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 Betreff des Beitrags: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Fr 3. Apr 2009, 12:44 
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Registriert: 03.06.08
Beiträge: 2
Hallo, zur zeit arbeite ich an einem Buch welches u.a. den Menschen kritisiert.
Was mir dabei auffiel war, dass man den Menschen als solches (ohne seine "eigentliche" Hülle) schwer scharf abgrenzen kann.
Die Frage ist, wo beginnt das Menschsein bzw. wo endet sie. Bewusst wurde der Begriff "Menschsein" gewählt da Mensch, menschlichkeit usw. in dem Sinne zu differenziert ist um es für das Idividuum als auch für das Kollektiv zu fassen.

Ich hoffe jemand hat verstanden was ich fragen wollte.
Bin gespannt und freue mich auf die Resonanz!


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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: So 17. Mai 2009, 20:10 
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Registriert: 17.05.09
Beiträge: 1
Hey
Ich weiß zwar nicht ob es dir weiterhilft und ich wollte mich über dieses Thema schon länger mal auslassen weil es mir auf der Seele brennt.
Apropos Seele, nach meiner "Idee" besteht die Seele eines Menschen genauso wie die eines Tieres oder eines Baumes. Sie muss etwas sein was aus reiner Energie besteht und ohne sie würde es uns nicht geben. Ich meine, die Seele eines Menschen ist dafür verantwortlich das wir nicht gleich sind. Wenn es stimmt das uns ein höheres Wesen geschaffen hat oder auch nur die Affen dann müssten wir nach dem christlichen glauben alle gleich sein, denn Adam und Eva waren auch gleich. Nur ihre Geschlechter waren unterschiedlich. Nun kann man in die Gen Biologie gehen und sagen; " die DNA eines Menschen ist dafür verantwortlich das wir so sind wie wir sind.", doch die DNA verbindet sich mit der des Partners. Und wenn es nun stimmt was in der Bibel steht dann waren Adam und Eva gleich, also auch im Biologischen Sinne. (Ich möchte hier anmerken das ich keinesfalls gläubig bin, es ist also aus einem reinen emotionslosen Standwinkel geschrieben.) Nun stellt sich die frage wie wir alle verschieden geworden sind wenn wir doch alle mal gleich waren. Und nun kommt die Seele ins Spiel.
Nach meiner Theorie gab es Seelen schon immer und sie sterben nicht.
Stirbt jemand wird seine Seele freigesetzt, denn wenn die Seele wie ich meine aus reiner Energie bestehen dann vergeht sie nicht, denn Energie geht niemals verloren.
Ich weiß noch nicht wie ich mir das Erklären soll aber irgendwie gelingt es dieser Energie in den Körper eines Menschen, eines Tieres oder eines Baumes zu gelangen.
Ich weiß das dir das warscheinlich nciht besonders weiterhilft.
Wenn aber doch solltest du mir eine Rückmeldung geben.
Wenn dir meine Theorie nicht gefällt bin ich sehr
gerne bereit mir deine anmerkung ebenfalls anzuhören

mfg. Starsinheaven


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Mo 18. Mai 2009, 14:34 
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Registriert: 03.01.09
Beiträge: 125
Starsinheaven hat geschrieben:
Ich weiß noch nicht wie ich mir das Erklären soll aber irgendwie gelingt es dieser Energie in den Körper eines Menschen, eines Tieres oder eines Baumes zu gelangen.

Starsinheaven
Wohin darf die Seele fliegen, wenn es keine Lebewesen mehr gibt?
Im Beispiel des Weltuntergangs?
Wenn die Seelen sich alternativ frei im Weltall aufhalten, müsste man ihre vorhandene Energie messen können. Energie und Masse sind äquivalent und Masse übt bekanntlich Gravitation aus.
Aber ich möchte noch sagen, dass du bitte bitte bitte nicht sagen sollst, dass diese "geheime Energie" diese so mysteriöse "Dunkle Materie" sein soll, ohne jetzt zu tief in die Physik einsteigen zu wollen.

infiniti


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Di 19. Mai 2009, 10:10 
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Registriert: 26.03.09
Beiträge: 62
Wohnort: Dort wo man seine Gedanken hört^^
??? Infiniti wie kommste jetzt auf dunkle Materie die Rede ist doch von was ganz anderem ???

Ich weiß woher einige denken die Seele besteht aus Energie, da gabs sowas wo bewissen werden könnte das man die Seele als Energie abmessen konnte. Aber erzeugt der Körper nicht auch Energie? könnte es nicht sein dass als die Seele den Körper verlies das der Körper auf das verlassen der Seele reagiert hat? Und so die Daten der Forscher verfälscht hat.

Wenn die Seele aus Energie besteht fällt es mir schwer zu glauben das sie wohin gehen kann.
Wenn die Seele ins Jenseits geht müsste sie doch etwas anderes sein wie Energie?

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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Di 19. Mai 2009, 13:41 
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Registriert: 03.01.09
Beiträge: 125
Athaba
Athaba hat geschrieben:
??? Infiniti wie kommste jetzt auf dunkle Materie die Rede ist doch von was ganz anderem ???

Mit Dunkle Materie, sofern du diese kennst, meinte ich, dass man Seelen, wenn sie den Körper verlassen und im Weltall herumschwirren (im Falle eines Weltuntergangs), optisch nicht betrachten kann, also unsichtbar. Und doch sind sie messbar, weil Energie gemessen werden kann. In Form von Masse, daraus folgend Gravitation.
Man könnte also auch die Position solcher Seelen auswerten - und Menschen, die sich mit Seelen beschäftigen, würden sagen, diese messbare, nicht sichtbare Menge an einem bestimmten Ort ist die befreite Seele. Menschen im Bereich Physik interpretieren dies als Dunkle Materie, weil diese dem entspricht, was man über darüber weiß, nämlich, dass man sie nicht sehen, aber messen kann, oder besser: ihre ungefähre Position bestimmen kann, weil man sich an den kosmischen Objekten orientieren muss.

Athaba hat geschrieben:
Wenn die Seele ins Jenseits geht müsste sie doch etwas anderes sein wie Energie?

Würde ich auch vermuten. Und zwar weil Energie immer in gleicher Menge vorhanden sein muss, von Anfang an bis zum Ende des Universums, und nicht sich einfach so auflösen kann.
Aber was wäre für dich ein Jenseits?

infiniti


Zuletzt geändert von infiniti am Di 19. Mai 2009, 13:42, insgesamt 2-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: So 24. Mai 2009, 14:09 
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Registriert: 03.06.08
Beiträge: 2
Irgendwie wird nicht auf meine Frage eingegangen, vllt. habe ich sie auch zu undeutlich formuliert.
Also nochmal von vorn: Ein lebender ottonormalverbraucher Mensch mit all seiner Menschlichkeit ist "ist Mensch" (ja 2x ist), könnte man meinen. So ein genannter Mensch hat selbst als Cyborg (zB mit einer Zahnkrone), bei einer breiten Auffassung, ein "Menschsein".
Jetzt gehen wir mal weiter in die Richtung. Ein Mensch der Körperteile verlohren hat wird allg. auch nicht (so oft) in seiner "Menschseinheit" diskreditiert. Wenn jedoch jetzt ein ansonsten gesunder Mensch nicht als solches agieren kann weil zB das Gehirn stark eingeschränkt wurde, was ihn nur noch zu einem Haufen Zellmasse reduziert, kann man dann noch vom "Menschsein" sprechen?
Was ist nun beim gegenteiligem Beispiel? Ist ein menschlicher Geist/Gedanke/Denkweise/usw. unbedingt an einen Menschenkörper gebunden um als "Mensch zu sein" oder reicht ein menschlicher Körper (sind 2 verschiedene Dinge!) oder benötig man dazu garkeinen?
Kann zB eine Maschine oder ein Tier ein "Menschsein" haben, wenn er wie ein Mensch agiert, denkt, fühlt, usw. ? Sind wir in digitaler Weise hier im Forum Menschen oder eher doch nur Persona unser vermeintlichen Identitäten?


@Seelen: Meiner Auffassung nach macht eine Seele kein Individuum aus sondern wird vom Betrachter des Idividuums interpretiert. Die Seele ist wie Wissen, Gott, Logik usw. eine Annahme, sie beruhen alle auf dem Glauben. Der Glauben, dass wir etwas annehmen können ist Bestandteil unsere Existenz. Somit bestreite ich nicht, dass es etwas wie eine Seele gibt ABER meiner Meinung nach ist 'eine Seele zu haben' kein Kriterium für das Menschsein!


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: So 24. Mai 2009, 22:20 
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Registriert: 26.03.09
Beiträge: 62
Wohnort: Dort wo man seine Gedanken hört^^
Infinitie also erstmal ka warum du immer Seelen und Dunkle materie zusammen bringst, die Seelen wandern doch woanderst hin egal wohin nenn es jenseits. Und Dunkle Materie ist doch nur Materie die wir Menschen noch nicht kennen und nicht wissen was es ist.


Ein Mensch ist ein Mensch: Weil er denken kann, weil er träumen kann, weil er lieben kann, weil er hoffen kann.
Kann ein Tier hoffen? Wer weiß das schon.
Kann ein Tier lieben? Wer weiß das schon.
Kann ein Tier träumen? Wer weiß das schon.
Kann ein Tier denken? Wer weiß das schon.

Ich denke das alles zeichnet das Menschsein aus. Und lieg ich im sterben und angeschlossen an Maschinen, schaltet diese nur ab wenn ihr wisst das ich all das nicht mehr kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: So 24. Mai 2009, 22:45 
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Registriert: 03.01.09
Beiträge: 125
Athaba
Athaba hat geschrieben:
Infinitie also erstmal ka warum du immer Seelen und Dunkle materie zusammen bringst, die Seelen wandern doch woanderst hin egal wohin nenn es jenseits. Und Dunkle Materie ist doch nur Materie die wir Menschen noch nicht kennen und nicht wissen was es ist.

Das Problem zwischen uns ist, dass Du Seelen in einen imaginären Raum oder Zustand in Form einer Schublade hineinsteckst und sie mit Nicht für Menschen zugänglich beschriftest. Zwar gibt es in der Quantenphysik ein Jenseits, jedoch gilt es als verboten, dass Energien, in welcher Form auch immer, einfach verschwinden. Die Summe der Energien im Universum bleibt konstant - und Du stopfst gewisse Mengen sonst wo hin und schließt sie von uns ab.

Athaba hat geschrieben:
Ein Mensch ist ein Mensch: Weil er denken kann, weil er träumen kann, weil er lieben kann, weil er hoffen kann.
Kann ein Tier hoffen? Wer weiß das schon.
Kann ein Tier lieben? Wer weiß das schon.
Kann ein Tier träumen? Wer weiß das schon.
Kann ein Tier denken? Wer weiß das schon.

Dann kann ein Tier doch auch als Mensch bezeichnet werden, wenn es liebt, oder?

Athaba hat geschrieben:
Wer weiß das schon.

Wir Menschen nicht, aber die Tiere. Und wären diese in der Lage, dann könnten sie genau dasselbe über uns fragen.

infiniti


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Mo 25. Mai 2009, 13:08 
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Registriert: 25.05.09
Beiträge: 1
@INc

Ich glaube das Menschsein benötigt die fähigkeit des Gehirns, also der Kapazität, um diese auch in ihrer Komplexität wiederzugeben.
Daher glaube ich es wäre leichter eine Maschine (bzw wie von euch verwendet CYborg)
die menschlichkeit zu erlernen (Zu programmieren) als einem tier.
Tiere sind allgemein nur von ihren GrundInstinkten geleitet.
Maschinen nicht sind von uns Programmiert also quasi von uns erschaffen.
Ein versuchtes ebenbild, ein teil der Persönlichkeit des menschen der sie KOnstruiert hat.

Wir Menschen sind so überheblich und glauben das wir frei denken und handeln aba das tun wir nicht ihn warheit manipuliert uns unser Unterbewusstsein so stark das wir glauben wir Handeln,denken und fühlen zum größten Teil frei was nicht der fall ist, weil wir wie die tiere von unseren Grundinstiken geleitet werden. (Das war gerade ein widerspruch! Ich weis aba ich meine der Unterschied vom Mensch zu tier ist das der mesch ein paar entscheidung selber treffen kann ohne beeinflussung des unterbewusstseins)

Was uns Menschlich macht?
Menschlichkeit ist für mich ein sache der Ethik und Moral.

Etwas gutes zu tun ohne dabei selber einen Vorteil zu erwarten. (Uneigennützigkeit)
Gerecht zu sein usw.

Aber auch menschen schaden zuzufügen, zu verletzten, zu quälen oda gar töten aus spass. (eigentlich unmenschlich doch es gehört leider zu unserer natur)

Solchen sachen passieren in der Tierwelt geleitet von Instikten nicht.
Es hat alles einen Grund beziehungsweise einen nutzen.
Wenn ein löwe satt ist überlässt er den Kadaver den Geiern (aber nich weil er groß zugig sonder weils in nicht interessiert) aber nich seinen gebietsrivalen.
Ein löwe gibt nichts ab von seiner beute er frisst bis er satt ist.
Eine löwin sorgt dafür das der nachwuchs nahrung kriegt und überlebt.
Grund: Oberste priotät der Instinkte Vermehrung bzw erhaltung der Gattung.

So jetzt hab ich mich erstmal ausgetobt xD.
Ich hoffe ich habs wenigsten ein wenig geschafft meine gedanken zu orden und einer weise rüberzubringen die man versteht.


p.s. Es gibt nicht viel wofür es sich lohnt zu Leben,ausser das Leben!


Zuletzt geändert von krisuu am Mo 25. Mai 2009, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Mo 25. Mai 2009, 18:21 
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Beiträge: 62
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Naja ich meinte ja das wir nicht wissen ob ein Tier dass wir als Tier bezeichnen diese kompexität aufbringen könnte oder kann. Der Delphin z.B. könnte Intelligenter sein wie der Mensch, das problem es kann nicht sprechen udn auch nicht auf Land laufen, deshalb erkennen wir nicht ob es "Dümmer" oder "Schlauer" ist wie wir.

Der mensch erschaft seine Welt, seine Regeln und Gesetze und warum nicht auch seine Begriffe? Der mensch ist nur so intelligent wie auch seine Worte die er erschaffen hat um sich zu verständigen. Es gibt Wörter die zweideutig sind und welche die etwas sagen und man versteht nicht wirklich was gemeint ist, oder man glaub zu wissen was es ist.

"Mensch sein" wer sagt uns wie ein Mensch ist?
Ein anderer Mensch. Erst sind es unsere Eltern die uns sagen wie man sein soll oder müsste, dann hat man noch Vorbilder, Freunde, Verwandte, und Bekannte die uns in unserem Bild eines Menschens oder des Mensch seins beeinflussen.
Da jeder von uns ein Individuum ist hat jeder sein eigenes Bild vom Mensch sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Di 26. Mai 2009, 20:02 
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Das wird lang. Menschsein ist doch im Prinzip eine Zusammensetzung aus den Worten Mensch und Sein. Da wir Sein als finites Verb betrachten, kann doch die Frage „Was ist die Bedeutung des Wortes Menschsein.“ am Ende doch auch lauten:“Was ist ein Mensch.“ Ich glaube beide Fragen sind elementar miteinander verbunden. Ich hoffe, dass sie in deinem Sinne auch in einer ähnlichen Weise verbunden sind.

In der Form, wie der Mensch aus seiner Vergangenheit erfahren kann, gibt es viele verschiedene Sichtweisen, was denn am Ende nun ein Mensch ist. Für den Menschen als Individuum ist das Menschsein, aber von der Situation unterschiedlich. Einerseits betrachten wir den Menschen vielleicht als einen zusammengewürfelten Haufen von Zellen, die sich selbstständig organisieren und wobei eine gewisse Form von organisiertem Chaos herrscht, dem kein Mensch eine vollkommene Struktur zu geben vermag, mit der der Mensch, den Menschen als natürliches Objekt mit einer absoluten Sicherheit bestimmen kann. Andererseits gibt es dann wieder den Menschen, der fühlen kann. Nicht nur die neuronalen Reizweiterleitungen sondern noch sehr viel mehr. Er ist für andere Menschen imstande Gefühle weiterzugeben und mit anderen Menschen mitzufühlen. Da stellt sich dann die Frage ist der Mensch in seiner Existenz so viel, wie die Menge der Menschen, die mit dem Menschen zusammenarbeiten? Andersherum gefragt: Wieviel ist der Mensch ohne einen anderen Menschen. Es werden zwar oftmals Filme gezeigt in denen Einzelgänger überleben, die auch ohne andere Menschen existieren. Aber ein Mensch ist ohne einen und vielleicht sogar viele andere Menschen in seiner Existenz bedeutungslos. Im Gegensatz zur Bedeutungslosigkeit eines Menschen, kann aber wieder gesagt werden, dass der Mensch so bedeutsam ist, wie andere Menschen ihn als bedeutsam empfinden und behandeln und das ist schon mehr als nichts.

Ich weiss, es ist seltsam Fragen als Antworten zu stellen, aber ich glaube in der ersten Hinsicht eines Problems ist es erstmal wichtig, die richtige Frage für das Problem zu stellen und ich glaube, für den Menschen in seiner Existenz ist eine Frage viel zu wenig.


Du fragtest also nach dem Anfang und dem Ende der Menschlichkeit. Ich frage dich auf welcher Ebene du das meinst. Denn durch die obrigen Fragen, die ich stellte beginnt der Mensch in dem Sein und Existenz der er ist und endet dort, wo er keine Möglichkeit hat, etwas zu beeinflussen und wo er in seiner Existenz für anderes nicht mehr existent ist. Es ist zwar klar formuliert, aber in der Realität wieder schwer umsetzbar. Ich mache dafür mal ein Beispiel. Wenn ein Mensch also die Erde sprengt. Dann ist seine Handlung die Sprengung der Erde. Da ist aber nicht das Ende, denn wenn nun die Sprengung so groß ist, der Mars und die Venus unangenehm nah an der Erde sind und sie von der Explosion beeinflusst werden, dann steht die Handlung und Existenz bis in die Reichweite der Venus und des Mars. Wenn nun der Mars und die Venus ihr Laufbahn ändern und vielleicht sogar genau von der Sonne geschluckt werden. Dann bedeutet das wieder, dass die Sonne schwerer wird und früher sterben wird. In diesem Beispiel hat die Handlung eines Menschen dazu geführt, dass das gesamte Sonnensystem beeinflusst wurde. Der Gedanke kann so weit gesponnen werden, dass die Handlung eines Menschen in einem bestimmten Zeitpunkt das ganze Universum beeinflusst hat und damit jedes mögliche existente Lebewesen und Strukturen und Systemkomplexe beeinflusst wurden. Das ist mehr oder minder die Problematik die du ansprichst, wenn ich dich Recht verstanden habe. Ich glaube, es kann nicht scharf eingegrenzt werden. Ich glaube, es kann nur die Intensivität und der Handlung einer menschlichen Existenz betrachtet werden. Sowohl Intermolekular, als auch Interplanetar kann jede mögliche Handlung eines Menschen sein.

Das war jetzt in Bezug zu deinem ersten Beitrag.

In deinem zweiten Beitrag sprachest du von der Bedeutung eines Menschen für einen Menschen. Es ist schon konkreter und natürlich könnte bei dem selben Beispiel oben eine etwas kleinere Einwirkung betrachtet werden, da dann die Bedeutung des einen Menschen schon da für den anderen aufhört, wenn der andere bereits tot ist. Also stirbt die Betrachtung eines anderen Menschen, der den Menschen mit der Handlung betrachtet in dem Augenblick, indem der andere Mensch, der betrachtet, stirbt.

Mal sehen, was da so alles rausgenommen werden kann. Ich betrachte den Anfang eines Menschen bei sich selbst und dem Ende seiner Wirkung als dem Ende seiner Existenz als Mensch.

Wenn ein Mensch so, wie du ihn beschrieben hast durch den Verlust eines Beines in einem Moment seine gesamte Existenz und deren Wirkung betrachtet. Dann wäre der Anfang seiner Existenz in der Betrachtung seiner eigenen Existenz und dem Verhalten, dass er daraus schließt. Der Verlust seines Beins beeinflusst ihn in seinem Anfang und damit auch in seiner Wirkung für alle anderen Menschen.

Als du fragtest, woran der Mensch in seinem Menschsein gebunden ist, da kann ausgedrückt werden, dass er eben an der Länge seines existenten Lebens gebunden ist, aber in seiner Wirkung als Menschsein abhängig von anderen Menschen sind, die in der Betrachtung und Beurteilung der Bedeutsamkeit der Existenz des Menschen, diese Bedeutsamkeit so weit, wie sie bedeutsam, für die betrachtenden Menschen weitergetragen wird.

Bei Tieren und Maschinen ist sehr stark zu differenzieren, denn Maschinen sind wir im Prinzip alle, aber wir wurden nicht einheitlich gebaut, denn jeder von uns ist anders und so ist eine menschliche Maschine in seinem Verhalten, in seiner fortbestehen Existenz und deren Wirkung als völlig anders zu betrachten, als ein maschineller Mensch. Es hört sich zwar seltsam an, aber in Bezug zum letzten Satz muss ich ergänzen, dass wir alle biologische Maschinen sind, und wir haben uns in unserem Verhalten und der Struktur unseres Verhalten mit anderen unterschieden. Wir wurden Menschen genannt und selbst die Menschen untereinander sind alle mit einem anderem Namen in dieser Welt existent und so ist auch eine menschliche Maschine etwas anderes.

Mir kommt noch ein anderer Gedanke. Vielleicht spanne ich den Gedanken viel zu weit. Der Mensch in seiner Existenz hat immer eine bestimmte Verhaltensstruktur, die sich von allen anderen Menschen unterscheidet, ihn als Mensch aber als Mensch charackterisiert.

In deiner letzten Frage im zweiten Beitrag sind, wir im Internet sehr wahrscheinlich nur Persona unserer Internet-Identitäten, aber als Existenz fangen wir bei uns selbst an und du bist an deinem Anfang ein Mensch und alles, was nicht du bist, kann die Wirkung deiner Existenz sein. So ist die Kommunikation im Internet nur eine Wirkung deiner Existenz. Vielleicht sehe ich als etwas zu kleinlich, vielleicht willst du es alles anders haben. In welcher Hinsicht möchtest du denn das Menschensein darstellen? In seinem Anfang oder in seinem Ende oder in seiner Betrachtung?

Was mir an den Beiträgen der anderen aufgefallen ist, dass sie die Existenz des Menschen an eine notwendige Struktur binden. Ein Mensch, muss ein Gehirn haben, um ein Mensch zu sein.....

Wieso, weshalb warum? Wieso muss ein Mensch ein Gehirn haben, um ein Mensch zu sein. Wenn er beispielsweise kein Gehirn hat und im fiktionalem Bereich auch ohne Gehirn als Mensch verhält, ist er dann ein Mensch oder ist er dann kein Mensch. Wenn das Menschsein betrachtet wird, kann beim Anfang der Mensch selbst betrachtet werden, aber wenn sich ein Mensch abhängig von einer bestimmten Betrachtung macht, dann endet der Mensch dort in seiner Existenz, wo die Wirkung dieses Mensch in der Betrachtung endet. Wird also alles beschrieben, was in der Betrachtung als Auswirkung einer Handlung eines Menschen ist, dann endet der Mensch in seinem Menschsein in dem Ende der Auswirkung der Handlung.

Prinzipiell geht es im Anfang der Betrachtung des Menschsein, in der allgemeinen Existenz des Menschens und sie verläuft weiter in seiner Handlung und endet im Ende der Wirkung seiner Handlung. Die Wirkung kann wie bereits bemerkt weitergetragen werden, aber wenn die Wirkung nur auf eine Betrachtung begrenzt wird, so endet die Wirkung in dem Ende der Wirkung in der Betrachtung.

Ich hoffe, ich habe nicht zu viel geschrieben und ich hoffe du konntest mich verstehen. Ich hoffe auch, dass du nicht gelangweilt warst, an den vielen Gedankenwiederholungen, aber um einen Standpunkt deutlich zu machen, muss der eigene Standpunkt an vielen Beispielen und vielen Hinsichten wiedergespeigelt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Di 26. Mai 2009, 21:37 
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Registriert: 03.01.09
Beiträge: 125
Beredien
Beredien hat geschrieben:
Da ist aber nicht das Ende, denn wenn nun die Sprengung so groß ist, der Mars und die Venus unangenehm nah an der Erde sind und sie von der Explosion beeinflusst werden, dann steht die Handlung und Existenz bis in die Reichweite der Venus und des Mars.

Beredien hat geschrieben:
Sowohl Intermolekular, als auch Interplanetar kann jede mögliche Handlung eines Menschen sein.

Nicht nur dann. Auch die menschliche Gravitationskraft wirkt wie die eines jeden anderen materiellen Zustandes unendlich weit. Somit haben wir, obwohl wir uns nicht mechanisch betätigen, einen Einfluss auf jedes andere Objekt. Ich ziehe dich in diesem Moment gravitativ an und du mich. Wir beide haben ebenfalls bewegungsverändernden Einfluss auf eine 10 Milliarden entfernte Galaxie XYZ.

Abgesehen von gravitativen Wirkungen würde sich unser Leben fein oder gar komplett ändern, wenn wir etwas bestimmtes tun.
Wenn ich beispielsweise meinen rechten Arm hochheben will, stattdessen aber versehentlich meinen linken Arm erhebe, sprich ohne eigentliches gewolltes Vorhaben (um eine Konstanz im Leben zu erhalten), dann ändert sich das Leben in künftiger Zeit, ist also anders als wenn ich den rechten Arm hochgehoben hätte.
Hättest Du eine Klausur geschrieben, bei der Du nach der Bewertungsart des Lehrers/der Lehrerin eigentlich eine 2- bekommen würdest, allerdings er/sie sich verzählt hat und Dir eine 3+ stattdessen gibt, bedeutet das eine bis zum Tod andauernde, minimale Veränderung Deines Lebens.

Diese Veränderungsrate, so und auch gravitativ gesehen (z.B. Bewegungsänderung einer Galaxie), sind zwar so minimal, dass eine Prozentangabe so viele Nullen hinter dem Komma hätte, dass dir beim Vorlesen der Zahl schlecht wird, aber es deutet trotzdem darauf hin, dass man nicht sagen kann, dass eine bestimmte Tat (wie z.B. die Tatsache, dass man als Baby einen Holzklotzturm am so und so vielsten um so und so viel Uhr zerstört hat) in Vergessenheit gerät und dadurch das Leben durch dieses Vergessen in Zukunft genauso weiterläuft, wie es "vorgesehen" wäre, wenn der Holzkotzturm nicht zerstört worden wäre und man sich zurecht nicht an so etwas erinnern kann.

Extremer wäre das bei Tötungen eines Menschen, wofür man sich ewig Vorwürfe macht und/oder lebenslänglich in das Gefängnis gehen muss.
Möglicherweise kann man die eigentlich für die Quantenmechanik vorbestimmte sogenannte Pfadintegral-Methode im Leben eines Menschen einbauen.
Diese Methode sagt aus, dass nicht ein Weg im Leben, also eine vorbestimmte Lebensweise oder besser eine Lebensweise, die man in der Zukunft durch eine Zeitreise ablesen kann, nicht wirklich existiert. Das Leben würde eher auf Wahrscheinlichkeiten ruhen.

Hoffentlich war das verständlich.

infiniti

PS: Wenn Du meinen letzten Absatz widersprechen würdest, dann hieße es, dass unser Leben und die Existenzweise des gesamten Universums von Vergangenheit bis in die Zukunft bereits vorgesehen ist und das Leben sich also nur abzuspielen brauchen lässt. Vergleichbar mit einem Video:
Wenn Du einen Film drehst, hast Du jegliche Freiheit darin, den Film so zu gestalten, wie Du willst, was in deiner Welt deiner Lebensweise entspricht.
Wenn Du den Film abspielst, dann sind Vergangenheit, Gegenwart UND ZUKUNFT bereits vorgesehen. Demnach würden wir quasi in einer Illusion leben und alle nur glauben, wir wären frei in Sachen Handlung.


Zuletzt geändert von infiniti am Di 26. Mai 2009, 21:45, insgesamt 3-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Das "Menschsein"
BeitragVerfasst: Mi 27. Mai 2009, 07:04 
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Beiträge: 37
Ich brachte, aber auch den Ausdruck ins Spiel, dass wir auch die Intensivität unserer Handlungen auch betrachten sollten. Inwiefern kann beispielsweise unsererseits eine Handlung als nicht mehr wirkungsvoll betrachtet werden. Also wie klein muss die Konsequenz unserer Wirkung sein, damit wir sie als Ende unserer Handlungswirkung betrachten können?

Zitat:
Holzkotzturm
Darüber musste ich mich natürlich köstlich amüsieren. Ich weiss, es ist ein Rechtschreibfehler, aber ein sehr lustiger, wie ich bemerken möchte.

infiniti hat geschrieben:
Wenn Du meinen letzten Absatz widersprechen würdest, dann hieße es, dass unser Leben und die Existenzweise des gesamten Universums von Vergangenheit bis in die Zukunft bereits vorgesehen ist und das Leben sich also nur abzuspielen brauchen lässt. Vergleichbar mit einem Video:
Wenn Du einen Film drehst, hast Du jegliche Freiheit darin, den Film so zu gestalten, wie Du willst, was in deiner Welt deiner Lebensweise entspricht.
Wenn Du den Film abspielst, dann sind Vergangenheit, Gegenwart UND ZUKUNFT bereits vorgesehen. Demnach würden wir quasi in einer Illusion leben und alle nur glauben, wir wären frei in Sachen Handlung.


Ich wollte deinem letzten Absatz nicht wiedersprechen. Lediglich deinem Zusatz wollte ich wiedersprechen. Ich werde das nun tun, wollte dich jedoch darauf hinweisen, dass ich dir in diesem Punkt niemals wiedersprechen wollte, das jedoch nun tun musst, da deine Gedanken bei der Infragestellung etwas weniger von Bedeutung sind.

Es ist lediglich eine Betrachtung von dem, was mal sein wird. Mit anderen Worten ist alles was die Zukunft betrifft nur Gerüchte, die sich entweder bestätigen oder sich eben wiederlegen. Wir können die Zukunft nicht betrachten, also können wir nicht beurteilen, ob etwas fatalistisch ist, oder ob etwas kontingent ist. In der Betrachtung der Gegenwart wird aus dem Bereich der menschlichen Erfahrung oft von dem wirken der Quantenphysik als universelle Erklärung an die Menschheit als Indikator für die Kontingenz. Wobei die Quantenphysik mit dem Wort der Wahrscheinlichkeit einhergeht und damit alles mehr oder minder nur ein Ding der Wahrscheinlichkeit ist. Wir beurteilen zwar alles als weniger wahrscheinlich oder eher wahrscheinlich und setzen das in Relation mit anderen Ereignissen. Prinzipiell kann es soetwas wie Weissagen geben, nur ist die Wahrscheinlichkeit dass die vorhersagen einer Person zutreffen für das menschliche Empfinden unwahrscheinlich ist. Trotzallem ist es möglich, dass die Vorhersagen einer Person zutreffen es ist eben nur ein Ding der Wahrscheinlichkeit.

Auch die Freiheit ist ein Bezugssache, die sehr unterschiedlich betrachtet werden kann, deshalb halte ich das jetzt aussen vor.

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