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 Betreff des Beitrags: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: So 22. Mär 2009, 16:41 
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Registriert: 21.03.09
Beiträge: 5
Hi,
nun starte ich mal mein erstes Thema aus persönlichem Interesse.

Wieso lieben einige Menschen ihre Partner bis hin zur Selbstaufgabe, trotzdem sie wissen, dass es ihnen nicht gut dabei geht? Ist es immer nur die Hoffnung auf eine Bilderbuchliebe oder die Angst vorm Alleinsein, oder was sonst?

Habe in den letzten Jahren sehr viel beobachtet und jedesmal ist es das Gleiche:
Der aktiv Liebende steckt soviel ein, reflektiert sich selbst und sieht das ganze Drama. Trotzdessen leidet er weiter, obwohl er weiß, dass es keine Besserung geben wird.

Hab das bei mind. 6 Frauen aus meinem Bekanntenkreis miterlebt und ich frage mich immer wieder, warum ist man so doof und versucht weiter zu machen?

Irgendwann muss dann doch mal der Verstand einschalten, oder nicht?

Ich weiß, dass dieses Thema in dem anderen Beitrag schon etwas besprochen wurde, aber ich möchte doch gerne mal eure Meinungen speziell zu diesem Thema "hören".
LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: So 22. Mär 2009, 22:35 
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Registriert: 22.03.09
Beiträge: 6
Kein leichtes Thema, jedenfalls empfinde ich das so. ^^

Ich glaub schon, dass man irgendwann mitbekommt, etwas stimmt nicht.
Aber die Person möchte es wahrscheinlich nicht wahr haben,
und interpretiert Anzeichen falsch oder ignoriert sie vollkommen.
Mir ist dazu der Begriff der kognitiven Dissonanz eingefallen,
ich kann mir gut vorstellen, das so etwas eintritt.

Warum es überhaupt soweit kommt, kann ich auch nicht sagen.

kognitive Dissonanz:
"Begriff der psychologischen Theorie über die Verarbeitung relevanter Informationen nach einer Entscheidung. Die Theorie geht von dem Sachverhalt aus, daß gelegentlich Informationen ausgewählt werden, die eine getroffene Entscheidung als richtig erscheinen lassen, während gegenteilige Informationen abgewehrt oder nicht beachtet werden. ..."
http://www.medpsych.uni-freiburg.de/OL/ ... onanz.html

Ich hoffe ich konnte deiner Frage wenigstens eine gute Idee beisteuern. ^^

_________________
"Vielleicht habe ich unrecht, und vielleicht hast du unrecht. Aber wir können auch beide unrecht haben."
Karl Popper


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Di 24. Mär 2009, 22:53 
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Registriert: 21.03.09
Beiträge: 5
Naaa,
danke für die Erklärung der kognitiven Dissonanz, mit dem Wort kam ich zum ersten Mal in Berührung ;)

Ich kann mir aber einfach diese "Selbstlüge" nicht vorstellen, dafür ist mein Horizont wohl noch nicht so weit, oder vielleicht zu weit ???

Gruß


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Mi 25. Mär 2009, 23:05 
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Registriert: 14.03.09
Beiträge: 13
Darf ich radikal sein? Liebe ist eine Illusion.
Was heißt es denn, wenn ich sage: "Ich liebe dich". Der andere hat doch gar keine Möglichkeit herauszufinden,
was ich damit meine.
"Ich liebe dich so, wie du bist". Ja schön, und wenn ich nicht mehr "so" bin, also z.B. mich charakterlich oder äußerlich verändere, dann stellt sich die Frage wieder neu.

Nein, der Wunsch nach Zärtlichkeit und Nähe ist schon stark (und schön), aber nennts nicht Liebe.

Ich habe keine Möglichkeit, meiner Einsamkeit zu entkommen. Thats it. Man wird sich mit der Zeit damit anfreunden können !

_________________
Missverstehen ist der Normalfall, Verstehen der Sonderfall


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Do 26. Mär 2009, 01:25 
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Registriert: 04.03.09
Beiträge: 55
Zitat:
Darf ich radikal sein? Liebe ist eine Illusion.
Was heißt es denn, wenn ich sage: "Ich liebe dich". Der andere hat doch gar keine Möglichkeit herauszufinden,
was ich damit meine.
"Ich liebe dich so, wie du bist". Ja schön, und wenn ich nicht mehr "so" bin, also z.B. mich charakterlich oder äußerlich verändere, dann stellt sich die Frage wieder neu.


Deshalb ist Liebe noch lange keine Illusion. Wenn jemand sagt, "ich liebe dich", dann meint er etwas damit. Liebe entzieht sich zwar den Mechansimen der Logik, weil sie ständig etwas anderes bedeuten kann. Aber sie kann momentan da sein, als etwas, das bezeichnet wird.
Sie ist halt etwas Menschliches, so wie ich morgen ein Anderer sein werde, wird auch meine Liebe morgen anders sein. Dadurch stelle ich dann vielleicht fest, dass ich mich verändert habe.


Zuletzt geändert von FreierFall am Do 26. Mär 2009, 01:26, insgesamt 1-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Do 26. Mär 2009, 21:51 
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Registriert: 26.03.09
Beiträge: 62
Wohnort: Dort wo man seine Gedanken hört^^
Hi,
also ich denke für jemanden der liebt ist es vollkommen egal ob er selber leidet,
weil für diese Person zählt nur die geliebte Person.
Der Liebende stellt sein liebstes Wesen sozusagen zum "Mittelpunkt seines Seins".
Ob er leidet oder gar für die liebe zugrunde geht ist hierbei total egal, was zählt ist die Liebe.

ich selbst würde lieber sterben für eine geliebte Frau statt zu sterben für mich. =)
das Leben und die Liebe des anderen ist mehr wert wie das eigene


mfg Athaba

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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Fr 27. Mär 2009, 09:19 
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Registriert: 21.03.09
Beiträge: 5
@ Athaba:

Schön gesagt, aber deine Aussage "das Leben und die Liebe des anderen ist mehr wert wie das eigene" geht irgendwie gar nicht. Man muss sich doch selbst auch wertschätzen und die eigenen Gefühle respektieren...

Mist, ich muss zur Arbeit...ich hoffe, dass ich meine Gedankengänge nicht verliere...
Ich schreibe nacher ;)


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Mo 30. Mär 2009, 22:06 
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Registriert: 26.03.09
Beiträge: 62
Wohnort: Dort wo man seine Gedanken hört^^
Zitat: Man muss sich doch selbst auch wertschätzen und die eigenen Gefühle respektieren...

Wie gesagt wenn man liebt ist man nicht das wertvollste der wert liebt beim Partner ob dieser die liebe erwiedert ist eine andere Frage. deshalb nein man muss nicht seine gefühle respektieren mann kann es tun aber das liegt bei einem selbst.
Liebe ist ein Gefühl und manchmal kann man diese nicht kontrollieren oder steuern. Oder kannst du sie steuern?
Wenn ja dann sag mir bitte wie du das machst! =)

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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: So 5. Apr 2009, 17:03 
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Registriert: 03.01.09
Beiträge: 125
Bei mir überwiegt in einigen Dingen der Altruismus dem Egoismus.
Und Altruismus im wortwörtlichen Sinne!
Es liegt in der Entscheidung des Liebenden, wie er seine/sie ihre Liebe zu etwas/jemanden bewertet. In allen Fällen jedoch denke ich, dass Selbstlosigkeit von Gott nicht negativ wahrgenommen werden würde.

Signe hat geschrieben:
Irgendwann muss dann doch mal der Verstand einschalten, oder nicht?

Dass der Verstand eingeschaltet ist, hoffe ich nicht bezweifeln zu müssen.
Aber trotzdem, Liebe ist halt ein Gefühl des Menschen u.a. und viele Handlungen in der entsprechen nicht dem gesündesten Verstand :).
Wahrscheinlich eine beschränkte Aktivität.
Aber man ist glücklich, wenn man den Geliebten/die Geliebte in seiner Nähe hat. Dann fühlt man sich wohl - und Leidenszeiten, wie es hier ausgedrückt wird, unterwiegt dem eigenen Glück erleben zu dürfen.

PS: @Athaba: Zitate funktionieren in den meisten Foren im folgenden Schema:
[quote="Username"]ZITAT[/quote ]

(Leertaste hinter /quote entfernen)

infiniti


Zuletzt geändert von infiniti am So 5. Apr 2009, 17:08, insgesamt 5-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Di 7. Apr 2009, 21:46 
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Was er oder ich damit sagen wollen ist um es "Krass" auszudrücken Liebe ist eine Krankheit die eigentlich erwünscht ist.
Und nicht behandelbar ist oder die man behandeln will/wollte/könnte.

P.S. wie war das mit Zitaten nochmal erklären bitte oder kann man des wo nachschlagen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Mi 8. Apr 2009, 16:55 
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Registriert: 03.01.09
Beiträge: 125
Athaba,

Zitieren tut man sozusagen mit einem code; Um ein Zitat zu beginnen, schreibt man [quote ]
Darauf folgt der zitierte Text "ZITAT": [quote ]ZITAT
Um den zitierten Text abzuschließen, kommt vor dem quote ein Slash: [/quote ]

Insgesamt also: [quote ]ZITAT[/quote ]

Damit man das Schema so erkennt, habe ich hinter dem "e" von [quote ] und [/quote ] ein Leerzeichen gemacht, das macht man natürlich nicht.
Quote bedeutet übrigens Zitat.
Anleitungen dazu konnte ich keine finden, doch so funktioniert es halt in den meisten Foren.

infiniti


Zuletzt geändert von infiniti am Mi 8. Apr 2009, 16:56, insgesamt 2-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Mi 8. Apr 2009, 18:57 
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[
Zitat:
Damit man das Schema so erkennt, habe ich hinter dem "e" von [quote ] und [/quote ] ein Leerzeichen gemacht, das macht man natürlich nicht.
Quote bedeutet übrigens Zitat.
Anleitungen dazu konnte ich keine finden, doch so funktioniert es halt in den meisten Foren.
]

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Zuletzt geändert von Athaba am Mi 8. Apr 2009, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.

  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Mi 8. Apr 2009, 18:59 
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danke für tipp habe verstanden =)

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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Fr 26. Jun 2009, 23:24 
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Registriert: 26.06.09
Beiträge: 75
Hallo,

habe vor einiger Zeit eine Podiumsdiskussion eines Gehirnforschers der Uni Bremen (Namen habe ich vergessen) und einem Philosophen gehört. Ich versuche so gut ich kann aus der Erinnerung zu zitieren:
Zitat:
Es gibt zwei Formen: Das Verliebt sein: Dieses ist naturwissenschaftlich nachzuweisen. Man hat schwer verliebten im Kernspintomographen ein Foto des Geliebten gezeigt und im Gehirn stieg ein Stresshormon stark an.
Die Liebe ist Naturwissenschaftlich nicht beweisbar.


Richard Dawkins erklärt Evolutionsbiologisch die Ursache des Verliebens als Zweck dass das Paar zusammen bleibt bis der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus ist. Vielleicht erklärt sich daraus auch, dass der Rausch des Verliebtseins flüchtig ist.

Dass man zusammenbleibt, selbst wenn man (endlich) merkt, dass einem die "Liebe" langsam zerstört, kann unterschiedliche Gründe haben (dieses ist aber eher Psychologie):
Die Lust sich selber, selbst mit Schmerzen, zu fühlen. Masochismus.
Oder die Angst vor dem Alleine sein. Diese Gefühle habe ich mit meiner ersten Frau selber verspürt. Vielleicht ist dieses auch ein Anlass gewesen zur Philosophie zu kommen. (Existentialismus)

Viele Grüße
Werner


  
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 Betreff des Beitrags: Re: Liebe = Selbstaufgabe ?
BeitragVerfasst: Sa 27. Jun 2009, 11:45 
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Registriert: 27.06.09
Beiträge: 3
wer kann heutzutage schon wahrer liebe sprechen?
die meisten wollen es, so wie es sich in einem märchen abspielt,doch märchen basieren nicht auf realität.
kein mensch ist perfekt,menschen machen fehler.
ich denke die meisten menschen haben einen partner zu dem sie natürlich nach und nach eine gute beziehung aufgbaut haben und die person sehr ins herz geschlossen haben,sodass sie, wenn einer einene fehler macht durch die starke zuneigung trotzdem den partner nciht loslassen können.
wiederum würde ich aussprechen,dass in eine rbeziehung es immer eine person gibt die den anderen mehr liebt. und die, die die mehr liebe zeigen, sind blind vor liebe und merken zum beispiel nicht einmal das die beziehung keinen efolg mehr bringen wird.
Zitat:
"Ich liebe dich so, wie du bist". Ja schön, und wenn ich nicht mehr "so" bin, also z.B. mich charakterlich oder äußerlich verändere, dann stellt sich die Frage wieder neu.

da stimm ich dir nur zu!
"Ich liebe dich "- 3 wörter, doch die bedeutung wird heutzutage sehr oberflächlich interpretiert. sie sind nur tief im inneren,wo andere eigenschaften mehr herrausstechen.
wenn man jmanden sagt,dass man ihn liebt ,würde ich behaupten dann so wie er ist ( halt sein aussehen und seine eigenschaften,die ihn ausmachen), man liebt diesen menschen GENAUSO, da finde ich es affig wenn man sagt ja " mir gefällt dein aussehen in letzter zeit gar nicht ( zur zeit läuft bei pro sieben zu dem thema eine sendung,einfach nur lächerlich). tja wenn sich menschen negtaiv verändern, denn kann es schon dazu kommen , dass die beziehung keinen sinn macht, und somit der eine partner trotzdem " blind " ist.
ich denke es ist echt schwer das thema zu klären,weil man e simmer weiter ins detail hineininterpretieren kann.
ich selber glaube zwar nicht an die "mächenliebe" , doch bin auch wählerisch,doch fehler macht jeder .


  
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