eine Blase des Nichts

Das Individuum Mensch(sein).

eine Blase des Nichts

Beitragvon simpel » Di 9. Mär 2010, 11:30

Ein Spruch aus dem 'Zitate' Strang:
Der Mensch ist nur eine Blase des Nichts, die annimmt, sie sei der Maßstab der Welt.
M. Maeterlinck

hat mich in Verband mit der Frage nach 'Hoffnung' nachdenken lassen:

Wer sollte für uns Menschen denn sonst 'Maßstab' sein, wenn nicht der Mensch?
Ich bestreite den Ausspruch: Der Mensch ist nur eine Blase des Nichts...
Was soll der denn aussagen? Führt nicht eine solche 'Erniedrigung' genau zu den 'Erhöhungen' wie sie sich z.B. in der christlichen 'Krone...Schöpfung...' äußern?
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Re: eine Blase des Nichts

Beitragvon plotin » Di 9. Mär 2010, 12:11

....Der Mensch, Ansammlung von verunreinigtem Kohlenstoff und einiger anderer Elemente,
ist und kann bloß Maßstab für sich selbst sein. Der Welt ist es egal ob er existiert oder nicht.

meint m.f.g. plotin
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Re: eine Blase des Nichts

Beitragvon simpel » Di 9. Mär 2010, 17:43

Hallo Plotin,
Meine lieber Scholli... du hast vom Mensch eine Meinung...
plotin hat geschrieben:....Der Mensch, Ansammlung von verunreinigtem Kohlenstoff und einiger anderer Elemente,

'verunreinigter Kohlenstoff' was soll das denn sein? Kohlenstoff kann Bindungen eingehen und z.B. so lekkere wie C2H6OH da aber von 'Verunreinigung' zu sprechen...

plotin hat geschrieben:...ist und kann bloß Maßstab für sich selbst sein. Der Welt ist es egal ob er existiert oder nicht.

Nein, der Welt ist es nicht 'egal' ob wir existieren oder nicht. 'Die Welt' hat gar keine Meinung. Egal heißt 'gleich - gültig'. Die Benutzung dieses Wortes birgt aber schon die Dualität in sich.

'Die Welt' gibt es nicht. Das was wir (Menschen) als Welt erleben, ist eine Interpretation unseres Gehirns.
Es gibt z.B keine Farben - nur unterschiedliche Wellenlängen des Lichts.
Deswegen können wir (Menschen) sagen: wir sind der Maßstab für unsere Welt. Eine andere haben wir nicht. Und uns (Menschen) soll es besser nicht 'egal' sein was aus unserer Interpretation wird. :)

Woher hast du nur deine düsteren Gedanken...tss... verunreinigter Kohlenstoff...*kopfschüttel*
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Re: eine Blase des Nichts

Beitragvon plotin » Di 9. Mär 2010, 21:06

.....Geblendet vom Licht der Selbstüberschätzung! der Mensch die Krone?...... Überlegen
durch Individualität, der Möglichkeit der Reflexion, durch das zum Ausdruck bringen von
Gefühlen......Erhaben? Oder bloß schwach und unterlegen, eine "Blase des Nichts" eben,
immer in der Hoffnung auf......auf was (der Mittelpunkt sein zu wollen)?

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Re: eine Blase des Nichts

Beitragvon Kecki » Fr 12. Mär 2010, 23:38

simpel hat geschrieben:Ein Spruch aus dem 'Zitate' Strang:
Der Mensch ist nur eine Blase des Nichts, die annimmt, sie sei der Maßstab der Welt.
M. Maeterlinck

Nur das Individuum mißt und nimmt an. Insofern nimmt er an, Maßstab (seiner) Welt zu sein,

simpel hat geschrieben:Wer sollte für uns Menschen denn sonst 'Maßstab' sein, wenn nicht der Mensch?
Ich bestreite den Ausspruch: Der Mensch ist nur eine Blase des Nichts...

Nichts kann keine Blase "haben". Nichts ist nichts.

simpel hat geschrieben:Was soll der denn aussagen? Führt nicht eine solche 'Erniedrigung' genau zu den 'Erhöhungen' wie sie sich z.B. in der christlichen 'Krone...Schöpfung...' äußern?

Klar, wenn jemand das abstuft, was der Mensch von sich hält, muß dieser "dagegenhalten", sich umso mehr erhöhen, um einen Ausgleich herzustellen. Die Gottesgläubigen fühlen sich einem Gott gegenüber derart minderwertig, daß sie z. B. in zwischenmenschlichen Bereichen äußerste Machtphantasien entwickeln vermögen.
Dasselbe gilt übrigens auch für Wissenschaftler, die sich als minimale, unbedeutende Wesen einem immensen Universum, von der Außenwelt aufoktroierte (Natur-) Gesetze, gegenübersehen, begreifen. Das Machtwort heißt hier: Bewiesen!

plotin hat geschrieben:....Der Mensch, Ansammlung von verunreinigtem Kohlenstoff und einiger anderer Elemente,
ist und kann bloß Maßstab für sich selbst sein. Der Welt ist es egal ob er existiert oder nicht.

Richtig. Was soll "Welt" eigentlich sein? Etwas unabhängiges, eigenständiges? Von wem oder was unabhängig? Von einem Individuum, das Teil dieser Welt ist?

simpel hat geschrieben:Nein, der Welt ist es nicht 'egal' ob wir existieren oder nicht. 'Die Welt' hat gar keine Meinung. Egal heißt 'gleich - gültig'. Die Benutzung dieses Wortes birgt aber schon die Dualität in sich.

Ja. Die Benutzung dieses Wortes...

simpel hat geschrieben:'Die Welt' gibt es nicht. Das was wir (Menschen) als Welt erleben, ist eine Interpretation unseres Gehirns.

Bist du sicher, daß das Gehirn interpretiert? Oder interpretieren wir mithilfe des Gehirns?

simpel hat geschrieben:Es gibt z.B keine Farben - nur unterschiedliche Wellenlängen des Lichts.
Deswegen können wir (Menschen) sagen: wir sind der Maßstab für unsere Welt. Eine andere haben wir nicht. Und uns (Menschen) soll es besser nicht 'egal' sein was aus unserer Interpretation wird. :)

Wir sind der Maßstab der Welt, wie wir sie interpretieren.
Und: nein, es sollte uns wirklich nicht egal sein.

plotin hat geschrieben:.....Geblendet vom Licht der Selbstüberschätzung! der Mensch die Krone?...... Überlegen
durch Individualität, der Möglichkeit der Reflexion, durch das zum Ausdruck bringen von
Gefühlen......Erhaben? Oder bloß schwach und unterlegen, eine "Blase des Nichts" eben,
immer in der Hoffnung auf......auf was (der Mittelpunkt sein zu wollen)?

Individualität ist keine Form der Überlegenheit gegenüber anderen Individualitäten. Wie sollte es auch?
Bloß das Denken schafft Überlegenheiten, indem sie bestimmte Eigenschaften heraushebt und als "besser" einstuft.
Typisch menschlich, würde ich sagen.
Ich fürchte nur, wir sind wirklich "der Mittelpunkt" unseres Erlebens (wer oder was sonst - wenn überhaupt), und dies ist (unsere) Welt. "Mittelpunkt" ist aber "an sich" nicht wertend, schwach oder stark, überlegen oder unterlegen, er verweist einfach nur auf einen gewissen Ausgangspunkt, in dem etwas entsteht.
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Re: eine Blase des Nichts

Beitragvon plotin » Sa 13. Mär 2010, 08:37

.....Ist es so einfach? Individualität = das unverwechselbare => das von einander unter-
scheidende, eine Eigenheit in allen Belangen des Handelns (agieren, reagieren), doch eine
Überlegenheit (zumindest eine Gefühlte)?

Fußend auf der Theorie des "Solipsismus" mag das durchaus zutreffen, doch weiter gedacht,
sind wir (der Mensch) doch (wenn überhaupt) bloß "Mittelpunkt" unserer ureigenen
subjektiven (Welt)-Wahrnehmung und die ist doch eine recht Bescheidene.

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Re: eine Blase des Nichts

Beitragvon Kecki » Sa 13. Mär 2010, 21:12

Nun, plotin, was bleibt uns anderes als subjektive Welt (-Wahrnehmung)?
Ist diese Auffassung schon Solipsismus?
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Re: eine Blase des Nichts

Beitragvon simpel » Sa 13. Mär 2010, 22:27

Kecki hat geschrieben:....
Dasselbe gilt übrigens auch für Wissenschaftler, die sich als minimale, unbedeutende Wesen einem immensen Universum, von der Außenwelt aufoktroierte (Natur-) Gesetze, gegenübersehen, begreifen. Das Machtwort heißt hier: Bewiesen!

Kannst du erklären, was du damit meinst? :)
Naturgesetzte oktroyiert? Und wie kommst du dazu Wissenschaftler in diesem auf eine Stufe mit Gläubigen zu stellen? Du bist kein Wissenschaftler, oder?
'Bewiesen' - hat in der Wissenschaft keinen 'Wahrheits-Charakter', und ein 'Machtwort' ist eine wissenschaftliche Theorie sicher nicht.
Vielleicht mal bei Wiki nachlesen :?

Kecki hat geschrieben:
simpel hat geschrieben:'Die Welt' gibt es nicht. Das was wir (Menschen) als Welt erleben, ist eine Interpretation unseres Gehirns.

Bist du sicher, daß das Gehirn interpretiert? Oder interpretieren wir mithilfe des Gehirns?

Wenn du irgendeinen Anhaltspunkt hast was 'ich' bzw. 'wir' sein soll(en), denke ich gern darüber nach. Für einen 'über den Wassern wabernden Geist' ohne Bindung an Materie gibt es nun mal nicht den Hauch einer Anweisung. So was wäre ja allerdings nötig wenn sich 'Etwas' des Gehirns bedienen sollte. Was natürlich nicht heißt, dass es unmöglich wäre. Allerdings sind die Theorien zur Entstehung des 'ich' die durch Neurobiologie, Neurologen und 'neue' Philosophen zur Zeit erarbeitet werden wie es aussieht voll ausreichend unser 'Sein' zu erklären. Inzwischen werden auch die Voraussetzungen feiner um das Gehirn 'in Aktion' zu untersuchen und viele Phänomene werden zur Zeit untersucht.
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