Roodie hat geschrieben:
Glaube mir, ich weiß wie sich was ändert. Das fängt damit an nicht wählen zu gehen.
Und irgendwann geht man auf die Strasse. Und weenn es immer mehr werden, die auf die Strasse gehen, dann ändert sich was.
Rudi
Hier stellst du doch einen Zusammenhang her der nicht da ist! Auf die Straße gehen hat doch überhaupt gar nichts mit Wählen zu tuen, wenn in der DDR nur die auf die Straße gegangen wären, die wie du nicht gewählt haben, dann hätte das anders ausgesehen!
Roodie hat geschrieben:
In die Politik gehe ich nicht, weil ich nicht korrupt genug bin.
Die schwarzen Spendenlisten der Parteien (Schmiergelder von den Wirtschaftbossen), so etwas liegt mir absolut nicht.
Als kleines Parteimitglied hast Du gar nichts zu sagen. Das sind die Parteibosse, die das Sagen haben.
Die Bosse legen die Linie fest und Du als Mitglied hast zu folgen.
Hier verliert nun deine Argumentation die Struktur. Erst erzählst du was von Korruptionabneigung und dann, dass du ja eh ncihts zu melden hast? Hast du nun was zu melden und kannst korrupt sein oder hast du ncihts zu melden? weil beides ist wohl schwer möglich! Ich schmier doch keinen der mir nichts bringt!
Abgesehen von der schlechten Argumentation ist deine Aussage eigentlich nur ein Klischee! Der böse korrupte Politiker... Politiker sind korrupt und Blondinen sind doof... also das ist sowas von inhaltslos, sorry!
Roodie hat geschrieben:
Erzähle mir nichts von Demokratie. Das ist völliger Schwachsinn.
Ich sage es noch einmal.
Ich habe 40 Jahre DDR überlebt und ich werde sicher auch noch die Bundesrepublik überleben.
In der DDR war Wahlzwang. Es war Pflicht wählen zu gehen. Ich war in der DDR nie wählen! Am Ende wurde der Wahlbetrrrug offenbar.
Angeblich war die Wahlbeteiligung bei 99,98%. Davon träumt die Bundesrepublik. Sie hätten am liebsten auch die Wahlpflicht.
Ist aber Verfassungswidrig! Also lasse mir meinen Spass.
Was ich allerdings am härtesten finde ist, dass du die DDR und BRD auf eine Stufe stellst! Ist das dein Ernst? Oder versteh ich da was falsch? Bitte um Aufklärung!
Beate hat geschrieben:
Mit scheint, Du hast einen falschen Eindruck. Wahlverdrossenheit ist absolut nicht gleichzusetzen mit Politikverdrossenheit. Gerade Menschen, die sich sehr intensiv mit Politik beschäftigen und Etliches durchschauen, kommen zu dem Schluss, dass es in unserem Land keine Wahlalternativen mehr gibt.
Sicher, Wahlboykotteure sind verdrossen von dem, was von unseren Politikern verzapft wird, aber sie sind nicht mehr wie so Viele bereit, "das kleinere Übel" zu wählen. Was ja real absolut keine Wahl ist.
Ebenso besteht im Grunde auch davon unabhängig keine Wahlmöglichkeit mehr. Sieh Dir die Parteien an. Bei KEINER sehe ich (mit vielen anderen) das Volk im Interesse, sondern nur eigene Macht, meistens sogar von Einzelpersonen, die über die Parteienschiene zu dieser gehievt werden.
Im ersten Punkt hast du Recht, ich hab pauschalisiert: Politikverdrossenheit und Wahlverdorssenheit ist nicht das selbe...
Zum zweiten Punkt muss ich sagen, dass du du es wohl nie schaffen wirst eine wirst eine Ordung zu etablieren, die nicht in Macht für bestimmte Personen resultiert! Diese Personen mit Macht haben ja auch eine Verantwortung, deren sie sich zumindest in Deutschland auch bewusst sind! ( Ich schließe hier extreme Parteien und deren Abgeordnete ausdrücklich aus!) Wie stellst du dir das vor ohne Machtverteilung?
Beate hat geschrieben:
Du stellst Wahlboykott mit Resignation gleich. Das Gegenteil ist der Fall. Resignation liegt eher bei Menschen vor, die zur Wahl gehen, damit von dem zu erwartenden Schlimmen das weniger Schlimme geschieht. Die haben sich der Situation angepasst und stellen scheinbar ihre Entscheidung überhaupt nicht in Frage und finden sich irgendwie mit dem ab, was auf sie zukommt.
Ich persönlich gehe Wählen, um etwas zu verändern und nicht weil ich mich mit irgednetwas abgefunden habe und das tuen die Menschen in meinem Umfeld auch, kann man also so pauschal wie du nicht sehen!
Beate hat geschrieben:
In Bezug auf die Wirkung eines Boykotts irrst Du gewaltig. Dazu schrieb bereits Roodie etwas. Ich setze noch hinzu, dass z. B. auch ein Streik eine Form des Boykotts ist.
Streik ist wieder etwas anderes, hier geht man, wie oben bereits erläutert, auf die Straße und setzt sich für etwas ein... ein Baykott blockiert nur...
Beate hat geschrieben:
Wie immer vor Wahlen wurden vor der vergangenen Bundestagswahl Versprechen und Zusagen von Parteien gemacht, die teilweise bereits in den Tagen danach skrupellos gebrochen wurden (siehe z. B. Mehrwertsteuer). In Einzelfällen war das schon immer so, aber inzwischen ist es doch so weit gekommen, dass man vorher weiß, dass nichts von dem eintreffen wird, was sich von irgendeinem Politiker vor der Wahl auf die Fahnen geschrieben wurde.
Das sind defintiv Fehler die in der Politik geschehen und die Wähler verunsichern, aber wenn man kann nicht nur die Fehler sehen, durch diese Mehrwertsteuererhöhung waren wir vor der Finanzkrise einem ausgeglichenem Haushalt sehr nahe, was ich persönlich drei mal lieber hab als eine niedrige Steuer...
Beate hat geschrieben:
Auch Dein Vorschlag, sich alternativ zum Wahlboykott lieber einer Partei anzuschließen, ist für mich unverständlich. Weißt Du nicht, wie es in den Parteien zugeht? Es ist einfach, sich darüber ein Bild zu verschaffen.
Wo verschaffst du dir dein Bild? Ich bin gut informiert über den Zustand in Parteien, wage ich zu behaupten!
Beate hat geschrieben:
Wie Roodie bin ich der Meinung, dass mit wachsender Zahl von Wahlboykotteuren die Chance steigt, dass dringend nötige Änderungen in der Politik in unserem Land in die Wege geleitet werden.
Ich befürcht aber mal auf diese Art und Weise erleben wir die Veränderung nicht mehr... es wird immer genug Stammwähler geben, ob aus Faulheit, Unwissenheit oder Naivität! ganz egal... das einzige was so passieren kann ist, dass die extremen rechten und linken Lager dazugewinnen...
Gruß, Max