Philosophie-Forum.com
Aktuelle Zeit: Fr 30. Jul 2010, 03:25

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 18 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Zeit?
BeitragVerfasst: Sa 29. Aug 2009, 15:30 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 04.05.09
Beiträge: 13
Da stimme ich dir einerseits zu, wenn du sagst Zeit gibt es nicht (sei kein Ding) und andererseits widerspreche ich insofern, als das Zeit dann stattfindet, wenn man die Ewigkeit (das "nicht vorhandene" Zeitlose) in Abschnitte unterteilt. Sobald man dies tut, wird Zeit zu einem Begriff, einem Ding und etwas über das man beliebig verfügen kann. Die Verfügung ist dabei allerdings ebenso illusorisch wie z.Bsp. ein freier Wille. Zeit wird zu einem Ding, wenn man einen Augenblick oder das Jetzt aufspaltet. So wie eigentlich Alles zu Etwas wird, wenn man das Eine auftrennt. Erst durch die Spaltung wird aus einer allseits bestimmenden Einheit eine allgegenwärtige Vielfalt. Alles und Nichts sind nach dieser Überlegung ein und dasselbe. Oder auf die Zeit umgemünzt wird sämtliche jemals zur Verfügung stehende Zeit zu einem einzigen Moment, wenn man sie als geschlossene Einheit begreift. Nach menschlichem Ermessen findet dieser Moment nicht statt, weil wir unfähig sind das Geschehen des Kosmos als einzigen Moment wahrzunehmen. Und dennoch ist er der einzig reale Moment, da er die Grundlage aller Zeitabschnitte bildet. Ohne die allem zugrundeliegende, zeitlose Ewigkeit könnte es keine wahrnehmbaren Zeitabschnitte geben.

_________________
Bild


  
Nach oben
 Profil  
 

Die Werbung wird nicht durch www.philosophie-forum.com bereitgestellt sondern durch Google. Besucher dieser Links werden gebeten sorgfältig mit den angebotenen Produkten/Seiten umzugehen.
 
 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Zeit?
BeitragVerfasst: So 30. Aug 2009, 02:32 
Offline

Registriert: 13.07.09
Beiträge: 32
Hallo

Was ist zeit? eine Interesante frage. Ich persöhnlich finde wie manche von euch das "zeit" im sinne von stunden oder ähnlichem nicht existent ist. Vom Menschen geprägte begriffe unterliegen schlciht generel auch den grenzen die wir haben. Für mich persöhnlich ist Zeit eher mit dem Raum gleich zu setzen. Nicht die zeit schreitet voran und der Raum verändert sich, sonder (meiner meinung nach) verändert sich der Raum und schaft dadurch für uns die Illusion Zeit. Diese denken ist bei mir relativ neu daher fällt es mir schwer meine gedanken in sinnvolle worte zu Kleiden, aber ich versuche es dennoch.

Stellt man sich den raum in dem wir uns befinden als Einheit vor, ich gehe einfach mal von einem beliebig geartetem zunächst leeren raum aus. Stelle ich mich in diesen Raum sehe ich nichts(auser eventuelle veränderungen an mir je nach dem welche auswirkungen der raum auf mich hat), nehme ich mir einen Apfel (das woher ist egal es soll nur erklärend wirken. Meinetwegen von "gott" oder durch meine gedanken geschaffen) sehe ich diesen Apfel, augenscheinlich hat sich für mich der Raum verändert. Gehe ich nun Jedoch mit dem Apfel aus diesem Raum Herraus existiert der raum auch wenn ich ihn nicht wahrnehme und er selbst hat sich auch nicht verändert.(je nach auswirkungen des raumes ebend nur ich bzw der apfel).

Je nach raum könnte sich zeit auch unterschiedlich für uns äuser oder z.b auch garnicht existieren, weil der Raum selbst keine änderungen zulässt. Sprich zeit entsteht für mich gesprochen, nur dadurch das ich, veränderungen unterwerfen bin die dem Raum zugrundeliege in dem ich wandel,würde ich nun auserhalb eines jeden Raumes existieren glaube ich nicht das es für mich tatsächlich eine rolle spielen würde wieviel "zeit" für die SAchen in den Räumen vergeht.

(Der raum ist hierbei für mich eine Hülle sprich zerfällt z.b unser universum ist der Raum in dem es sich befand immer noch da aber nicht ausgefüllt.)


  
Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Zeit?
BeitragVerfasst: Mo 26. Okt 2009, 20:47 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 22.05.09
Beiträge: 13
Zeit stimmt schon ein im Grunde sehr komplexes Thema. Vor einiger Zeit habe ich mal für meine Homepage meine Stellung dazu in einem Text geäußert.

Zitat:
Zeit ist an sich ein sehr großes komplexes Thema. So kann man zum einen natürlich darüber debattieren was Zeit eigentlich ist, was man darunter zu verstehen hat, wie ein jeder sie wahrnimmt und wo fängt sie an bzw. hört sie auf?!

Ich will an dieser Stelle eher weniger darüber schreiben, sonder viel eher darauf eingehen was Zeit mit sich bringt, was sie für einen Einfluss auf uns hat, was sie bewirken kann, wie sie sich ändern kann, und wann sie teilweise existenzlos für uns ist.

So will ich also damit anfangen, was Zeit ist (natürlich nur im relevanten Kontext zu meinen folgenden Ausführungen).

Zeit es etwas nicht greifbares, wir können weder bestimmt sagen wann sie anfängt noch wann sie aufhört. Ebenfalls können wir nicht sicher sagen ob Zeit etwas kontinuierlich Gleiches ist, denn sie kann sich ändern. So ändert sich Zeit zum Beispiel in ihrer Bedeutung je nach Situation bzw. Sachverhalt auf die wir sie beziehen.

In einem Moment, der uns das Gefühl gibt alles um sich herum zu vergessen, bleibt die Gefühlte Zeit nämlich stehen und in einem gegenteiligen Moment kann sie auf einmal rasend schnell vorüber gehen.

Daher ist es auch verständlich, dass man Zeit sehr vielseitig beschreiben kann in ihren Details und genau deswegen will ich so viele Situationen beschreiben die ich denke zu verstehen und zu kennen. Natürlich kann eine solche Grundlage nur durch persönliche Erfahrung entstehen.


Stillstand:
Wenn man bei einem Menschen ist und diese Person einen Moment mit einem teilt, welcher jedweder Vorstellung fern ist bekommt man das Gefühl alles um einen herum verschwindet.

Man nimmt im Grunde nicht mal die andere Person mehr vor einem wahr, sondern verschwindet vollkommen in einer konfusen, anhaltslosen und paradoxen Gefühlswelt.

Die Gedanken kreisen sich, man ist nicht mehr her seiner selbst und man verliert komplett das Gefühl für Zeit. Die Zeit steht still. Sie bleibt nicht wirklich stehen, aber das was sie für die Person in diesem Moment bedeutet, hört auf zu existieren.



Zeit ist das, was wir ihr an Bedeutung geben nicht mehr und auch nicht weniger. Somit ergibt sich auch, dass Zeit für ein jeden anders sein kann. Und wiederum für einen jeden sich im Leben ändert je nach Position im Leben.


Schnelligkeit:
Man sieht sich in einem Umstand in dem einen die Ungewissheit packt. Ungewissheit in so fern, dass man nicht weist was kommt und was wird.

Dies lässt einen nachdenken, vernebelt aber gleichzeitig auch die logische Denkweise. Bei manchen tritt in dieser Situation eine Phase des kreativen Denkens auf. Damit meine ich mein fängt sich über Dinge Gedanken zu machen, welche einen vorher nicht weiter von Belang erschienen. Zum Beispiel die Herführung zum Grund vieler Sachen, und wie sich bestimmte Ergebnisse im Leben bilden konnten. Dies passiert in einem teils langem und kurzem Zeitraum. Jedoch ist die fülle der Gedanken riesig meist und das verstreichen der Zeit extrem. Ich denke manch eine Person kann mir bestätigen, dass Sie in dieser Situation oder ähnlicher schon aus ihren Gedanken gerissen wurde, aus welchen Gründen auch immer. Die Zeit erscheint einem zu kurz. Das Ergebnisse in Erkenntnis für machen wenige ist dann, die Zeit die man hat ist zu kurz um alles zu erkennen, alle Gedanken zu erfassen die man wollte und auf alles eingehen zu können und zu erreichen das man im Leben möchte.

Also ist Zeit in Form von Schnelligkeit, die Erkenntnis des Mangels eben dieser.

Natürlich gibt es noch andere Situation in denen dieser Effekt hervortritt. Teilweise Angst aber auch Glücksituationen.

Einen letzten möglichen Umstand der die hervorrufen kann, will ich noch nennen. Da dieser auch überleitend zur nächsten Form dient. Wenn etwas passiert das nicht mehr veränderlich ist, und man erkennt, dass die Ereignisse und die damit verbundene Zeit so kurz war, so unwiderruflich und verloren ist. Manchmal ist es die Ansicht auf schöne Ereignisse die mal wieder erleben möchte und manchmal sind Ereignisse die einen geprägt haben und manche sind Ereignisse die einen traurig machen, und meist am stärksten verändern. Denn sie zeigen einem was nicht passieren soll, was man verhindern will, was man in Zukunft ändert oder ändern sollte. Ich vermeide mit Absicht ein bestimmtes Beispiel an dieser Stelle zu nennen, da dies eventuell die Sicht auf die eigenen Erlebnisse dieser Art, vernebeln könnte.

Rücklauf:
Was könnte mit Rücklauf gemeint sein?!

Damit will ich eben jenen einen Teil beschreiben, welcher auch bei „Schnelligkeit“ zu letzt von mir beschrieben wurde. Das Geschehen eines unveränderlichen Umstandes. Dies will ich nun doch an einem sehr expliziten Beispiel erörtern, da dies ein Fall ist den normaler Weise jeden treffen wird. Der Verlust eines Menschen den man liebt. Wenn man einen Menschen verliert, reagiert ein jeder anders, ein jeder hat ein anderes Charakterbild aber für jeden ändert sich persönlich was, nämlich die Ansicht sehr vieler Dinge. Manch einer lernt die Dinge zu schätzen, manch einer verliert sich selbst, manch einer merkt, dass ein Verlust nicht das Ende ist und manch einer wird zum anders als vorher. Doch eines Verbindet alle, es ist ein Wendepunkt, eine Erfahrung die niemandem erspart bleibt. Doch will ich auf das Thema zurückkommen, in diesem Moment laufen einem oft Bilder, Gedanken, Erinnerungen und zum Teil auch Befürchtungen und Hoffnungen. Schon hier kann es sein, dass man sich in die Vergangenheit zurück versetzt fühlt, weil dieser Gedanken so intensive Regungen in einem hervorruft. Dies kann zur Folge haben, dass man manche vergangene Ereignisse auf einmal klarer sieht, oder aber auch mit einem mal völlig anders bewertet. Auch kann dies bewirken, dass man eben diesen Zustand in Zukunft auch ohne ein Ereignis erreicht ob nun gewollt oder ungewollt. Der Effekt ist meist der gleiche.

Kraft:
Zeit kann man auch als eine Art Kraft sehen, ich glaube dies ist jedem bewusst, in folge des Lesens des voran gegangenen Textes. Eine Kraft die vieles ändert, gleich bleiben lässt, mir sich reißen kann und erleben lassen kann. Aber Zeit ist nie mehr als man ihr zumisst.

Das heißt wer sich von ihr abwendet in dem er sie vergisst, wird auch nicht wirklich von ihr beeinflusst. Sobald man das wird, lässt man sie auch an sich heran und gibt sich somit ihrer Welt hin. Eine Welt die für jeden anders ist und für jeden unendlich viele Fragen offen lässt. Egal wie lange man lebt.

_________________
∂ιє ѕ¢нöηєη мσмєηイє ιм ℓєвєη
ѕιη∂ єѕ ∂ιє єιηєм ƒяєυ∂є вяιηgєη
αвєя ∂ιє ѕ¢нωєяєη υη∂ イяαυяιgєη ѕιη∂ ∂ιє ωι¢нイιgєяєη.
∂єηη ѕιє ℓєняєη υηѕ ∂ιє ѕ¢нöηєη мσмєηイє
zυ ѕ¢нäイzєη υη∂ zυ ℓιєвєη.
http://daniel-matera.de.tl/
Bild


  
Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 18 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

cron
Impressum - Kontakt

sportlerforum.de

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Optimized by SEO phpBB
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de