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 Betreff des Beitrags: 0 und 1
BeitragVerfasst: Sa 5. Sep 2009, 09:15 
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Registriert: 09.12.08
Beiträge: 445
Wohnort: 02694 Malschwitz OT Rackel
Die Grundlage für die Funktion der Computers ist die 0 und die 1.
Wenn in unserer Welt überhaupt etwas existiert, dann wird es sich um eine Kombination aus Nichts und Etwas handeln.
Gleicht sich das nicht? Wie ein Ei dem andern?
Dasselbe scheint so im Himmel zu funktionieren: Gott (Etwas) Teufel (Nichts).
Also dasselbe in Grün.
Ich glaube aber daran, dass die Wirklichkeit, die wir nicht kennen, nur aus Etwas besteht. Und nicht aus Nichts.

Rudi

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In der Nacht träume ich, dass ich denke und am Tag denke ich, dass ich träume


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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Di 8. Sep 2009, 15:42 
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Registriert: 04.05.09
Beiträge: 13
Denkfehler. ... Es ist keine Kombination von Etwas und Nichts, sondern allein ein Etwas da das Nichts im Zug eines Erkennens keine Variable belegt. Damit spielt es auch in einer Definition von Wirklichkeit keine Rolle. Wenn du sagst die Wirklichkeit besteht, dann ist das eine absolute Gewissheit. Niemand kann diese Gewissheit in Frage stellen. Diese absolute Gewissheit deutet jedem Menschen auf eine Wirklichkeit hin, die er mit menschlichen Mitteln nicht erfassen kann, da etwas Absolutes immer auch übersinnlich bzw transzendent ist.

Dem gegenüber ist weder die Null noch die Eins transzendent. Null und Eins sind dagegen allerdings Bestandteil der absoluten Gesamtheit aller benennbaren Zahlen. Diese höchste aller Zahlen ist transzendent, weil sie weder gesehen, konkret gedacht noch irgendwie sinnlich vermittelbar ist. Dass sie dennoch existiert, ist unanzweifelbar, weil ja die Null und die Eins existieren. Allerdings ist allein die Eins als relevanter Wert nutzbar um die größte aller Zahlen zu erkennen. Die Null führt dich im Kreis, weil sie keinerlei Wert besitzt und allen anderen Zahlen unter steht. Von der Null lassen sich nur Nihilisten verführen oder verkehren.

Somit ist ein Computer Etwas, das auf der Kombination eines nichtigen Werts und eines auf das absolute hindeutende Werts eine rechnerische Basis erschließt. Mit Hilfe dieser Grundlage läßt sich sinnvoll und logisch eine Ordnung erkennen bzw anstreben. Das heißt anders ausgedrückt, dass das "Teufelelement" als Gegengewicht zum Erkennen des absoluten notwendig ist. Denn ohne einen Unterschied in der Aufnahme von Informationswerten würde man schlicht Nichts aufnehmen können und somit auch nichts erkennen. Man sollte bei all dem die Null eben nur nicht überbewerten. Den Wert der Null bestimmt allein derjenige, der sie er- oder verkennt. Und damit kommt auch allein die eigene Erkenntnis bei der Gefahr des Teufelelements zum Tragen. Schlußendlich ist die Gefahr also in einem selber und nicht "irgendwo da draußen".

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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Mi 9. Sep 2009, 11:04 
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Registriert: 10.07.09
Beiträge: 83
Das der "Teufel" Nichts sein soll ist eine inadäquate Vorstellung, eigentlich schon ein Pleonasmus meinerseits in Bezug auf Vorstellung von Nichts von inadäquat zu sprechen.

Nichts ist nicht absolutes Nichts, es ist "die Möglichkeit" nicht zu sein, die genau besehen keine Möglichkeit ist, sondern Ende der Endlichkeit von Etwas als Seiendes im Sinne der (eigenen) menschlichen Existenz.

Das Nichts ist so verstanden der eigene ausstehende Tod. "Er ist nicht mehr" heisst nicht, er ist jetzt Nichts, sondern /nicht/ und dieses "nicht" muss einen Bezug haben - "er war". Das aber können nur andere sagen.

Das Nichts ist demnach und für die jeweilige Existenz der Begriff des nicht-mehr-sein-könnens als das unwiderrufliche Ende dieser Existenz.

Etwas (Seiendes) ist darum auch Gott und Teufel und alles andere das sich DENKEN lässt. Nur, das Wie des Seienden als /Etwas das ist/, ist unterschiedlich. Wie ist es? In welcher Weise?

Bsp. Gott ist ein Seiendes als Gedachtes das symbolisch für dieses und jenes steht. Teufel ist ein Seiendes, ... usw.

Oder, Gott ist vorgestellt als Etwas von dem kein Bild (Vorstellung) gemacht werden soll. (Mann mit weissem Bart hinter den Wolken)


Über den mathematischen Teil (0/1) hat sich 4NiK schon ausreichend geäussert.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Mi 9. Sep 2009, 13:47 
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Beiträge: 13
Nein, du vermischst lediglich den menschlichen Nichts-Begriff mit der absoluten Bedeutung des Nichtigen. Ein Mensch wird Nichts all das nennen, das ihm innerhalb einer Auffassung vernachlässigbar oder zwingend zu ignorieren erscheint. In dem Fall handelt es sich nicht um die absolute Nichtigkeit, sondern um eine relative, eine von einem Menschen erkannte Nichtigkeit. Eine solche Nichtigkeit ist nicht allgemeingültig und kann von einem zweiten Menschen genau gegenteilig als Etwas ausgelegt werden. Wenn ich sage der Teufel sei ein Nichts oder sei anders gesagt nicht vorhanden, dann meine ich das nicht wortwörtlich. Alles was ich sage ist, dass derjenige, der die Null oder das Nichts verstanden hat die wirklichen Machtverhältnisse des Etwas und des Nichts sehen, verstehen und vor allem anerkennen kann. Ein zweiter Mensch kann dagegen die Eins als nichtig ansehen und die Null für den entscheidenden oder gleichberechtigten Faktor halten. Doch auch seine Ansicht hat allein den Charakter einer relativen Gültigkeit und muss niemanden kümmern, der eine "höhere Gewissheit" hat.


Zitat ::
"Etwas (Seiendes) ist darum auch Gott und Teufel und alles andere das sich DENKEN lässt. Nur, das Wie des Seienden als /Etwas das ist/, ist unterschiedlich. Wie ist es? In welcher Weise?



Etwas ist tatsächlich Null und Eins, aber das Etwas als absolute Gesamtheit ist nur noch das neutrale Gut bzw. die neutrale Güte, womit das Teufelselement in der Absolutheit ausgelöscht ist. Es kommt nur in der Trennung des Gesamten zum Tragen. Die Frage wie das Seiende ist, begrenzt sich demnach auf die einfache Frage :: ist es absolut Eins oder ist es anteilig und damit relativ Eins. Da alles Seiende sich bis zuletzt niemals Gewiss sein kann das absolut Eine und einzig Wirkliche zu sein, kann auch kein Seiendes sich jemals als Quelle des Gesamten benennen. Derjenige, der das tut ist eine Null wenn sein Wort ein zweiter hören kann. Das bedeutet in dieser Welt kann kein Gott auftreten und sich als der Absolute zu erkennen geben. Es können indes durchaus Vertreter oder Avatare der Quelle aufkommen und die Botschaft der Quelle in die Unterschiedlichkeiten hinabtragen. So mancher Eins ist das Bewußtsein für die absolute Gesamtheit aller Zahlen abhanden gekommen. Einer Null ist aber auch mit der besten Mathematik nicht beizukommen. Sie wird immer wertlos bleiben solange sie nicht von einer Eins im Zug einer Nächstenliebe zur Seite genommen wird. Die Eins wird dazu gezwungen sein, wenn sie die Zehn, die Hundert oder die absolute Gesamtheit aller Zahlen erkennen will.

Die Aussage man solle sich kein Bild von Gott machen zielt allein auf die Erkenntnis der Unmöglichkeit eine absolute Einheit als sinnliches Abbild erfahrbar zu machen. Das Abbild kann rein mathematisch und logisch niemals das Absolute abbilden, da ein Abbild immer geringer dimensioniert sein wird, als das Absolute. Der einzelne Mensch kann sich allein esoterisch (also im Innern) ein persönliches Abbild machen und kann es ferner dabei niemandem bezeugen. Das Abbildungsversagen sollte indes keineswegs als Verbot im klassischen Sinn verstanden werden, da ein solches Verständnis den Verurteiler des Abbildenden als jemanden zu erkennen gibt, der Gott nicht oder nur auf eine kindliche Weise verstanden hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Mi 9. Sep 2009, 21:02 
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PhilMod

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Beiträge: 424
Die Existenz von Sein, verlangt geradezu nach der Frage, wie es um die Existenz des Nichts
bestellt ist und ich denke, dass "gegend" mit seinen Ausführungen nicht unrecht hat. Die
Vorstellung des absoluten Nichts ist doch ein Paradoxon an sich. Denn schon allein durch das
denken an das Nichts wird es gedanklich fassbar, wenn auch nur als Definition, und kann
somit nicht mehr Nicht sein. Anders ausgedrückt, alles an das wir im Moment nicht denken
ist in dem Moment nicht existent und somit Nichts. Sobald wir aber einen Gedanken an
etwas fassen, wird dieses gedanklich existent und ist somit ab diesen Moment nicht mehr
Nichts. Man kann also sagen, dass das Nichts existiert, wenn Gedanken abwesent sind.

Soweit meine Definition;
m.f.g. plotin

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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2009, 11:33 
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Registriert: 10.07.09
Beiträge: 83
Zu bedenken. Existenz zwar Seiendes bezeichnend, aber so Seiendes dem es in seinem Sein um dieses selbst geht. Seiendes das grundsätzlich imstande ist (oder wäre, falls man sich zum Denken entschliesst) Sein zu denken. Wie? Als das Sein dessen wir uns eignen, unser eigenes. Wie sonst Auskunft über das sich befinden in der Welt als eigenes? Wir sind je nur wir selbst, nicht auswechselbar im Sinne dieser Existenz.

Sein ist daher nicht Existenz im Sinne des Seienden. Es ist nicht Seiendes. Sein zeigt sich im / durch Seiendes als Existenz (wie oben beschrieben), das es ist und von sich weiss, das heisst von diesem Sein als Dasein zu denken vermag.

Die "Allgemeingültigkeit" von Nichtigkeit ist ein, sagen wir mal Denkfehler? ;-) Nichtigkeit betrifft keine Allgemeinheit sondern immmer nur den Einzelnen. Die Nichtigkeit jeweiliger Existenz, (nicht vertretbar), Endlichkeit und Ende kann von keiner Allgemeinheit quasi stellvertretend abgenommen werden. Sich diesbezüglich in die "Allgemeingültigkeit" zu begeben ist unzutreffend um nicht zu sagen abwegig, aus genanntem Grund.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2009, 17:22 
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Beiträge: 13
Genau plotin ... und was induziert das auf die Welt bezogen? Die Welt ist Etwas und in dieser Welt kann absolut (!) nirgendwo ein Nichts sein. Was heißt das, wenn nur ein geistiger Impuls ausreicht um Etwas sein zu lassen? Was heißt dieser Schluß für die materielle Wirklichkeit?


Man könnte auch sagen Sein (oder das Eigene) ist Schein und nur das Seiende (oder das hinter allem Hervor-Scheinende) ist die einzige Wirklichkeit. Für den modernen Menschen verheißt diese Aussage den Verlust der individuellen Freiehit und den Wert des Individuums. Aber das ist verkehrt gedacht. Denn wie kann es ein Verlust sein, wenn jedes Wesen und jedes Individuum grundsätzlich eins ist? Anstelle eines Verlustes ist es eher eine Aufwertung unermesslicher Dimension und Tiefe. Der einzige Verlust ist nur die Möglichkeit von Überheblichkeit und Prahlerei. Mag sein, dass dem modernen Menschen mit seinem Glauben an das "Recht des Stärkeren" hier wirklich ein allzu großer Verlust aufgebürdet wird.


Zitat ::
"Die "Allgemeingültigkeit" von Nichtigkeit ist ein, sagen wir mal Denkfehler? ;-) Nichtigkeit betrifft keine Allgemeinheit sondern immmer nur den Einzelnen."



In dem Fall liegt der Denkfehler aber wieder bei dir. Es betrifft nicht den Einzelnen (im Sinne des Menschen innerhalb der Schöpfung) sondern es betrifft das Einzelne - nämlich das alleinig Erschaffende. Endlichkeit und Nichtigkeit wird allein von diesem Urmotiv definiert, indem es geistig bzw denkend oder träumend das Sein vom Nichtsein unterscheidet. Mit anderen Worten bildet das Erschaffende aus einem geistigen Ideal das Sein ab, welches gemäß seines Charakters als Abbild des Idealen immer nur teilweise ideal sein kann. Wirklich Ideal ist die Welt nur als ursächliche Einheit oder wiederum anders ausgedrückt ist die Welt als solches kein Irrtum oder ein Fehler. Man könnte sagen :: Es ward [...] und es war gut so. Denn wie du schon sagst ist es abwegig "keine Welt" zu erträumen - aus genannten Gründen.

edit :: es ist übrigens vielleicht abwegig ... aber unmöglich ist es damit nicht - nur so wegen Allmächtigkeit und so.

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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2009, 20:17 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
Ich denke, dass in der materiellen Wirklichkeit das absolute Nichts an sich, nicht existiert,
sehrwohl aber ein partielles Nichts in der Form von noch nicht Sein bzw. nicht mehr Sein.
Es sei denn, auch die materielle Wirklichkeit ist bloß ein Produkt unseres Denkens, sprich ein
geistiger Impuls.

m.f.g. plotin

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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Fr 11. Sep 2009, 04:07 
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Registriert: 04.05.09
Beiträge: 13
Ich unterscheide da lieber zwischen absoluter und relativer Wirklichkeit. Die absolute Wirklichkeit ist von allem einschließlich der aspektorientierten Sicht der Menschen losgelöst. Das heißt die absolute Wirklichkeit läßt sich nur dann erleben, wenn man vom Menschsein losgelöst die "Augen" öffnet. Und das heißt man nutzt nicht die Augen am Kopf, sondern das Auge im Kopf - also das Licht des Geistes. Um die absolute Wirklichkeit erkennen zu können, muss man also unter Rücksichtnahme alles Augenscheinlichen die Objekte vollständig begreifen. Um einen Apfel zu erkennen, kannst du ihn ansehen. Aber um ihn objektiv zu erkennen musst du geistig zu dem Apfel werden und ihn dir verinnerlichen.

Der absoluten Wirklichkeit steht die relative Wirklichkeit entgegen, obwohl die relative Wirklichkeit auch immer Teil der absoluten Wirklichkeit ist. Denn Letztere begründet ja schließlich die Erstere. Die relative Wirklichkeit ist aber immer nur teilweise richtig und somit auch teilweise Einbildung. Die relative Wirklichkeit erschließt sich jedem, der allein die Wahrheit seiner Augen sprechen läßt und alles Hintergründige, Geistige oder Transzendete verneint. Ein Mensch kann immer nur eine Halbwirklichkeit erkennen, wenn er sich geistig nicht zu vollendeter Objektivität emporarbeitet. Die Arbeit dabei und dessen Schwierigkeit ist die neutrale Haltung gegenüber der bestehenden Realität, die man nur sieht, wenn man die persönliche Sicht ruhen läßt. Somit ist man eigentlich niemals wahrhaft objektiv, wenn man allein die Sinne zum Erkennen einer Tatsache nutzt. Sie sind allenfalls der erste Schritt.

Somit hast du recht, wenn du sagst in der Welt gäbe es allein ein partielles Nichts. Ich tausche nur den Begriff partiell gegen relativ aus. Ein relatives Nichts, ist ein Etwas oder ein Ding, welches ein Mensch als nichtig deutet, obwohl es dennoch vorhanden ist. Ein absolutes Nichts ist dagegen gleichsam eine undenkbare Sache aber in letzter Konsequenz sogar das einzige was da ist. Zumindest nach menschlichem Verständnis. Die Tatsache, dass wir eine Welt wahrnehmen ist der absolute Beweis für die Existenz ihres Ursprungs. Und der kann niemals Nichts sein.

Ein partielles Nichts wie du es beschreibst ist tatsächlich Einbildung, da es nach Maßstäben der absoluten Wirklichkeit weder ein "noch nicht sein" und auch kein "sein werden" gibt. Denn in der absoluten Wirklichkeit ist alles nur noch ein Augenblick. Das heißt es gibt weder Werden noch Vergehen. Und wiederum ist auch hier die Tatsache, dass wir die Welt sehen der Grund für Beruhigung in Bezug auf die Frage wie Etwas sein kann, wenn es niemals wurde. Die Welt ist vollständig in einer zeitlichen Entwicklung begriffen, die niemals endet. Aber diese gesamte Entwicklung ist eben weil sie niemals endet auch niemals angefangen. Das gilt jedoch rein spirituell. Physikalisch wurde sie natürlich sehr wohl, die Welt. Und physikalisch wird sie auch vergehen. Aber spirituell kann sie es nicht, weil sie ja in diesem Moment da ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: 0 und 1
BeitragVerfasst: Sa 12. Sep 2009, 08:09 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 424
@4NiK

Stimme dir teilweise zu, auch in meinen Überlegungen spielt die Annahme, dass der Mensch
die absolute Wirklichkeit erst losgelöst von sich selbst erkennen und erfahren kann, eine Rolle.
Erst wenn es ihm möglich ist von aussen, sich selbst, seinen Platz und seine Stellung im Sein
zu bestimmen, (durch das dritte Auge, durch das eigene Ich?), wird sich ihm die absolute
(objektive) Wirklichkeit offenbaren. Doch solange der Mensch nicht einmal weiß was er selbst
ist, welchen Zweck (Sinn) seine Existenz verfolgt, weil es sein beschränkter Intellekt nicht
zulässt, wird er eben wie du richtig schreibst nur Halbwahrheiten, sprich Fragmente der ab-
soluten (objektiven) Wirklichkeit erkennen.

m.f.g. plotin

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