2010: Wenn ich das Problem 'Menschheit' auf einen Nenner bringen müsste. Was wäre zu sagen?
Das der 'Mensch', jeder Einzelne von uns, glaubt das die Welt etwas ist das ihm zur Verfügung steht, etwa so wie einem ein Sklave zur Verfügung steht und zu stehen hat. Das ist der unausgesprochene Anspruch des Menschen.
Das er mit der Welt umgeht wie mit einem Sklaven, obschon Welt und Erde, in Beziehungsverhältnissen gesprochen eher etwas wie eine Mutter ist.
Ich bin kein Öko, kein Grüner oder etwas in der Art und es ist auch eher hinderlich diesen Gedanken in diese Richtung auszuweiten. Wir würden an diesem Gedanken vorbeigehen. Es ist also wegzusehen von diesem gedanklichen Fluchtweg.
Der Fluchtweg dieses Gedankens führt dazu das wir den Sklaven etwas besser halten, damit er länger durchhält.
Wir haben unsere Mutter nicht, wir sind mit unserer Mutter. Es ist kein Besitzverhältnis. Sehen wir den Unterschied? Wir haben unsere Welt so, dass wir in einer Welt zuhause sind. Wir sind in ihr geborgen und zwar im ureigentlichsten Sinne überhaupt.
Der Sklave ist frei zu geben, umwillen des eigenen frei werdens. Doch wie ist der Schritt zu tun, wenn wir nicht einem Aktionismus verfallen möchten, der in der Rückhand doch schon wieder eine Rechnung präsentieren will? Frei wovon, möchte man fragen?
Es ist zu sehen, dass der Sklave in Wahrheit vielleicht keiner ist? Es ist zu sehen das wir selbst die Sklaven sind. Das wir uns selbst, allesamt an eine Weltvorstellung versklavt haben. Die Allermeisten von uns ohne davon auch nur etwas zu ahnen, weil "hineingeboren" in diese Vorstellung als dem selbstverständlichsten.
Die Rede ist darum auch nicht von einer anderen Vorstellung, von einer Heilsvorstellung, einer besseren Welt. Die Rede ist davon die bestehenden Verhältnisse zunächst klar und einzig in den Blick zu bekommen. Den Gedanken zu denken. Das bedeutet, es darauf ankommen lassen möglicherweise nicht zu wissen was dann zu tun ist. Am Ende dieses Gedankens steht kein Soll. Das Ende dieses Gedankens ist ein Anfang.
Was bedeutet dieser Anfang? Das Selbstverständliche wird zum unverständlichsten und damit zum fragwürdigsten.
gegend
