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Das wird lang. Menschsein ist doch im Prinzip eine Zusammensetzung aus den Worten Mensch und Sein. Da wir Sein als finites Verb betrachten, kann doch die Frage „Was ist die Bedeutung des Wortes Menschsein.“ am Ende doch auch lauten:“Was ist ein Mensch.“ Ich glaube beide Fragen sind elementar miteinander verbunden. Ich hoffe, dass sie in deinem Sinne auch in einer ähnlichen Weise verbunden sind.
In der Form, wie der Mensch aus seiner Vergangenheit erfahren kann, gibt es viele verschiedene Sichtweisen, was denn am Ende nun ein Mensch ist. Für den Menschen als Individuum ist das Menschsein, aber von der Situation unterschiedlich. Einerseits betrachten wir den Menschen vielleicht als einen zusammengewürfelten Haufen von Zellen, die sich selbstständig organisieren und wobei eine gewisse Form von organisiertem Chaos herrscht, dem kein Mensch eine vollkommene Struktur zu geben vermag, mit der der Mensch, den Menschen als natürliches Objekt mit einer absoluten Sicherheit bestimmen kann. Andererseits gibt es dann wieder den Menschen, der fühlen kann. Nicht nur die neuronalen Reizweiterleitungen sondern noch sehr viel mehr. Er ist für andere Menschen imstande Gefühle weiterzugeben und mit anderen Menschen mitzufühlen. Da stellt sich dann die Frage ist der Mensch in seiner Existenz so viel, wie die Menge der Menschen, die mit dem Menschen zusammenarbeiten? Andersherum gefragt: Wieviel ist der Mensch ohne einen anderen Menschen. Es werden zwar oftmals Filme gezeigt in denen Einzelgänger überleben, die auch ohne andere Menschen existieren. Aber ein Mensch ist ohne einen und vielleicht sogar viele andere Menschen in seiner Existenz bedeutungslos. Im Gegensatz zur Bedeutungslosigkeit eines Menschen, kann aber wieder gesagt werden, dass der Mensch so bedeutsam ist, wie andere Menschen ihn als bedeutsam empfinden und behandeln und das ist schon mehr als nichts.
Ich weiss, es ist seltsam Fragen als Antworten zu stellen, aber ich glaube in der ersten Hinsicht eines Problems ist es erstmal wichtig, die richtige Frage für das Problem zu stellen und ich glaube, für den Menschen in seiner Existenz ist eine Frage viel zu wenig.
Du fragtest also nach dem Anfang und dem Ende der Menschlichkeit. Ich frage dich auf welcher Ebene du das meinst. Denn durch die obrigen Fragen, die ich stellte beginnt der Mensch in dem Sein und Existenz der er ist und endet dort, wo er keine Möglichkeit hat, etwas zu beeinflussen und wo er in seiner Existenz für anderes nicht mehr existent ist. Es ist zwar klar formuliert, aber in der Realität wieder schwer umsetzbar. Ich mache dafür mal ein Beispiel. Wenn ein Mensch also die Erde sprengt. Dann ist seine Handlung die Sprengung der Erde. Da ist aber nicht das Ende, denn wenn nun die Sprengung so groß ist, der Mars und die Venus unangenehm nah an der Erde sind und sie von der Explosion beeinflusst werden, dann steht die Handlung und Existenz bis in die Reichweite der Venus und des Mars. Wenn nun der Mars und die Venus ihr Laufbahn ändern und vielleicht sogar genau von der Sonne geschluckt werden. Dann bedeutet das wieder, dass die Sonne schwerer wird und früher sterben wird. In diesem Beispiel hat die Handlung eines Menschen dazu geführt, dass das gesamte Sonnensystem beeinflusst wurde. Der Gedanke kann so weit gesponnen werden, dass die Handlung eines Menschen in einem bestimmten Zeitpunkt das ganze Universum beeinflusst hat und damit jedes mögliche existente Lebewesen und Strukturen und Systemkomplexe beeinflusst wurden. Das ist mehr oder minder die Problematik die du ansprichst, wenn ich dich Recht verstanden habe. Ich glaube, es kann nicht scharf eingegrenzt werden. Ich glaube, es kann nur die Intensivität und der Handlung einer menschlichen Existenz betrachtet werden. Sowohl Intermolekular, als auch Interplanetar kann jede mögliche Handlung eines Menschen sein.
Das war jetzt in Bezug zu deinem ersten Beitrag.
In deinem zweiten Beitrag sprachest du von der Bedeutung eines Menschen für einen Menschen. Es ist schon konkreter und natürlich könnte bei dem selben Beispiel oben eine etwas kleinere Einwirkung betrachtet werden, da dann die Bedeutung des einen Menschen schon da für den anderen aufhört, wenn der andere bereits tot ist. Also stirbt die Betrachtung eines anderen Menschen, der den Menschen mit der Handlung betrachtet in dem Augenblick, indem der andere Mensch, der betrachtet, stirbt.
Mal sehen, was da so alles rausgenommen werden kann. Ich betrachte den Anfang eines Menschen bei sich selbst und dem Ende seiner Wirkung als dem Ende seiner Existenz als Mensch.
Wenn ein Mensch so, wie du ihn beschrieben hast durch den Verlust eines Beines in einem Moment seine gesamte Existenz und deren Wirkung betrachtet. Dann wäre der Anfang seiner Existenz in der Betrachtung seiner eigenen Existenz und dem Verhalten, dass er daraus schließt. Der Verlust seines Beins beeinflusst ihn in seinem Anfang und damit auch in seiner Wirkung für alle anderen Menschen.
Als du fragtest, woran der Mensch in seinem Menschsein gebunden ist, da kann ausgedrückt werden, dass er eben an der Länge seines existenten Lebens gebunden ist, aber in seiner Wirkung als Menschsein abhängig von anderen Menschen sind, die in der Betrachtung und Beurteilung der Bedeutsamkeit der Existenz des Menschen, diese Bedeutsamkeit so weit, wie sie bedeutsam, für die betrachtenden Menschen weitergetragen wird.
Bei Tieren und Maschinen ist sehr stark zu differenzieren, denn Maschinen sind wir im Prinzip alle, aber wir wurden nicht einheitlich gebaut, denn jeder von uns ist anders und so ist eine menschliche Maschine in seinem Verhalten, in seiner fortbestehen Existenz und deren Wirkung als völlig anders zu betrachten, als ein maschineller Mensch. Es hört sich zwar seltsam an, aber in Bezug zum letzten Satz muss ich ergänzen, dass wir alle biologische Maschinen sind, und wir haben uns in unserem Verhalten und der Struktur unseres Verhalten mit anderen unterschieden. Wir wurden Menschen genannt und selbst die Menschen untereinander sind alle mit einem anderem Namen in dieser Welt existent und so ist auch eine menschliche Maschine etwas anderes.
Mir kommt noch ein anderer Gedanke. Vielleicht spanne ich den Gedanken viel zu weit. Der Mensch in seiner Existenz hat immer eine bestimmte Verhaltensstruktur, die sich von allen anderen Menschen unterscheidet, ihn als Mensch aber als Mensch charackterisiert.
In deiner letzten Frage im zweiten Beitrag sind, wir im Internet sehr wahrscheinlich nur Persona unserer Internet-Identitäten, aber als Existenz fangen wir bei uns selbst an und du bist an deinem Anfang ein Mensch und alles, was nicht du bist, kann die Wirkung deiner Existenz sein. So ist die Kommunikation im Internet nur eine Wirkung deiner Existenz. Vielleicht sehe ich als etwas zu kleinlich, vielleicht willst du es alles anders haben. In welcher Hinsicht möchtest du denn das Menschensein darstellen? In seinem Anfang oder in seinem Ende oder in seiner Betrachtung?
Was mir an den Beiträgen der anderen aufgefallen ist, dass sie die Existenz des Menschen an eine notwendige Struktur binden. Ein Mensch, muss ein Gehirn haben, um ein Mensch zu sein.....
Wieso, weshalb warum? Wieso muss ein Mensch ein Gehirn haben, um ein Mensch zu sein. Wenn er beispielsweise kein Gehirn hat und im fiktionalem Bereich auch ohne Gehirn als Mensch verhält, ist er dann ein Mensch oder ist er dann kein Mensch. Wenn das Menschsein betrachtet wird, kann beim Anfang der Mensch selbst betrachtet werden, aber wenn sich ein Mensch abhängig von einer bestimmten Betrachtung macht, dann endet der Mensch dort in seiner Existenz, wo die Wirkung dieses Mensch in der Betrachtung endet. Wird also alles beschrieben, was in der Betrachtung als Auswirkung einer Handlung eines Menschen ist, dann endet der Mensch in seinem Menschsein in dem Ende der Auswirkung der Handlung.
Prinzipiell geht es im Anfang der Betrachtung des Menschsein, in der allgemeinen Existenz des Menschens und sie verläuft weiter in seiner Handlung und endet im Ende der Wirkung seiner Handlung. Die Wirkung kann wie bereits bemerkt weitergetragen werden, aber wenn die Wirkung nur auf eine Betrachtung begrenzt wird, so endet die Wirkung in dem Ende der Wirkung in der Betrachtung.
Ich hoffe, ich habe nicht zu viel geschrieben und ich hoffe du konntest mich verstehen. Ich hoffe auch, dass du nicht gelangweilt warst, an den vielen Gedankenwiederholungen, aber um einen Standpunkt deutlich zu machen, muss der eigene Standpunkt an vielen Beispielen und vielen Hinsichten wiedergespeigelt werden.
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