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Geht ihr wählen?
Ja 44%  44%  [ 4 ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Kann man überhaupt noch wählen gehen?
BeitragVerfasst: Sa 29. Aug 2009, 23:12 
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Du könntest ganz einfach in eine Partei gehen und dich dort einbringen und dadruch deine eigenen Meinungen und Vorstellungen dort integrieren... Das was du Protest ist sinnfrei, du machst dich dadurch unsichtbar in der polt. Welt... und unsichtbar ändert man nichts...

Gruß, Max


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Kann man überhaupt noch wählen gehen?
BeitragVerfasst: So 30. Aug 2009, 01:42 
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unsichtbar ändert man nichts...

Glaube mir, ich weiß wie sich was ändert. Das fängt damit an nicht wählen zu gehen.
Und irgendwann geht man auf die Strasse. Und weenn es immer mehr werden, die auf die Strasse gehen, dann ändert sich was.
Ich habe das erlebt. Keine Angst. In die Politik gehe ich nicht, weil ich nicht korrupt genug bin.
Die schwarzen Spendenlisten der Parteien (Schmiergelder von den Wirtschaftbossen), so etwas liegt mir absolut nicht.
Als kleines Parteimitglied hast Du gar nichts zu sagen. Das sind die Parteibosse, die das Sagen haben.
Die Bosse legen die Linie fest und Du als Mitglied hast zu folgen.
Erzähle mir nichts von Demokratie. Das ist völliger Schwachsinn.
Ich sage es noch einmal.
Ich habe 40 Jahre DDR überlebt und ich werde sicher auch noch die Bundesrepublik überleben.
In der DDR war Wahlzwang. Es war Pflicht wählen zu gehen. Ich war in der DDR nie wählen! Am Ende wurde der Wahlbetrrrug offenbar.
Angeblich war die Wahlbeteiligung bei 99,98%. Davon träumt die Bundesrepublik. Sie hätten am liebsten auch die Wahlpflicht.
Ist aber Verfassungswidrig! Also lasse mir meinen Spass.

Rudi

_________________
In der Nacht träume ich, dass ich denke und am Tag denke ich, dass ich träume


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Kann man überhaupt noch wählen gehen?
BeitragVerfasst: So 30. Aug 2009, 15:40 
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Mäxchen hat geschrieben:
Ich muss ehrlich sagen, dass ich leicht schockiert über die Politik- und Wahlverdrossenheit hier bin. Die Probleme, die hier zu Recht in aller Deutlichkeit angesprochen werden, nehme ich auch so wahr und möchte ich nicht verleugnen, aber Resignation als Problemlösung zu betreiben und zu empfehlen sehe ich als den absolut falschen Weg! "Systeme ändern sich nicht durch Boykott", das ist meine These, die ich auch nirgends in der Weltgeschichte widerlegt sehe! Hier erhoffe ich mir nun Widerspruch und Kritik! ;) Danke

Gruß, Max


Mit scheint, Du hast einen falschen Eindruck. Wahlverdrossenheit ist absolut nicht gleichzusetzen mit Politikverdrossenheit. Gerade Menschen, die sich sehr intensiv mit Politik beschäftigen und Etliches durchschauen, kommen zu dem Schluss, dass es in unserem Land keine Wahlalternativen mehr gibt.

Sicher, Wahlboykotteure sind verdrossen von dem, was von unseren Politikern verzapft wird, aber sie sind nicht mehr wie so Viele bereit, "das kleinere Übel" zu wählen. Was ja real absolut keine Wahl ist.

Ebenso besteht im Grunde auch davon unabhängig keine Wahlmöglichkeit mehr. Sieh Dir die Parteien an. Bei KEINER sehe ich (mit vielen anderen) das Volk im Interesse, sondern nur eigene Macht, meistens sogar von Einzelpersonen, die über die Parteienschiene zu dieser gehievt werden.

Du stellst Wahlboykott mit Resignation gleich. Das Gegenteil ist der Fall. Resignation liegt eher bei Menschen vor, die zur Wahl gehen, damit von dem zu erwartenden Schlimmen das weniger Schlimme geschieht. Die haben sich der Situation angepasst und stellen scheinbar ihre Entscheidung überhaupt nicht in Frage und finden sich irgendwie mit dem ab, was auf sie zukommt.

In Bezug auf die Wirkung eines Boykotts irrst Du gewaltig. Dazu schrieb bereits Roodie etwas. Ich setze noch hinzu, dass z. B. auch ein Streik eine Form des Boykotts ist.

Wie immer vor Wahlen wurden vor der vergangenen Bundestagswahl Versprechen und Zusagen von Parteien gemacht, die teilweise bereits in den Tagen danach skrupellos gebrochen wurden (siehe z. B. Mehrwertsteuer). In Einzelfällen war das schon immer so, aber inzwischen ist es doch so weit gekommen, dass man vorher weiß, dass nichts von dem eintreffen wird, was sich von irgendeinem Politiker vor der Wahl auf die Fahnen geschrieben wurde.

Auch Dein Vorschlag, sich alternativ zum Wahlboykott lieber einer Partei anzuschließen, ist für mich unverständlich. Weißt Du nicht, wie es in den Parteien zugeht? Es ist einfach, sich darüber ein Bild zu verschaffen.

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass es einem Einzelnen gelingen könnte, diese durchstrukturierten eingesessenen Parteien von Grund auf ändern zu können? Sie wieder dazu zu bringen, das Volk in den Mittelpunkt zu stellen und nicht eigene Interessen?

Leider ist auch nicht jeder Mensch in der Lage, mal eben so eine neue Partei zu gründen, wenn ihm das, was bereits vorhanden ist, nicht gefällt.

Wie Roodie bin ich der Meinung, dass mit wachsender Zahl von Wahlboykotteuren die Chance steigt, dass dringend nötige Änderungen in der Politik in unserem Land in die Wege geleitet werden.


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Kann man überhaupt noch wählen gehen?
BeitragVerfasst: So 30. Aug 2009, 16:54 
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Registriert: 30.08.07
Beiträge: 26
Roodie hat geschrieben:

Glaube mir, ich weiß wie sich was ändert. Das fängt damit an nicht wählen zu gehen.
Und irgendwann geht man auf die Strasse. Und weenn es immer mehr werden, die auf die Strasse gehen, dann ändert sich was.
Rudi


Hier stellst du doch einen Zusammenhang her der nicht da ist! Auf die Straße gehen hat doch überhaupt gar nichts mit Wählen zu tuen, wenn in der DDR nur die auf die Straße gegangen wären, die wie du nicht gewählt haben, dann hätte das anders ausgesehen!

Roodie hat geschrieben:
In die Politik gehe ich nicht, weil ich nicht korrupt genug bin.
Die schwarzen Spendenlisten der Parteien (Schmiergelder von den Wirtschaftbossen), so etwas liegt mir absolut nicht.
Als kleines Parteimitglied hast Du gar nichts zu sagen. Das sind die Parteibosse, die das Sagen haben.
Die Bosse legen die Linie fest und Du als Mitglied hast zu folgen.

Hier verliert nun deine Argumentation die Struktur. Erst erzählst du was von Korruptionabneigung und dann, dass du ja eh ncihts zu melden hast? Hast du nun was zu melden und kannst korrupt sein oder hast du ncihts zu melden? weil beides ist wohl schwer möglich! Ich schmier doch keinen der mir nichts bringt!
Abgesehen von der schlechten Argumentation ist deine Aussage eigentlich nur ein Klischee! Der böse korrupte Politiker... Politiker sind korrupt und Blondinen sind doof... also das ist sowas von inhaltslos, sorry!

Roodie hat geschrieben:
Erzähle mir nichts von Demokratie. Das ist völliger Schwachsinn.
Ich sage es noch einmal.
Ich habe 40 Jahre DDR überlebt und ich werde sicher auch noch die Bundesrepublik überleben.
In der DDR war Wahlzwang. Es war Pflicht wählen zu gehen. Ich war in der DDR nie wählen! Am Ende wurde der Wahlbetrrrug offenbar.
Angeblich war die Wahlbeteiligung bei 99,98%. Davon träumt die Bundesrepublik. Sie hätten am liebsten auch die Wahlpflicht.
Ist aber Verfassungswidrig! Also lasse mir meinen Spass.


Was ich allerdings am härtesten finde ist, dass du die DDR und BRD auf eine Stufe stellst! Ist das dein Ernst? Oder versteh ich da was falsch? Bitte um Aufklärung!

Beate hat geschrieben:
Mit scheint, Du hast einen falschen Eindruck. Wahlverdrossenheit ist absolut nicht gleichzusetzen mit Politikverdrossenheit. Gerade Menschen, die sich sehr intensiv mit Politik beschäftigen und Etliches durchschauen, kommen zu dem Schluss, dass es in unserem Land keine Wahlalternativen mehr gibt.

Sicher, Wahlboykotteure sind verdrossen von dem, was von unseren Politikern verzapft wird, aber sie sind nicht mehr wie so Viele bereit, "das kleinere Übel" zu wählen. Was ja real absolut keine Wahl ist.

Ebenso besteht im Grunde auch davon unabhängig keine Wahlmöglichkeit mehr. Sieh Dir die Parteien an. Bei KEINER sehe ich (mit vielen anderen) das Volk im Interesse, sondern nur eigene Macht, meistens sogar von Einzelpersonen, die über die Parteienschiene zu dieser gehievt werden.

Im ersten Punkt hast du Recht, ich hab pauschalisiert: Politikverdrossenheit und Wahlverdorssenheit ist nicht das selbe...
Zum zweiten Punkt muss ich sagen, dass du du es wohl nie schaffen wirst eine wirst eine Ordung zu etablieren, die nicht in Macht für bestimmte Personen resultiert! Diese Personen mit Macht haben ja auch eine Verantwortung, deren sie sich zumindest in Deutschland auch bewusst sind! ( Ich schließe hier extreme Parteien und deren Abgeordnete ausdrücklich aus!) Wie stellst du dir das vor ohne Machtverteilung?

Beate hat geschrieben:
Du stellst Wahlboykott mit Resignation gleich. Das Gegenteil ist der Fall. Resignation liegt eher bei Menschen vor, die zur Wahl gehen, damit von dem zu erwartenden Schlimmen das weniger Schlimme geschieht. Die haben sich der Situation angepasst und stellen scheinbar ihre Entscheidung überhaupt nicht in Frage und finden sich irgendwie mit dem ab, was auf sie zukommt.

Ich persönlich gehe Wählen, um etwas zu verändern und nicht weil ich mich mit irgednetwas abgefunden habe und das tuen die Menschen in meinem Umfeld auch, kann man also so pauschal wie du nicht sehen!

Beate hat geschrieben:
In Bezug auf die Wirkung eines Boykotts irrst Du gewaltig. Dazu schrieb bereits Roodie etwas. Ich setze noch hinzu, dass z. B. auch ein Streik eine Form des Boykotts ist.

Streik ist wieder etwas anderes, hier geht man, wie oben bereits erläutert, auf die Straße und setzt sich für etwas ein... ein Baykott blockiert nur...

Beate hat geschrieben:
Wie immer vor Wahlen wurden vor der vergangenen Bundestagswahl Versprechen und Zusagen von Parteien gemacht, die teilweise bereits in den Tagen danach skrupellos gebrochen wurden (siehe z. B. Mehrwertsteuer). In Einzelfällen war das schon immer so, aber inzwischen ist es doch so weit gekommen, dass man vorher weiß, dass nichts von dem eintreffen wird, was sich von irgendeinem Politiker vor der Wahl auf die Fahnen geschrieben wurde.

Das sind defintiv Fehler die in der Politik geschehen und die Wähler verunsichern, aber wenn man kann nicht nur die Fehler sehen, durch diese Mehrwertsteuererhöhung waren wir vor der Finanzkrise einem ausgeglichenem Haushalt sehr nahe, was ich persönlich drei mal lieber hab als eine niedrige Steuer...

Beate hat geschrieben:
Auch Dein Vorschlag, sich alternativ zum Wahlboykott lieber einer Partei anzuschließen, ist für mich unverständlich. Weißt Du nicht, wie es in den Parteien zugeht? Es ist einfach, sich darüber ein Bild zu verschaffen.

Wo verschaffst du dir dein Bild? Ich bin gut informiert über den Zustand in Parteien, wage ich zu behaupten!

Beate hat geschrieben:
Wie Roodie bin ich der Meinung, dass mit wachsender Zahl von Wahlboykotteuren die Chance steigt, dass dringend nötige Änderungen in der Politik in unserem Land in die Wege geleitet werden.

Ich befürcht aber mal auf diese Art und Weise erleben wir die Veränderung nicht mehr... es wird immer genug Stammwähler geben, ob aus Faulheit, Unwissenheit oder Naivität! ganz egal... das einzige was so passieren kann ist, dass die extremen rechten und linken Lager dazugewinnen...

Gruß, Max


Zuletzt geändert von Mäxchen am So 30. Aug 2009, 17:40, insgesamt 1-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Kann man überhaupt noch wählen gehen?
BeitragVerfasst: So 30. Aug 2009, 17:37 
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Was ich allerdings am härtesten finde ist, dass du die DDR und BRD auf eine Stufe stellst! Ist das dein Ernst?

Ich habe sie nur verglichen. Nicht auf eine Stufe gestellt. Die BRD ist einen Zacken schärfer als die DDR.
Kannst Du aber eben nicht verstehen.
Lass es sein.

Rudi

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 Betreff des Beitrags: Re: Kann man überhaupt noch wählen gehen?
BeitragVerfasst: So 30. Aug 2009, 17:42 
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Wenn ich etwas nicht verstehe, dann wohl einfach deswegen weil du es nicht ausreichend erklärst? Ich halte mich sehr wohl für aufnahmefähig!

Gruß, Max


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Kann man überhaupt noch wählen gehen?
BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2009, 12:38 
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>Zum zweiten Punkt muss ich sagen, dass du du es wohl nie schaffen wirst eine wirst eine Ordung zu etablieren, die nicht in Macht für bestimmte Personen resultiert! Diese Personen mit Macht haben ja auch eine Verantwortung, deren sie sich zumindest in Deutschland auch bewusst sind! ( Ich schließe hier extreme Parteien und deren Abgeordnete ausdrücklich aus!) Wie stellst du dir das vor ohne Machtverteilung?<

Das ist durchaus richtig.

Ich habe nicht davon gesprochen, dass niemand mehr Macht haben sollte. Wie Du richtig schreibst, beinhaltet Macht (oder sollte sie beinhalten) auch Verantwortung, und zwar an der Stelle, an der die Macht ausgeübt und für die sie ausgeübt wird.

Bei unseren Politikern sehe ich so gut wie gar keine Verantwortung mehr, eher ein Hüten der Pfründe. Die Interessen des Volkes werden von allen Parteien mit Füßen getreten, es werden Entscheidungen getroffen, die nicht nachvollziehbar und vor allen Dingen nicht hilfreich sind.

Gleichzeitig wird versucht, die Menschen massiv zu manipulieren und zu überwachen, was Beides scheinbar auch viel zu gut gelingt.

>Ich persönlich gehe Wählen, um etwas zu verändern und nicht weil ich mich mit irgednetwas abgefunden habe und das tuen die Menschen in meinem Umfeld auch, kann man also so pauschal wie du nicht sehen!<

Auch ich bin viele Jahre zur Wahl gegangen, um etwas zu verändern, nur sehe ich heute keine Wahlmöglichkeiten mehr zu einer Veränderung zum Besseren, was vor 40, sogar noch vor 20 Jahren anders war. Schau Dir die etablierten Parteien an. Sie sind so gut wie gar nicht mehr zu unterscheiden.

In meinen Augen handelt keine der etablierten Parteien wirklich im Interesse der Wähler - schrieb ich bereits mehrfach. Es wird rumgewuselt, gemauschelt, Bevölkerungsgruppen werden gegeneinander aufgehetzt (Alt gegen Jung, Dick gegen Dünn, Nichtraucher gegen Raucher usw.), aber nicht einmal der Erhalt dessen, was Deutschland einmal positiv herausstellte, wird angestrebt, geschweige denn geschafft. Im Gegenteil, die Lage verschlechtert sich und das häufig bis fast immer durch Fehlentscheidungen der Politiker. Es ist nicht erst durch die Weltwirtschaftskrise so weit gekommen.

Ich berücksichtige durchaus die schwierige Lage Deutschlands durch die Wiedervereinigung und die Globalisierung und neuerdings durch die Wirtschaftskrise, trotzdem ist massive Misswirtschaft nicht wegzuleugnen.

Insofern halte ich die Menschen, die das nicht erkennen und großenteils auch nur wählen gehen, "um Schlimmeres zu verhindern", für Menschen, die sich mit der Situation abfinden. Es steht jedem frei, das anders zu sehen. Wer wählt, wo es nichts zu wählen gibt, stimmt zu.

>Streik ist wieder etwas anderes, hier geht man, wie oben bereits erläutert, auf die Straße und setzt sich für etwas ein... ein Baykott blockiert nur...<

Irrtum. Bei einem Streik wird im Normalfall die Produktion boykottiert (die Arbeit niedergelegt) und nicht bei jedem Streik gehen die Menschen auf die Straße.

Nichtwähler könnten natürlich auch auf die Straße gehen, um ihr Missfallen zu äußern. Es wird sicher auch nicht mehr lange dauern, bis das in größerem Maße geschehen wird. Anfänge sind bereits sichtbar vorhanden.

>Das sind defintiv Fehler die in der Politik geschehen und die Wähler verunsichern, aber wenn man kann nicht nur die Fehler sehen, durch diese Mehrwertsteuererhöhung waren wir vor der Finanzkrise einem ausgeglichenem Haushalt sehr nahe, was ich persönlich drei mal lieber hab als eine niedrige Steuer...<

Die Lüge mit dem ausgeglichenen Haushalt glaubst Du tatsächlich? Ich bin da ganz anderer Meinung und die Wirtschaftskrise kommt den deutschen Politikern sehr gelegen, um noch mal so richtig zuschlagen zu können.

Auch ich zahle ohne Murren mehr Steuern, wenn ich sehe, dass sie sinnvoll verwendet werden ...

Zu den Lügen: Bei einzelnen ist es unter Umständen hinnehmbar und verständlich, weil sich häufig Situationen ergeben, in denen Versprechungen nicht eingehalten können, wobei ich allerdings dafür bin, dann lieber gar keine Versprechen im Vorfeld laut zu machen. Aber speziell die von mir als Beispiel angeführte Mehrwertsteuererhöhung ist eine Wählerverar...... ohnegleichen.

Eine Partei sagte: "Mit uns keine Erhöhung." Die zweite Partei nannte ein Maximum. Als dann beide gemeinsam die Regierung übernommen hatten, wurde das vorher beschworene Maximum mit gemeinsamer Zustimmung locker überschritten.

Wir werden belogen und betrogen, wo es nur geht.

Noch ein Beispiel: Die Arbeitslosenzahlen. Wie jeder mündige Bürger wissen sollte, werden sie dem Volk vorenthalten, gehen ihn scheinbar nichts an, denn z. B. Ein-Euro-Jobber, Kombilohn-Beschäftigte und etliche andere fallen einfach raus. Wobei man schon über die Ein-Euro- und Kombilohn-Beschäftigung nur den Kopf schütteln kann. Menschen, die arbeiten, sollten so viel verdienen, dass sie davon leben können und bei der boomenden Wirtschaft der 90er Jahre war diese Forderung durchaus nicht utopisch, ist es auch heute nicht. Ich nehme an, Du kannst diesen Gedanken nachvollziehen. Auch die o. g. Beschäftigungsmöglichkeiten wurden von Politikern ausgeklügelt, denen die Interessen des Volkes am Herzen liegen sollten. Von Hartz IV für Menschen, die teilweise jahrzehntelang gearbeitet und Unsummen in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, ganz zu schweigen.

>Wo verschaffst du dir dein Bild? Ich bin gut informiert über den Zustand in Parteien, wage ich zu behaupten!<

Ich nehme aufgrund dieser Aussage an, dass Du Mitglied einer Partei bist. Ich bin es nicht, obwohl ich es vor langer Zeit einmal vorhatte. Bereits lange vorher hatte ich begonnen, mir ein Bild von den Strukturen zu machen. Ich habe nicht nur an Treffen und Versammlungen und öffentlichen Veranstaltungen, sondern auch an Wahlparties u. ä. teilgenommen und war eng befreundet mit einer Vollblutpolitikerin, die eine gewisse Karriere in der Politik gemacht hatte und eiskalt abserviert wurde, weil sie nicht (immer) gegen ihre eigene Überzeugung parteikonform sein konnte und wollte, was (nicht nur) ich persönlich besonders gut an ihr fand.

Kritische Stimmen in den eigenen Reihen sind in den politischen Parteien nicht erwünscht, was ich für einen gravierenden Fehler halte, da damit große Chancen für dringend notwendige Erneuerungen vertan werden.

>Ich befürcht aber mal auf diese Art und Weise erleben wir die Veränderung nicht mehr... es wird immer genug Stammwähler geben, ob aus Faulheit, Unwissenheit oder Naivität! ganz egal... das einzige was so passieren kann ist, dass die extremen rechten und linken Lager dazugewinnen...<

Sicher ist es durchaus möglich und mir durchaus bewusst, dass extreme Lager durch eine niedrige Wahlbeteiligung erstarken. Wobei mir in dieser Hinsicht eher die Rechten Sorgen machen, was mich allerdings nicht dazu bringt, deshalb eine Partei zu wählen, mit deren Agieren ich nicht einverstanden bzw. zufrieden bin.

Es stellt sich doch eher die Frage, WARUM so viele Menschen umschwenken. Sie greifen nicht zum Mittel des Nichtwählens, sondern werden zu Protestwählern. Wie gesagt, die Rechten nehme ich aus (Dumpfbacken, wenn auch leider nicht einfach so abzuhaken). Und da in Deutschland nun mal die Möglichkeit zur Wahl besteht, hat Deutschland wohl nichts anderes verdient, wenn diese s. g. "Außenseiterparteien" immer stärker werden.

Im Hinblick darauf ziehe ich das Nichtwählen vor, solange der "Volkswille" nur ein Mythos ist und wichtige Entscheidungen eindeutig gegen den Volkswillen getroffen werden.

Eine kleine Anmerkung zum Schluss, die Dir sicher auch bekannt ist: Die meisten Wähler wählen nicht gut informiert, sondern "aus dem Bauch heraus", also nach Gefühl.


  
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