Tag zusammen,
dieser Teil des Forums ist offenbar für Gäste gedacht und da ich vorerst Gast bleiben möchte aber trotzdem gerne zu einer Diskussion anregen möchte, folgender Beitrag:
Ich beschäftige mich schon sehr lange mit der berühmten Frage nach dem „Sinn des Lebens“. Ich habe mich ganz bewusst noch nicht mit der Fachliteratur auseinandergesetzt, um meinerseits eine zu große Beeinflussung zu vermeiden. Der hoffentlich klare Menschenverstand hat mich zu folgender, unter Umständen nicht ganz leicht nachvollziehbaren These geführt:
Das Bewusstsein des Menschen ist im Zentrum und gibt allem einen Sinn, außer dem eigenen Dasein. Worin besteht der Sinn des Sinngebenden, also des Menschen? Da alle Dinge nur Sinn haben, wenn sie einen Sinn für den Menschen ergeben, muss auch der Mensch einen Sinn haben, sonst ist alles sinnlos. Da uns niemand bekannt ist, der uns Sinn gibt und wir uns selbst keinen Sinn geben können, sind der Mensch und dessen Existenz vollkommen sinnlos. Unsere Existenz hat für niemanden anderen Relevanz, was uns irrelevant macht, solange es niemanden gibt der uns einen Sinn zumisst. Würden wir X finden, welches uns Sinn gibt, so würden wir diesem automatisch auch Sinn geben. So hätte alles einen Sinn, außer der sinngebenden Symbiose zwischen Mensch und X. Denn das Bewusstsein von beiden würde Verschmelzen und nach Y suchen, welches bei erfolgreicher Auffindung wieder beiden Sinn geben würde. Wenn wir Y gefunden hätten, so müsste jedoch auch diese neue Symbiose von jemand anderem einen Sinn bekommen, sonst wären wir wieder sinnlos. Das heißt wir bleiben in jedem Moment, bis in die Unendlichkeit sinnlos, unabhängig davon, was wir mit unseren gegebenen Sinnen wahrnehmen können oder nicht.
Dieser Text ist das kompakte Endprodukt einer ganzen Reihe von langen Überlegungen. Mich würde eure Meinung dazu interessieren. Sind meine Überlegungen logisch nachvollziehbar und wenn ja, welcher Ansicht seid ihr?
Vielen Dank und LG,
12tragttutS
