wissen in konkurrenz zum spaß

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wissen in konkurrenz zum spaß

Beitragvon Nomis » Di 13. Dez 2011, 20:42

Hallo. Ich weiß nicht ob ich hier im richtigen Forum bin.. aber ich wollte mal eine Idee weitergeben und euch fragen was ihr davon haltet. Mir ist öfter aufgefallen, dass leute die weniger gebildet sind mehr spaß zu haben scheinen. sie können über alles lachen und müssen sich nicht über irgendwelche probleme den kopf zerbrechen. Menschen die viel wissen sehen schneller probleme und werden fast schon gezwungen sie zu lösen.
Oft kann ich zum Beispiel bei einigen Witzen nicht mitlachen da sie für mich zu stumpf sind.
Desshalb denk ich oft darüber nach ob es nicht lustiger wäre dumm zu sein und sich an jedem primitiven Witz oder Ereigniss zu freuen.

Letztens wurde ich beim lesen von Faust wieder daran erinnert. der so viel gewusst hat und doch nie zufrieden war oder glücklich. (Macht nicht wissen oft auch unglücklich?)desshalb wollte ich einmal andere meinungen dazu hören.

-Denkt ihr, dass Leute die gebildet sind weniger schnell Spaß haben können?
-Und wieso wollen sich die meisten Menschen bilden obwohl sie dadurch nicht mehr freude haben? (zwar ist ein bestimmtes maß an bildung zum überleben erforderlich doch wieso lernt man darüber hinaus?)

ich hab meine meinung jetzt zwar nicht sehr sachlich und in korrekten worten formuliert doch hoffe ich, dass sie einigermaßen verständlich sind und würde mich freuen wenn jemand antwortet.
danke
Nomis
 

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Re: wissen in konkurrenz zum spaß

Beitragvon sid » Do 15. Dez 2011, 17:32

Das is wohl der Sinn des Satzes "Seelig sind die geistig Armen"...
Die Frage ist halt nur, ob nicht evtl. jeder Mensch den gleichen Anteil an positiven und negativen Gefühlen mit sich trägt, unabhängig von der Intelligenz. Vielleicht liegt es weniger an der Intelligenz ob ich über etwas lachen kann, als eher an der Einstellung. Und eigentlich ist es doch auch ein Segen, die nötigen Fähigkeiten zu besitzen um Probleme lösen zu können; besser doch als diese Fähigkeiten nicht mitzubringen. Ich selbst stelle mir jedoch oft die selbe Frage wie du, wie beruhigend Unwissen doch wäre... Aber wenn ich etwas erfahren habe, etwas weiß, dann bringt es eigentlich nichts darüber nachzudenken was wäre wenn... Akzeptanz der gegebenen Umstände sind mindestens ein genausogroßer Segen wie Unwissenheit, mindestens.
Beispiel, wenn ich in einer Situation stecke, zusammen mit ein paar anderen sag ich mal, und ich bin scheinbar der einzige der Gruppe, der die Situation umreißt, und alle anderen lachen sich nen Ast, nur ich kann nicht mitlachen weil mir meine Gedanken in diesem Moment im Weg stehen, dann kann ich ja beispielsweise auch darüber lachen dass es im Moment so ist, zwar nicht über das Gleiche wie der Rest, aber das heißt ja nicht dass ich deshalb negativer drauf sein muß... Es kann mich ja auch fröhlich machen, dass ich scheinbar ein gutes Verständniss für Situationen mitbringe, dieses "Wissen" muß mir ja nicht den Spaß nehmen.
Je mehr ich über mich selbst lachen kann, je weniger ernst ich mich selbst nehme, umso leichter fällt es mir auch froh zu sein.
Aber natürlich ist es so, dass man durch viel Verständniss und eine große Kombinationsfähigkeit auch sehr viele Probleme erkennt, die andere vielleicht gar nicht checken. Das kann natürlich deprimieren. Man sollte sich dann wohl immer daran erinnern, dass diese Probleme niemals gelöst werden könnten, wenn es nicht Menschen gäbe, die durch diese Probleme (scheinbar negativ) beeinflußt werden, weil sie sie eben sehen und begreifen. Das wäre doch beispielsweise wieder eine positive Sicht auf einen auf den ersten Blick negativen Eindruck...
"Humor ist, wenn man trotzdem lacht"
so, angefangen mit nem Zitat, aufgehört mit nem Zitat, das bringt das ganze in ne Form, wenn auch nich in die der Norm
sid
 


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