louiz30 hat geschrieben:
Metaphysiker, jetzt schlägst du aber gewaltig über die Stränge.
Zitat:
Was überzeugt dich davon, dass Tiere ein Bewusstsein haben?
Da wir alle voneinander abstammen, so zumindest sagt es die Evolutionstheorie nach Darwin, wäre die Frage eher so zu stellen: was überzeugt dich, dass Tiere KEIN Bewusstsein haben? Ich habe 14 Tiere in meinem Haushalt und auch nur im Entferntesten anzunehmen, dass diese sich nur nach Instinkten verhalten ist schlicht unverständlich und geradezu abwegig. Ich denke, dass du nie länger mit Tieren gelebt hast.
Zitat:
Der Mensch ist kein Instinktwesen (mehr) - ein Unterschied
Das ist wohl leicht daneben gegriffen, denn Essen, Trinken, Sex, Schutz der Familie, Macht und Einfluss – also nahezu alles beruht auf unseren Instinkten und der Mutterinstinkt sollte dir nicht verbogen geblieben sein. Von wem redest du? Von ein paar Erleuchteten oder von der Masse der Weltbevölkerung, die ganz intensiv nach ihren Instinkten lebt?
Aber zur Frage: der Mensch ist etwas besonderes, weil er gegen seine eigenen Interessen vorgeht, sich durch grenzenlose Arroganz auszeichnet und sich als Teil des Göttlichen empfindet, er ist etwas besonderes, weil er den Lebensraum seiner eigenen Spezies und den der anderen nachhaltig zerstört und dabei auch noch ein Sendungsbewusstsein entwickelt, er ist etwas besonderes, weil er entgegen seiner Herkunft über kaum einen brauchbaren Sinn mehr verfügt und nun die Technik benötigt, um zu überleben, um von A nach B zu kommen oder irgendetwas simples zu tun, was jeder Schimpanse, Zugvogel oder Wal schon seit Millionen von Jahren kann und sich deshalb aber nicht göttlich fühlt.
Das Projekt „Mensch“ ist absolut schief gelaufen und deshalb kann er sich in seinem „Bewusstsein“ auch nur noch als die Krönung der Schöpfung sehen, da ihm ansonsten jeglicher Sinn abhanden kommen würde.
Würde mich freuen, wenn mich da jemand mit richtigen Argumenten widerlegen könnte.
Ich bin nicht im Beweiszwang. Es gibt keinen schlagenden Beweis, dass Tiere ein Bewusstsein haben, ausgenommen bei einige Affen. Ihre Begründung ist total an den Haaren herbeigezogen. Dinge entwickeln sich und sie als jemand der Darwin als Argument benutzt, sollte das eigentlich wissen. Der 1%ige Unterschied zum Affen in unserer genetischen Struktur liegt nun einmal größtenteils in der neuronalen Funktionalität.
Wenn sie aber doch einen Beweis haben wollen: Dann sagen sie mir warum sich bis auf ein paar Ausnahmen kein Tier selbst im Spiegel erkennt?!
Im Übrigen habe ich ebenfalls Tiere in meinem Haushalt. Hatte früher Meerschweinchen, dann Katze und Hunde inzwischen habe ich nur noch zwei Hunde, verschiedener Rasse und Größe. Instinktverhalten habe ich immer wieder bei ihnen beobachtet und habe mir manchmal einen Spaß daraus gemacht sie durch Attrappenversuche immer wieder zu sehen. Nur weil der Hund des Menschen besten Freundes ist, und auf ein trauriges Gesicht oder die traurige Stimme des Herrchens reagieren kann, heißt das noch nicht, dass er ein Bewusstsein hat (notfalls den Begriff nochmal nachschlagen).
Es tut mir Leid, aber sie scheinen ebenfalls nicht ganz die Definition von Instinkt zu kennen (und wieso muss ich sie noch einmal erklären?). Das was sie beschreiben, sind bestimmte Reaktionen auf Reize. Der Mensch muss nicht essen, wenn er nicht will. Er kann verhungern, wenn er sich weigert zu essen, sonst wäre z.B. ein Krankheitsbild wie Bullemie nicht möglich. Er kann sich dem Sex entziehen und in Enthaltsamkeit leben, ob das nun die katholischen Priester im Zölibat machen oder nicht, in den asiatischen Regionen gibt es genügend Menschen, die es machen - und so weiter und so weiter. Des Weiteren: Ist Erleuchtung für sie die Möglichkeit seinem Instinkt zu entfliehen? Das hat überhaupt nichts damit zu tun.
Instinktverhalten ist immer ein Akt, der an Attrappen jederzeit wiederholbar ist. Das ist nun einmal die Definition. Ich weiß, dass es sich viel polemischer und pathetischer anhört und benutzen lässt, dem Menschen Instinktverhalten anzudichten und man damit gute Diskussionen vom Zaun brechen kann, ist aber nichts weiter als ein Hirngespinst von radikalen Feministen oder Sekten, die naturwissenschaftliche Erkenntnisse verleugnen. Der Mensch reagiert auf Reize und kann sie deshalb auch unterdrücken. Was er nicht unterdrücken kann sind Reflexe. All das haben Tiere auch. Sie haben aber zusätzlich Instinkte, was genau das ist, muss ich ja jetzt nicht zum dritten Mal erklären.
Natürlich sind meine Beispiele von ein paar Wenigen, weil Reizüberwindung eigentlich auch nicht sinnvoll ist. Es macht schon Sinn, dass der Mensch auf seinen Hungerreiz reagiert und essen möchte. Sie dienen aber der Beweisführung, nämlich der, dass es sich um unterdrückbare Reize und nicht Instinktverhalten handelt.
Ich kann einfach nur empfehlen, sich die Begriffe mal bei naturwissenschaftlichen Fachzeitungen zu Gemüte zu führen. Denn wenn man "erwischt" wird, wie man Begriffe benutzt, deren Bedeutung man nicht wirklich kennt, ist das eher peinlich. Und Enzyklopädien a là Wikipedia, sind eben nicht von Experten, sondern von Usern, was eine gewisse Fehlerrate impliziert.