O.K. Ich gehe mit, mit dem was du sagst, dass die zeitlichen >Einordnungen<, welche der Mensch aufgrund seiner Unvollkommenheit macht, keine getrennten Dimensionen sind. Positiv: Es existiert ein "Zeitkontinuum", in welchem >Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft< gleichzeitig sind. (Das würde ich in diesem Kontext übrigens als "Welt" bezeichnen)
Ich schließe daraus, dass es tatsächlich gar keine Zeit gibt. Denn nach obiger Annahme bräuchte keine Zeit verstreichen - Es
ist ja bereits alles. Es wird nichts und es vergeht nichts, denn alles was war ist (noch), und alles was sein wird ist (schon) auch.
Im Hinblick auf diese Folgerung, erscheint es mir aber problematisch das Wort "Kausalität" durch "Beeinflussung" oder "Zusammenspiel" zu ersetzen. Mir scheint als ob die >Kausalität< eine, wie ich bei dir auch durchklingen hörte, Bedingung unserer Erfahrung überhaupt (Kant) ist: Eine Kategorie unserer Wahrnehmung und unseres Denkens, da der Mensch, aufgrund seiner Unvollkommenheit, nicht anders kann als die Welt derart wahrzunehmen. Gut - demnach ist der ontische Satus der Kategorie "Kausalität" genauso einer wie der der Kategorien "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft".
Ich schließe daraus, dass es tatsächlich gar keine Kausalität gibt. Denn nach obiger Annahme bräuchte nichts werden und nichts vergehen, es existiert bereits alles, was je >passieren wird< bzw. >was geschah<. Es ändert also nichts, dass Wort "Kausalität" durch ein anderes zu ersetzen, denn faktisch gibt es nichts derartiges, wie auch immer man es nenen mag.
Was wir dann hätten wäre eine preformierte Welt, in der alles bereits angelegt ist. Ich will hier keine deterministische Debatte führen, doch es scheint, als ob du dann ein Freiheitsproblem hast, sofern du diese irgendwie retten willst.
