Nachfolgender Text kam mir in der letzten Stunde in den Sinn, habs einfach aufgeschrieben und hätte gern ein kleines Feedback, ob ich jetzt totalen Blödsinn geschrieben hab oder nich
Was weißt du über Glück?
Bist du in der Lage, selbst zu entscheiden, was dein Glück ist und wo du es finden wirst oder siehst du dein persönliches Glück in der Bestätigung durch andere Menschen? Woher siehst du die Autorität kommen, die du deinen Mitmenschen mit solch einer Entscheidung gibst? Ist es die schiere Masse an Individuen, die deiner Meinung nach weiter unten in der Nahrungskette stehen, denen du überlegen bist? Du denkst vielleicht, es ist wichtig, sich von der Masse abzuheben und dabei eine möglichst breite Schneise durch die Zahl deiner Mitmenschen zu ziehen, eine Schneise deiner Opfer, Besiegte, Unterlegene, schlechtere Menschen als du.
Je mehr du hinter dir lässt, desto mehr siehst du deine Bestätigung vor dir, du bist der Größte und wirst es immer bleiben, niemand kann je an dich herankommen, schließlich hast du schon so viele auf ihre Knie und zu Boden gebracht, aus ihrem Versagen Kraft getankt und bist weitergezogen, ohne dich auch nur ein einziges Mal nach ihnen umzusehen oder dich gar nach ihnen zu bücken. Dabei ist es doch viel einfacher, sich Flügel wachsen zu lassen, sich in den Himmel zu erheben und über der breiten Masse der Opfer, Versager und Orientierungslosen hinweg zu gleiten, ohne auch nur in Berührung mit jenen zu kommen, die nichts tun können gegen ihr Schicksal und nur den Kopf in den Nacken legen, um ehrfurchtsvoll deinen Bahnen zu folgen. Wenn du einen guten Tag hast, kannst du dir sogar einen von ihnen aussuchen, ihn unter den Achseln packen und ihn mit nach oben nehmen, um ihm schließlich die Freiheit der Lüfte zu zeigen, bis er vielleicht und unter Umständen ebenfalls Flügel erhält und ihr zusammen fliegen könnt.
In der Luft ist Platz für alle, im Gegensatz zum Erdboden der gesichtslosen Masse, wo jeder jedem in die Quere kommt und es nichts gibt als Kampf und Tränen. Man muss nur den Mut haben, sich von der Herde zu lösen und den Sprung wagen, seine Schwingen weit ausbreiten und sich einfach vom Gefühl des absoluten Glücks tragen lassen, bis man sich so daran gewöhnt hat, dass man sogar mit offenen Augen fliegen kann.