Die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung hat auf der subatomaren Ebene keinerlei Bestand. Elektronen können ohne jeden Grund von einem Energiezustand in einen anderen wechseln. Wenn man Materie aus immer größerer Nähe betrachtet, dann ist sie nicht mehr Materie, nicht ein bestimmtes "festes" Ding, das man anfassen kann oder beschreiben könnte, sondern eine Ansammlung vorläufiger Identitäten, die sich alle gleichzeitig zur Schau stellen. Statt eines Universums von statischer Gewissheit bilden die Welt und ihre Beziehungen auf fundamentalster Ebene der Materie einen ungewissen und nicht vorhersagbaren Zustand reinen Potenzials und unbegrenzter Möglichkeiten.
- Eine seltsame Eigenschaft, die von Quantenphysikern als "Nichtlokalität" bezeichnet wird. Dies bezieht sich auf die Fähigkeit einer Quanteneinheit, etwa eines einzelnen Elektrons, ein anderes Quantenteilchen sofort über jede beliebige Entfernung zu beeinflussen, ohne dass es dabei zu einem Austausch von Energieen kommt.
Die Eigenschaft bzw. der Zustand eines einzelnen Partikels zeigt sich demnach erst in der Betrachtung, in der Messung. Ansonsten lassen sich nur Vermutungen, Wahrscheinlichkeiten über deren Aufenthaltsort ect. bestimmen.
Die Grundlage bildet so nicht ein Dualismus zwischen Betrachter und Realität, sondern eine Einheit aus allem Erkennbaren.
Ist die Realität also nur eine Ansammlung von Potenzial, die sich erst durch unsere Betrachtung zu einer allgemeinen "Welt" zusammenfassen lässt?
Das eigentliche "Erkennen" der Realität könnte dann von der Qualität der Betrachtung abhängig sein. Vielleicht eine Erklärung für die Subjektivität der Realität? Wir erkennen die Welt also "anders" (vielleicht sinnhafter) als ein Tier, weil wir über die bessere "Qualität der Betrachtung" verfügen?
