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 Betreff des Beitrags: Das Zimmer
BeitragVerfasst: 13. Februar 2008, 20:32 
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Registriert: 13. Februar 2008, 20:26
Beiträge: 1
Das Zimmer

Jemand hat einmal gesagt "Das Leben ist eine Reihe von Zimmern und
die Menschen in diesen Zimmern beeinflussen unser weiteres Leben"

Ich hörte diesen Satz vor einer langen zeit einmal. Er brachte mich zum nachdenken
In wie fern wir unser eigenes leben steuern.
Haben wir überhaupt die macht unser Leben zu zu lenken oder tun dies Andere für uns.

Wir kommen auf die Welt als leere Hülle ohne Weltbild, Moralische Wertvorstellung
oder jenes moderne Wissanschaftliche Weltbild.
Wir lernen von anderen, Sie sind es die uns die Welt erklären wie sie zu funktionieren hat.
Zu funktionieren hat! Wir übernehmen ohne darüber nachzudenken ein Bild von Moral und Ethik
von unseren Eltern und Lehrern. Es ist nicht unser Bild, wir haben die Welt nicht selber entdeckt
Es ist ein Übertragenes Wissen welches wir als richtig zu erachten haben.

Mit dem Vorwissen was Gut und was Böse ist betreten wir dann das Zimmer der Schulbildung.
Wo wir wieder Mitschüler treffen die vielleicht ein abweichendes Weltbild aufgrund ihrere Erziehung oder ihrer Ethnischen abstammung besitzen.
Nun trifft das fundamentalierte Weltbild unseres Elternhauses auf das der Schule.
Unsere Hülle wurde nun langsam gefüllt mit Gedanken und Ewartungen die unsere Eltern an uns richteten.
Die Schulzeit ist die Zeit im Leben die uns am meisten beeinflusst.
Wir sitzen in einem Zimmern mit 20 schülern und einem Lehrer, wo jeder von ihnen uns auf eine andere Art und Weise beeinflusst.
Gesetze der Mathematik,Physik,Chemie und der Sprachen. All dieses nehmen wir in uns auf. Es Formt uns ohne das wir es eingeständig in Frage stellten
oder entdeckten. Wie ein Computer der mit information gefüttert wird.
Bis Dato haben wir unser Leben nicht selbst in die Hände genommen. Wir wurden geführt mit geschlossenen Augen. Eltern, Lehrer und Freunde die uns erklärten wie unser System in dem wir leben zu funktionieren hat.
Selbst unsere Berufswunsch wird von den Vorstellungen unserer Eltern beeinflusst sie wollen das wir etwas Großes werden und das wir jenes erreichen müssen.
Es wurde uns eingetrichtert kein Handwerker zu werden sondern Arzt. Wer von uns kam denn schon selbst auf die Idee Arzt zu werden oder sonst irgendetwas von Bedeutung.
Von Bedeutung. Ein Arzt zu sein hat mehr bedeutung laut unserer (zumindestens meiner) Wertvorstellungen als ein Handwerker. Jeder kann sich selbst ein Urteil darüber bilden.

Und nun nach unserer Schulzeit betreten wir das Zimmer des Arbeiters. Des Erwachsenen.
Die meisten von uns Sitzen nun in ihrem Büro und erledigen ihren Job. Wie kamen wir in dieses Zimmer. Trafen wir selbst diese Entscheidung?
Oder traf diese Entscheidung jemand anderes. Vielleicht wären wir glücklicher gewesen als Handwerker, ein guter ehrlicher Job. Man kommt abends nach Hause abgekämpft von
Körperlicher Arbeit und fühlt sich dennoch gut. Weil man etwas von Bedeutung geleichstet hat, man saß nicht in seienm Büro und jonglierte mit Zahlen,nein, man half ein Haus zu bauen in dem Menschen wohnen. Warum sollte der Beruf des Arztes oder Anwalts erstrebenswerter sein als der des Handwerkers.

Man fragt sich doch wer unser Leben lenkte. Waren es andere die die Entscheidungen trafen oder waren es die Menschen um uns rum die uns beeinflussten und lenkten. In wie fern traf man eigenständige Entscheidungen und ignoriert was um einem rum als wichtig erarchtet wurde.
Wenn das Leben eine Reihe von Zimmern ist und die Menschen uns beeinflussen sind wir selbst nur Copie des anderen die sich das rauspickte was für ihn am besten war.

Ich habe den Text auf einer Philo page entdeckt was haltet ihr davon? Würde mich echt mal interessieren in wie weit er recht hat


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Februar 2008, 11:12 
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Registriert: 4. Oktober 2007, 13:33
Beiträge: 154
Nicht schlecht... aber ich frage mich ob wirklich andere wirklich
bewusst Entscheidungen für uns treffen. Möglicherweise ja und
besonders in den ersten Lebensjahren da ist das ja durchaus auch sinnvoll.
Aber irgendwann betritt man ein Zimmer wo einem selbst die
Möglichkeit geben wird selbst Entscheidungen treffen zu können.
Wann das in unserem Leben passiert hängt m.E. stets mehr von
unserer Lebenssituation und unserem Umfeld ab.
Verlieren wir sehr früh die Personen, die bisher für uns bestimmt
haben, so wird es uns eher gelingen erfolgreich für uns selbst zu
etscheiden und zu handeln, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat.
Einem Kleinkind von 2Jahren wird das bedingt durch seine Entwicklung
freilich nicht gelingen. Es muss also eine gewisse Grundkomplexität im
Denken vohanden sein. Denn erst das Denken eröffnet uns die Möglichkeit
entscheidungsrelevante verschiedene Lösungen zu finden und diese dann
auch umzusetzen denke ich.
Wer niemals über sein Leben nachdenkt wird wohl eher von anderen beeinflusst.
Warum sind denn sonst unter toalitären politischen Systemen die
Philosophen und Philosophierenden derart bedrägt oder gar verfolgt worden?
Ich denke dass einer der Schlüssel des grossen Schlüsselbundes ein selbstbestimmtes
Leben zu führen in der Tat in der Philosophie liegt, denn diese kann durchaus nicht
selten zum Nachdenken über das eigene mehr oder weniger (selbstbestimmte) Leben
anregen...
Es wird es immer eine Wechselbeziehung zwischen den Menschen geben,
und zwar solange es Menschen gibt.

_________________
Wir müssen unseren Mitmenschen immer noch die Möglichkeit
lassen, aus jenen Schubladen zu klettern, in die
wir sie vorher selbst hinein gesteckt haben.

(c) by sternstaub 2008


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. März 2008, 01:51 
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Registriert: 26. März 2008, 00:15
Beiträge: 4
na ja in dem Text wird alles so hingestellt als gäbe es so etwas wie den einzelnen Frei denkenden Menschen gar nicht,kein Individium Mensch??!
Also ich Denke das Menschen sich nicht nur berieseln lassen und alles einsaugen um dies dann ohne darüber nachzudenken zu übernehmen!
ansonsten gäbe es ja auch keine streitereien!Abgesehen davon denkt doch ein Mensch wenn er eigenständige Handlungen vollzieht,er erzielt auch eigene Ergebnisse!
spätestens ,wie dies ja auch im Text beschrieben wird,wenn das Anerzogene oder wie auch immer genannte Elterliche Weltbild auf das von Mitschülern,Lehrern usw stößt und differenzen entstehen,beginnt doch ein Mensch zu differenzieren und darüber nachzudenken!
Werte,Normen die Bildung der eigenen Meinung,dies hängt doch alles von den Eindrücken/Umwelteinflüssen etc. die wir bis dahin erlebt und "be/verarbeitet haben ab.
Die Menschen in den Zimmern,oder Lebensabschnitten formen,lehren einen,wenn man nur übernimmt,dann lebt man doch nicht!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 28. März 2008, 01:08 
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Registriert: 24. März 2008, 09:18
Beiträge: 51
Wohnort: Celle
Ich denke die Meinung mit den "vorgekauten Entscheidungen" ist wenn überhaupt nur zum Teil richtig, denn meiner Meinung nach bekommen wir in den ersten Lebensjahren nicht nur feste Meinungen eingeprägt, sondern auch die Werkzeuge und Maßeinheiten (Werte und Normen eben), mit denen wir lernen umzugehen. Wir lernen dann im Laufe der Jugend durch Erfahrungen (entweder durch Ereignisse oder eben durch andere Menschen/Meinungen) mit diesen Umzugehen und formen damit letztendlich unseren Verstand, mit dem wir selbst Entscheidungen treffen, die unserem Sinne entsprechen. Wir werden dann eben höchstens noch beeinflusst, aber nicht vollkommen kontrolliert.

Am besten erklärt dieses nach meiner Meinung die Transaktions-Analyse, ein Verfahren aus der Psychologie, welches den Geist des Menschen in 3 Teile unterteilt:

  • Das Eltern-Ich: Sozusagen das "Gewissen", also die Werte und Normen, die wir in unserer Kindheit erlernt haben (nicht nur von unseren Eltern, sondern auch von anderen Personen). Diese Werte sind sehr fest verankert, lassen sich aber durch einen aktiven Denkvorgang hinterfragen.
  • Das Kindheits-Ich: Dies sind die Gefühle, die sich aus unseren Bedürfnissen und Wünschen heraus ergeben und welche auch ihren Ursprung in der Kindheit haben. Wenn man zum Beispiel etwas unbedingt haben will und dafür etwas dummes tut, so war das Verlangen wohl schuld daran (bzw. zu geringe Selbstbeherrschung.
  • Das Erwachsenen-Ich: Dieses "Ich" ist das einzige, welches erst nach einiger Zeit anfängt, sich zu bilden (ich glaube es war so ab den 1. oder 2. Lebensjahr). Es ist quasi der Verstand, den wir haben. Das Erwachsenen-Ich wägt alles ab und Entscheidet, was wir tun oder eben welche Meinung wir haben, in dem es die Einflüsse der anderen beiden "Ichs" abwägt und eben aktiv nachdenkt (was wir dann auch als Denken wahrnehmen). Wenn etwas anders läuft als geplant, so liegt das dann daran, das eins der anderen "Ichs" an dem Erwachsenen ich vorbei durch kam.

Je nachdem, wie sehr man sein Erwachsenen-Ich ausprägt (bzw trainiert), sind wir weniger beeinflussbar und haben mehr uns selbst unter Kontrolle, eben auch unser Denken.

Bei mir ist es so, dass ich durch meine Eltern und eben meine Kindheit sehr viele Werte mit bekommen habe, aber durch Lektüre und eben durch das Philosophieren (Platt: das Drüber Nachdenken) habe ich meine Werte selbst überarbeitet und bin eben nicht durch die Menschen in den Räumen blind kontrolliert worden ^^

_________________
Der Mensch ist kein Produkt der Umstände,
die Umstände sind ein Produkt des Menschen


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