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 Betreff des Beitrags: Unfähigkeit die eigene Unkenntnis zu erkennen
BeitragVerfasst: Mi 25. Mär 2009, 21:43 
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Registriert: 22.03.09
Beiträge: 6
Mir ist letzens erst wieder ein Problem untergekommen.
Und so wollt ich ma fragen, ob ich damit allein da stehe. ^^

Also man hat grad was dazu gelernt, zB was in einem physikalischem Buch gelesen, denkt es eigentlich alles verstanden zu haben.
Aber im gleichen Moment kommt der Gedanke auf, was ist, wenn ich das nicht vollkommen oder sogar nicht mal richtig verstanden habe, aber durch meine beschränkte Erkenntnisfähigkeit meine Unkenntnis nicht erkenne?

Also ich finde das für den Moment schon sehr belastend.
Wie sieht es bei euch aus? Oder was meint ihr dazu?
Nur bitte, anraten zu einem Facharzt zu gehen, freundlich verpacken. ;-)

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"Vielleicht habe ich unrecht, und vielleicht hast du unrecht. Aber wir können auch beide unrecht haben."
Karl Popper


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 Betreff des Beitrags: Re: Unfähigkeit die eigene Unkenntnis zu erkennen
BeitragVerfasst: Mi 25. Mär 2009, 22:49 
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Registriert: 14.03.09
Beiträge: 13
Siggi hat geschrieben:
Aber im gleichen Moment kommt der Gedanke auf, was ist, wenn ich das nicht vollkommen oder sogar nicht mal richtig verstanden habe, aber durch meine beschränkte Erkenntnisfähigkeit meine Unkenntnis nicht erkenne?


Hups, was lese ich denn da? Das ist doch genau das, was ich auch meine !! Von Heinz von Foerster hab ich gelesen, dass er gesagt hat: "Wir sehen nicht, daß wir nicht sehen. Wir sind blind gegenüber unserer eigenen Blindheit"

Naja, so ist es ja auch. Mein Rezept: Einfach den Wahrheitsbegriff fallen lassen und sich auf das "sogut ich kann" einlassen.

Sogut ich kann. Mein Motto: Es ist töricht, mehr zu wollen, aber es ist eine eigentlich nicht verzeihliche Unterlassung, weniger zu tun, als man kann.

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Missverstehen ist der Normalfall, Verstehen der Sonderfall


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Unfähigkeit die eigene Unkenntnis zu erkennen
BeitragVerfasst: Mi 27. Mai 2009, 11:47 
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Registriert: 30.01.09
Beiträge: 37
Haste Recht. Ich habe immer das Gefühl, als würde die Menschen das mit der Perfektion missverstehen. Wir können zwar nicht perfekt werden, aber es ist ein menschlicher Verfall sich nicht mehr weiterzuentwickeln und nicht zu versuchen perfekt zu werden. Der Versuch perfekt zu werden, wird dir nicht gelingen, aber du entwicklest dich dadurch weiter.

Das ist das eigentlich Wichtige. Wenn du etwas nicht verstanden hast, dann versuche über das Internet mehr darüber zu lernen, bis du dir sicher bist alles darüber gelernt zu haben. Hört sich alles etwas extrem an, deswegen versuche es einzugrenzen, was du lernen möchtest. Zur Not kannst du auch andere Menschen fragen. Viele Menschen wollen das was sie gelernt haben und das was sie dadurch als bedeutsam empfinden anderen Menschen weitergeben. :mrgreen: Zumindest ist es meistens so.

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 Betreff des Beitrags: Re: Unfähigkeit die eigene Unkenntnis zu erkennen
BeitragVerfasst: Mi 1. Jul 2009, 13:45 
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Registriert: 01.07.09
Beiträge: 201
Wohnort: Minett / Luxemburg
Hallo Siggi,

Hm, ich finde dies eine recht interessante Frage, auch wenn ich sie mir noch nie so direkt gestellt habe. Für mich gibt es eigentlich nur 2 "Möglichkeiten". Entweder merke ich richtig, wie mir ein Licht aufgeht, wie ich das, was ich gerade gelesen habe, integriere und merke, wie es sich mit anderen Theorien und Gedanken verbinden lässt. Da kann ich dann auch sicher sein, es begriffen zu haben.

Oder aber ich sage mir selbst, dass ich die Dinge, das Leben oder vielleicht die nächsten Situationen usw. beobachten werde, um selbst zu merken, ob ich es begriffen habe oder nicht.

Was das Thema der Perfektion betrifft, welches hier auftaucht, so sehe ich persönlich dies schon etwas anders. Für mich zählt das Motiv: ich entwickle mich nicht weiter, weil ich von einer Inperfektion wegkommen möchte, denn in dem Fall wäre ich von meiner Inperfektion überzeugt und könnte sie nicht ändern. Ich entwickle mich eher weiter, weil es mir Spass macht, diese Entwicklung zu erleben... und dies bei mir ebenso wie bei anderen.


Liebe Grüsse


Shade

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Eines Tages wird die Wissenschaft beweisen, dass wir gar nicht existieren (Tahiti)


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Unfähigkeit die eigene Unkenntnis zu erkennen
BeitragVerfasst: Mi 1. Jul 2009, 14:20 
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Registriert: 28.06.09
Beiträge: 16
Das ist eine Interessante Frage, auf die ich leider nicht richtig antworten kann da ich sie mir nie selber gestellt habe.
Wenn ich sicher gehen will, ob ich etwas richtig oder falsch verstanden habe, versuche ich es mir selbst an einem Beispiel zu erklären. Sollte ich dann merken, dass es so gar nicht sein kann beschäftige ich mich eben nochmal damit.
Notfalls ziehe ich eben jemanden zu rate der es sicher weiß z.B. einen Physiker.

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Intelligenz ist gleich Wissen, Wissen aber nicht gleich Intelligenz!


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Unfähigkeit die eigene Unkenntnis zu erkennen
BeitragVerfasst: So 5. Jul 2009, 20:29 
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PhilMod

Registriert: 03.07.09
Beiträge: 431
Hallo Siggi

Jedes schwer verständliche Werk bietet uns zwei Möglichkeiten. Die erste wäre, dem Verfasser die Fähigkeit zur Klarheit und Einfachheit abzusprechen, die zweite ist uns selbst
für dumm zu halten. Also ich für mich bevorzuge die erste Möglichkeit. Denn schon Michel de Montaigne sagte so treffend: "Gelehrte haben keinen Grund Wörter zu verwenden, die sich auf der Straße oder am Marktplatz deplaziert ausnehmen." Du verstehst was ich damit meine, oft wird hinter Unverstäntlichkeit nur der Umstand verborgen, dass man nichts zu sagen hat.

m.f.g. plotin

_________________
Wer glaubt das er alles gefunden hat, hat nie gesucht.


  
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