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 Betreff des Beitrags: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: So 18. Okt 2009, 01:07 
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Müsste es nicht eher Nichts geben?
Aus Nichts kann Nichts entstehen.
Auch ein Gott (ich glaube nicht an Gott) kann nicht aus Nichts etwas zaubern (Ex nihilo).
Also warum gibt es überhaupt etwas?
Das was es gibt muss aus etwas Vorhandenem entwickelt worden sein.
Also: Es muss schon immer etwas da gewesen sein. Ohne einen Anfang. Und es hat keine Ende.
Nur: Was könnte das sein (wenn es keinen Gott gibt!).

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 00:17 
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Registriert: 03.01.09
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Roodie hat geschrieben:
Also: Es muss schon immer etwas da gewesen sein. Ohne einen Anfang.

Das ist schon Kopfzerbrechen genug! Wenn wir uns doch nur an die Zukunft erinnern könnten... ;)


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 11:48 
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infiniti hat geschrieben:
Roodie hat geschrieben:
Also: Es muss schon immer etwas da gewesen sein. Ohne einen Anfang.

Das ist schon Kopfzerbrechen genug! Wenn wir uns doch nur an die Zukunft erinnern könnten... ;)


Die Zukunft hat leider viele Möglichkeiten und die Vergangenheit nur eine Notwendigkeit.
Aber zu weit können wir uns ja nicht an die Vergangenheit erinnern.

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 16:02 
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Roodie hat geschrieben:
Die Zukunft hat leider viele Möglichkeiten [..]

Wie sicher bist Du Dir?


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 18:42 
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Wie sicher bist Du Dir?

Wenn sie eindeutig wäre, würden wir sie kennen.

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 20:56 
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Wie definierst du "Müsste es nicht eigentlich eher Nichts geben?"
Selbst wenn es nichts gäbe, würde es dennoch das "Nichts" geben.
Denn die Möglichkeit, dass alles nichtexistent wäre, ist für den menschlichen Verstand doch gar nicht fassbar.
Wir können uns das "Nichts" nicht vorstellen, denn egal wie wir es uns vorstellen würde, so hätte es doch wieder eine irgendeine ihm von uns zugewiesene Eigenschaft. Stellen wir es uns als Schwärze vor? Nun, dann ist es unendliche Schwärze.
Und so wird es mit jedem Versuch enden, sich das "Nichts" vorzustellen. Es wird immer irgendeine vom Menschen kreierte Eigenschaft tragen, um es für uns verständlich zu machen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 21:28 
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Wohnort: 02694 Malschwitz OT Rackel
Es wird immer irgendeine vom Menschen kreierte Eigenschaft tragen, um es für uns verständlich zu machen!


Hast Du schon mal meditiert?
Einfach alle Gedanken loslassen, an nichts zu denken, nichts mehr zu sehen, nichts mehr zu hören usw.
Das geht. Glaube es mir. Es gibt das nichts.
Und was ist wenn Du stirbst? Dann bist Du im Nichts. Oder? Weiß ja nicht, welchen Glauben Du hast.

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 21:34 
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Beiträge: 8
Wohnort: Amberg
Ja, ich meditiere regelmäßig... aber würdest du diesen Zustand wirklich als "Nichts" definieren?
Ich könnte dir den Zustand, in dem ich mich dann befinde auch nicht beschreiben, aber ob dieser Zustand wirklich das eins sein mit dem Nichts bezeichnet, wage ich so nicht zu sagen!

Ich bin Atheist ja und ich glaube im Endeffekt auch, dass nach dem Tod nichts kommt... ich glaube nur nicht, dass wird das begreifen können. Und auch nach dem Tod werde ich es nicht begreifen, da ich ja meinem Glauben nach, dann nichts mehr empfinde, da mit dem Tod alles endet...

Ich muss sagen, das is wirklich ne sehr schwierige Frage :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 21:57 
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Ich bin auch Atheist. Aber nur soweit, dass ich nicht an einen oder mehrere Gott (Götter) glaube. Nicht an einen Teufel glaube.
Nur an eins glaube ich an mich.
Und noch eins glaube ich, nämlich, dass ich hier nur Gast bin.
Aber: Das Weltall hat einen Anfang und es hat ein Ende. Wie auch immer.
Die Menschheit wurde geboren und sie wird wieder verschwinden.
Das ist so sicher, wie in China ab und zu ein Sack Reis umfällt.
Wenn es aber Anfang und Ende gibt, dann ist unser Weltall begrenzt.
Wenn aber unser Weltall begrenzt ist, was ist dann hinter den Grenzen?
Die Wirklichkeit ist räumlich und zeitlich unbegrenzt.
Die Grenzenlosigkeit.
Was begrenzt ist, ist winzig klein gegenüber der Grenzenlosigkeit.
Ich glaube, dass dort unsere Herkunft ist und wir dort wieder landen werden, nach unserem Tod, wachen wir dort als was für ein Wesen auch immer auf.
Kurz und gut, ich glaube unser Hiersein hat einen Zweck und unser Tod einen Sinn.
Weiß nicht, ob ich mich verständlich machen konnte.
Ich glaube nicht, dass alles aus dem Nichts entstanden ist.
Und ich glaube nicht, dass alles im Nichts verschwindet.
Da ist etwas unendlich großes, unsere Heimat, und da ist etwas unendlich Kleines unsere Gastwohnung.

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 22:03 
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Beiträge: 8
Wohnort: Amberg
Doch, du hast dich absolut verständlich ausgedrückt.
Und ich muss dir auch in einigen Punkten Recht geben.
Ich glaube ebenfalls nicht, dass alles aus dem Nichts entstanden ist.
Ich muss das jetzt einfach mal physikalisch betrachten. Ist es nicht so, das Materie weder erschaffen noch vollkommen vernichtet werden kann? Das ist eine erwiesene Tatsache. Aus dem Nichts können wir nicht enstanden sein.
So gesehen werden wir auch nicht ins absolute Nichts zurückkehren können nach unserem Tod.
Was allerdings danach sein sollte, kann ich nur mutmaßen. Ich könnte jetzt damit kommen, dass ich glaube, dass es außer uns noch andere Wesen aus dem All gibt, die unbemerkt von uns unter uns Leben. Vielleicht sind sie aufgewisse Weise unser Ursprung oder begründen den Sinn unserer Existenz. Aber wie gesagt, um das auszuführen bräuchte ich jetzt um einiges länger =)

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Fr 23. Okt 2009, 23:00 
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Beiträge: 445
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Erzähle ruhig. Ich bin ein guter Zuhörer.
Kannst es mir auch als private Nachricht senden.
Ist vielleicht besser.

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: So 3. Jan 2010, 09:10 
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Beiträge: 2
Hallo,

in der aktuellen Ausgabe des "Blauen Reiter"s, Nr. 27 mit dem Titel "Metaphysik", werden zahlreiche mögliche Antworten aufgelistet.

Ich halte die Frage, warum es überhaupt etwas gibt und nicht Nichts, für sinnlos. Das Nichts entspringt aus der Welt der Ideen, der Welt 3 nach Popper und ist ein bloßes Gedankenkonstrukt. Es gibt für mich keine Entsprechung in der physis: Selbst im Vakuum des Weltalls befindet sich "ein Teilchen" auf den Kubikzentimeter (Wikipedia), selbst wenn das nicht so wäre, blieben noch Zeit und Raum, das ist für mich verschieden von nichts. Insoweit glaube ich auch nicht, dass das Nichts mental zu erzeugen wäre: Ich kann nicht nicht denken, vielleicht denke ich dann an das "Nichts", was ist mit der Atmung und der Herzfrequenz? Alles Dinge, die für mich verschieden von nichts sind.

Vielleicht wird es deutlicher, wenn ich eine Frage der für mich gleichen Kategorie stelle: Welche Farbe hat die Gerechtigkeit?

Viele Grüße
Wilfried


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: So 3. Jan 2010, 11:13 
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Zwischen Vakuum und Nichts ist ein Unterschied.
Und:
Aus dem Nichts kann nur Nichts entstehen. Und erst recht nicht ein Weltall.
Demzufolge muss etwas da gewesen sein, das unser Weltall erzeugt hat.
Wenn Du Dir nicht das Nichts vorstellen kanns und auch nicht die Grenzenlosigkeit, dann liegt das nur an unserer beschränkten Sicht.
Und was Andere über das Nichts geschrieben haben ist mir gelinde ausgesagt "schnuppe".
Welche Farbe hat die Gerechtigkeit?
Da sage ich "blau".
Da kann ich auch fragen, welchen Geschmack hat blau. Das ist Nonsens.
Was ich sehe, sehe ich.
Was ich höre höre ich.
usw.
Und was ich denke, denke ich.
Da schließe ich einfach Nonsens aus.
Es gibt "etwas" oder es gibt "nichts".
Das ist wie Ja oder Nein.
Wahr oder falsch.
Einen Zwischenwert gibt es nicht.

Gruß

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: So 3. Jan 2010, 13:45 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
Oh,oh, mit dem Wort "Nonsens" sollte man besser vorsichtig umgehen. Denn, deine Ver-
gleiche hinken ganz gewaltig.

Beispiel: Eine Aussage, entweder ist sie wahr oder sie ist falsch. Doch auch wenn sie falsch
ist, bleibt sie eine Aussage und somit existent und wird durch ihre Falschheit nicht nicht-
existent. Siehe dazu auch deinen eigenen Thread "0 und 1"

meint m.f.g. plotin

_________________
Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Warum gibt es überhaupt etwas?
BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2010, 14:32 
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Registriert: 01.07.09
Beiträge: 201
Wohnort: Minett / Luxemburg
Hallöchen,

Wenn ich bedenke, dass viele fernöstliche Glaubenskulturen vom "Nirvana" sprechen, welches als 'Nichts' verstanden wird, finde ich die Idee des Nichts schon logisch.

Dabei wird das Nichts so verstanden, dass damit alle Möglichkeiten möglich sind. Wenn schon 'etwas' da wäre, wäre ja kein Platz mehr für Neues.

Weiterhin würde mich etwas interessieren: Wenn die Zukunft eindeutig ist, warum müssten wir sie dann kennen?
Der Mensch, der doch so gerne in der Vergangenheit hinkt und in seiner gedanklichen Zukunft, wäre immer noch 'blind' für die wirklich eindeutige Zukunft.

Nachdenkliche Grüsse


Shade

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Eines Tages wird die Wissenschaft beweisen, dass wir gar nicht existieren (Tahiti)


  
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