Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

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Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon winter » Do 10. Mär 2011, 15:50

Nehmen wir an, eine Hausfrau will Apfelkuchen backen. Zum Belegen des Kuchens zwei-, drei- oder vierteilt sie die Äpfel nach Augenmaß. Ob dabei die einzelnen Apfelteilstücke exakt gleich groß sind, bleibt unerheblich.

Vollziehen wir die selben Teilungen mathematisch, stellen wir fest, dass sich unser Apfel, die 1, zwar exakt durch 2 und 4, nicht aber exakt durch 3 teilen lässt. Dass diese Teilungen unterschiedlich exakt sind, können wir leicht dadurch überprüfen, dass sich Halbe und Viertel quasi "passgenau" wieder zur 1 zusammenfügen lassen - nicht aber die Drittel: hier ist ein kleines Stückchen unseres Apfels "verloren gegangen".

Denkend dagegen können wir unseren Apfel wiederum ohne Mühe in beliebige Teilstücke zerlegen und zusammenfügen - alle Teile sind immer exakt gleich groß und lassen sich auch passgenau wieder zusammenfügen.

Dieses kleine Gedankenspiel führt uns zu dem fundamentalen Problem, dass sich Rechnen und Denken bezüglich ihrer Exaktheit unterscheiden: Exakt gedachte Sachverhalte lassen sich nur zum Teil auch exakt berechnen. Die Ursache dieser unterschiedlichen Exaktheit liegt im Wesen der Zahlen begründet, also der Art und Weise, wie Zahlen als Axiome postuliert werden.

Nun könnte man annehmen, dass diese unterschiedliche Exaktheit lediglich für spitzfindige Erkenntnistheoretiker von Belang sei - die Welt kann mit diesen marginalen Ungenauigkeiten bestens leben. Und in der Tat bleiben diese unterschiedlichen Exaktheiten nicht nur beim Kuchenbacken ohne Relevanz: Selbst beim Bau von Flugzeugen und Atomkraftwerken sind derlei Ungenauigkeiten für deren Funktionieren unerheblich.

Allerdings werden diese Eigenschaften der Zahlen dort in zweifacher Hinsicht von Bedeutung, wo Berechnungen mit extrem kleinen oder extrem großen Zahlen erfolgen, in der Welt der Atome und der Welt der Sterne: Zum einen führen diese Ungenauigkeiten in Mikro- und Makrophysik zu Verfälschungen errechneter Ergebnisse, zum anderen – und das ist vermutlich noch gravierender – errichten sie (rechnerisch) unüberwindbare Barrieren, die zu schwerwiegenden theoretischen Fehler führen können. Um unser obiges Beispiel wieder zu bemühen: Eine auf Berechnungen basierende Theorie würde zu dem Ergebnis führen, dass die Drittel nie ein Ganzes ergeben können – ein Fehler, der beim Denken nicht zustande kommt.

Wir gelangen daher zu der aus gegenwärtiger wissenschaftlicher Sicht paradoxen Einsicht, das in diesen Bereichen der Physik theoretische oder auf reale Sachverhalte bezogene Aussagen desto fehlerhafter sein können, je mehr sie auf Berechnungen basieren!

Für die physikalische Forschung und Lehre in diesen Bereichen hat dies zur Folge, dass Theorien, Formeln, Lehrsätze etc. die auf Berechnungen, d.h. Zahlen basieren, zumindest teilweise korrigiert bzw. umgeschrieben werden müssen – und: In Makro- und Mikrophysik öffnen sich damit Türen zu neuen Welten.
winter
 

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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon Adam » Mi 23. Mär 2011, 03:27

Ich hing die Tage so über meinem Schnitzel, und dachte mir so, urplötzlich, ohne erkennbaren Auslöser:

Die 0 steht in der Mathematik ja quasi für NICHTS, und NICHTS ist ja eigentlich UNENDLICH, denn im NICHTS gibt es ja auch keine Begrenzung, NICHTS eben dass das NICHTS begrenzen könnte, somit muß dass NICHTS unendlich sein, übertragen in die Mathematik hieße das ja 0 = unendlich......

Und die 1, also die 1, die steht ja dafür, dass von irgendetwas nur 1 mal da ist, aber wenn nur 1 da ist, wodurch wird dieses 1 dann begrenzt, durch etwas anderes? aber dass wäre ja dann schon etwas 2., also wäre da ja mehr als 1, also eigentlich heißt das ja, 1 ist auch unendlich.........

1 = unendlich
0 = unendlich
1 = 0

Und wenn ich aus der UNENDLICHKEIT 1 abziehe, dann wäre ja immer noch die UNENDLICHKEIT vorhanden.........

unendlich - 1 = unendlich
.................................

unendlich - unendlich = unendlich
unendlich - unendlich = 0
unendlich - unendlich = 1
und umgekehrt
unendlich + 1 = unendlich = 0 = 1

Für den Theologen: Gott sprach "ich bin der ich bin, das eine, das alpha und das omega, das alles und das nichts, die 0 und die 1, unendlich!"

Was einem beim beim Fressen doch alles so einfällt...verrückt....
Adam
 

Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon dmen » Do 31. Mär 2011, 19:09

Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?
Nein. Vll. eher ein falsches Bild von der Physik?

Die Naturwissenschaftler die ich kenne haben gar nicht den Anspruch die Realität herauszufinden, sondern sie wollen ein Modell entwickeln, dass die Realität so genau wie möglich beschreibt. Umgeschrieben oder weiterentwickelt wird ein Modell dann, wenn ein Widerspruch zu Realität entdeckt wird.

Rechnen und Denken unterscheiden sich in ihrer Exaktheit? - Da sollten wir vielleicht mal weiter ausholen. Ist für mich so aus dem Post noch nicht nachvollziehbar.

PS: 1/3 + 1/3 + 1/3 ist bei mir immer noch eins. Wenn bei dir etwas verschwindet, brauchst du vll. eine andere Mathematik?
dmen
 
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon RageMiroto » Do 26. Mai 2011, 23:40

es liegt nicht an der mathematik, dass wir wenn wir 1/3 als dezimalzahl aufschreiben und mit 3 multiplizieren, dass wir kein ganzes mehr bekommen, sondern an der art, wie wir die mathematik festgelegt haben. wir postulieren 10 zahlen, bis eine neue stelle angebrochen werden soll: 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 (10)
ein ganzes ist ja 1/10 von 10, die erste zahl mit 2 ziffern. bei der zeh passiert ja auch das gleiche wie mit der 1, denn dort haben wir 3 mal 3,333 periode, was jediglich 9,999 periode ergibt und nicht 10.
hätten wir aber aus spaß beschlossen nach 12 zahlen eine neue stellen anzufangen wäre es ganz anders: 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B (12) (A;B stehen für neu erfundene zahlen)
dann wäre ein drittel von der ersten zahl mit 2 ziffern 4. 3 mal 4=12, ok hier geht also wieder nichts verlohren. nehmen wir ein ganzes, das wäre dann in diesem neuen sytem die erste zahl mit 2 ziffern durch sich selber 1/12 von 12, also 1. haben wir ein drittel von eins=0,4. multiplizieren wir das 3 mal, haben wir auch wieder ein ganzes.
es liegt also nciht an der mathematik, sondern in welche form wir sie gepresst haben. :-P
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon RageMiroto » Do 26. Mai 2011, 23:42

es liegt nicht an der mathematik, dass wir wenn wir 1/3 als dezimalzahl aufschreiben und mit 3 multiplizieren, dass wir kein ganzes mehr bekommen, sondern an der art, wie wir die mathematik festgelegt haben. wir postulieren 10 zahlen, bis eine neue stelle angebrochen werden soll: 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 (10)
ein ganzes ist ja 1/10 von 10, die erste zahl mit 2 ziffern. bei der zeh passiert ja auch das gleiche wie mit der 1, denn dort haben wir 3 mal 3,333 periode, was jediglich 9,999 periode ergibt und nicht 10.
hätten wir aber aus spaß beschlossen nach 12 zahlen eine neue stellen anzufangen wäre es ganz anders: 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B (12) (A;B stehen für neu erfundene zahlen)
dann wäre ein drittel von der ersten zahl mit 2 ziffern 4. 3 mal 4=12, ok hier geht also wieder nichts verlohren. nehmen wir ein ganzes, das wäre dann in diesem neuen sytem die erste zahl mit 2 ziffern durch sich selber 1/12 von 12, also 1. haben wir ein drittel von eins=0,4. multiplizieren wir das 3 mal, haben wir auch wieder ein ganzes.
es liegt also nciht an der mathematik, sondern in welche form wir sie gepresst haben. :-P
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon Geronimo » Sa 3. Sep 2011, 15:47

RageMiroto hat geschrieben:es liegt also nicht an der mathematik, sondern in welche form wir sie gepresst haben.


Mathematik ist ein Produkt des Denkens. Denken kann falsch sein.
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon philophax » Sa 3. Sep 2011, 17:27

Hallo an alle,
bleiben wir ruhig bei einem Apfel. Um die Relativität von materiellen (und vermeintlich genau zu berechnenden) Vorgängen deutlich zu machen, lasse ich auf der Erde einmal einen Apfel aus der Hand fallen. Auf der relativ gravitationsreichen Erde wird der Apfel, weitgehend lotrecht zum Erdkern, zu Boden fallen. Aber tut er das auch auf einem Gestirn in zwei Milliarden Lichtjahren Entfernung zur Erde ? Bereits in nur 25 Tausend Kilometern von der Erde entfernt, wird die Bewegung des Apfels beim Loslassen schon völlig unberechenbar. Jemand der von Gravitation und Schwerelosigkeit nichts wüsste, würde sehr wahrscheinlich denken, der Apfel würde sich überall gleich verhalten.

Also, Denken bürgt Fehler in sich, und Rechnen auch, bzw. wird man gewisse Vorgänge, wie die Flugbahn des losgelassenen Apfels in der Schwerelosigkeit, nicht berechnen können. Das ist ja ein ganz schönes Dilemma. Jetzt bleiben also nur noch zwei Betrachtungsweisen übrig: Die umstrittene Chaostheorie und das geistige, menschliche Gefühl. Die Chaostheorie will ich an dieser Stelle einmal beiseite lassen, obwohl sie sicher einige sinnvolle Ansätze brächte. Wenn wir aber sagen, Gefühle gehen einher mit Erfahrung und auch emotionaler Intelligenz, und sie lassen eine (Vor-)Ahnung bzw. Vorstellungskraft zu, dann ist der Einsatz von Gefühlen zur Richtungsbestimmung gegenüber jeglicher Mathematik weit überlegen. Ich gehe sogar soweit, zu sagen, dass wir allein durch unser Gefühl - sofern wir die Ruhe und Konzentration aufbringen - die Flugbahn des Apfels in der Schwerelosigkeit jedenfalls genauer vorherbestimmen als der leistungsstärkste Computer. Denkt doch mal über die zwar nicht bewiesene, aber trotzdem existierende „4. Dimension“ nach !

Aber zurück zur Erde: Hier bleiben inzwischen drei mal ein Drittel immer noch ein Ganzes.

In diesem Sinne

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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon Lupino » So 4. Sep 2011, 16:53

Allen zum Gruß!
Zunächst mal will ich vorausschicken, dass mir Zusammenhang/Grundgedanke/Intention von 'Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?' ... noch nicht ganz klar wurde.

- - -
Ich würde aber,
ähnlich wie 'Geronimo' (3.09.2011) meinen …
>Mathematik ist ein Produkt des Denkens. Denken kann falsch sein<
und vielleicht sagen ...
Mathematik ist eine spezielle Denk-Technik!

- - -
In Anbetracht der „Apfelkuchen-Beispiel-Ausgangsbasis“ ('winter' 10.03.2011)
scheint mir ''Falsches physikalisches Weltbild - wegen Denkfehlern!
richtiger.
Auch für die These ...
>Die Ursache dieser unterschiedlichen Exaktheit liegt im Wesen der Zahlen begründet,
also der Art und Weise, wie Zahlen als Axiome postuliert werden.<

finde ich in meinem Denkrahmen keine Basis.
Wird hier das Erscheinungsbild (von Zahl) mit dem Wesen (von Zahl) gleichgesetzt???

- - -
>... bleiben wir ruhig bei einem Apfel.< ...schreibt 'philophax 3.09.2011
und im Schlußsatz dann ...
>Aber zurück zur Erde: Hier bleiben inzwischen drei mal ein Drittel immer noch ein Ganzes.<

Wenn du mit ...zurück zur Erde ...die physisch reale Ebene meinst
sehe ich auch hier den Denkfehler. (Es werden verschiedene „Ebenen von Wahrheit“ vermischt!)
Einen ganzen Apfel kann ich dritteln (sowohl physisch/real als auch mathematisch/mental)
Jedoch – nur mathematisch bleiben drei mal ein Drittel (Apfel) immer noch ein Ganzes. Physisch/real machen auch drei exakte Drittel keinen (seinem Wesen nach) ursprünglichen ganzen Apfel.
(Das heißt aber nicht, dass einem solchen Konstrukt-Apfel materiell etwas fehlt.)

- - -
Die „urplötzlichen Schnitzel-Erkenntnisse“ von 'Adam' (23. Mär 2011)
kann ich bezüglich NULL/NICHTS (und EINS/ALLES) gut nachvollziehen –
der dann anschließenden „Berechnung“ folge ich nicht.
Im Rationalen
„verarbeite“ ich immer nur begrenzte/definierte Aspekte. Unendlich (Unbegrenztheit im echten Sinne) findet sich jenseits der rationalen Erkenntnis-Ebene.

Dazu eine Analogie aus der Mathematik:
Für's rationale Denken war/ist es hilfreich den mathematischen Begriff Menge zu definieren.
Aber … sowohl bei der alles einschließenden „Menge aller Mengen“ -
als auch bei der allen Mengen implizit zugeschriebenen „leeren Menge
stolpert rationaler Verstand über Paradoxien!
Unendliches ist eben … (streng) rational … nicht zu „begreifen“.

Es scheint mir durchaus sinnvoll mit dem UNENDLICHEN zu rechnen –
es bestmöglich ein-zu-bedenken!
Alles zu „Null und/oder Eins herunter (oder um-) zu rechnen, scheint mir … Irrweg.
Und – wie mein „Weltbild“ (gegenwärtiger Erkenntnisstand zugrunde gelegt!)
nur mit (oder von kleinen) Nullen und Einsen gebaut werden könnte, sehe ich auch nicht.

NULL=NICHTS einerseits und EINS=ALLES andererseits
sind nur die extremen Sichtweisen des Verstandes von einem rationalen Standpunkt.
Über der (rational zugänglichen) Realitätsebene stehend erkenne ich das A-rationale.
In allem real Erscheinenden erkenne ich das Irrationale (innewohnend).


Freundlichst
Wolf
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon philophax » Mo 5. Sep 2011, 03:20

Hallo an Lupino und an alle,
nunmehr stellt sich mir die Frage, sollte man mathematische Logik und materielle Wesensbetrachtungen grundsätzlich trennen ? Ich meine, das wird schwierig, denn, was der Mensch
- entsprechend seines geistigen Entwicklungsstands, dem Wesen nach - nicht begreift, wird er stets in mathematische Gesetze, Zahlen und Formeln umsetzen. Und wenn auch das nicht hilft, dann gibt es ja schließlich noch Gott, bei dem es heißt: Die Wege des Herren sind unergründlich. Somit ist der Mensch sozusagen “aus dem Schneider” und muss nicht einräumen, dass er die Dinge - eben dem Wesen nach - oft nicht versteht. Dann sind eben Zahlen und “höhere Mächte” dafür zuständig; das macht das Ganze für ihn wieder verständlich und “beruhigt” ihn.

Unendlichkeit kann man nicht sehen, hören und auch nicht fühlen und somit nicht verinnerlichen; wir geben diesem abstrakten Phänomen aber trotzdem ein Symbol - die waagerecht stehende Acht. Wir können Unendlichkeit nicht begreifen, weil wir selbst endlich sind und ebenso alles uns Bekannte. Ich könnte bei all dem auch “tröstend” sagen, dass uns für ein höheres Verständnis entweder noch einige Gehirnzellen fehlen, oder wir haben entsprechende Regionen - aus dem noch zu 80% unerforschten Gehirn - noch nicht aktiviert. Wie auch immer, wo (vorerst) kein Wasser - da auch kein Meer.

Ja, der zerteilte Apfel ist vom Wesen kein Ganzes mehr, aber nur deshalb, weil ein vom Baum abgetrennter Apfel, der Biologie nach, eben nicht mehr “lebt”. Objektiv ist es so, dass jedes Lebewesen, welches von seiner Vitalversorgung abgeschnitten ist, stirbt und somit philosophisch betrachtet, kein Ganzes mehr ist. Erstaunlicherweise ist es aber so, wenn man den Stamm eines Obstbaums abschneidet und das Stammteil eines anderen Baums darauf heftet, dann hat man aus zwei Teilen wieder und auch vom Wesen her, ein Ganzes geschaffen: Das Ganze lebt jetzt weiter.

Grüsse

philophax
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon Geronimo » Mi 7. Sep 2011, 21:58

winter hat geschrieben:Vollziehen wir die selben Teilungen mathematisch, stellen wir fest, dass sich unser Apfel, die 1, zwar exakt durch 2 und 4, nicht aber exakt durch 3 teilen lässt. Dass diese Teilungen unterschiedlich exakt sind, können wir leicht dadurch überprüfen, dass sich Halbe und Viertel quasi "passgenau" wieder zur 1 zusammenfügen lassen - nicht aber die Drittel: hier ist ein kleines Stückchen unseres Apfels "verloren gegangen".


Stimmt nicht. Nichts geht verloren. Die Teilstücke des Apfels ergeben keine irrationale Zahlen.
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon Lupino » Do 8. Sep 2011, 01:07

Allen zum Gruß!

Hallo philophax,
zu deiner Eingangsfrage (Beitrag v. 5. Sep 2011) ...
> ...nunmehr stellt sich mir die Frage, sollte man mathematische Logik und materielle Wesensbetrachtungen grundsätzlich trennen ? <

Lese ich das richtig -
du stellst die Anwendung (von Logik, reduziert auf eine mathematische)
der Betrachtung von Wesen (in nur materieller Erscheinungform) gegenüber
und fragst ob beides grundsätzlich getrennt werden sollte?

Wenn ich deine Frage (oder erweitert: deine Beiträge) als Fenster in deine Welt interpretiere, dann muss ich eingestehen, was ich da sehe – ist für mich sehr befremdlich.
Ich denke – „richtig in meinem eigenen Vorurteile-Kosmos“ bedeutet noch nicht …brauchbar/integrierbar/oder erwünscht ... auch in deinem.
Mein „richtig/falsch“ ist immer relativ –
immer nur vom gewählten Standpunkt abhängige „Sichtweise“.
(Die in deinem persönlichen Kosmos möglichen Standpunkte kenne ich noch nicht.)

Dass Erkenntnisse/Wahrheiten immer relativ sind, weiß ich –
weil ich es täglich so erfahre.
Dass es eine letzte, absolute Wahrheit (Erkenntnis) gibt, weiß ich nicht –
aber ... ich glaube dies – weil es für mich Sinn begründet.
(Glaube geht – in meinem mentalen Kosmos – dem Wissen voraus!)

- - -
Über eine sehr befremdliche „Logik“ stolpere ich in deinem Schlussabsatz.
> Ja, der zerteilte Apfel ist vom Wesen kein Ganzes mehr, aber nur deshalb, weil ein vom Baum abgetrennter Apfel, der Biologie nach, eben nicht mehr “lebt”. Objektiv ist es so, dass jedes Lebewesen, welches von seiner Vitalversorgung abgeschnitten ist, stirbt und somit philosophisch betrachtet, kein Ganzes mehr ist. Erstaunlicherweise ist es aber so, wenn man den Stamm eines Obstbaums abschneidet und das Stammteil eines anderen Baums darauf heftet, dann hat man aus zwei Teilen wieder und auch vom Wesen her, ein Ganzes geschaffen: Das Ganze lebt jetzt weiter.<

Vorsicht! Scheinlogische Konstrukte ...suggerieren „klar“ – ...vernebeln „wahr“.
Die Unterstreichungen sind von mir eingefügt –
Sie sollen nur einige meiner Schleuderspuren markieren …
einige meiner 'wieso-weshalb-warum' bzw. meiner 'so nicht haltbar'.
Weiter ergründen will ich hier und heute jedoch nicht.

Freundlichst
Wolf
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon philophax » Do 8. Sep 2011, 03:57

Hallo Lupino,
ich verstehe nicht, warum Du einen Großteil meines Beitrags nicht verstehst. War vielleicht meine Wortwahl nicht differenziert und dezidiert genug ?

Nun, zu Deinem ersten Unverständnis möchte ich wie folgt antworten: Nicht etwa ich, sondern leider viele andere (insbesondere naturwissenschaftliche „Fachidioten“) neigen dazu, Dinge, die sie vom Wesen her nicht verstehen (besser gesagt, nicht fühlen), in Zahlen und Formeln umzusetzen und mit dem Wesen einer Sache vermeintlich zu verquicken. So behaupten zum Beispiel die konservativ denkenden Physiker, es gäbe (immer noch) keine schnellere als die Lichtgeschwindigkeit und definieren sie mit einer Zahl in Kilometer pro Sekunde. Abgesehen davon, dass es nach meiner Auffassung über die geschichtliche Logik, noch andere, nicht entdeckte (bzw. noch nicht publik gemachte) Energieformen gibt, die dem Licht von der Prägnanz her „den Rang ablaufen“, ist Geschwindigkeit für mich keine rein physikalische sondern vielmehr eine geistige Größe, die stets relativ vom Betrachter aus empfunden wird. Es klingt jetzt vielleicht verwirrend, aber ich habe mich von der physikalischen Definition der Geschwindigkeit weitgehend verabschiedet, weil sie für mich nämlich auch den ungerechten Faktor von Leistung beschreibt. So definiere ich, besser gesagt, fühle ich Geschwindigkeit nicht in zurückgelegter Strecke pro Zeiteinheit sondern in „Intensität der Zufriedenheit pro Erlebnis“, was so viel bedeutet wie: Je zufriedener ich mit einem Erlebnis oder einer Begegnung bin, desto angenehmer und kurzweiliger ist das Ganze für mich. Wie ich im Alltag trotzdem mit der bürgerlichen und weltlichen Auffassung von Geschwindigkeit umgehe, können wir ja noch bei einer anderen Gelegenheit besprechen.

Zu Deinem letzten Einwand möchte ich wie folgt antworten: Eine einzelne weibliche Eizelle und ein einzelnes männliches Spermium sind - rein biologisch betrachtet - jeweils ein Ganzes und Lebendes. Allerdings sind sie nur gemeinsam, bei ihrer Verschmelzung von sinnvollem (auch philosophischem) Nutzen. So sind sie einzeln - im geistigen Sinne betrachtet - nur halbwert, also philosophisch kein Ganzes. Würden sich diese Zellen nie begegnen, so würden sie schlicht durch die weibliche Periode und der gelegentlichen Ejakulation des Mannes einfach nutzlos und unbeachtet in die Gegend verstreut. Ich hoffe, Du kannst da meine Sichtweise nachvollziehen.

Grüsse

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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon Geronimo » Do 8. Sep 2011, 19:27

philophax hat geschrieben:Frage, sollte man mathematische Logik und materielle Wesensbetrachtungen grundsätzlich trennen ?


Ja, das sollte man unbedingt tun. Die Welt ist mehr als Mathematik. Wir brauchen ein Wesensschau.

philophax hat geschrieben:Unendlichkeit kann man nicht sehen, hören und auch nicht fühlen. Wir können Unendlichkeit nicht begreifen, weil wir selbst endlich sind.


Hier ist unsere Wesensschau gefordert. Ich vertrete die Ansicht, dass der menschliche Geist die Dimension der Unendlichkeit schauen kann, weil der Geist vom Wesen her unendlich ist. Dafür habe ich schon viel Unverständnis bekommen, lasse mich aber nicht davon beirren.
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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon philophax » Fr 9. Sep 2011, 00:03

Hallo Geronimo,
zu Deiner 2. Ansicht möchte ich zuerst einmal VÖLLIG NEUTRAL feststellen, dass es diesbezüglich, seit jeher zwei Lager der Anschauung gibt: Die erste Denkerfraktion ist der Überzeugung, dass es ohne das Organ “Gehirn” keinen Geist gibt, keinen Geist geben kann. Die zweite Gruppe meint, der Geist (welcher auch immer) sei auf jeden Fall, losgelöst vom Denkorgan zu betrachten. Die einen meinen - aus naturwissenschaftlichen Erwägungen - bereits die Wahrheit zu kennen; die anderen glauben, vermuten oder argumentieren mit philosophischer Logik und teilweise auch mit der Parapsychologie. Offensichtlich wird man diese beiden Paradigmen wohl nie auf einen Nenner bringen, auch ist ein Kompromiss dieser beiden Denkformen vorerst nicht zu erwarten.

Mich würde allerdings brennend interessieren, ob Du bereits oder je ein sicht- oder fühlbares Erlebnis hattest, was Deine Ansicht über den Geist und auch über Gott manifestiert. Ich zum Beispiel habe dieses Erlebnis zu jeder Zeit, und je mehr ich mich damit befasse desto klarer und deutlicher fühle ich meine Beziehung zu Geist und Gott.

Grüsse

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Re: Falsches physikalisches Weltbild - wegen Rechenfehler?

Beitragvon Geronimo » Fr 9. Sep 2011, 06:14

Hallo Philophax,
ich gehöre zur zweiten Gruppe, also denjenigen, die den Geist losgelöst vom Denkorgan betrachten.

Bezüglich Deiner Frage, ob ich ein sicht- oder fühlbares Erlebnis hatte, kann ich mit ja antworten. Es hat mal einer versucht, mich zwangsweise zu hypnotisieren. Er wollte sicherlich die totale Macht über mich erlangen. Es kam ein lähmendes Gefühl über mich. Ich spürte, wie versucht wurde, mir die Kraft meiner geistigen Gegenwärtigkeit zu nehmen. Ich bin mir sicher, dass Gottes Geist mir geholfen hat. Ich spürte nämlich ganz deutlich die Anwesenheit einer okkulten Macht, die von mir Besitz ergriffen hätte, wenn Gott mir nicht geholfen hätte.
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