Zeit stimmt schon ein im Grunde sehr komplexes Thema. Vor einiger Zeit habe ich mal für meine Homepage meine Stellung dazu in einem Text geäußert.
Zitat:
Zeit ist an sich ein sehr großes komplexes Thema. So kann man zum einen natürlich darüber debattieren was Zeit eigentlich ist, was man darunter zu verstehen hat, wie ein jeder sie wahrnimmt und wo fängt sie an bzw. hört sie auf?!
Ich will an dieser Stelle eher weniger darüber schreiben, sonder viel eher darauf eingehen was Zeit mit sich bringt, was sie für einen Einfluss auf uns hat, was sie bewirken kann, wie sie sich ändern kann, und wann sie teilweise existenzlos für uns ist.
So will ich also damit anfangen, was Zeit ist (natürlich nur im relevanten Kontext zu meinen folgenden Ausführungen).
Zeit es etwas nicht greifbares, wir können weder bestimmt sagen wann sie anfängt noch wann sie aufhört. Ebenfalls können wir nicht sicher sagen ob Zeit etwas kontinuierlich Gleiches ist, denn sie kann sich ändern. So ändert sich Zeit zum Beispiel in ihrer Bedeutung je nach Situation bzw. Sachverhalt auf die wir sie beziehen.
In einem Moment, der uns das Gefühl gibt alles um sich herum zu vergessen, bleibt die Gefühlte Zeit nämlich stehen und in einem gegenteiligen Moment kann sie auf einmal rasend schnell vorüber gehen.
Daher ist es auch verständlich, dass man Zeit sehr vielseitig beschreiben kann in ihren Details und genau deswegen will ich so viele Situationen beschreiben die ich denke zu verstehen und zu kennen. Natürlich kann eine solche Grundlage nur durch persönliche Erfahrung entstehen.
Stillstand:
Wenn man bei einem Menschen ist und diese Person einen Moment mit einem teilt, welcher jedweder Vorstellung fern ist bekommt man das Gefühl alles um einen herum verschwindet.
Man nimmt im Grunde nicht mal die andere Person mehr vor einem wahr, sondern verschwindet vollkommen in einer konfusen, anhaltslosen und paradoxen Gefühlswelt.
Die Gedanken kreisen sich, man ist nicht mehr her seiner selbst und man verliert komplett das Gefühl für Zeit. Die Zeit steht still. Sie bleibt nicht wirklich stehen, aber das was sie für die Person in diesem Moment bedeutet, hört auf zu existieren.
Zeit ist das, was wir ihr an Bedeutung geben nicht mehr und auch nicht weniger. Somit ergibt sich auch, dass Zeit für ein jeden anders sein kann. Und wiederum für einen jeden sich im Leben ändert je nach Position im Leben.
Schnelligkeit:
Man sieht sich in einem Umstand in dem einen die Ungewissheit packt. Ungewissheit in so fern, dass man nicht weist was kommt und was wird.
Dies lässt einen nachdenken, vernebelt aber gleichzeitig auch die logische Denkweise. Bei manchen tritt in dieser Situation eine Phase des kreativen Denkens auf. Damit meine ich mein fängt sich über Dinge Gedanken zu machen, welche einen vorher nicht weiter von Belang erschienen. Zum Beispiel die Herführung zum Grund vieler Sachen, und wie sich bestimmte Ergebnisse im Leben bilden konnten. Dies passiert in einem teils langem und kurzem Zeitraum. Jedoch ist die fülle der Gedanken riesig meist und das verstreichen der Zeit extrem. Ich denke manch eine Person kann mir bestätigen, dass Sie in dieser Situation oder ähnlicher schon aus ihren Gedanken gerissen wurde, aus welchen Gründen auch immer. Die Zeit erscheint einem zu kurz. Das Ergebnisse in Erkenntnis für machen wenige ist dann, die Zeit die man hat ist zu kurz um alles zu erkennen, alle Gedanken zu erfassen die man wollte und auf alles eingehen zu können und zu erreichen das man im Leben möchte.
Also ist Zeit in Form von Schnelligkeit, die Erkenntnis des Mangels eben dieser.
Natürlich gibt es noch andere Situation in denen dieser Effekt hervortritt. Teilweise Angst aber auch Glücksituationen.
Einen letzten möglichen Umstand der die hervorrufen kann, will ich noch nennen. Da dieser auch überleitend zur nächsten Form dient. Wenn etwas passiert das nicht mehr veränderlich ist, und man erkennt, dass die Ereignisse und die damit verbundene Zeit so kurz war, so unwiderruflich und verloren ist. Manchmal ist es die Ansicht auf schöne Ereignisse die mal wieder erleben möchte und manchmal sind Ereignisse die einen geprägt haben und manche sind Ereignisse die einen traurig machen, und meist am stärksten verändern. Denn sie zeigen einem was nicht passieren soll, was man verhindern will, was man in Zukunft ändert oder ändern sollte. Ich vermeide mit Absicht ein bestimmtes Beispiel an dieser Stelle zu nennen, da dies eventuell die Sicht auf die eigenen Erlebnisse dieser Art, vernebeln könnte.
Rücklauf:
Was könnte mit Rücklauf gemeint sein?!
Damit will ich eben jenen einen Teil beschreiben, welcher auch bei „Schnelligkeit“ zu letzt von mir beschrieben wurde. Das Geschehen eines unveränderlichen Umstandes. Dies will ich nun doch an einem sehr expliziten Beispiel erörtern, da dies ein Fall ist den normaler Weise jeden treffen wird. Der Verlust eines Menschen den man liebt. Wenn man einen Menschen verliert, reagiert ein jeder anders, ein jeder hat ein anderes Charakterbild aber für jeden ändert sich persönlich was, nämlich die Ansicht sehr vieler Dinge. Manch einer lernt die Dinge zu schätzen, manch einer verliert sich selbst, manch einer merkt, dass ein Verlust nicht das Ende ist und manch einer wird zum anders als vorher. Doch eines Verbindet alle, es ist ein Wendepunkt, eine Erfahrung die niemandem erspart bleibt. Doch will ich auf das Thema zurückkommen, in diesem Moment laufen einem oft Bilder, Gedanken, Erinnerungen und zum Teil auch Befürchtungen und Hoffnungen. Schon hier kann es sein, dass man sich in die Vergangenheit zurück versetzt fühlt, weil dieser Gedanken so intensive Regungen in einem hervorruft. Dies kann zur Folge haben, dass man manche vergangene Ereignisse auf einmal klarer sieht, oder aber auch mit einem mal völlig anders bewertet. Auch kann dies bewirken, dass man eben diesen Zustand in Zukunft auch ohne ein Ereignis erreicht ob nun gewollt oder ungewollt. Der Effekt ist meist der gleiche.
Kraft:
Zeit kann man auch als eine Art Kraft sehen, ich glaube dies ist jedem bewusst, in folge des Lesens des voran gegangenen Textes. Eine Kraft die vieles ändert, gleich bleiben lässt, mir sich reißen kann und erleben lassen kann. Aber Zeit ist nie mehr als man ihr zumisst.
Das heißt wer sich von ihr abwendet in dem er sie vergisst, wird auch nicht wirklich von ihr beeinflusst. Sobald man das wird, lässt man sie auch an sich heran und gibt sich somit ihrer Welt hin. Eine Welt die für jeden anders ist und für jeden unendlich viele Fragen offen lässt. Egal wie lange man lebt.