Hallo zusammen,
das ist mein erster Eintrag und ich habe eigentlich etwas völlig anderes gesucht und bin sofort über diese "Umfrage" gestolpert.
Die Frage auf diese Weise zu stellen, empfinde ich als äußerst problematisch, da braun angetüncht. Nicht nur das. Ich höre Alarmglocken gegen Sozialdarwinismus läuten, die man niemals wieder ignorieren darf. Dürfen behinderte Menschen Kinder habe, stand da in einem Beitrag. Vom rein biologischen, warum nicht? Aber wichtiger ist doch die Frage, wie allen Menschen, die Kinder haben, die Verantwortung für dieses neue Leben verständlich gemacht werden kann. Unsere Lebensgemeinschaft/Staat erlaubt erst allen Menschen die Entscheidung selbst zu treffen, um im nachhinein auch die Macht zu haben, den Eltern die Fähigkeit abzusprechen, diese Verantwortung zu behalten. Zudem werden die Eltern, die temporär oder langfristig die physische Grundversorgung nicht gewährleisten können, vom Rest/uns/Staat unterstützt. Also vom rein Materiellen sollten alle Kinder grundsätzlich versorgt sein. Bleibt die Frage der Erziehung. Die wird gerne, wie ein schwarzer Peter, von einer Instanz zur nächsten geschoben. Die Eltern, der Kindergarten, die Schule und die Gesellschaft. Da jede Instanz inzwischen seine Vertreter hat, die bei Leistungsforderungen abwehrend reagiert, bleibt die Erziehung gern auf der Strecke. Die anderen werden es schon richten und "bin ich überhaupt dafür zuständig?".
Ich würde es allerdings begrüßen, wenn Lehrer einiges mehr an ihren Erfahrungen und an der Universität erlernten Pädagogik an ihre Schüler weitergeben könnten. Auch das Bedarf Zeit, Mühe und Geld, die unsere heutige Gesellschaft höchsten für die Werbung für solche Errungenschaften aufbringen möchte. Wie ich finde, mangelnde Ausbildung am falschen Ort (Lehrer sollten an Fachschulen ausgebildet werden, für Grundschulpädagogik bedarf es keiner wissenschaftlicher Ausbildung) schlechte Bezahlung (diese Menschen sind für die Zukunft eines ganzen Landes mitverantwortlich und werden bezahlt ...

) hoher Krankheitsstand (Burn-out mal anders) und politisch motivierte Sparmaßnahmen, verhindern dies leider.
Zusammenfassend also ein grundsätzliches Nein auf die Frage und die Forderung den Menschen ein besseres Fundament für eine verantwortungsvolle Entscheidung, ob ein Kind in ihrem Leben sinnvoll ist, mitzugeben.
P.S. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass viele Kinder nur durch die unsachgemäße bis völlig fehlende Anwendung von Verhütungsmittel zustande kommen. Zudem wollen viele Menschen auch gar nicht bewusst oder verantwortungsvoll Entscheiden. Aber als Hobbyphilosoph darf ich mir doch den perfekten Geist erargumentieren, oder?
P.S.S.
Ich war auf der Suche nach einer Definition für Würde/die Menschenwürde, die im ersten Artikel unserer Verfassung als unantastbar geschützt wird. Aber so wie sich manche Menschen benehmen, frage ich mich, wo man da noch hinfassen könnte ... aber das wird, glaube ich, ein eigener Thread.