Worten nicht zweifeln, doch was ist oder sind "wahre Krieger??"

fragt m.f.g. plotin

_________________
Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Der Kampf und der Willen und das Akzeptieren
BeitragVerfasst: Mi 20. Jan 2010, 21:43 
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Registriert: 01.07.09
Beiträge: 201
Wohnort: Minett / Luxemburg
Hallo Zwork,

So langsam stelle ich mir die Frage, ob du wirklich Denkanstösse möchtest oder nur Bestätigung suchst.

Du kannst nicht vom Ego sprechen und ausschliessen, dass es hier um Psychologie geht.
Und auch in der Spiritualität würde dir niemand deine Version des Egos abnehmen.

Aber wenn du auf deiner Ansicht über Ego und Naturell beharrst, zeigt das mir persönlich ja nur, "wer" bei dir am Steuer sitzt. Und gegen ein solches Ego kommt man nicht an.

Verabschiedende Grüsse


Shade

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Eines Tages wird die Wissenschaft beweisen, dass wir gar nicht existieren (Tahiti)


  
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