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 Betreff des Beitrags: Der Sinn des Lebens - "Produktionsfehler"?
BeitragVerfasst: 2. Dezember 2007, 02:43 
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Registriert: 2. Dezember 2007, 02:24
Beiträge: 10
Hey, ;)
frag mich manchmal, ob das alles real ist. Das Leben, die Liebe, Gefühle, einfach alles.
Ich schaue aus dem Fenster und sehe nix außer "Einheitsmännchen", überall. Jeder tut das dasselbe, keiner weiß Antworten auf große Fragen wie "Warum sind wir entstanden?" "Welchen Sinn hat das Leben überhaupt?" "Sind wir allein im All?"
Ich weiß es nicht. Vielleicht lebt man besser, wenn man sich nicht so viele Gedanken macht. Aber vielleicht sind auch erst die Leute wirklich intelligent, die sich Gedanken machen, die sich eben nicht mit einer einfachen Antwort zufireden geben. Ich philosophiere schon wieder. *lol*

Zu meine Ausgangsfrage: Was für einen Sinn macht eigentlich das Leben? Ich glaub mittlerweile, wir sind einfach eine Laune der Natur. Wir sind das Produkt von Chaos, quasi ein Zufallsprodukt, ein Produktionsfehler. Was wir daraus machen, ist unsere Sache. Man kann es natürlich auch positiv als Geschenk werten. Aber keine Ahnung, mir kommt es so vor, als wenn sich jeder nur von Ziel zu Ziel hangelt, von Tag zu Tag, als wenn es einen inneren Zwang gäbe, sich etwas zu suchen, seine eigene Existenz zu rechtfertigen. Kaum hat man ausgelernt, muss man sich gleich ne Arbeit suchen. Beziehung vorbei, erstmal allein glücklich werden. Und so weiter und sofort...

Naja, frag mich ob wir nicht einfach fehl am Platze sind? Versteht mich nicht falsch. Ich bejahe das Leben. Aber wenn es keinen Lebens-Sinn gibt außer den von der Gesellschaft allgemein Anerkannten (=Familie gründen, guten Job mit gutem Geld, versorgen, Liebe suchen, etc.), wer sagt uns dann, wie wir zu leben haben? Kann man sich überhaupt festlegen? Und sind diese ganzen Gedanken nicht eigentlich auch schon wieder unsinnig? xD

Keine Ahnung... Würd mich über ein paar Antworten freuen. ;-)


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BeitragVerfasst: 3. Dezember 2007, 17:42 
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Registriert: 4. Oktober 2007, 13:33
Beiträge: 154
Willkommen in der Phiosophie Zoltan,

ich sehe schon irgendwie denken wir ähnlich...
Vor einiger Zeit habe ich mir genau die selben Fragen gestellt.
Ich finde dies Übereinstimmung schon etwas unheimlich.... zugegeben.

Folgen wir einem biologischem Programm wenn wir uns selbst sowas fragen?
Ich denke, dass Du Dich gerade in einem Stadium der Erkenntniserweiterung befindest.

Zoltan hat geschrieben:
wir sind einfach eine Laune der Natur. Wir sind das Produkt von Chaos, quasi ein Zufallsprodukt, ein Produktionsfehler

Das ist inzwischen für mich keinesfalls so. Wir sind das exakte Produkt der Konstellation
unserer Welt. Vor kurzem hat mal jemand behauptet, dass wäre unser Universum auch nur
minimal geringfügig anders, gäbe es kein Leben.
Werde da nochmal nach der genauen Quelle schauen...

Ich denke wir Menschen sind Teil der "Bewegung" der Elemente und spielen
eine wichtige Schlüsselrolle in der Veränderung der Materie/ Energie im Universum.
Dazu aber ein ander mal mehr...

_________________
Wir müssen unseren Mitmenschen immer noch die Möglichkeit
lassen, aus jenen Schubladen zu klettern, in die
wir sie vorher selbst hinein gesteckt haben.

(c) by sternstaub 2008


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BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007, 15:21 
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Registriert: 2. Dezember 2007, 02:24
Beiträge: 10
Ich hab im Frühjahr im P.M. Wissensmagazin einen Artikel über Quantenphysik und vor kurzem über Dunkle Matrie gelesen.
Nicht dass ich der große Physiker wäre. Ich würde son Fach-Gebrabbel vermutlich auch nicht richtig durchblicken.

Aber die Gedanken darin fand ich schon erstaunlich! 96 % aller Materie im Weltall sind dunkel und damit nicht wahrnehmbar für das menschliche Auge!
Nur 4% sind also sichtbar. Zudem meint die Quantenphysik, alles ist Chaos. Aber ist dieser sichtbare Teil nicht gerade deshalb unnormal oder gar ein Fehler im System? Wenn ich das nun weiterstricke, komme ich auch zu meiner These, ^^ dass Leben eigentlich ein Produktionsfehler sein muss. Wenn wir nicht einmal wissen, was vor dem Urknall war und wie das Weltall funktioniert, wie können wir dann überhaupt wissen, was real und existent ist geschweige denn was richtig oder falsch?

_________________
Das Leben ist zu kompliziert, um es in ein paar Sätzen zu erklären.


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BeitragVerfasst: 5. Dezember 2007, 15:39 
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Registriert: 30. August 2007, 18:26
Beiträge: 20
Wir können nicht wissen was Richtig udn Falsch ist!
Hier orientiert sich der Mensch einfach an Normen, die durch die Evolution enstanden.
Einige basieren auf Instinkten, andere auf Erfahrung.
Aber ob wir ein Fehler sind oder ein Unfall können wir auch nicht entscheiden.
Weil was ist letztlich diese Entscheidung?
Nichts anderes als menschliche Wertung, welche sich auf Normen stützt!

Lg Max


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BeitragVerfasst: 17. Dezember 2007, 23:05 
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Registriert: 17. Dezember 2007, 20:04
Beiträge: 9
Bis zu einem gewissen Punkt muss ich Mäxchen zustimmen. Wir wissen nicht genau, woraus wir hervorgegangen sind. Das was wir haben, ist die Schöpfung innerhalb der wir uns bewegen, die Relation, die wir zu unserer Umwelt haben und das Alleine, zu dem wir gehören. Gehen wir mal davon aus, dass der Sinn unseres Lebens im Bereich der natürlichen Gegebenheiten gesucht werden muss, die uns umgeben und die unüberwindbar sind. Bis dahin können wir den Sinn unseres Daseins erfüllen, wo unser Dasein endet, also bis zum Tode. Oder sagen wir lieber: Bis zu dem Punkt, wo alles einmal verfällt. Daraus folgere ich, dass diese Sinnerfüllung im Bereich des unüberwindbaren Zyklus von Leben und Tod statthaben muss. Das soweit zu den Normen der Menschlichen Wertung, die Mäxchen erwähnt hat.

Sowie ich mir über diesen Zyklus Gedanken mache, kommt mir nun die Frage: Welchen Prinzipien folgt der Kreislauf?
Denn wenn er grundlegende Gegebenheit ist für das, was wir suchen, muss der Sinn unseres Lebens letztendlich auch zumindest mit dem seinen zusammenhängen.
Zuerst einmal stellen wir fest, dass wir hier zwei Gegebenheiten haben, nämlich den Tod und das Leben. Doch sind diese beiden für sich genommen noch kein Prinzip, denn dann würde es heißen, man lebe um des Lebens Willen und sterbe um des Sterbens Willen. Was also liegt dem Leben als Prozess zugrunde, welche Zwecke sind ihm eigen und welchen Zweck erfüllt das Sterben in dieser Beziehung?

- Die erste Frage, die sich daraus ableitet, lautet: Welcher Prozess liegt ím Sein der gesamten Schöpfung vor? Welche Veranlagung trägt jedes Lebewesen in sich? Diese Veranlagung, die sich in jedem Lebewesen findet, ist die jene des Wachstums, denn es wird sich kein Lebewesen finden, welches nicht ein Teil dieses großartigen Prozesses ist.
Nun wissen wir grobförmig, welche Anlage das Leben in diesem Zyklus darstellt.
- Die Zweite Frage, die sich auf die Antwort der ersten bezieht, gehört zum Element des Todes in unserem Kreislauf. Welche Rolle spielen dann Tod un Verfall in diesem Konzept des Wachstums? Was steckt dahinter, dass ein Lebewesen nach einem mühsamen Prozess wie diesem wieder zu Staub zerfällt? Und ferner - da es ja ein Zyklus ist - inwiefern hängt der Tod mit dem immer fortwährenden Leben zusammen?
Machen wir's kürzer: Der Tod/ Zerfall von altem Leben schafft neue Existenzgrundlagen. Man kann es mit einem Pilz vergleichen. Der besteht aus der Frucht, die sichtbar über der Erde wächst und einem Myzel, das sich unsichtbar unter der Erde befindet. Der Pilz wächst und wächst bis er seine Sporen abgegeben hat und fällt dann wieder in sich zusammen, doch das Myzel kann immer wieder neue Pilze hervor bringen und bis zu 3000 Jahre alt werden!
Dadurch, dass der Pilz nun den Zweck erfüllt hat, Sporen abzugeben, ist er nichtmehr von Nutzen und "schafft Platz" für eine neue Frucht.
Das ist also, grob gesagt, die eigenschaft des Elements, das der Zerfall im Konzept von Tod und Leben spielt.

Die daraus folgende Aussage ist also:
der Sinn des Lebens steht in engem Bezug zum Konzept von Entstehen, Wachsen und Vergehen im Sinne des natürlichen Zyklus.

_________________
Teach me the tongue of fire
So that I may set the world ablaze
For it is cold
And this blindness can no longer give me shelter
(Emperor)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Sinn des Lebens - "Produktionsfehler"?
BeitragVerfasst: 29. Oktober 2008, 04:17 
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Registriert: 18. Februar 2008, 15:51
Beiträge: 26
Wohnort: Deutschland - Berlin
Sehr interessant, was Feuerfänger hier geschrieben hat. Auch recht gut argumentiert.
Diese Folgerung ist auch sehr schlüssig.

Ich denke ähnlich.

Wissenschaftlich nachgewiesen ist das Universum, was wir kennen mit Planeten, Sonnen usw. durch Zufall entstanden. Ein kurzer Einwurf: Es ist nicht bewiesen, dass das Universum in einem Urknall entstanden ist, es gibt auch die Theorie, dass die Materie zwar bis zu einem sehr kleinen Punkt zusammengepresst war, aber dieser nicht unendlich klein war, d.h. dass es nicht aus dem 'Nichts' kam, sondern davor schon etwas war, was sich eben zusammengezogen hat und wieder auseinander ging. Tja, und wenn das Universum sich mit einer größeren Geschwindigkeit ausgebreitet hätte bzw. ausbreiten würde, könnte sich die Materie gar nicht treffen, d.h. die Teilchen würde sich die ganze Zeit vom Mittelpunkt entfernen, aber keine größeren 'Haufen' bilden, Planeten usw. würde es so nicht geben. Wäre die Geschwindigkeit kleiner, würde sich alles zu einem großen Klumpen zusammenfügen usw. ... Man sieht also, dass es nur Zufall ist. Es kommt auf die verschiedensten Faktoren an. Dass Leben auf der Erde entstanden ist, hängt unter anderem damit zusammen, dass die Sonne Wärme spendet bzw. dass das Innere der Erde. Es gibt ja auch Lebewesen, die ohne Sonnenlicht leben. Ich habe gehört, dass die Anomalie des Wassers wichtig für unsere Entstehung war. Auch hier spielen alle gegebenen Faktoren eine Rolle. Wie auch unsere Atmosphäre. Das heißt also, dass die ersten Zellen, die dann entstanden sind, nur chemische Vorgänge waren. Die Zelle kontrolliert sich ja nicht selbst. Das sind alles chemische Vorgänge, die da stattfinden. Millionen Jahre gab es nur Einzeller. Irgendwann sollen sich dann welche zusammengeschlossen haben und so hat die eine Zelle bspw. die Nahrungsaufnahme übernommen und die andere die Energieerzeugung. Jeder Organismus ist darauf aus, soviel wie möglich Energie zu sparen und zu bekommen. So hat sich das dann weiterentwickelt. Irgendwann sind wir entstanden. Folglich können wir uns nicht selbst kontrollieren, meiner Meinung nach. Es sind alles irgendwelche chemischen und physikalischen Vorgänge. Wenn wir eine Entscheidung treffen, tun wir dies aus Erfahrung und nach körperlichen Gegebenheiten, wie also z.B. manche Dinge im Gehirn durch die Gene strukturiert wurden. Sogar in der Schwangerschaft werden Informationen an das Kind weitergegeben, woraus dieses dann Eigenschaften mitbekommt. Wenn einer Mutter ständig über den Hunger isst, ist das Kind gefährdet es der Mutter gleich zu tun (Hungergefühl gesteuert durch Hormone). Mit jeder Erinnerung, mit jedem Moment, bildet das Gehirn neue Synapsen, d.h. unsere Erfahrung und unser Wissen wird erweitert. Wir haben davon Milliarden. Theoretisch müsste es also möglich sein, den Charakter eines Menschen durch die Synapsen festzustellen, aber soweit sind wir noch lange nicht. Alles, was wir sind, wird also durch Materie gespeichert. Irgendwas muss ja da passieren, was dann wieder zum Anfang führen würde, dass alles 'einfach' physikalische und chemische Reaktionen sind. Das macht schon mal sehr nachdenklich über jedes Individuum. Wir denken eben, dass wir selbst entscheiden, können dies aber gar nicht. Demzufolge gibt es also keinen Sinn im Leben. Es ist ja alles bloß Zufall und daher vorherbestimmt, wenn keiner eigenständig entscheiden kann.
Von daher ist auch die Wissenschaft nur subjektiv, da wir es mit unseren Sinnen wahrnehmen, die wir früher gebraucht haben. Infrarotlicht können wir z.B. nicht sehen. Wir können es nur feststellen. Es gibt sicherlich Unmengen von unerforschten und unentdeckten Sachen, die wir einfach auch niemals finden werden, da uns dazu die Sinne fehlen. Das kann man jetzt noch stundenlang weiterführen.

Dass sie das Leben entwickelt hat, setzt ja vorraus, dass es sich immer vermehrt haben muss, da es sonst ausstirbt. Da es Kämpfe gibt und manche Arten ausgestorben sind, kann nur das Stärkste überleben. Folglich muss sich das Leben immer vermehren (bei den Menschen war es leider zu viel) und sich durchsetzen und weiterentwickeln, was nicht in dessen Macht steht, da es ja nicht veranlasst, dass sich bspw. bei der Schlange die Beine zurückgebildet haben. Das Leben muss anpassungsfähig sein und immer da, wo es geht, muss es überleben. Wenn ich mir z.B. eine Krankheit anschaue wie die Grippe: Sie wird durch ein Virus ausgelöst. Dieser vermehrt sich erst dann, wenn er den geeigneten Ort gefunden hat. So ist das auch mit Schimmelpilz usw.. Das mal als Beispiel dazu, wie es sich vermehrt, überleben muss und evtl. weiterentwickelt. Es gibt ja jedes Jahr eine andere, erneuerte Grippeschutzimpfung, angepasst auf neue Viren.

Mehr fällt mir jetzt nicht ein. :P

MfG, yuyo

_________________
Wissen ist Macht.
Ich weiß nichts.
Macht nichts.


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