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 Betreff des Beitrags: Helmuth Plessner - Exzentrizität des Menschen
BeitragVerfasst: Di 1. Apr 2008, 13:10 
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Registriert: 01.04.08
Beiträge: 2
Hallo liebe Community,

ich habe im Rahmen unseres Kursthemas Anthropologie (12er Jahrgang Gymnasium) meinem Lehrer angeboten ein freiwilliges Referat
zu machen. Er hat mir dann prompt Plessner vorgesetzt, dessen Text es ja unheimlich in sich hat.

Dazu habe ich einen Bogen mit 5 Fragen bekommen, die ich quasi beantworten können muss:

1) Klären sie die Bedeutung und die Konsequenzen der von Plessner behaupteten Antinomien!
-> also Grenzen des Körpers... gesetzt und gleichzeitig darüber hinaus wachsend ; sich zu dem machen, was man schon ist

2) Erörtern sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede der anthropologischen Theorien Gehlens und Plessners.

3) Inwiefern ist der Mensch nicht Urheber der aus seinem Schaffen resultierenden Ergebnisse?

4) Erklären Sie an Hand der Konstitution (,,Verfasstheit'') des Menschen, warum er zum Schaffen gezwungen ist! Wie kann man sich dieses Schaffen konkret vorstellen und wann setzt es ein/endet es (Lebensphase)?

5) Erörtern Sie das Verhältnis des Menschen zur Natur unter Berücksichtigung der Begriffe ,,exzentrisch'' und ,,natürlich''


Tsja das ist ein ganz schöner Batzen. Muss das leider bis morgen haben... wie so manch anderer Schüler hab also auch ich mein Zeitmanagement etwas vergurkt. Naja mal sehen wie weit ich komme...

Danke Euch schonmal!!

Liebe Grüße

Jonny


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 1. Apr 2008, 15:28 
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Registriert: 01.04.08
Beiträge: 2
also mal einen Ansatz dazu von mir selbst.

Generall sagt er ja, dass der Mensch sich durch seine Exzentrizität auszeichnet. Im Vergleich dazu ist die Pflanze zum beispiel offen positioniert, da sie sich nicht eigenständig von der Natur abzugrenzen vermag. Das Tier hingegen ist zentrisch - alles was es macht ist um die IHM UNBEKANNTE Mitte herum aufgebaut und es vermag sich von der Umgebung abzugrenzen.
Der Mensch ist exzentrisch, da er eigentlich gleich dem Tier ist, jedoch sein eigenes Erleben von außen Betrachten kann. Er kann dies zeit- und ortlos tun, d.h. er ist sich schon während seines Tuns bewusst bzw. kann sich bewusst machen was er tut. Dies können Tiere nicht, da sie kein Bewusstsein in dem Sinne haben, sodass sie ihr Handelszentrum (<- ist das mit Zentrum gemeint?) von außen betrachten können.

Was ich nicht so recht verstehe:
Im Gegensatz zu Scheler waren für ihn Körper und Geist eine Einheit. Ich bin Leib und habe einen Körper. Der Mensch ist weltoffen und hat einen Drang nach Erfahrung, habe aber keine feste Identität. Sein Wesen sei unbestimmbar, er sei ins Nichts gestellt und müsse zu sich selber Stellung beziehen. Er ist nach Plessner gesetzt durch seine Körperlichkeit und muss sich selber setzen im Verhältnis zu dem Anderen.


Ansonsten gab es noch die Regeln, die er aufgestellt hat:
1.vermittelte Unmittelbarkeit: diese bedeutet (alles nach meinem verständnis), dass der Mensch die Umwelt nicht unmittelbar aufnehmen oder wohl besser ,,erfassen'' kann, sondern nur durch vermittelnde Medien, wie die Sprache.
2. künstliche Natürlichkeit: dies bedeutet, dass der Mensch die Eigenschaft inne hat, seine Natur künstlich zu verändern. Dies sei laut Plessner eine Grundeigenschaft des Menschen. Er macht also das veränderte , künstlliche zu seiner neuen Natürlichkeit.
3. der utopische Standort: ? Keine Ahnung, was er damit meint...
vermutlich, dass es den Menschen ausmacht, das er über das Sein und seine eigentliche Existenz nachdenkt und die Beantwortung dieser Frage in der Religion sucht. Aber da bin ich mir nicht sicher...

Bitte helft mir schonmal bei diesen theoretischen Grundsätzen Plessners, dann geht der Rest vermutlich auch etwas einfacher...

Danke Euch!

Jonny


  
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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 1. Apr 2008, 16:57 
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Wenn ich mich an andere Threads dieser Art erinnere, so denke ich darf ich hier ruhig diese Antwort geben: ...

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